Omer Fast

Continuity

(Kinostart: 17.11.) Bring the Boy Back Home: Die Heimkehr eines Sohnes als Soldat aus Afghanistan inszeniert Video-Künstler Omer Fast als rätselhaftes Rollenspiel, das produktive Verwirrung auslösen soll. Folgerichtig ist hier nichts – zumindest nicht auf den ersten Blick.

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Frederick Lau + Moritz Bleibtreu

Das kalte Herz

(Kinostart: 20.10.) Friede den Köhler-Hütten, Krieg den Kaufleute-Palästen: Das Märchen von Wilhelm Hauff verfilmt Regisseur Johannes Naber als zeitlose Parabel über Ausbeutung und Profitstreben – in einem mythischen Schwarzwald voll visueller Poesie.

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Samuel Finzi + Oliver Korittke

Affenkönig

(Kinostart: 13.10.) Krawall-Komödie mit Spaß-Imperativ: Eine Wiedersehens-Feier alter Jugendfreunde nach 20 Jahren inszeniert „Schwarze Schafe“-Regisseur Oliver Rihs als derben Unterleibs-Schwank – und ignoriert die Tragik im Komischen.

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Julia Jentsch

24 Wochen

(Kinostart: 22.9.) Bewegendes Drama über die Folgen der Pränatal-Diagnostik – Jungregisseurin Anne Zohra Berrached stellt brisante Fragen: Dürfen Eltern über Leben und Tod entscheiden? Sind behinderte Kinder weniger wert als gesunde?

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Fatih Akin

Tschick

(Kinostart: 15.9.) Wie gut Scheiße bauen tut: Wolfgang Herrndorfs Bestseller verfilmt Regisseur Fatih Akin kongenial als anarchisches Road Movie im sommerlichen Brandenburg – ein Jugendroman als Anleitung zum Ausbruch aus dem normierten Dasein.

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Bernd Michael Lade

Das Geständnis

(Kinostart: 15.9.) Die ganze DDR in einer Amtsstube: Bernd Michael Lade, bekannt als TV-Polizist, bringt die Endphase der ostdeutschen Republik als Krimi-Kammerspiel auf die Leinwand – Verbrechen, Personal und Phrasendrescherei wirken absolut authentisch.

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Ayse Kalmaz + Marcel Kolvenbach

Dügün – Hochzeit auf Türkisch

(Kinostart: 8.9.) Nur die Liebe zählt: In Duisburg-Marxloh sind etliche Brautmoden-Geschäfte auf deutsch-türkische Heiratsfeiern spezialisiert. Diesen Mikrokosmos dokumentieren Ayse Kalmaz und Marcel Kolvenbach als sentimentalen Bildersalat.

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Sandra Hüller

Toni Erdmann

(Kinostart: 14.7.) Ein Hofnarr darf alles: Als schräge Type bricht ein Vater ins Leben seiner Business-Tochter ein – und so das verständnislose Schweigen zwischen ihnen auf. Die skurrile Familien-Dramödie von Regisseurin Maren Ade bekam in Cannes viel Beifall.

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Alexander Scheer

Lou Andreas-Salomé

(Kinostart: 30.6.) Femme fatale im Fin de siècle: Aus ihrem bewegten Leben macht Regisseurin Cordula Kablitz-Post öden Bildungsbürger-Kitsch mit papiernen Dialogen. Die emanzipierte Muse von Nietzsche, Rilke und Freud hat ein besseres Biopic verdient.

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Maria Schrader

Vor der Morgenröte – Stefan Zweig

(Kinostart: 2.6.) Letzte Station Petrópolis: Star-Literat Stefan Zweig nahm sich 1942 in Brasilien das Leben. Regisseurin Maria Schrader rekonstruiert behutsam seine Depressionen im Exil; Josef Hader beeindruckt als Autor, dem seine Welt abhanden kommt.

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