Köln

52 Wochen, 52 Städte – Iwan Baan

X-mal um die ganze Erde: Der Architektur-Fotograf hat ein Jahr lang in jeder Woche eine andere Stadt abgelichtet. Seine urbane Weltkarte von Erdhöhlen und Prachtbauten gleicht einem bunt schillernden Flickenteppich – zu sehen im AIT Architektursalon.

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Berlin

Wiedereröffnung Kunstgewerbemuseum

Ein Methusalem will modisch werden: Das älteste deutsche Kunstgewerbemuseum gönnt sich eine Frischzellenkur. Die beschränkt sich auf kosmetische Eingriffe: Schicke Kleider in Höhlengängen, grelle Signal-Buchstaben und Räume im Raum – besser als nichts.

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München

Georg Baselitz: Damals... und heute

Seine Welt steht auf dem Kopf: Mit umgedrehten Motiven wurde Baselitz zum Star-Maler. Nun widmet ihm das Haus der Kunst eine üppige Werkschau, die frühe Gemälde mit neuen „Remix“-Variationen kontrastiert – und die Macht des Marktes spiegelt.

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Berlin

Bettina Rheims: Bonkers

Übergeschnappt in London: Die französische Fotografin Bettina Rheims inszeniert weibliche Erotik raffiniert sinnlich mit frivoler Lust an Klischees. Ihre Bilderserie zwischen Rokoko, Burlesque und Fetisch-Look ist in der Galerie Camera Work zu sehen.

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Frankfurt am Main

Subodh Gupta – Everything is Inside

Indiens Jeff Koons: Mit Kochtöpfen und Kuhdung-Bildern wurde Gupta einer der teuersten Gegenwarts-Künstler in Asien. Seine glänzend schlichten Großinstallationen sind vielschichtiger als die des US-Kollegen, zeigt die hervorragende Werkschau im MMK.

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Raoul Peck

Mord in Pacot – Meurtre à Pacot

(Kinostart: 17.9.) Flüchtlingskrise andersherum: Als nach dem Erdbeben 2010 in Haiti ein westlicher Helfer eintrifft, entladen sich Konflikte zwischen Opfern in Gewalt. Regisseur Raoul Peck inszeniert nüchtern die Dialektik von Hoffnung und Enttäuschung.

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Terrence Malick

Knight of Cups

(Kinostart: 10.9.) Die große westliche Depression: Der radikale Einzelgänger-Regisseur Terrence Malick schickt Christian Bale als grübelnden Sinnsucher durch Hollywood. Eine einzigartig exzentrische Seh-Erfahrung mit kühnen Ideen und offenem Ausgang.

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Tobias Moretti

Therapie für einen Vampir

(Kinostart: 10.9.) Szenen einer ewigen Ehe: Die Gräfin giert endlos nach Komplimenten, der Graf nach jungem Blut – da helfen weder Freuds Psychoanalyse noch Lacans Theorie. Angenehm altmodische Untoten-Komödie voller Charme von Regisseur David Ruehm.

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Christian Labhart

Giovanni Segantini–Magie des Lichts

(Kinostart: 10.9.) Vom Straßenkind zum Kunst-Alpinisten: Mit faszinierend leuchtenden Hochgebirgs-Gemälden wurde Giovanni Segantini um 1900 zum Star-Impressionisten. Leben und Werk dokumentiert Regisseur Labhart solide, aber aus Fan-Perspektive.

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Nicole Kidman

Königin der Wüste

(Kinostart: 3.9.) Lawrence von Arabien, zweiter Teil: Gertrude Bell war Geburtshelferin der arabischen Nationen und krönte Könige. Ihr abenteuerliches Leben verfilmt Regisseur Werner Herzog als malerisches Wüsten-Epos – und spart Politik weitgehend aus.

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Top-Ausstellungen 2014

Antike: Ein Traum von Rom

Trier als Hauptstadt des Römer-Reiches - das Rheinische Landesmuseum zeigt fantastische Skulpturen und Mosaike.

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Kunst bis 1900: Esprit Montmartre

Von Absinth bis Picasso: In der Frankfurter Schirn wird das Leben der "Bohème um 1900" anschaulich wie nie.

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1900 bis 1945: Dem Licht entgegen

Blüte und Ende des Jugendstils 1914: Die Mathildenhöhe in Darmstadt breitet aus, was damals verloren ging.

