Isabella Rossellini

Die Einsamkeit der Primzahlen

(Kinostart: 10.8.) Postmodernes Biedermeier: Alice und Mattia, beide emotional versehrt, schmachten einander seit Kindertagen an. Die Verfilmung eines italienischen Erfolgsromans gerät zur bleischweren Ode auf unerfüllte Jugendliebe.

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Subadeh Mortezai

Im Bazar der Geschlechter

(Kinostart: 4.8.) Die strenge Sexualmoral im Iran kennt ein Schlupfloch: die Ehe auf Zeit. Regisseurin Mortezai porträtiert Mullahs, Machos und Kupplerinnen – das fesselnde Sittenbild einer Gesellschaft voller Widersprüche.

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Seyfi Teoman

Our Grand Despair

(Kinostart: 4.8.) Zwei türkische Junggesellen und Busenfreunde vergucken sich in dasselbe Mädchen. Wie in «Jules und Jim» von Francois Truffaut bleibt ihre Zuneigung unerfüllt – bloß ohne dessen Humor und Esprit.

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Kunst+Film-Video der Woche:

Die biomorphen Groß-Skulpturen von Henry Moore waren in den 1960er bis 1980er Jahren allgegenwärtig. An das Werk des britischen Bildhauers erinnert das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster mit der großen Retrospektive „Impuls für Europa“ noch bis Ende der Woche.

Auch neu im Kino ab 23. März

  • „Der Hund begraben“ mit Justus von Dohnányi („Die Frau in Gold“): Tragikomödie über einen arbeitslosen Mann, dem eines Tages ein Hund zuläuft.
  • „Lommbock“ mit Moritz Bleibtreu („Die dunkle Seite des Mondes“): Fortsetzung der erfolgreichen Komödie über zwei Kiffer, die einen Cannabis-Pizzalieferservice gründen
  • Alles gut“ von Pia Lenz: Bewegender Dokumentarfilm über zwei geflüchtete Jungen aus Mazedonien und Syrien, die mit ihren Familien in Hamburg gestrandet sind.
  • „Die Jones – Spione von nebenan“ mit John Hamm („The Congress“) und Zach Galifianakis („Birdman“): Komödie über ein Ehepaar, dessen scheinbar harmlose neue Nachbarn sich als Spione entpuppen.

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Johannes Naber

Der Albaner

(Kinostart: 4.8.) Eine Höllenfahrt in den bundesdeutschen Untergrund: Der illegale Einwanderer Arben wird wider Willen zum Kapitalverbrecher. Mit archaischer Wucht gewann der Film in Saarbrücken den Max-Ophüls-Preis.

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Johannes Naber

Als Rap-Freak ins Außenministerium

«Der Albaner» mordet im Exil für den Brautpreis seiner Verlobten. Regisseur Johannes Naber über Gewalt unter Illegalen und Volkslieder über Emigration.

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Tetsuya Nakashima

Geständnisse - Confessions

(Kinostart: 28.7.) Kein Amoklauf, nur eine Auslöschungs-Fantasie: Regisseur Nakashima stürzt eine japanische Schulklasse in ein Massaker. Mit den Ereignissen in Norwegen hat das nichts zu tun, aber wer will zurzeit einen solchen Film sehen?

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Top-Ausstellungen im März

  • „Geschlechterkampf“: Themen-Schau von Franz Stuck bis Frida Kahlo bis 19. März im Städel Museum, Frankfurt
  • „Impressionismus. Die Kunst der Landschaft“: Eröffnungs-Schau bis 28.5. im Museum Barberini, Potsdam
  • „Unter italienischen Himmeln“: Italienbilder des 19. Jahrhunderts bis 28.5. im Albertinum, Dresden
  • „Magritte. Der Verrat der Bilder“: erste Werkschau seit 20 Jahren bis 5.6. in der Schirn Kunsthalle, Frankfurt/ Main
  • „Das Feld hat Augen. Bilder des überwachenden Blicks“: vom 12.2. bis 2.7. im Museum für Fotografie, Berlin

Arthouse-Kino Top 10 Charts

  1. „Moonlight“ von Barry Jenkins
  2. „Wilde Maus“ von und mit Josef Hader
  3. „Lion – Der lange Weg nach Hause“ von Garth Davies
  4. „Der junge Karl Marx“ von Raoul Peck
  5. „Der Hunderteinjährige…“ von Felix + Mans Herngren
  6. „La La Land“ mit Emma Stone + Ryan Gosling
  7. „Hidden Figures“ von Theodore Melfi
  8. „Manchester by the Sea“ mit Casey Affleck
  9. „Elle“ von Paul Verhoeven mit Isabelle Huppert
  10. „Neo Rauch“ von Nicola Graef
Peter Luisi

Ein Sommersandtraum

(Kinostart: 21.7.) Der Schweizer Peter Luisi erzählt clever, wie sich Hass in Liebe umkehren kann und irgendwann die Uhr tickt, wenn man das Glück nicht beim Schopf packt. Sehr erfrischende Komödie mit tollen Schauspieler-Entdeckungen.

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Stipe Erceg

Belgrad Radio Taxi

(Kinostart: 21.7.) Burleske auf der Brücke: Im Stau läuft das Leben von vier Städtern völlig aus dem Ruder. Die krude Handlung, die alle in denselben Schlamassel stürzt, können weder Wortwitz noch gute Schauspieler retten.

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Architektur + Film

Kino der Zukunft

Vorwärts in die Vergangenheit: Aufwändig sanierte Film-Paläste sollen das Publikum häufiger ins Kino locken, zeigt die Ausstellung «Cinema of the Future» im Architekturforum Aedes. Dabei wären günstige Nischen-Konzepte viel attraktiver.

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