Filme aus Deutschland ... weitere Beiträge

Jakob Lass

Tiger Girl

(Kinostart: 6.4.) Mach kaputt, was Dich kaputt macht: Eine junge Rebellin bringt ihrer Freundin schlagkräftige Gegenwehr bei – und wird von ihr übertrumpft. Dabei behält „Love Steaks“-Regisseur Jakob Lass sein Spontaneitäts-Prinzip nicht durchgängig bei.

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Nicola Graef

Neo Rauch – Gefährten und Begleiter

(Kinostart: 2.3.) Viel Rauch um Nichts? In einem Dokumentarfilm blickt Nicola Graef dem berühmten deutschen Maler Neo Rauch über die Schulter. Doch statt die künstlerischen Motive zu erklären, erweist sich der Film als unkritische Huldigung.

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Gore Verbinski

A Cure for Wellness

(Kinostart: 23.2.) Dr. Frankenstein praktiziert im Zauberberg-Spa: An Drehorten wie dem Johannisbad in Zwickau, Burg Hohenzollern und Beelitz-Heilstätten entfesselt Regisseur Gore Verbinski subtilen Sanatoriums-Horror – mit heilsamem Quellwasser.

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Filme aus Osteuropa ... weitere Beiträge

Goran Radovanović

Enklave

(Kinostart: 16.2.) Im KFOR-Panzer zur Schule: Mit den Augen eines einsamen Jungen blickt Regisseur Goran Radovanović auf den serbisch-albanischen Konflikt im Kosovo. Sein präzise inszeniertes Drama ergreift aber einseitig Partei für die serbische Sache.

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Radu Jude

Scarred Hearts – Vernarbte Herzen

(Kinostart: 9.2.) Zauberberg am Schwarzen Meer: Im Rumänien der Zwischenkriegszeit zwingt seine Krankheit einen jungen Intellektuellen, jahrelang im Bett zu bleiben. Max Blechers autobiographischen Roman von 1937 verfilmt Regisseur Radu Jude passend statisch.

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Kirill Serebrennikov

Der die Zeichen liest – Uchenik

(Kinostart: 19.1.) Mit der Bibel gegen die Welt: Ein russischer Teenager wird zum radikalen Christen und mischt seine Schule auf. Statt auf Gegenwehr trifft er auf lauen Opportunismus – gelungene Groteske nach einem Theaterstück von Marius von Mayenburg.

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Filme aus Südamerika ... weitere Beiträge

Pablo Larraín

Neruda wollte Flucht-Nervenkitzel

Porträtist politischer Ikonen: Vier Wochen nach „Jackie“ über die Kennedy-Witwe kommt die nächste Filmbiographie von Pablo Larraín ins Kino. Sein Werk über Chiles Nationaldichter Pablo Neruda sei aber eher ein Anti-Biopic, so der Regisseur im Interview.

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Pablo Larraín

Neruda

(Kinostart: 23.2.) Als das Dichten noch geholfen hat: Den chilenischen Nationalpoeten Pablo Neruda porträtiert Regisseur Pablo Larraín als charismatischen Lebemann auf der Flucht vor der Geheimpolizei – ein grandioses Panorama romantischer Politik.

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Werner Herzog

Salt And Fire

(Kinostart: 8.12.) Zu viele Ideen versalzen den Film: Regisseur Werner Herzog verpflichtet drei Weltstars für einen Öko-Katastrophen-Thriller in Bolivien. Doch hanebüchene Handlung, gestelzte Dialoge und zwangsbesinnliche Musik führen zum freien Fall ins Sinnlose.

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Filme aus Afrika ... weitere Beiträge

Lutz Gregor

Mali Blues

(Kinostart 29.9.) Bildgewaltige Meditation über die „Krise“ des Blues in Mali. In seinem Dokumentarfilm zeichnet Regisseur Lutz Gregor das Bild eines Landes, dessen Musikkultur die immer einflussreicher werdenden Islamisten nur wenig anhaben können.

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Mohamed Ben Attia

Hedis Hochzeit

(Kinostart: 22.9.) Mama kümmert sich drum: Ein junger Tunesier wird von seiner Mutter gegängelt und in eine Ehe gedrängt. Er macht alles mit – bis er eine Animateurin trifft. Regisseur Mohamed Ben Attia zeigt eine Kultur im Würgegriff des Patriarchalismus.

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Nabil Ayouch

Much Loved

(Kinostart: 14.4.) Prostitution ist im muslimischen Maghreb ein Tabu – der marokkanische Regisseur Nabil Ayouch will es brechen. Dabei schlingert sein Porträt dreier Edel-Nutten in Marrakesch zwischen Schlüsselloch-Reportage und arabischer Soap Opera.

