Tran Anh Hung

Naokos Lächeln

(Kinostart: 30.6.) Ein Liebesdrama für die Generation Psychotherapie: Toru steht zwischen der traumatisierten Naoko und der lebenslustigen Midori. Die Verfilmung des Weltbestsellers von Haruki Murakami gerät erlesen elegisch. ...weiter
Michelangelo Frammartino

Vier Leben

(Kinostart: 30.6.) Keine Zeit für Sommerfrische? Dann ab ins Kino: Dieser wortlose Film über das Leben in einem kleinen Dorf in Kalabrien ist Tiefenentspannung pur – als Reise in eine archaische Welt. ...weiter
Denis Villeneuve

Die Frau, die singt - Incendies

(Kinostart: 23.6.) Familiendrama, das seine Protagonisten schmerzhaft hinter die Biografie der eigenen Mutter blicken lässt: Die unvorstellbaren Gräueltaten des Krieges im Nahen Osten hinterließen darin Narben, die noch ihre Kinder schmerzen. ...weiter

Kunst+Film-Video der Woche:

Die documenta 14 ist eröffnet, genauer: der zweite Teil in Kassel - der erste begann Anfang April in Athen und endete Mitte Juli. Für beide kassiert Leiter Adam Szymczyk vorwiegend harsche Kritik; Kunst+Film begleitet die 100-Tage-Schau im Spezial-Dossier - hier ein Video-Rundgang durch den Ausstellungsort Friedericianum.

Auch neu im Kino ab 20. Juli

  • "Die Geschichte der Liebe" von Radu Mihăileanu ("Zug des Lebens"): Verfilmung des bestseller von Nicole Krauss - love story von Holocaust-Überlebenden über sieben Jahrzehnte und zwei Kontinente hinweg.
  • "Einmal bitte alles": deutsche Komödie - Jung-Grafikerin haut auf den Putz, während ihre Freunde verspießern.
  • "Five" mit Pierre Niney ("Yves Saint-Laurent", "Frantz"): französische Komödie - fünf WG-Freunde finanzieren die Miete ihrer Wohnung mit Marihuana-Verkauf.
  • "Das unerwartete Glück der Familie Payan": französische Komödie mit Karin Viard ("Mein Stück vom Kuchen", "Lolo - Drei ist einer zuviel", "Madame Christine und ihre unerwarteten Gäste"): später Kindersegen - Mama wird mit 49 Jahren noch einmal schwanger.

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München

Deadly and Brutal

Nichts für zarte Gemüter: Die Pinakothek der Moderne zeigt handgemalte Filmplakate aus Ghana, die vor Drastik strotzen. Doch Ströme von Blut enthüllen starke Einflüsse der christlichen Ikonographie. ...weiter
Florent de la Tullaye

Im Rollstuhl ins Rampenlicht

«Benda Bilili!» porträtiert fünf behinderte Musiker aus Kinshasa. Ein Gespräch mit Regisseur Florent de la Tullaye über Darsteller, die zum ersten Mal in Betten schlafen. ...weiter
Filmbuch

Tarzanismus und Kalebassen-Kino

Heute startet Afrikas größtes Filmfestival, das FESPACO in Ouagadougou: für einen Kurzbesuch etwas weit weg. Einen guten Überblick über die aktuelle Szene bietet das Buch «Neues afrikanisches Kino» von Manthia Diawara. ...weiter

Top-Ausstellungen im Juni

  • "Woman. Feministische Avantgarde der 1970er Jahre": bis 3.9. im MUMOK, Wien
  • "Skulptur Projekte Münster 2017": nur alle zehn Jahre stattfindende Freiluft-Ausstellung bis 1.10. in Münster
  • "Kuss - Von Rodin bis Bob Dylan": charmante Themen-Ausstellung bis 3.10. im Bröhan-Museum, Berlin
  • "Die Päpste und die Einheit der lateinischen Welt": Geschichte des Papsttums bis 31.10. in den REM, Mannheim
  • "China & Ägypten. Wiegen der Welt": Vergleich antiker Werke beider Kulturen bis 3.12. im Neuen Museum, Berlin

Arthouse-Kino Top 10 Charts

  1. "Paris kann warten" von Eleanore Coppola
  2. "Die Erfindung der Wahrheit" mit Jessica Chastain
  3. "Monsieur Pierre geht online" von Stéphane Robelin
  4. "Zum Verwechseln ähnlich" von Lucien Jean-Baptiste
  5. "Weit. Ein Weg um die Welt" von Allgaier + Weisser
  6. "Die Verführten" von Sofia Coppola mit Nicole Kidman
  7. "Der wunderbare Garten der Bella B." von S. Aboud
  8. "Die Geschichte der Liebe" von Radu Mihaileanu
  9. "Begabt - Die Gleichung eines Lebens" von Mark Webb
  10. "Das unerwartete Glück der Familie..." mit Karin Viard
Berlin

Von Lüge und Wahrheit

In Cannes wurde er 1997 zum «Besten Regisseur aller Zeiten» gekürt: Er hat den Autorenfilm geprägt wie kein anderer. Doch sein Werk gerät in der Internet-Ära außer Sicht. Dagegen setzt die Deutsche Kinemathek eine Ausstellung samt Berlinale-Retrospektive. ...weiter
Darren Aronofsky

Schwanensee als Halluzinogen-Trip

Darren Aronofsky porträtiert Grenzgänger, die ihr Leben einer bizarren Manie opfern. In «Black Swan» zerbricht Natalie Portman am Wunsch, als Tänzerin perfekt zu sein. Ein Gespräch über klassische Heldensagen und die Nabelschnur mit dem Universum. ...weiter
Frederick Wiseman

Struktur erst beim Schneiden

Dokumentar-Filmer Frederick Wiseman beobachtet in seinem 38. Film "La Danse: Das Ballett der Pariser Oper" den Tanz-Alltag einer der berühmtesten Compagnien der Welt. Ein Gespräch über Dreh ohne Vorbereitung an Orten, die Tennis-Plätzen gleichen. ...weiter