Dustin Hoffmann

Barney’s Version

Jüdische Hochzeit: Minnie Driver, Paul Giamatti, Dustin Hoffman (v.li.); Foto: Universal

(Kinostart: 14.7.) Richard J. Lewis lässt den Antihelden Barney auf seine Umwelt los. Einen Zyniker und Trinker, der kaum einen Fettnapf auslässt und seit der Trennung von seiner dritten Frau Miriam mehr leidet als lebt.

Als wäre Barney Panofskys (Paul Giamatti) Leben nicht schon trist genug: Detective O’Hearne (Mark Addy) bezichtigt den Fernsehproduzenten in seinem Buch als Mörder seines besten Freundes Boogie – dabei gilt der doch seit Ewigkeiten als verschwunden. Das lässt Panofsky nicht auf sich sitzen und erzählt «Barney’s Version» als seine Fassung der Geschichte.

 

Info

Barney’s Version

 

Regie: Richard J. Lewis, 132 min., Kanada/Italien 2010;
mit: Paul Giamatti, Dustin Hoffman, Minnie Driver

 

Webseite zum Film

Der Geschichte seines Lebens – und das in drei Akten, für die seine drei Ehen stehen. Barney ein glückliches Händchen mit den Damen zu unterstellen wäre übertrieben, verbrachte er doch nur mit Miriam (Rosamund Pike), in die er sich auf der Hochzeit mit seiner zweiten Frau (Minnie Driver) Hals über Kopf verliebte, schöne Jahre. Nur sie konnte den Zigarren-rauchenden, Schnaps-trinkenden Fiesling ertragen.

 

Offizieller Video-Trailer

 



 

US-Serienspezialist (CSI) Richard J. Lewis erschafft in den ersten beiden Dritteln seiner Tragödie, mit dem von Paul Giamatti wunderbar gemein gespielten Barney Panofsky, einen der prägenden Antihelden der letzten Jahre. Das Spiel des kettenrauchenden Zynikers, dem Lewis mit Dustin Hoffman in der Rolle des Alt-Cops Izzy Panofsky einen ebenso großartigen Sidekick zur Seite stellt, bleibt haften.

 

Schade, dass Lewis den eingeschlagenen Weg nicht zu Ende geht und stattdessen mit der melodramatischen Keule auf die Tränendrüse drückt, um «Barney’s Version» mit hollywoodesquer Moral und Pathos zum Kippen zu bringen.


Diesen Artikel drucken