Alexander Scheer

Lou Andreas-Salomé

(Kinostart: 30.6.) Femme fatale im Fin de siècle: Aus ihrem bewegten Leben macht Regisseurin Cordula Kablitz-Post öden Bildungsbürger-Kitsch mit papiernen Dialogen. Die emanzipierte Muse von Nietzsche, Rilke und Freud hat ein besseres Biopic verdient. ...weiter


Maria Schrader

Vor der Morgenröte – Stefan Zweig

(Kinostart: 2.6.) Letzte Station Petrópolis: Star-Literat Stefan Zweig nahm sich 1942 in Brasilien das Leben. Regisseurin Maria Schrader rekonstruiert behutsam seine Depressionen im Exil; Josef Hader beeindruckt als Autor, dem seine Welt abhanden kommt. ...weiter


Ulrike Ottinger

Chamissos Schatten – Teil 4

(Kinostart: 26.5.) Im letzten und besten Teil ihrer zwölfstündigen Polarmeer-Saga besucht Regisseurin Ottinger das Grab von Vitus Bering auf der nach ihm benannten Insel und bereist Kamtschatka – dort traut sie sich leider kaum an die 29 aktiven Vulkane heran. ...weiter


Stefan Eberlein + Manuel Fenn

Parchim International

(Kinostart: 19.5.) Viel Fluglärm um nichts: Ein Investor aus China will einen ostdeutschen Ex-Militärflughafen ausbauen, kommt aber kaum voran. Wie die Filmemacher Eberlein und Fenn: Ihre Langzeit-Dokumentation legt eine ausfransende Bruchlandung hin. ...weiter


Omer Fast

Genug Geld für Koks + Stripperinnen

Vergangenheit ist, was wir dafür halten; ihre vollständige Rekonstruktion bleibt unmöglich. Dennoch unterwirft der Kunst-Filmer Omer Fast seinen Protagonisten in "Remainder" einer aufwändigen Amnesie-Eigentherapie – um Tabus sichtbar zu machen, betont er. ...weiter

Omer Fast

Remainder

(Kinostart: 12.5.) Verwirrspiel ohne Grenzen: Ein Amnesie-Opfer versucht, seine Vergangenheit originalgetreu zu re-inszenieren. Atemberaubend raffinierter Identitäts-Psychothriller von Videokünstler Omer Fast – er schlingt ein verführerisches Möbiusband. ...weiter


Cem Kaya

Remake, Remix, Rip-Off: Türkei-Kino

(Kinostart: 5.5.) Tollywood in Istanbul: Mit bescheidenen Mitteln und halsbrecherischen Wildwest-Methoden produzierte das türkische Yeşilçam-Kino 40 Jahre lang massenhaft B-Movies. Cem Kayas grandiose Doku beschwört eine vergessene Filmindustrie herauf. ...weiter


Tom Hanks

Ein Hologramm für den König

(Kinostart: 28.4.) Lost in Translation, zweiter Teil: Statt in Tokio verliert Tom Hanks nun in einer saudischen Glitzerstadt jede Orientierung. Schön sarkastisches Globalisierungs-Sittengemälde von Regisseur Tom Tykwer – mit leider verkitschtem Schluss. ...weiter


Lutz Dammbeck

Overgames

(Kinostart: 21.4.) The Show must go on: Essay-Filmer Lutz Dammbeck geht der Vermutung nach, dass die Konzepte für deutsche TV-Gameshows aus der US-Psychiatrie stammen – zur Umerziehung von Ex-Nazis. Klingt abseitig, wartet aber mit faszinierenden Details auf. ...weiter


Heino Ferch

Fritz Lang

(Kinostart: 14.4.) Regie-Genie sucht Tonfilm-Stoff: Sein Dokudrama über die Entstehung des Klassikers „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“ setzt Gordian Maugg aus Archiv-Material und Spielszenen zusammen. Dieses Puzzle verstört mehr als der Serienkiller. ...weiter