Bielefeld

Der deutsche Symbolismus

Fantasy mit Goldrand: Der Symbolismus war genauso zeitgemäß modern wie andere Stile – nur richtete er den Blick nicht nach außen, sondern nach innen. Womit er zum Vorläufer von Surrealismus und SM-Pornographie wurde, wie die Kunsthalle zeigt.

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Kassel

Jordaens und die Antike

Die erste deutsche Jordaens-Retrospektive: Neben Genre-Szenen schuf der Barock-Maler auch originelle Variationen antiker Themen. Seine virtuose Überwältigungs-Malerei ist nun im Fridericianum zu sehen – mit drei zeitgenössischen Nachfolgern.

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Berlin

Kapoor in Berlin

Glibber an die Wand schießen und in Körperöffnungen herumstochern: Mit monumentalen Installationen verwirklicht der Künstler Anish Kapoor pubertäre Fantasien. Dafür räumt ihm nun der Martin-Gropius-Bau das Erdgeschoss samt Lichthof frei.

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München

Jan Brueghel d.Ä.

Der Meister der kleinen Dinge: Jan Brueghel d. Ä. war einer der vielseitigsten und brillantesten Maler um 1600. Die Alte Pinakothek präsentiert die enorme Bandbreite seines virtuosen Könnens – oft in Kooperation mit Maler-Kollegen.

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Leipzig

Minkisi – Skulpturen vom Kongo

Mit Nägeln gespickte Figuren helfen in allen Lebenslagen: Sie zählen zu den eindrucksvollsten Werken afrikanischer Kulturen. Das Grassi Museum stellt seine bedeutende Sammlung erstmals öffentlich aus – und rehabilitiert den Fetischismus.

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Jakob Lass

Love Steaks

(Kinostart: 27.3.) Blutig, Medium oder Well Done: Bei einem jungen Liebespaar im Luxus-Hotel fliegen die Fetzen. Regisseur Jakob Lass bleibt möglichst nah an der Realität; ein konsequent radikales Experiment, dessen Aufbruchstimmung fasziniert.

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Golshifteh Farahani

My Sweet Pepper Land

(Kinostart: 27.3.) Wildwest in Kurdistan: Lehrerin und Polizei-Chef verbünden sich gegen feindliche Schmuggler und Dörfler. Mit Genre-Mitteln zeigt Regisseur Hiner Saleem seine Heimat so unterhaltsam wie berührend; dabei glänzt Golshifteh Farhani.

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Felix Herngren

Hundertjähriger stieg aus Fenster

(Kinostart: 20.3.) Forrest Gump in Schweden: Von explosiven Momenten der Weltgeschichte kriegt ein greiser Jubilar nicht genug – er stürzt sich in neue Abenteuer. Die schwarzhumorige Bestseller-Verfilmung wird von zuviel Slapstick etwas vergällt.

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Dietrich Brüggemann

Kreuzweg

(Kinostart: 20.3.) In der Nachfolge Jesu Christi: Eine 14-Jährige wächst in einer strenggläubigen Familie auf und zieht radikale Konsequenzen. Für seine berührende Milieu-Studie bekam Regisseur Brüggemann den Silbernen Bären für das beste Drehbuch.

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Noël Dernesch + Moritz Springer

Journey to Jah

(Kinostart: 20.3.) Zwei Europäer im Rasta-Paradies: Gentleman und Alborosie, die derzeit größten Reggae-Stars weltweit, sind keine Jamaikaner. Diese Doku begleitet sie – und legt ausgezeichnet offen, welche Sehnsüchte Weiße in die Karibik ziehen.

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Top-Ausstellungen 2013

Kunst ab 1945: Leben mit Pop

Freche Anfänge von Gerhard Richter, Sigmar Polke + Konrad Lueg in der Kunsthalle Düsseldorf - brillant ohne Originale.

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Gegenwart: Nuri Bilge Ceylan

Fesselnde Panorama-Fotografie des türkischen Autorenfilmers im Kunsthaus Nürnberg, inspiriert von C.D. Friedrich.

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Ethnologica: Minkisi-Figuren

Einzigartige Nagel-Fetische aus dem Kongo: Das Grassi-Museum in Leipzig zeigt erstmals seine bedeutende Sammlung.

