Berlin

Jimmy Nelson: Before They Pass Away

Visuelle Rettung des Weltkulturerbes: Jimmy Nelson fotografiert archaisch lebende Völker aller Kontinente. Ihren Traditionen verleiht Hochglanz-Ästhetik faszinierenden Glamour – die Galerien Camerawork und CWC stellen 80 Werke erstmals hierzulande aus.

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München

Playtime

Arbeit ist nicht alles, aber ohne Arbeit ist alles nichts: Das Lenbachhaus stellt Werke von 40 Künstlern über Arbeitswelten seit den 1960ern aus – ein amüsant sarkastischer Rundumschlag von Fließband-Maloche bis zu Hotelzimmer-Sex für Kunstsammler.

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Heidelberg

Flussaufwärts: Borneo-Sammlung

Kunst der Kopfjäger: Die Dayak auf Borneo sammelten früher Schädel ihrer Feinde in Töpfen. Ganze Dörfer leben in einem Langhaus; jeder Bewohner hat zwei Seelen. Die hierzulande größte Kollektion dieser Kultur stellt das Völkerkundemuseum erstmals aus.

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Karlsruhe

art KARLSRUHE 2014

Fest etabliert: Auf der elften badischen Kunstmesse wird ein vielfältiges Sortiment von Klassischer Moderne bis Gegenwartskunst angeboten. Die überrascht mit ihrer Tendenz zum Tierischen: für Kuschel-Reflexe wie bei Katzen-Videos auf Youtube.

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Frankfurt am Main

Nok – Skulpturen aus Afrika

Nur echt als Scherbenhaufen: Komplette Nok-Figuren aus Nigeria sind meist Fälschungen. Mehr als 2000 Jahre alte Original-Fragmente zeigt das Liebieghaus: ein faszinierender Einblick in eine rätselhafte Kultur, die Afrikas älteste Skulpturen schuf.

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Jennifer Lawrence

Serena

(Kinostart: 18.12.) Lady Macbeth in North Carolina 1929: Ein Ehe-Drama unter Waldbaronen und Holzfällern verfilmt Regisseurin Susanne Bier als Schauerstück voller Neurosen und Wahnsinn. Am Ende steht der vernebelte Wald schwarz und schweiget.

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Nuri Bilge Ceylan

Winterschlaf

(Kinostart: 11.12.) Kappadokien ist überall: Sein Porträt eines Ex-Schauspielers erweitert Regisseur Nuri Bilge Ceylan zur Parabel auf den Abstieg von Intellektuellen weltweit – für brillante Bilder und geschliffene Dialoge zum Cannes-Sieger gekürt.

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Jason Reitman

#Zeitgeist

(Kinostart: 11.12.) Das Internet als alles fressendes Alien: Sein Sittenbild-Ensemblefilm über Liebe, Sex und Familie im Digital-Zeitalter gerät Regisseur Jason Reitman zur Teufelskreis-Predigt. Die Realität bleibt dabei auf der Strecke.

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Abderrahmane Sissako

Timbuktu

(Kinostart: 11.12.) Leben im Dschihad-Faschismus: Der mauretanische Regisseur Sissako schildert den Alltag in der Sahara-Stadt, die 2012 von Islamisten-Milizen beherrscht wurde – als unaufgeregte Studie über die Zerschlagung aller zivilen Ordnung.

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Bakhtiar Khudoijnazarov

Waiting for the Sea

(Kinostart: 11.12.) Schiffbruch im Sandmeer: Im ausgetrockneten Aralsee will Kapitän Marat seinen gestrandeten Kahn zum Wasser ziehen. Diesen Öko-Sisyphos macht Regisseur Bakhtiar Khudoijnazarov zur Hauptfigur eines lupenreinen Sowjet-Heldenepos.

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Top-Ausstellungen 2014

Antike: Ein Traum von Rom

Trier als Hauptstadt des Römer-Reiches - das Rheinische Landesmuseum zeigt fantastische Skulpturen und Mosaike.

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Kunst bis 1900: Esprit Montmartre

Von Absinth bis Picasso: In der Frankfurter Schirn wird das Leben der "Bohème um 1900" anschaulich wie nie.

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1900 bis 1945: Dem Licht entgegen

Blüte und Ende des Jugendstils 1914: Die Mathildenhöhe in Darmstadt breitet aus, was damals verloren ging.

