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Celeste & Jesse träumen von ewiger Liebe (Rashida Jones, Andy Samberg). Foto: Mongrel Media

Celeste & Jesse


(Kinostart: 14.2.) Eine Liebesgeschichte mit ganz falschem Anfang: nach der Trennung. Die romantische Komödie um ein Ex-Ehepaar von Regisseur Lee Toland Krieger spielt originell mit den Erwartungen an das Genre.


Pünktlich zum Valentinstag kommt die romantische Komödie «Celeste & Jesse» von Regisseur Lee Toland Krieger in unsere Kinos. Der erfrischend witzige Film spielt mit den Grenzen und Erwartungen an sein Genre und findet seine ganz eigene Definition für einen Liebesfilm mit happy end

 

Info

Celeste & Jesse

 

Regie: Lee Toland Krieger
92 min., USA 2012;
mit: Rashida Jones, Andy Samberg, Chris Messina

 

Website zum Film

Celeste (Rashida Jones) und Jesse (Andy Samberg) verbringen jede freie Minute zusammen, verstehen sich blendend, teilen den gleichen Humor und wohnen Tür an Tür. Allerdings nerven sie ihren gemeinsamen Freundeskreis mit ihrer eingeschworenen Harmonie: Die beiden sind ein Ex-Ehepaar und haben sich vor geraumer Zeit voneinander getrennt.

 

In der Übergangslösung

 

Sie sind von ihrer Ehe nahtlos in eine gute Freundschaft geschlittert. Nun hängen sie in einer Übergangslösung fest, weil sich beide nicht entschließen können, die Konsequenzen ihrer Entscheidung zu tragen.


Offizieller Filmtrailer


 

Nachträglicher Trennungsschmerz

 

Dabei ist sich Karrierefrau Celeste sicher, dass der zukünftige Vater ihrer Kinder einen ordentlichen Job und ein Auto haben sollte – Anforderungen, die der verspielte Jesse wohl nie erfüllen wird. Doch als Jesse beginnt, mit anderen Frauen auszugehen, setzt bei der souveränen Celeste schließlich Trennungsschmerz ein.

 

Sie möchte ihren Ex zurückgewinnen; der hat allerdings gerade die attraktive Veronica kennen gelernt. Nun müssen sich Celeste und Jesse über ihre Gefühle klar werden: Ist es die wahre Liebe? Dann ist sie es wert, darum zu kämpfen.

 

Persönliche Erfahrungen der Hauptdarstellerin

 

Mitten aus dem Leben samt Feuerwerk aus Gags und coolen Sprüchen porträtiert der Film eine Gruppe thirtysomethings, mit denen man sich als gleichaltriger Großstadtmensch hervorragend identifizieren kann. Hauptdarstellerin Rashida Jones hat gemeinsam mit ihrem Ex-Freund Will McCormack das Drehbuch geschrieben.

 

Hintergrund

Weitere Rezensionen finden Sie in der Presseschau
bei Film-Zeit.


Lesen Sie hier eine Rezension des Films  “Der Geschmack von Rost und Knochen” von Jacques Audiard


sowie hier eine Besprechung des Films  “Love Is All You Need” von Susanne Bier mit Pierce Brosnan

 

und hier eine Rezension der anti-romantischen Komödie “Die Wahrheit über Männer” von
Nikolaj Arcel.

Sicherlich haben beide die eine oder andere persönliche Erfahrung mit einfließen lassen: Die Situationen, die Celeste und Jesse auf ihrem Trennungsweg durchleben, wirken sehr authentisch – man erlebt sozusagen ein Déjà-vu nach dem anderen. 

 

Anmache im Yoga-Studio

 

Etwa, wenn Celeste im Yoga-Studio vom smarten Paul (sehr souverän: Chris Messina) angemacht wird, indem er sie auf ihren kraftvollen «nach unten schauenden Hund» anspricht – oder Jesse völlig verkrampft, da er in Begleitung von Celeste auf seine neue Flamme Veronica (Rebecca Dayan) trifft.

 

Manchmal schießt der Film ein wenig über das Ziel hinaus und verliert sich trotz aller Originalität in dem einen oder anderen Klischee. Dennoch funktioniert die Idee, diese Liebesgeschichte sozusagen an der ganz falschen Stelle anzufangen: nach der Trennung.

 

Dem Film gelingt es, lustig und romantisch zu sein, und trotzdem einen realistischen Blick auf die Liebe und den damit verbundenen Herzschmerz zu werfen. Sein happy end ist für Menschen bestimmt, die nach Liebeskummer schon mal festgestellt haben, dass man ihn nicht nur überlebt, sondern daran auch ein Stückchen wächst.



Von Lydia Starkulla, veröffentlicht am 13.02.2013





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