Hamburg

Traummänner

Daniel Riera: From the series City Suites, New York, 2009. Foto: © Daniel Riera

Waschbrettbauch, metrosexuell oder Anzugtyp – was genau braucht der Traummann von heute eigentlich? Gute Frage: Wie er aussieht, versuchen 50 Starfotografen in den Hamburger Deichtorhallen zu zeigen.

Dass sich Rollenbilder mit der Zeit wandeln, dürfte bekannt sein. Das gilt natürlich auch – oder gerade – für Geschlechterrollen. Deswegen sind bestimmte Fragen auch immer aktuell. Zum Beispiel diese: Die Traumfrau oder der Traummann – wer ist das eigentlich?

 

Info

Traummänner:  50 Starfotografen zeigen ihre Version vom Ideal

 

11.03.2011 – 29.05.2011
täglich außer montags 11 bis 18 Uhr in den Deichtorhallen, Deichtorstraße 1-2, Hamburg

 

Weitere Informationen

Die Hamburger Deichtorhallen zeigen derzeit eine Ausstellung, in der 50 Fotografen ihre visuell ansprechenden Antworten nach den «Traummännern» geben (den «Traumfrauen» widmete sich bereits eine frühere Schau). Dem modernen Männerbild sollen sie auf die Spur kommen.

 

Facettenreiche Männlichkeit

 

Angefragt wurden prominente Fotografen, die das Bild des Mannes in Medien, Mode und Werbung heute maßgeblich mitbestimmen. Rund 150 Werke umfasst das gezeigte Œvre, mit dem sie zeigen, was ihrer Idealvorstellung von einem Mann gleichkommt.

 

Neben großformatigen Hochglanzporträts sehen wir Männer in den verschiedensten Situationen und Stimmungen. Jeder Blickwinkel hat dabei seinen Reiz. Insgesamt spiegelt die Ausstellung durchaus, dass «Männlichkeit» wesentlich facettenreicher ist, als ihr Klischee.

 

Erstaunlich kohärentes Männerbild

 

Niemand wird erwarten, dass es auf die Frage «Was macht einen Traummann aus?» eine letztgültige Antwort gibt. Zu verschieden sind doch die Geschmäcker. So gesehen ist es eher erstaunlich, wie kohärent das Männerbild ist, das in den Deichtorhallen präsentiert wird. Je dreimal wurde ein Bild von Vincent Cassel eingereicht, je zweimal eines von George Clooney, Brad Pitt, Jonathan Rhys Meyers, Viggo Mortensen, Matt Dillon und John Malkovich.

 

Überraschung ist etwas anderes, zumal die Fotografen ihre Werke «frei von den Zwängen der Auftraggeber» einreichen konnten, wie der Pressetext herausstellt. Gute Fotos sind es jedoch allemal, und die Ausstellung erschöpft sich damit ja auch nicht.

 

Den allseits bekannten Promis werden Porträts von Models, Künstlern oder persönlichen Bekannten der Fotografen beigruppiert – im Endeffekt oft die interessanteren Bilder, weil wir nicht schon alles zu kennen glauben, was darauf zu sehen ist.


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