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Kunst im Film

Die Böhms - Architektur einer Familie

Gottfried Böhm ist der einzige deutsche Pritzker-Preisträger; seine Söhne eifern ihm nach. Porträt von Staerkle-­Drux.

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National Gallery

Frederick Wiseman, US-Altmeister des Direct Cinema, sieht sich drei Stunden lang im britischen Kunst-Tempel um - ein Augenschmaus für Museums-Fans.

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Strange Colour of Your Body's Tears

Jugendstil als Horror-Show: Die Brüssel-Paläste von Victor Horta dienen als Kulissen für einen extravaganten Psycho-Thriller.

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Baden-Baden

Kindheit – Erfindung des 19. Jhd.

Die Kindheit ist noch jung: Erst seit rund 200 Jahren wird sie als eigene Lebensphase betrachtet. Das zeigt das Museum LA8 mit einem Rundgang durch bürgerliche Kinderzimmer – von Schulheften bis zu Baukästen, mit denen Walter Gropius spielte.

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Stuttgart + Rosenheim

Inka – Könige der Anden

Größer als das Römische Reich, totalitär wie Stalin, kontrollwütig wie die NSA: Leben im Inka-Staat war meist Zwangsarbeit. Diese bizarre Hochkultur wollten die Spanier auslöschen. Was übrig blieb, zeigt ein erstklassiger Überblick in zwei Museen.

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Berlin + Duisburg + Wiesbaden

K.O. Götz

Hoch soll er leben: Heute feiert Karl Otto Götz seinen 100. Geburtstag. Er ist einer der bedeutendsten abstrakten Maler der Nachkriegszeit – und sicherlich der schwungvollste. Drei deutsche Museen richten ihm eine opulente Retrospektive aus.

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München

20 Jahre Sammlung Goetz

Eine der größten deutschen Privat-Kollektionen von Gegenwartskunst feiert Geburtstag. Zum Jubiläum stellt Ingvild Goetz Prunkstücke ihrer Sammlung aus; im Haus der Kunst sind Videos zum Verhältnis von bewegten und unbewegten Bildern zu sehen.

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Stuttgart

Brueghel, Rubens, Ruisdael

Das “Goldene Zeitalter” der Niederlande war auch eines der Malerei. 80 Spitzenwerke aus Privatbesitz sind nun in der Staatsgalerie zu sehen: ein prachtvoller Überblick über diese Kunst-Epoche, doch die Herkunft der Gemälde gibt Rätsel auf.

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Berlin

Pasolini Roma

Er war einer der klügsten Künstler des 20. Jahrhunderts: Der schwule Katholik und Marxist Pier Paolo Pasolini sezierte in Wort und Film messerscharf die Verheerungen der Moderne. Nun feiert ihn der Gropius-Bau – und schreckt vor seiner Radikalität zurück.

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Woody Allen

Magic in the Moonlight

(Kinostart: 4.12.) Nächste Station auf Woody Allens Europa-Tournee fürs Kino: Berlin und die Côte d’Azur in den 1920er Jahren. Ein stocknüchterner Magier verfällt einer bezaubernden Hellseherin – als süffiger Filmgenuss wie ein Stück Lieblings-Torte.

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Michaël R. Roskam

The Drop – Bargeld

(Kinostart: 4.12.) Sein packender Krimi “Bullhead” spielte unter belgischen Rinderzüchtern, nun hängt Regisseur Roskam in einer schäbigen Bar in Brooklyn herum: für einen fesselnd realistischen Kleine-Leute-Thriller mit exzellenten Schauspielern.

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Terry Gilliam

Don Quixote ist mein Vorbild

Mit der britischen Comedy-Truppe Monty Python filmte er legendäre Komödien; seither ging es für Terry Gilliam auf und ab. Geldnot macht erfinderisch: Wie er “The Zero Theorem” spottbillig in Rumänien drehte, erzählt der Regisseur feixend im Interview.

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Christoph Waltz

The Zero Theorem

(Kinostart: 27.11.) Ein Schlag ins Kontor von Google, Facebook und Konsorten: Monty-Python-Altmeister Terry Gilliam schildert den Alltag eines Hochleistungs-Computer-Nerds. Dass es dabei absolut wahnwitzig und grotesk zugeht, versteht sich von selbst.

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