Hamburg + Dresden

Dionysos – Rausch und Ekstase

Wein, Weib und Gesang: Dionysos ist der populärste antike Gott. Bucerius Kunstforum und Residenzschloss zeigen Kunstwerke aus drei Jahrtausenden: Ein sinnesfroher Mythen-Überblick, bei dem aber Veränderungen im Lauf der Zeit zu kurz kommen.

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Berlin + Pirmasens

Arte Postale - Künstlerpost

Schreib mal wieder! Künstler verzieren Post gern mit Bildern, Skizzen und Collagen. Die Akademie der Künste breitet 700 Briefe und Postkarten aus: ein Sammelsurium ganz nach dem Geschmack von Akademie-Präsident und Postkarten-Verleger Klaus Staeck.

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Hamburg

Dänemarks Aufbruch in die Moderne

Als Schweißtropfen an der Nase noch Kunst-Skandale auslösten: Ab 1880 erlebte die dänische Malerei ihren “modernen Durchbruch”. Wie sie sich von Nationalromantik zum radikalen Symbolismus entwickelte, zeigt die Kunsthalle nüchtern und kompetent.

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Berlin

Picasso: Frauen – Stiere – Meister

Meister aller Kunst-Klassen und -Techniken: Picasso bleibt der wichtigste Künstler des 20. Jahrhunderts. Wie virtuos vielseitig er war, führt das Kupferstichkabinett vor: mit Grafiken aus eigenem Bestand in einer innovativ inszenierten Ausstellung.

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München

Pompeji – Leben auf dem Vulkan

Schlagartig erstarb jedes Leben: Der Vesuv-Ausbruch 79 n. Chr. ist die berühmteste Naturkatastrophe aller Zeiten. Die Hypo-Kunsthalle zeigt frisch restaurierte Funde aus Pompeji, blendend inszeniert: faszinierende Einblicke in den Alltag antiker Römer.

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Annekatrin Hendel

Anderson

(Kinostart: 2.10.) Mit Sascha Arschloch in der Wohnküche: Regisseurin Hendel befragt den prominentesten Stasi-Spitzel der DDR-Subkultur und seine damaligen Freunde und Opfer. Eine nüchterne und aufschlussreiche Bestandsaufnahme zum Thema Verrat.

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Heinz Emigholz

The Airstrip – Aufbruch der Moderne

(Kinostart: 2.10.) Restekiste der Architektur-Geschichte: Hardcore-Dokumentarfilmer Heinz Emigholz lichtet Betonbauten zwischen Görlitz und dem Westpazifik ab. Dort findet er spärliche Weltkriegs-Spuren – ein Trommelfeuer aus Schnipsel-Späne.

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Christian Petzold

Phoenix

(Kinostart: 25.9.) Wiedergeburt aus der KZ-Asche: 1945 kehrt Nina Hoss als Jüdin nach Berlin zurück. Ihr Mann erkennt sie nicht, will aber mit ihr ein Erbe erschleichen. Regisseur Petzold inszeniert sein Kammerspiel als leicht sperrigen Film Noir.

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Mike Cahill

I Origins – Im Auge des Ursprungs

(Kinostart: 25.9.) Auge um Auge, Planet um Planet: Regisseur Mike Cahill dreht gern Filme im Spannungsfeld von Wissenschaft und Religion. Sein formal gefälliges Forscher-Drama über Evolution und Amour Fou gerinnt ihm zur diffusen Mystik-Soße.

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Nikolai Vialkowitsch

Im Krieg – Der 1. Weltkrieg in 3D

(Kinostart: 25.9.) Gemetzel in der dritten Dimension: Historische Stereoskopie-Fotos und Zitate montiert Regisseur Vialkowitsch zum Dokumentarfilm. Das Ergebnis hat mit 3D wenig gemein; es bleibt eine bieder animierte Diaschau auf der Leinwand.

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Top-Ausstellungen 2014

Kunst ab 1945: Karl Otto Götz

Er war der schwungvollste Maler der Abstraktion in der Nachkriegszeit - prächtige Werkschau zum 100. Geburtstag in drei Städten.

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Gegenwart: Die 8 der Wege: Kunst in Beijing

Rätselhaftes China: Diese Schau schlägt Schneisen ins Dickicht der Gegenwartskunst - fast ohne Ai Weiwei.