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Filme aus Westeuropa ... weitere Beiträge

Julien Rambaldi

Ein Dorf sieht schwarz

(Kinostart: 20.4.) Culture Clash anders herum: Eine schwarze Arzt-Familie, die in die Provinz zieht, ist kultiviert und modern – also französischen Landeiern heillos überlegen. Die Multikulti-Komödie von Regisseur Rambaldi unterläuft raffiniert übliche Klischees.

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Claudio Caligari

Tu nichts Böses– Non essere cattivo

(Kinostart: 6.4.) Italien jenseits von Dolce Vita: Am Strand von Ostia tummelt sich jede Menge Drogenmilieu-Gelichter. Regisseur Claudio Caligari hält die enge Freundschaft zweier Außenseiter als furioses Doppel-Porträt fest – eine fesselnde Sozialstudie.

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Aki Kaurismäki

Die andere Seite der Hoffnung

(Kinostart: 30.3.) Weltpolitik im Märchenkostüm: In der neuen Tragikomödie von Regisseur Aki Kaurismäki kümmert sich ein finnischer Restaurant-Besitzer um das Wohlergehen eines syrischen Flüchtlings – eine so lakonische wie sozialromantische Sozialstudie.

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Filme aus Nordamerika ... weitere Beiträge

Michael Keaton

The Founder

(Kinostart: 20.4.) Schnelles Essen, schnelles Geld: Regisseur John Lee Hancock erzählt, wie der Vertreter Ray Kroc aus „McDonald’s“ die weltgrößte Fastfood-Kette machte – und deren Gründer ausbootete. Dabei glänzt Michael Keaton als skrupelloses Energiebündel.

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Michael Caine

Abgang mit Stil – Going in Style

(Kinostart: 13.4.) Robin-Hood-Räuberpistole mit Ruheständlern: Drei um ihre Rente betrogene Senioren rächen sich mit einem Bankraub. „Garden State“-Regisseur Zach Braff jongliert virtuos mit Versatzstücken aus Gaunerkomödien – ein diebisches Vergnügen.

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Nate Parker

The Birth of a Nation

(Kinostart: 13.4.) Eine Revolution macht noch keine geeinte Nation: Der umstrittene US-Regisseur Nate Parker erzählt vom Sklavenaufstand des schwarzen Plantagen-Predigers Nat Turner 1831 – als Memento für ein Land, das bis heute innerlich gespalten ist.

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Filme aus Asien ... weitere Beiträge

G. Heinzen + F. Heinzen-Ziob

Original Copy – Verrückt nach Kino

(Kinostart: 9.3.) Das Kino stirbt, es lebe das Kino: Ein neuer Dokumentarfilm porträtiert den letzten Filmplakatmaler von Mumbai – er arbeitet im ältesten Filmtheater der Megacity. Gelungene Reflektion über das Ende und die Zukunft einer alten Zunft.

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Mahmoud Sabbagh

Barakah meets Barakah

(Kinostart: 9.3.) Romeo und Julia in Saudi-Arabien: Dass die Liebenden zueinander kommen, verhindern keine verfeindeten Familien, sondern die Religionspolizei. Die feinsinnige Sittenkomödie von Regisseur Mahmoud Sabbagh blickt in eine absurd abgeschottete Welt.

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Martin Scorsese

Silence

(Kinostart 2.3.) Wenn Gott schweigt: Im neuen Historien-Epos von Martin Scorsese folgen zwei portugiesische Pfarrer einem gescheiterten Missionar ins christenfeindliche Japan des 17. Jahrhunderts. Statt auf Gott treffen sie auf brutale Inquisitoren.

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Ozeanien, Interviews + Sonstiges ... weitere Beiträge

Berlin

Things to Come – Science · Fiction

Soziologie der Zukunftsfantasien: Kino-Visionen des Künftigen sind so vielgestaltig wie der Sternenhimmel, doch meist eng an ihre Entstehungszeit gebunden. Das zeigt eine vergnügliche Überblicks-Schau der Deutschen Kinemathek im Museum für Film und Fernsehen.

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67. Berlinale

Expansionskurs in der Sackgasse

Nach dem Berlinale-Boom: Das Festival war deutlich schlechter besucht als in den Vorjahren. Überteuerter Eintritt für Mittelmaß im Wettbewerb und Strippenzieher-Steckenpferde in den Sektionen schreckt Publikum ab – doch Leiter Kosslick will sich ein Denkmal setzen.

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München

Friedrich Wilhelm Murnau – Hommage

Eine Symphonie des Grauens: Mit „Nosferatu“, „Sunrise“ und „Tabu“ schuf Murnau in den 1920er Jahren Meilensteine der Filmgeschichte. An sein Gesamtwerk erinnert eine Ausstellung im Lenbachhaus – und begräbt es unter beliebigem Bildersalat.

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