Berlin

Von Beckmann bis Warhol

Da kommt fast kein Privatsammler mit: Die Bayer AG hat in 100 Jahren rund 2000 Kunstwerke angekauft. 240 Stücke der Firmen-Kollektion werden nun im Martin-Gropius-Bau erstmals öffentlich ausgestellt – eine beeindruckend hochwertige Auswahl.

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München/ Hamburg/ Überlingen

Spinifex Arts Project

Mit Gemälden vor Gericht ziehen: Damit erstritten Aborigines aus dem Südwesten Australiens 1997 die Rückgabe ihres angestammten Landes. Ihre farbenprächtigen, so komplexen wie geschichtsträchtigen Bilder sind nun in drei Städten zu sehen.

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Nürnberg

Fotografien von Nuri Bilge Ceylan

Anatoliens spröde Schönheit im Cinemascope-Format: Das Kunsthaus zeigt Porträt- und Landschafts-Aufnahmen des bedeutenden türkischen Regisseurs, der dafür Anleihen bei Malern der deutschen Romantik macht. Eine grandiose Ausstellung.

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Berlin + Graz

Kultur:Stadt

Abgesang auf den Bilbao-Effekt: Neue Kultur-Bauten können eine Stadt nur beleben, wenn sie ins Umfeld eingebettet werden. Das zeigt anschaulich eine Architektur-Ausstellung in der Akademie der Künste – mit Modellen und viel iPad-Klimbim.

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Wolfsburg + Hamburg

Steve McCurry - Im Fluss der Zeit

Augen, deren Blick man nie vergisst: Der Fotograf Steve McCurry dokumentiert die fremdartige Schönheit Asiens und seiner Menschen. Das Kunstmuseum präsentiert seine hinreißend farbsatten Aufnahmen erstmals in Deutschland.

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Lars von Trier

Nymph( )maniac – Teil 1

(Kinostart: 20.2.) Weder Porno-Epos noch Melancholie-Beschwörung: Lars von Trier unterläuft mit seinem Episodenfilm über eine Nymphomanin alle zuvor geschickt geschürten Erwartungen. Stattdessen gibt er sich seinem zügellosen Spieltrieb hin.

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Florin Piersic Jr.

Killing Time – Zeit zu sterben

(Kinostart: 20.2.) Von der Ödnis des Auftragskiller-Daseins: Der rumänische Regisseur Florin Piersic Jr. lässt zwei Gangster auf ihre Opfer warten. Leider haben sich die beiden nichts zu sagen. Das wird 100 Minuten lang nervtötend ausgewalzt.

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George Clooney

The Monuments Men

(Kinostart: 20.2.) Geschichtsklitterung für einen guten Zweck: George Clooney lässt ein großes Star-Ensemble bei Kriegsende Kunst aus Bergwerken bergen. Im Stil von Indiana Jones oder Tick, Trick und Track: eine Gag-Parade in Fantasialand.

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Berlin

Atmosphäre nur in der Warteschlange

Highlight des Hauptstadt-Marketings: Die 64. Berlinale war größer, werbeträchtiger und überlaufener denn je. Nur die Orientierung ist ihr völlig abhanden gekommen: Das zeigen die Preisvergabe ebenso drastisch wie die Programme der Sektionen.

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Andreas Prochaska

Das finstere Tal

(Kinostart: 13.2.) Perfekter Western aus Südtirol: Regisseur Andreas Prochaska lässt einen mysteriösen Fremden im verschneiten Berg-Dorf alte Rechnungen begleichen. Formvollendet sorgfältig inszeniert – als hätte Sergio Leone in den Alpen gedreht.

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Top-Ausstellungen 2013

Kunst ab 1945: Leben mit Pop

Freche Anfänge von Gerhard Richter, Sigmar Polke + Konrad Lueg in der Kunsthalle Düsseldorf - brillant ohne Originale.

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Gegenwart: Nuri Bilge Ceylan

Fesselnde Panorama-Fotografie des türkischen Autorenfilmers im Kunsthaus Nürnberg, inspiriert von C.D. Friedrich.

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Ethnologica: Minkisi-Figuren

Einzigartige Nagel-Fetische aus dem Kongo: Das Grassi-Museum in Leipzig zeigt erstmals seine bedeutende Sammlung.

