Filme aus Deutschland ... weitere Beiträge

Nicola Graef

Neo Rauch – Gefährten und Begleiter

(Kinostart: 2.3.) Viel Rauch um Nichts? In einem Dokumentarfilm blickt Nicola Graef dem berühmten deutschen Maler Neo Rauch über die Schulter. Doch statt die künstlerischen Motive zu erklären, erweist sich der Film als unkritische Huldigung.

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Gore Verbinski

A Cure for Wellness

(Kinostart: 23.2.) Dr. Frankenstein praktiziert im Zauberberg-Spa: An Drehorten wie dem Johannisbad in Zwickau, Burg Hohenzollern und Beelitz-Heilstätten entfesselt Regisseur Gore Verbinski subtilen Sanatoriums-Horror – mit heilsamem Quellwasser.

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Felix Ruckert

Violently Happy

(Kinostart: 26.1.) SM-Erotik, Tanz und Großfamilien-Lebensgefühl: All das bringt der Choreograph Felix Ruckert in seiner „Schwelle 7“ zusammen. Regisseurin Paola Calvo dokumentiert ein utopisches Gegenmodell zum allgegenwärtigen Geschäft mit dem Sex.

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Filme aus Osteuropa ... weitere Beiträge

Goran Radovanović

Enklave

(Kinostart: 16.2.) Im KFOR-Panzer zur Schule: Mit den Augen eines einsamen Jungen blickt Regisseur Goran Radovanović auf den serbisch-albanischen Konflikt im Kosovo. Sein präzise inszeniertes Drama ergreift aber einseitig Partei für die serbische Sache.

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Radu Jude

Scarred Hearts – Vernarbte Herzen

(Kinostart: 9.2.) Zauberberg am Schwarzen Meer: Im Rumänien der Zwischenkriegszeit zwingt seine Krankheit einen jungen Intellektuellen, jahrelang im Bett zu bleiben. Max Blechers autobiographischen Roman von 1937 verfilmt Regisseur Radu Jude passend statisch.

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Kirill Serebrennikov

Der die Zeichen liest – Uchenik

(Kinostart: 19.1.) Mit der Bibel gegen die Welt: Ein russischer Teenager wird zum radikalen Christen und mischt seine Schule auf. Statt auf Gegenwehr trifft er auf lauen Opportunismus – gelungene Groteske nach einem Theaterstück von Marius von Mayenburg.

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Filme aus Südamerika ... weitere Beiträge

Pablo Larraín

Neruda wollte Flucht-Nervenkitzel

Porträtist politischer Ikonen: Vier Wochen nach „Jackie“ über die Kennedy-Witwe kommt die nächste Filmbiographie von Pablo Larraín ins Kino. Sein Werk über Chiles Nationaldichter Pablo Neruda sei aber eher ein Anti-Biopic, so der Regisseur im Interview.

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Pablo Larraín

Neruda

(Kinostart: 23.2.) Als das Dichten noch geholfen hat: Den chilenischen Nationalpoeten Pablo Neruda porträtiert Regisseur Pablo Larraín als charismatischen Lebemann auf der Flucht vor der Geheimpolizei – ein grandioses Panorama romantischer Politik.

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Werner Herzog

Salt And Fire

(Kinostart: 8.12.) Zu viele Ideen versalzen den Film: Regisseur Werner Herzog verpflichtet drei Weltstars für einen Öko-Katastrophen-Thriller in Bolivien. Doch hanebüchene Handlung, gestelzte Dialoge und zwangsbesinnliche Musik führen zum freien Fall ins Sinnlose.

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Filme aus Afrika ... weitere Beiträge

Lutz Gregor

Mali Blues

(Kinostart 29.9.) Bildgewaltige Meditation über die „Krise“ des Blues in Mali. In seinem Dokumentarfilm zeichnet Regisseur Lutz Gregor das Bild eines Landes, dessen Musikkultur die immer einflussreicher werdenden Islamisten nur wenig anhaben können.

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Mohamed Ben Attia

Hedis Hochzeit

(Kinostart: 22.9.) Mama kümmert sich drum: Ein junger Tunesier wird von seiner Mutter gegängelt und in eine Ehe gedrängt. Er macht alles mit – bis er eine Animateurin trifft. Regisseur Mohamed Ben Attia zeigt eine Kultur im Würgegriff des Patriarchalismus.

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Nabil Ayouch

Much Loved

(Kinostart: 14.4.) Prostitution ist im muslimischen Maghreb ein Tabu – der marokkanische Regisseur Nabil Ayouch will es brechen. Dabei schlingert sein Porträt dreier Edel-Nutten in Marrakesch zwischen Schlüsselloch-Reportage und arabischer Soap Opera.