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Ethnologica: Inka – Anden-Könige

Totalitär wie Stalin, kontrollwütig wie die NSA: Diese bizarre Kultur stellt das Lindenmuseum in Stuttgart erstmals umfassend vor.

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Kunst im Film

Die Böhms - Architektur einer Familie

Gottfried Böhm ist der einzige deutsche Pritzker-Preisträger; seine Söhne eifern ihm nach. Porträt von Staerkle-­Drux.

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National Gallery

Frederick Wiseman, US-Altmeister des Direct Cinema, sieht sich drei Stunden lang im britischen Kunst-Tempel um - ein Augenschmaus für Museums-Fans.

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Strange Colour of Your Body's Tears

Jugendstil als Horror-Show: Die Brüssel-Paläste von Victor Horta dienen als Kulissen für einen extravaganten Psycho-Thriller.

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Berlin

1813: Schlachtfeld bei Leipzig

Kann man ein historisches Ereignis mithilfe eines einzigen Bildes erklären? Das Deutsche Historische Museum versucht es mit einem Propaganda-Gemälde über die Völkerschlacht – doch seine Gedenk-Ausstellung kommt nicht ohne 300 weitere Objekte aus.

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Frankfurt am Main

Hélio Oiticica + Brasiliana

Expeditionen auf einen kaum bekannten Kunst-Kontinent: Das MMK stellt den “Andy Warhol Brasiliens” erstmals in Deutschland ausführlich vor. Die Schirn präsentiert acht große Raum-Installationen – ein alle Nerven kitzelndes Fest für die Sinne.

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Berlin

Ausweitung der Kampfzone

Begraben unter der Last der deutschen Geschichte und sperrigem Plunder: Nach den gelungenen ersten beiden Teilen enttäuscht die dritte Sammlungs-Präsentation der Neuen Nationalgalerie mit Werken von 1968 bis 2000. Da hilft nur Entrümpelung.

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München

Gerhard Richter: Atlas

Ausflug ins Altmeister-Bildarchiv: In seiner ersten Sonderausstellung nach der Neueröffnung zeigt das Lenbachhaus den riesigen Motiv-Fundus von Gerhard Richter – 802 Tafeln aus sechs Jahrzehnten. Eine Fundgrube für Richter-Fans und Kunsthistoriker.

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Berlin + Wien

Wien - Berlin von Schiele bis Grosz

In beiden Hauptstädten blühen die Künste; doch ihre Verbindungen sind noch nie untersucht worden. Das holt diese Ausstellung über die Epoche 1890 bis 1933 glänzend nach: erst in der Berlinischen Galerie, anschließend im Wiener Belvedere.

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Gustav Deutsch

Shirley − Visionen der Realität

(Kinostart: 18.9.) Als die Bilder von Edward Hopper laufen lernten: 13 klassische Motive des US-Malers baut Regisseur Gustav Deutsch als Kulissen für eine fade Sittengeschichte nach. Seine artifizielle Animation wirkt leblos − und völlig uncool.

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Amat Escalante

Heli

(Kinostart: 18.9.) Apocalypse Now: Der Drogen-Krieg in Mexiko zerstört eine junge Familie. Eine schmerzhaft präzise Bestandsaufnahme der Allgegenwart brutaler Gewalt; dafür bekam Regisseur Escalante 2013 in Cannes den Preis für die beste Regie.

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Jürgen Vogel

Schoßgebete

(Kinostart: 18.9.) Seelen-Striptease mit Sex-Therapie: Regisseur Sönke Wortmann verfilmt den Bestseller von Charlotte Roche, in dem sie ihre traumatische Familiengeschichte ausbreitet − als Neurosen-Chronik des Schreckens, der jede Komik abwürgt.

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Göran Hugo Olsson

Concerning Violence

(Kinostart: 18.9.) Zeitreise zur Revolutionsromantik der 70er Jahre: “Black Power Mixtape”-Regisseur Olsson gräbt alte TV-Bilder über Guerillas in Afrika aus und lässt Manifeste vorlesen − eine Doku für Nostalgiker des antikolonialen Befreiungskampfs.

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David Cronenberg

Maps to the Stars

(Kinostart: 11.9.) Mit 13 Koks, mit 46 Selbstmord: Am Beispiel einer Superstar-Familie zeigt Regisseur Cronenberg Hollywood als goldenen Käfig voller Kaputtniks. Seine bitterböse Satire mit exzellentem Ensemble erstarrt allerdings in Künstlichkeit.

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