Asghar Farhadi

The Salesman

(Kinostart: 2.2.) Haus kaputt, Gesellschaft marode: Sein neues Beziehungsdrama erweitert Asghar Farhadi, der Ingmar Bergman des Iran, zu einem Panorama von oben und unten, Moderne und Tradition – dafür genügt ein ungebetener Besucher.

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Davy Chou

Diamond Island

(Kinostart: 19.1.) Lockruf der globalen Konsumkultur: Auf einer Insel in Kambodscha schuften junge Tagelöhner für ersehnten Wohlstand. Regisseur Davy Chou blendet in seinem Generationen-Porträt Lokales weitgehend aus – zugunsten von iPhones und Youtube.

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Matt Damon

The Great Wall

(Kinostart: 12.1.) Völker, hört die Signale – auf zum letzten Gefecht: Am Schutzwall der chinesischen Mauer retten Elite-Krieger und Matt Damon die Welt vor gefräßigen Monstern. Regisseur Zhang Yimou prunkt mit Schauwerten und globaler Action-Kino-Formel.

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Park Chan-wook

Die Taschendiebin – The Handmaiden

(Kinostart: 5.1.) Vor aller Augen verborgen: Aus einer lesbischen Liebesaffäre im Korea der 1930er Jahre macht Regisseur Park Chan-wook einen so sinnlichen wie eleganten Erotik-Thriller. Betörend schöne Bilder trösten über die arg konstruierte Intrige hinweg.

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Christopher Doyle

Hong Kong Trilogy

(Kinostart: 15.12.) Revolution der Regenschirme: 2014 protestierten Hunderttausende in Hongkong gegen Bevormundung durch Beijing. Der Doku-Drama-Verschnitt von Christopher Doyle gerät zum konfusen Remake von Improvisationsfilmen aus den 1970er Jahren.

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Natalie Portman

Geschichte von Liebe und Finsternis

(Kinostart: 3.11.) Glanz und Elend einer Literatur-Adaption: Star-Schauspielerin Natalie Portman verfilmt als Regisseurin die Roman-Autobiographie des israelischen Autors Amos Oz – ihrem sorgfältig bebilderten Episoden-Reigen fehlt meist die Tiefendimension.

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Susanne Regina Meures

Raving Iran

(Kinostart: 29.9.) Katz-und-Maus-Spiel mit der Sittenpolizei: Mit tausend Tricks organisieren zwei DJs Techno-Parties in Teheran. Die Doku von Regisseurin Susanne Regina Meures zeigt anschaulich die Widersprüche einer gespaltenen Gesellschaft.

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Eiichi Yamamoto

Belladonna of Sadness

(Kinostart: 1.9.) Ein Hexen-Märchen als psychedelische Farbexplosion: 1973 entstand in Japan ein formvollendetes Gesamtkunstwerk der Pop-Ära. Der einmalige Animationsfilm kommt endlich auf die Leinwand – mit der wohl wildesten Orgie der Kino-Geschichte.

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Eiji Uchida

Lowlife Love

(Kinostart: 18.8.) Tokio von unten: Ein räudiger B-Movie-Regisseur will unbedingt seinen nächsten Film drehen und wird dabei von allen abgezockt. Schön bissige Satire auf Größenwahn und Amoral in der Kinobranche von Eiji Uchida – er kennt sich aus.

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Alexander Fehling

Atomic Falafel

(Kinostart: 14.7.) Den Weltfrieden mit Kichererbsen-Bällchen retten: Mit seiner bitterscharfen Kriegstreiber-Komödie zieht Regisseur Dror Shaul alle durch den Kakao – Israels Regierung und Armee wie iranische Gegenspieler und deutsche Pazifisten.

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