Berlin

Berliner Liste 2010

Installationsansicht. Foto: Berliner Liste

Die größte der kleinen Schwestern der Kunstmesse Art Forum lockt mit einem originellen Standort: der ehemaligen Staatlichen Münze der DDR. Dort wird Marktgängiges zu moderaten Preisen gehandelt.

Von der Anziehungskraft des Art Forums, der größten deutschen Kunstmesse neben der Art Cologne, profitieren schon vier Konkurrenzveranstaltungen. Unter ihnen ist die «Berliner Liste» ist mit 111 Ausstellern aus 20 Ländern die größte – sie findet 2010 zum siebten Mal statt. Ihr Markenzeichen sind jährlich wechselnde Locations. Im letzten Jahr war sie in einem leeren Bürohaus angesiedelt, diesmal in der früheren Staatlichen Münze der DDR am Molkenmarkt.

 

Info

Berliner Liste 2010

 

7.10.2010 –  10.10.2010

täglich 13 bis 21 Uhr

Molkenmarkt 2, Berlin

 

Der unrenovierte Gebäudekomplex an der Spree atmet das Flair einer vergangenen Epoche. Der Rundgang führt durch verwinkelte Flure, die sich unvermutet zu Hallen öffnen oder in Sackgassen enden. Ein echter Abenteuer-Spielplatz für die Schnitzeljagd nach neuen Trends und Entdeckungen.

 

Wenig Schwerpunkt-Fotografie

 

So abwechslungsreich wie das Terrain ist das Angebot. Handwerklich perfekte Skulpturen wechseln mit improvisierter Malerei ab, düstere Abstraktionen mit plakativem Realismus jenseits der Kitsch-Grenze. Vom diesjährigen Schwerpunkt Fotografie sieht man wenig – die wenigen gezeigten Fotoarbeiten sind aber hochwertig.


Impressionen der Ausstellung


 

Erschwingliches Preisniveau

 

Die «Berliner Liste» ist quasi die Volksausgabe des Art Forums. Hier zählt nicht das Prestige der Künstler, sondern ihre Originalität und Selbstdarstellung. Die Qualität schwankt enorm – manches ist Kaufhaus-Kunst, anderes beeindruckender als das Angebot unter den Messehallen. Das Preisniveau bleibt erschwinglich bei vier- bis niedrigen fünfstelligen Beträge.


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