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Hinter der Leinwand

Wie ein Déjà-vu

Vom Feuerkopf mit 20 bis zum Landesvater mit 70: Idris Elba spielt Nelson Mandela in allen Lebenslagen - was ihn an seine eigene Vita erinnert.

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Obama macht's möglich

"12 Years a Slave" von Steve McQueen bekam den Oscar als bester Film. Dabei sollen Stars nur Nebenrollen spielen, so der Regisseur.

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Als Kind vom Segeln besessen

JC Chandor gewann Robert Redford für seine Schiffbruch- Saga "All is lost". Kentern bedeutet, ins eigene Ich zu reisen, erklärt er.

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Weimar + Jena

Henry van de Velde

Der Alleskünstler: Henry van de Velde war ein genialer Gestalter – für alles vom Fährschiff bis zum Manschetten-Knopf. Zum 150. Geburtstag präsentiert das Neue Museum Weimar sein Jugendstil-Gesamtwerk, und die Kunstsammlung Jena sein Umfeld.

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Berlin

Von Beckmann bis Warhol

Da kommt fast kein Privatsammler mit: Die Bayer AG hat in 100 Jahren rund 2000 Kunstwerke angekauft. 240 Stücke der Firmen-Kollektion werden nun im Martin-Gropius-Bau erstmals öffentlich ausgestellt – eine beeindruckend hochwertige Auswahl.

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München/ Hamburg/ Überlingen

Spinifex Arts Project

Mit Gemälden vor Gericht ziehen: Damit erstritten Aborigines aus dem Südwesten Australiens 1997 die Rückgabe ihres angestammten Landes. Ihre farbenprächtigen, so komplexen wie geschichtsträchtigen Bilder sind nun in drei Städten zu sehen.

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Nürnberg

Fotografien von Nuri Bilge Ceylan

Anatoliens spröde Schönheit im Cinemascope-Format: Das Kunsthaus zeigt Porträt- und Landschafts-Aufnahmen des bedeutenden türkischen Regisseurs, der dafür Anleihen bei Malern der deutschen Romantik macht. Eine grandiose Ausstellung.

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Berlin + Graz

Kultur:Stadt

Abgesang auf den Bilbao-Effekt: Neue Kultur-Bauten können eine Stadt nur beleben, wenn sie ins Umfeld eingebettet werden. Das zeigt anschaulich eine Architektur-Ausstellung in der Akademie der Künste – mit Modellen und viel iPad-Klimbim.

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Milo Rau

Die Moskauer Prozesse

(Kinostart: 20.3.) Kreml und Kirche kopulieren: Regisseur Milo Rau lässt in Moskau drei Gerichtsverfahren gegen Künstler nachspielen. Seine Schauprozess-Doku bietet tiefe Einblicke in das vormoderne Weltbild der moralischen Mehrheit in Russland.

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Haolun Shu

Shanghai, Shimen Road

(Kinostart: 13.3.) Jugend in China 1989: Ein 17-Jähriger schwankt zwischen zynischer Nachbarstochter und idealistischer Mitschülerin. Wunderbar stimmungsvoller Schwanengesang auf eine Generation, deren Hoffnungen brutal zerschlagen wurden.

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Thomas Dirnhofer

Cerro Torre

(Kinostart: 13.3.) Der Berg ruft: hier eine 3000 Meter hohe Felsnadel in Süd-Argentinien, die als kaum bezwingbar gilt. Auch die Protagonisten von Regisseur Thomas Dirnhofer brauchen drei Anläufe: spektakuläre Doku für eingefleischte Kletter-Fans.

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Wes Anderson

The Grand Budapest Hotel

(Kinostart: 6.3.) Der will nur spielen: Regisseur Wes Anderson inszeniert einen riesigen Kindergeburtstag. Seine Komödie über ein Luxus-Hotel der K.u.k.-Zeit ist ein Fest der visuellen Opulenz, durchdrungen vom Esprit reiner Liebenswürdigkeit.

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Arne Birkenstock

Keiner will Fälschungen entlarven

Regisseur Arne Birkenstock hat Kunstfälscher Wolfgang Beltracchi ausgiebig bei der Arbeit beobachtet. Im Interview spricht er über das Schweige-Kartell der Geschädigten und erklärt, warum enorme Nachfrage Bilder-Fälschungen quasi provoziert.

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