František Vláčil

Marketa Lazarová

(Kinostart: 1.12.) Zeitreise ins 12. Jahrhundert: Regisseur František Vláčil wollte 1967 dem Publikum vermitteln, wie sich das Mittelalter anfühlte. Seine Raubritter-Fabel gilt als „bester tschechischer Film aller Zeiten“ – und kommt 49 Jahre später in deutsche Kinos.

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Marie Noëlle

Marie Curie

(Kinostart: 1.12.) Eine Frau gegen die ganze Welt: Das bewegte Leben von Marie Curie, der einzigen Doppel-Nobelpreisträgerin, klingt wie ein präfeministischer Bildungsroman. Ihr Biopic ertränkt Regisseurin Marie Noëlle in gefühligem Beziehungs-Kitsch.

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Ken Loach

Daniel Blake wäre für den Brexit

Der Held des neuen Films von Ken Loach kämpft gegen ein zynisches Sozialsystem, das ihm jede Hilfe verweigert. Das sei symptomatisch für den Zerfall der britischen Gesellschaft, so der Regisseur: Die Wirtschaft stehle sich aus ihrer Verantwortung für die Beschäftigten.

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Ken Loach

Ich, Daniel Blake

(Kinostart: 24.11.) David gegen Goliath 2.0: Ken Loach erzählt die Geschichte eines arbeitsunfähigen Schreiners, der an der kafkaesken Bürokratie des britischen Sozialstaates scheitert. Realistisches Sozialdrama mit viel Empathie, aber ohne Pathos.

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Denis Villeneuve

Arrival

(Kinostart: 24.11.) Reden ist immer die Lösung: Aus dem Erstkontakt mit Aliens macht Regisseur Denis Villeneuve einen faszinierend intelligenten SciFi-Psychothriller über einen Gesprächs-Marathon – im herrschenden Digital-Wahn fast ein Aufruf zur Konterrevolution.

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Meryl Streep + Hugh Grant

Florence Foster Jenkins

(Kinostart: 24.11.) Singe, wem Gesang gegeben: Mangelndes Talent machte Florence Foster Jenkins durch Enthusiasmus wett – und Mäzenatentum. Meryl Streep spielt voller Sympathie diese Möchtegern-Operndiva, Regisseur Stephen Frears inszeniert opulent.

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Jim Jarmusch

Paterson

(Kinostart: 17.11.) Schläft ein Lied in allen Dingen, die da träumen fort und fort: Sein Porträt eines dichtenden Busfahrers verwandelt Regisseur Jim Jarmusch in ein Meisterwerk aus Poesie im Alltag – Und die Welt hebt an zu singen, triffst Du nur das Zauberwort.

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Dieter Berner

Egon Schiele – Tod und Mädchen

(Kinostart: 17.11.) Der Zeit ihre Kunst – der Kunst ihre Freiheit: Egon Schiele war der sinnlichste Expressionist der Wiener Moderne; er starb mit nur 28 Jahren. Ihn porträtiert Regisseur Dieter Berner schwungvoll als ebenso leidenschaftlichen Eroto- wie Graphomanen.

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Ewan McGregor

Amerikanisches Idyll

(Kinostart: 17.11.) Wenn ein Traum im Postamt explodiert: Mit der Bombe zerstört eine Tochter das Leben ihres Vaters. Star-Schauspieler Ewan McGregor führt erstmals Regie – seine Verfilmung des Romans von Philip Roth seziert schonungslos die US-Gesellschaft.

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Brendan Gleeson + Daniel Brühl

Jeder stirbt für sich allein

(Kinostart: 17.11.) Zusammen leiden, alleine sterben: Ein Ehepaar protestiert 1943 mit Postkarten gegen das NS-Regime und wird verfolgt. Diese Verfilmung von Hans Falladas Erfolgsroman ist handwerklich gelungen, aber auch so lehrbuchmäßig wie vorhersehbar.

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