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Hinter der Leinwand

Wie ein Déjà-vu

Vom Feuerkopf mit 20 bis zum Landesvater mit 70: Idris Elba spielt Nelson Mandela in allen Lebenslagen - was ihn an seine eigene Vita erinnert.

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Obama macht's möglich

"12 Years a Slave" von Steve McQueen bekam den Oscar als bester Film. Dabei sollen Stars nur Nebenrollen spielen, so der Regisseur.

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Als Kind vom Segeln besessen

JC Chandor gewann Robert Redford für seine Schiffbruch- Saga "All is lost". Kentern bedeutet, ins eigene Ich zu reisen, erklärt er.

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Dresden

Die Erschütterung der Sinne

Constable, Delacroix, Friedrich und Goya: So viele Genies der romantischen Malerei sind in keinem deutschen Museum zu sehen. Das Albertinum zeigt sie nun in einer Ausstellung – deren willkürliches Konzept und konfuse Hängung verwirrt.

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Berlin

Wiedereröffnung Museum Berggruen

Doppelt so viel Platz für Picasso und Paul Klee: Nach zwei Jahren öffnet das erweiterte Museum Berggruen wieder seine Pforten. Seine grandiose Kollektion der Klassischen Moderne wird nun vollständig und großzügig gezeigt.

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Chemnitz/ Bietigheim/ Hamburg

Conrad Felixmüller

Sein Frühwerk ziert jedes Expressionismus-Handbuch, danach wurde es still um ihn: Was Felixmüller nach 1930 malte, ist weitgehend vergessen. Diese Schau zeigt 200 Werke aus allen Schaffens-Phasen; als erste Retrospektive seit 22 Jahren.

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Berlin

«Daumier ist ungeheuer!»

Ein «totaler Künstler», der «alles konnte»: So sah Max Liebermann seinen Kollegen Honoré Daumier. Neben berühmten Karikaturen und sarkastischen Porträt-Büsten sind im Liebermann Haus kaum bekannte Gemälde zu sehen – eine grandiose Werkschau.

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Berlin

Indien entdecken!

Autarkie war gestern: Zeitgenössische Kunst in Indien hat längst zu globalen Standards aufgeschlossen. Die Zitadelle Spandau zeigt Malerei der 1960er bis 1980er Jahre, faszinierende Panorama-Fotografie und Land-Art-Skulpturen.

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Berlin

Hanna Schygulla - Traumprotokolle

Im Bett mit Hanna Schygulla: Die große alte Dame des deutschen Autorenfilms stellt in der Akademie der Künste 35 Jahre alte Träume auf selbst gedrehten Video-Bändern aus – einer der seltsamsten Beiträge zu dieser an Kuriositäten reichen Berlinale.

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Wieland Speck

Was man dem Publikum zumuten kann

Heute beginnt die 64. Berlinale. Seit einem Vierteljahrhundert leitet Wieland Speck die Sektion Panorama: Im Interview erklärt er, wie man Festival-Kurator wird, und spricht über die spannendsten Entdeckungen im diesjährigen Programm.

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Matthew McConaughey

Dallas Buyers Club

(Kinostart: 6.2.) Erfinder der Tabletten-Flatrate: Als Medikamente gegen AIDS noch sehr teuer waren, versorgte ein Texaner Kranke mit Alternativen. Seinen Kampf gegen das Pharma-Kartell verfilmt Jean-Marc Vallée; als Cowboy glänzt Matthew McConaughey.

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Michal Kosakowski

Zero Killed

(Kinostart: 6.2.) Herren über Leben und Tod: Regisseur Kosakowski lässt seine Bekannten ihre Mordfantasien in Videos darstellen und befragt sie anschließend dazu. Die Antworten fallen beeindruckend offen aus, doch der Sinn der Übung bleibt unklar.

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Daniel Radcliffe

Kill Your Darlings

(Kinostart: 30.1.) Wie die Beatniks wurden, was sie waren: Regisseur Krokidas begleitet den jungen Allen Ginsberg und seine Uni-Freunde William S. Burroughs und Jack Kerouac. Die Collage aus zu vielen Bruchstücken kratzt aber nur an der Oberfläche.

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