Radu Jude

Scarred Hearts – Vernarbte Herzen

(Kinostart: 9.2.) Zauberberg am Schwarzen Meer: Im Rumänien der Zwischenkriegszeit zwingt seine Krankheit einen jungen Intellektuellen, jahrelang im Bett zu bleiben. Max Blechers autobiographischen Roman von 1937 verfilmt Regisseur Radu Jude passend statisch. ...weiter


Kirill Serebrennikov

Der die Zeichen liest – Uchenik

(Kinostart: 19.1.) Mit der Bibel gegen die Welt: Ein russischer Teenager wird zum radikalen Christen und mischt seine Schule auf. Statt auf Gegenwehr trifft er auf lauen Opportunismus – gelungene Groteske nach einem Theaterstück von Marius von Mayenburg. ...weiter


František Vláčil

Marketa Lazarová

(Kinostart: 1.12.) Zeitreise ins 12. Jahrhundert: Regisseur František Vláčil wollte 1967 dem Publikum vermitteln, wie sich das Mittelalter anfühlte. Seine Raubritter-Fabel gilt als "bester tschechischer Film aller Zeiten" – und kommt 49 Jahre später in deutsche Kinos. ...weiter


Eren Önsöz

Haymatloz – Exil in der Türkei

(Kinostart: 27.10.) Flüchtlingswelle von West nach Ost: Verfolgte Wissenschaftler flohen vor dem NS-Regime in die Türkei. Dort waren sie maßgeblich am Modernisierungs-Programm unter Präsident Atatürk beteiligt, zeigt die erhellende Doku von Eren Önsöz. ...weiter


Miloslav Šmídmajer

Miloš Forman

(Kinostart: 6.10.) Der tschechisch-amerikanische Regisseur hat legendäre Welterfolge und spektakuläre Flops gedreht. Seine windungsreiche Laufbahn zeichnet dieses Doku-Porträt anschaulich nach – mit Forman selbst als glänzend aufgelegtem Erzähler. ...weiter


Corneliu Porumboiu

Der Schatz

(Kinostart: 6.10.) Lakonisches Kammerspiel: Der rumänische Regisseur Corneliu Porumboiu lässt zwei Nachbarn aus Geldnot in der Vergangenheit graben und die Zukunft finden. Dabei vermeidet er Sozialtristesse und andere Osteuropa-Klischees. ...weiter


Ayse Kalmaz + Marcel Kolvenbach

Dügün – Hochzeit auf Türkisch

(Kinostart: 8.9.) Nur die Liebe zählt: In Duisburg-Marxloh sind etliche Brautmoden-Geschäfte auf deutsch-türkische Heiratsfeiern spezialisiert. Diesen Mikrokosmos dokumentieren Ayse Kalmaz und Marcel Kolvenbach als sentimentalen Bildersalat. ...weiter


Nick Read

Bolschoi Babylon

(Kinostart: 21.7.) Vom Olymp zur Müllhalde: Ein Säure-Attentat auf den Ballettdirektor machte 2013 klar, dass am berühmtesten Theater Russlands vieles im Argen liegt. Die Doku von Regisseur Nick Read verliert sich in babylonischem Stimmengewirr. ...weiter


Peter Bardehle + Andreas Martin

Athos – Im Jenseits dieser Welt

(Kinostart: 23.6.) Außer Katzen keine weiblichen Wesen erlaubt: Seit mehr als 1000 Jahren hausen orthodoxe Mönche abgeschottet in der Klosterrepublik Athos. Ihre Lebensweise dokumentieren die Regisseure Bardehle und Martin malerisch und kommentarlos. ...weiter


Erol Mintaş

Song of my Mother

(Kinostart: 9.6.) Gentrifizierung in Istanbul: Eine alte Kurdin muss ins Hochhaus umziehen und raubt ihrem Sohn den letzten Nerv. Sein Sozialdrama inszeniert Regisseur Erol Mintaş so voraussetzungsreich, dass es fürs hiesige Publikum kaum verständlich ist. ...weiter