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Kunst im Film

Die Böhms - Architektur einer Familie

Gottfried Böhm ist der einzige deutsche Pritzker-Preisträger; seine Söhne eifern ihm nach. Porträt von Staerkle-­Drux.

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National Gallery

Frederick Wiseman, US-Altmeister des Direct Cinema, sieht sich drei Stunden lang im britischen Kunst-Tempel um - ein Augenschmaus für Museums-Fans.

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Strange Colour of Your Body's Tears

Jugendstil als Horror-Show: Die Brüssel-Paläste von Victor Horta dienen als Kulissen für einen extravaganten Psycho-Thriller.

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Berlin

Die Wikinger

So vergeht der Ruhm der Welt: Vor 1000 Jahren versetzten die Wikinger ganz Europa in Angst und Schrecken. Mittlerweile inspirieren sie nicht einmal mehr Kuratoren: Die Überblicks-Ausstellung im Martin-Gropius-Bau fällt kleinteilig und fantasielos aus.

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Berlin

Moshe Gershuni

Ein Jude, der Hakenkreuze malt: Gershuni ist einer der wichtigsten Künstler Israels – und hierzulande fast unbekannt. Das ändert die Werkschau in der Neuen Nationalgalerie: expressive Farbschlachten und Zeichen verbinden Altes Testament und Zeitkritik.

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München

Die Neue Sachlichkeit

Nüchterne Blicke auf eine harte Wirklichkeit: Das Lenbachhaus zeigt Werke von 22 Malern der Neuen Sachlichkeit. Die alte Einteilung in linke und rechte Künstler taugt nicht mehr viel; was bleibt, sind ungeschönte Szenen, die noch heute beeindrucken.

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Naumburg/ Saale

Glanzlichter: Glasmalerei heute

Es werde Licht: Glaskunst der Gegenwart wird zwar meist für Kirchen geschaffen, sprengt aber den christlichen Formenkanon und spielt mit allen möglichen Leucht-Effekten. Das zeigt ein Überblick über 150 Werke im Dom und an vier weiteren Standorten.

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Berlin

Die Welt um 1914: Farbfotografie

So bunt und vielfältig war die Welt, bevor der Krieg alles in Trümmer legte: Der Martin-Gropius-Bau zeigt seltene frühe Farbfotos, die erste Bildreporter auf allen Kontinenten aufnahmen – nur 100 Jahre her, aber rettungslos verloren wie die Antike.

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Alexej German

Es ist schwer, ein Gott zu sein

(Kinostart: 3.9.) Mittelalter als Mega-Materialschlacht: Mit irrwitzigem Aufwand verfilmte Regisseur Alexej German einen Science-Fiction-Roman. Er starb vor Fertigstellung – und hinterlässt ein Spektakel voller visueller Wucht als Monument des Weltekels.

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Salma Hayek + Vincent Cassel

Das Märchen der Märchen

(Kinostart: 27.8.) Sex, Gewalt und Skurrilitäten: Regisseur Matteo Garrone wurde 2008 mit dem Mafia-Schocker „Gomorrha“ bekannt. Nun verfilmt er drei klassische italienische Märchen – als bizarren Reigen, dessen Dramaturgie hinter seiner Bildgewalt herhinkt.

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Mark Dornford-May

Lilien im Winter – La Bohème am Kap

(Kinostart: 27.8.) Ergreifende Liebestragik in den Townships von Kapstadt: „U-Carmen“-Regisseur Mark Dornford-May verlegt einen weiteren Opern-Klassiker ins heutige Südafrika. Allerdings gebietet diesmal Puccinis Libretto eher statische Innerlichkeit.

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Martina Gedeck

Anni Felici – Barfuß durchs Leben

(Kinostart: 27.8.) Glückliche Jahre, aber keiner hat’s gemerkt: Regisseur Daniele Luchetti blickt auf Italien in den 1970ern zurück – mit Anfängen der Frauenbewegung und Freiheits-Sehnsüchten im bürgerlichen Rahmen. Atmosphärisch dicht, aber recht unpolitisch.

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Anna Muylaert

Der Sommer mit Mamã

(Kinostart: 20.8.) Servilität in der Servicegesellschaft: Eine brasilianische Perle umsorgt beflissen ihre reichen Herrschaften – bis ihre Tochter respektlos alles auf den Kopf stellt. Witzig und charmant führt Regisseurin Muylaert soziale Rituale vor.

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