Ludwigshafen

Schwestern der Revolution

So viel weibliche Avantgarde-Kunst vom Beginn des 20. Jahrhunderts war nie zuvor in Deutschland zu sehen: Das Wilhelm-Hack-Museum zeigt 112 Werke von zwölf russischen Künstlerinnen – als Rückblick auf eine Revolution der Ästhetik.

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Dresden

geteilt | ungeteilt

Im geteilten Deutschland näherten sich Formensprachen der Kunst rascher einander an als die Politik: Das zeigt das Albertinum mit einer großen Überblicks-Schau, die Künstlern abseits des offiziellen Betriebs viel Platz einräumt.

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Berlin

Visions of Modernity

Scheiden tut weh: Die Guggenheim Stiftung verabschiedet sich aus Berlin mit einer Ausstellung von Meisterwerken der Moderne aus ihrer Sammlung. Künftig führt die Deutsche Bank ihre Kunsthalle Unter den Linden in Eigenregie weiter.

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Köln

Glanz der Kaiser von China

Die Verbotene Stadt beherbergt eine der größten Kunst-Sammlungen der Welt. 200 Meisterwerke sind nun im Museum für Ostasiatische Kunst zu sehen: Sie zeigen die Pracht einer fremdartigen Kultur – und überraschen mit Einflüssen aus Europa.

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Berlin

«Welt will Grunewald von mir»

Im Clinch mit Kaiser Wilhelm II. wurde Walter Leistikow zu einem der bekanntesten Landschafts-Maler um 1900. Einen bedeutenden Nachlass seiner subtilen Natur-Studien erhält nun das Bröhan-Museum; es zeigt sie als umfangreiche Werkschau.

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Roman Polanski

Venus im Pelz

(Kinostart: 21.11.) Mann will Frau aus Angstlust am eigenen Untergang: David Ives’ Sacher-Masoch-Adaption für das Theater verfilmt Roman Polanski als hinreißend ironisch-erotisches Kammerspiel mit atemberaubend wandelbaren Schauspielern.

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Bettina Blümner

Scherbenpark

(Kinostart: 21.11.) Problemmädchen-Porträtistin: „Prinzessinnenbad“-Regisseurin Bettina Blümner verfilmt Alina Bronskys Roman über ein Prekariats-Girlie. Das gerät trotz wunderbar rotziger Hauptdarstellerin in Milieu- und Figurenzeichnung zu brav.

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Bernardo Bertolucci

Ich und Du

(Kinostart: 21.11.) Bernardo Bertolucci, Altmeister des Leinwand-Epos, greift zur kleinen Form. In seinem ersten Film seit neun Jahren verstecken sich zwei Geschwister im Hauskeller – ein stilles, intensives Kammerspiel mit sanftem Spannungsbogen.

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Irrfan Khan

Lunchbox

(Kinostart: 21.11.) Liebe geht durch den Magen: Mit einem falsch ausgelieferten Lunchpaket beginnt die Brieffreundschaft zwischen Fremden. Regisseur Ritesh Batra porträtiert Metropolen-Bewohner in Mumbai zart ironisch ohne Bollywood-Übertreibungen.

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François Ozon

Jung & schön

(Kinostart: 14.11.) Eine weitere Lolita als schönes Schau-Objekt: Vom Doppelleben einer jugendlichen Prostituierten aus gutem Haus inszeniert Regisseur François Ozon nur den äußeren Anschein. Dekorative Oberflächen münden in banale Melancholie.

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Top-Ausstellungen 2013

Kunst ab 1945: Leben mit Pop

Freche Anfänge von Gerhard Richter, Sigmar Polke + Konrad Lueg in der Kunsthalle Düsseldorf - brillant ohne Originale.

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Gegenwart: Nuri Bilge Ceylan

Fesselnde Panorama-Fotografie des türkischen Autorenfilmers im Kunsthaus Nürnberg, inspiriert von C.D. Friedrich.

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Ethnologica: Minkisi-Figuren

Einzigartige Nagel-Fetische aus dem Kongo: Das Grassi-Museum in Leipzig zeigt erstmals seine bedeutende Sammlung.