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Filme aus Westeuropa ... weitere Beiträge

Aki Kaurismäki

Die andere Seite der Hoffnung

(Kinostart: 31.3.) Weltpolitik im Märchenkostüm: In der neuen Tragikomödie des finnischen Regisseurs Aki Kaurismäki kämpfen ein Restaurantbesitzer und seine Angestellten für das Bleiberecht eines syrischen Geflüchteten – lakonische wie kritische Sozialstudie.

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Marie-Castille Mention-Schaar

Der Himmel wird warten

(Kinostart: 23.3.) Terror im Kinderzimmer: In ihrem neuen Film erzählt die Regisseurin Marie-Castille Mention-Schaar von zwei Mädchen, die sich von den Lockrufen des „Islamischen Staats“ verführen lassen – analytisches Dokudrama mit Bildungsauftrag.

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André Téchiné

Mit Siebzehn - Quand on a 17 ans

(Kinostart: 16.3.) Wer sich prügelt, liebt sich: Im Coming-Out-Drama von André Téchiné treffen zwei 17-jährige aufeinander; der eine ist bäuerlich, der andere bürgerlich. Doch sie haben mehr gemeinsam, als sie möchten – einfühlsamer Film über die Wirrungen der Sexualität.

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Filme aus Nordamerika ... weitere Beiträge

Daniel Espinosa

Life

(Kinostart: 23.3.) Killen, um zu überleben: Im neuen Science Fiction-Film von Regisseur Daniél Espinosa entdeckt ein Astronauten-Team eine neue Spezies, die sich schon bald als Monster erweist – düsteres wie nachdenkliches Kammerspiel über menschliche Schwächen.

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Barry Jenkins

Moonlight

(Kinostart: 9.3.) Wider die Sozialklischees: Der neue Film von Barry Jenkins hat zurecht den Oscar gewonnen. Ohne Pathos erzählt er von einem schwarzen Jungen, der im Ghetto von Miami aufwächst – und zwischen Gewalt und Homophobie erwachsen wird.

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Peter Chelsom

Den Sternen so nah

(Kinostart: 9.2.) Dem Klischee noch viel näher: Die Jungfernreise eines Teenagers, der auf dem Mars aufwuchs, zu seinem Schwarm auf der Erde gerät Regisseur Peter Chelsom zur vorhersehbaren Coming-of-Age-Story. Mit etwas mehr Mut gäbe der Weltraum viel mehr her.

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Filme aus Asien ... weitere Beiträge

G. Heinzen und F. Heinzen-Ziob

Original Copy - Verrückt nach Kino

(Kinostart: 9.3.) Das Kino stirbt, es lebe das Kino: Ein neuer Dokumentarfilm porträtiert den letzten Filmplakatmaler. Er arbeitet im ältesten Filmtheater der Megacity Mumbai. Eine gelungene Reflektion über das Ende und die Zukunft einer alten Zunft.

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Mahmoud Sabbagh

Barakah meets Barakah

(Kinostart: 9.3.) Romeo und Julia in Saudi-Arabien: Dass die Liebenden zueinander kommen, verhindern keine verfeindeten Familien, sondern die Religionspolizei. Die feinsinnige Sittenkomödie von Regisseur Mahmoud Sabbagh blickt in eine absurd abgeschottete Welt.

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Martin Scorsese

Silence

(Kinostart 2.3.) Wenn Gott schweigt: Im neuen Historien-Epos von Martin Scorsese folgen zwei portugiesische Pfarrer einem gescheiterten Missionar ins christenfeindliche Japan des 17. Jahrhunderts. Doch statt Gott treffen sie auf brutale Inquisitoren.

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Ozeanien, Interviews + Sonstiges ... weitere Beiträge

67. Berlinale

Expansionskurs in der Sackgasse

Nach dem Berlinale-Boom: Das Festival war deutlich schlechter besucht als in den Vorjahren. Überteuerter Eintritt für Mittelmaß im Wettbewerb und Strippenzieher-Steckenpferde in den Sektionen schreckt Publikum ab – doch Leiter Kosslick will sich ein Denkmal setzen.

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München

Friedrich Wilhelm Murnau – Hommage

Eine Symphonie des Grauens: Mit „Nosferatu“, „Sunrise“ und „Tabu“ schuf Murnau in den 1920er Jahren Meilensteine der Filmgeschichte. An sein Gesamtwerk erinnert eine Ausstellung im Lenbachhaus – und begräbt es unter beliebigem Bildersalat.

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Chris Kraus

Enkel von NS-Opfern machten Witze

Ein Titel wie ein Haiku, ein Drama mit langem komödiantischen Anlauf: Mit „Die Blumen von gestern“ will Regisseur Chris Kraus die Nachfahren von Tätern und Opfern miteinander versöhnen. Dazu inspirierte ihn seine Familiengeschichte, erzählt er im Interview.

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