Stipe Erceg

Belgrad Radio Taxi

(Kinostart: 21.7.) Burleske auf der Brücke: Im Stau läuft das Leben von vier Städtern völlig aus dem Ruder. Die krude Handlung, die alle in denselben Schlamassel stürzt, können weder Wortwitz noch gute Schauspieler retten.

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Architektur + Film

Kino der Zukunft

Vorwärts in die Vergangenheit: Aufwändig sanierte Film-Paläste sollen das Publikum häufiger ins Kino locken, zeigt die Ausstellung «Cinema of the Future» im Architekturforum Aedes. Dabei wären günstige Nischen-Konzepte viel attraktiver.

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Dustin Hoffmann

Barney's Version

(Kinostart: 14.7.) Richard J. Lewis lässt den Antihelden Barney auf seine Umwelt los. Einen Zyniker und Trinker, der kaum einen Fettnapf auslässt und seit der Trennung von seiner dritten Frau Miriam mehr leidet als lebt.

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Kunst+Film-Video der Woche:

Derzeit im Berliner Bröhan-Museum: Er war der Allesmaler der Niederlande um 1900 – Jan Toorop beherrschte alle Stile virtuos. Zu Lebzeiten populär, wurde er hierzulande später vergessen. Nun tourt seine erste Werkschau seit Jahrzehnten (im Video die erste Station in der Münchener Villa Stuck) – eine echte Entdeckung.

Auch neu im Kino ab 20. April

  • „Alles unter Kontrolle!“ von Philippe de Chauveron („Monsieur Claude und seine Töchter“): Komödie über die Abschiebung mit Hindernissen eines straffälligen und renitenten Afghanen in seine Heimat.
  • „The Queen of Katwe“ von Mira Nair mit David Oyelowo („Selma“): Porträt einer Slow-Bewohnerin in Uganda, die zur Schachmeisterin aufsteigt.
  • Stille Reserven“: mit Stipe Erceg („Schilf – Alles, was denkbar ist, existiert“): blutleere science fiction-Kopfgeburt aus Österreich – Eliten-Bürokrat wechselt zu Widerstand im Untergrund.
  • „Bleed for this“: Biopic über die Rehabiliation eines Boxers nach schwerem Unfall – er schafft es wieder in den Ring.

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Asghar Farhadi

Nader und Simin - Eine Trennung

(Kinostart: 14.7.) Ingmar Bergman im Iran: Der Ehekrise eines Mittelklasse-Paares verleiht Regisseur Farhadi universale Bedeutung. Dafür wurde der Film bei der Berlinale zu Recht mit Preisen überhäuft: ein makelloses Meisterwerk!

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Ben Affleck

The Company Men

(Kinostart: 7.7.) Anleitung zum Selbstständigwerden: John Wells’ Leinwand-Debüt über Arbeitslosen-Frust gibt den Gefeuerten eine neue Chance. Ein großes Star-Aufgebot spielt honorig und motivierend, aber auch überraschungsarm.

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Wolfgang Fischer

Was Du nicht siehst

(Kinostart: 7.7.) Coming-Of-Age-Drama mit Mystery-Elementen: Der junge Anton muss sich im letzten gemeinsamen Urlaub mit der Familie Ängsten stellen, die tief in ihm schlummern.

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Top-Ausstellungen im April

  • „Unter italienischen Himmeln“: Italienbilder des 19. Jahrhunderts bis 28.5. im Albertinum, Dresden
  • „Magritte. Der Verrat der Bilder“: erste Werkschau seit 20 Jahren bis 5.6. in der Schirn Kunsthalle, Frankfurt/ Main
  • „Das Feld hat Augen. Bilder des überwachenden Blicks“: bis 2.7. im Museum für Fotografie, Berlin
  • „Alchemie. Die Große Kunst“: große Themen-Ausstellung bis 23.7. im Kulturforum, Berlin
  • „Cranach. Meister – Marke – Moderne“: umfassende Werkschau bis 30.7. im Museum Kunstpalast, Düsseldorf

Arthouse-Kino Top 10 Charts

  1. „Die andere Seite der Hoffnung“ von Aki Kaurismäki
  2. „Moonlight“ von Barry Jenkins
  3. „Wilde Maus“ von und mit Josef Hader
  4. „A United Kingdom“ mit David Oyelowo
  5. „Verleugnung“ mit Rachel Weisz + Timothy Spall
  6. „Lommbock“ mit Moritz Bleibtreu
  7. „Lion – Der lange Weg nach Hause“ von Garth Davies
  8. „Es war einmal in Deutschland“ mit Moritz Bleibtreu
  9. „Nichts zu verschenken“ mit Dany Boon
  10. „Dancing Beethoven“ von Arantxa Aguirre
Tran Anh Hung

Naokos Lächeln

(Kinostart: 30.6.) Ein Liebesdrama für die Generation Psychotherapie: Toru steht zwischen der traumatisierten Naoko und der lebenslustigen Midori. Die Verfilmung des Weltbestsellers von Haruki Murakami gerät erlesen elegisch.

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Michelangelo Frammartino

Vier Leben

(Kinostart: 30.6.) Keine Zeit für Sommerfrische? Dann ab ins Kino: Dieser wortlose Film über das Leben in einem kleinen Dorf in Kalabrien ist Tiefenentspannung pur – als Reise in eine archaische Welt.

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Denis Villeneuve

Die Frau, die singt - Incendies

(Kinostart: 23.6.) Familiendrama, das seine Protagonisten schmerzhaft hinter die Biografie der eigenen Mutter blicken lässt: Die unvorstellbaren Gräueltaten des Krieges im Nahen Osten hinterließen darin Narben, die noch ihre Kinder schmerzen.

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