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Hinter der Leinwand

Wie ein Déjà-vu

Vom Feuerkopf mit 20 bis zum Landesvater mit 70: Idris Elba spielt Nelson Mandela in allen Lebenslagen - was ihn an seine eigene Vita erinnert.

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Obama macht's möglich

"12 Years a Slave" von Steve McQueen bekam den Oscar als bester Film. Dabei sollen Stars nur Nebenrollen spielen, so der Regisseur.

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Als Kind vom Segeln besessen

JC Chandor gewann Robert Redford für seine Schiffbruch- Saga "All is lost". Kentern bedeutet, ins eigene Ich zu reisen, erklärt er.

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Frankfurt am Main

Schwarze Romantik

Schaurig schöne Geisterbahn der Kunstgeschichte: Seit dem 18. Jahrhundert frönen Maler der Lust am Abseitigen und Abgründigen. Diese Traditionslinie des Makabren zeichnet das Städel Museum mit 200 Werken bis zum Surrealismus nach.

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Bochum/ Wiesbaden/ Chemnitz

Abbas Kiarostami

Welt in Winterstarre: Ihr schwarzweißes Lichterspiel arrangiert der iranische Star-Regisseur zu betörend schönen Fotografien. Seine an Tusche-Malerei und Impressionismus erinnernden Aufnahmen sind erstmals im deutschsprachigen Raum zu sehen.

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Karlsruhe

Corot: Natur und Traum

In Frankreich gilt Corot als bedeutendster Landschafts-Maler des 19. Jahrhunderts. Die Kunsthalle zeigt nun seine erste große Retrospektive in Deutschland: eine fulminante Ausstellung, die düstere Aspekte seines Werks offenbart.

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Köln

1912 – Mission Moderne

Wie man eine neue Kunst-Epoche inszeniert: Die legendäre Sonderbund-Schau 1912 in Köln setzte die Moderne in Deutschland mit einem Paukenschlag durch. Zum 100. Jahrestag zeigt das Wallraf-Richartz-Museum ihre spektakuläre Rekonstruktion.

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Berlin

Im Licht von Amarna

Vor 100 Jahren wurde die Büste der Nofretete entdeckt. Ihr Gatte Pharao Echnaton begründete in Ägypten den ersten Monotheismus, der bald wieder unterging: Zum Jubiläum stellt das Neue Museum diese antike Kultur-Revolution prachtvoll aus.

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Tom Hanks

Captain Phillips

(Kinostart: 14.11.) Goliath gegen David: Am Horn von Afrika feuert die US-Marine aus allen Rohren auf somalische Piraten. Regisseur Paul Greengrass zeigt nüchtern, wie ungleich dieser Kampf ist – mit einem überragenden Tom Hanks in der Hauptrolle.

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Eran Riklis

Zaytoun

(Kinostart: 14.11.) Freundschaft ist machbar, Herr Nachbar: Junger Palästinenser und jüdischer Pilot überwinden gemeinsam die Grenze zwischen Libanon und Israel. Dem Nahost-Wohlfühlfilm von Eran Riklis geht am Ende fatalistisch die Luft aus.

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Cristian Mungiu

Jenseits der Hügel

(Kinostart: 14.11.) Teufelsaustreibung im Dracula-Land: Cristian Mungiu, Cannes-Sieger 2007, entfaltet Kloster-Exorzismus zum epischen Psychogramm Rumäniens. So vielschichtig war Orthodoxie noch nie zu sehen; mit drei Preisen in Cannes 2012 prämiert.

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Joshua Oppenheimer

The Act of Killing

(Kinostart: 14.11.) Killer als Kino-Stars: Mörder, die in Indonesien 1965 Tausende von Menschen töteten, inszenieren sich in einem grotesken Spielfilm als coole Helden. Für diese Doku erhielt Regisseur Oppenheimer den Berlinale-Publikumspreis 2013.

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Sacha Polak

Hemel

(Kinostart: 14.11.) One-Night-Stands, weil Mama tot ist: Die junge Hemel vernascht gern Männer, doch liebt nur ihren Papa. Als der sich bindet, droht eine Katastrophe. Ausgiebige Körper-Studien der Hauptdarstellerin verbreiten reaktionäre Botschaften.

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