Marie Noëlle

Marie Curie

(Kinostart: 1.12.) Eine Frau gegen die ganze Welt: Das bewegte Leben von Marie Curie, der einzigen Doppel-Nobelpreisträgerin, klingt wie ein präfeministischer Bildungsroman. Ihr Biopic ertränkt Regisseurin Marie Noëlle in gefühligem Beziehungs-Kitsch.

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Ken Loach

Daniel Blake wäre für den Brexit

Der Held des neuen Films von Ken Loach kämpft gegen ein zynisches Sozialsystem, das ihm jede Hilfe verweigert. Das sei symptomatisch für den Zerfall der britischen Gesellschaft, so der Regisseur: Die Wirtschaft stehle sich aus ihrer Verantwortung für die Beschäftigten.

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Ken Loach

Ich, Daniel Blake

(Kinostart: 24.11.) David gegen Goliath 2.0: Ken Loach erzählt die Geschichte eines arbeitsunfähigen Schreiners, der an der kafkaesken Bürokratie des britischen Sozialstaates scheitert. Realistisches Sozialdrama mit viel Empathie, aber ohne Pathos.

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Meryl Streep + Hugh Grant

Florence Foster Jenkins

(Kinostart: 24.11.) Singe, wem Gesang gegeben: Mangelndes Talent machte Florence Foster Jenkins durch Enthusiasmus wett – und Mäzenatentum. Meryl Streep spielt voller Sympathie diese Möchtegern-Operndiva, Regisseur Stephen Frears inszeniert opulent.

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Dieter Berner

Egon Schiele – Tod und Mädchen

(Kinostart: 17.11.) Der Zeit ihre Kunst – der Kunst ihre Freiheit: Egon Schiele war der sinnlichste Expressionist der Wiener Moderne; er starb mit nur 28 Jahren. Ihn porträtiert Regisseur Dieter Berner schwungvoll als ebenso leidenschaftlichen Eroto- wie Graphomanen.

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Brendan Gleeson + Daniel Brühl

Jeder stirbt für sich allein

(Kinostart: 17.11.) Zusammen leiden, alleine sterben: Ein Ehepaar protestiert 1943 mit Postkarten gegen das NS-Regime und wird verfolgt. Diese Verfilmung von Hans Falladas Erfolgsroman ist handwerklich gelungen, aber auch so lehrbuchmäßig wie vorhersehbar.

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Benjamin Ree

Magnus – der Mozart des Schachs

(Kinostart: 10.11.) Wunderkind aus Norwegen: Magnus Carlsen ist der zweitjüngste Schach-Weltmeister aller Zeiten – was sein Ausnahme-Talent ausmacht, kann Regisseur Benjamin Ree nicht ansatzweise klären. Seine Doku ist so fade wie ein zähes Remis.

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Friedrich Moser

A Good American

(Kinostart: 3.11.) Die gute Daten-Krake: Für den NSA-Geheimdienst entwickelte Bill Binney ein Abhörprogramm, das die Privatsphäre schützte – er wurde kaltgestellt. Die Doku von Friedrich Moser schildert die Geschichte vor Edward Snowdens Enthüllungen.

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Ruth Beckermann

Die Geträumten

(Kinostart: 27.10.) Auf dem Postweg vereint: Ingeborg Bachmann und Paul Celan, zwei der bedeutendsten Nachkriegszeit-Dichter, schrieben sich 22 Jahre lang Briefe. Regisseurin Ruth Beckmann filmt eine szenische Lesung – weit mehr als ein bebildertes Hörspiel.

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Gérard Depardieu

Saint Amour – Drei gute Jahrgänge

(Kinostart: 13.10.) Wein, Weib und wenig Gesang: Ein ungleiches Vater-Sohn-Gespann zieht durch Frankreichs Provinz auf der Suche nach sich selbst. Das skurril-schräge Roadmovie von Gustave Kevern und Benoît Delepine ertränkt Sorgen in edlen Tropfen.

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