Bonn

1914 – Die Avantgarden im Kampf

Der Krieg als Vater aller Künste: Neue Stilrichtungen gab es schon vorher, doch das vierjährige Völkermorden radikalisierte sie. Nach dem Gemetzel war nichts mehr wie zuvor; das zeigt die Bundeskunsthalle im feldgrauen Kommandostand-Ambiente.

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Darmstadt

Georg Büchner

Mit vier schmalen Werken zu Weltruhm: Kein Klassiker der deutschen Literatur starb jünger als Büchner – und keiner bleibt aktueller. Das zeigt zum 200. Geburtstag eine raffinierte Ausstellung der Mathildenhöhe; so überraschend wie das Leben selbst.

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Frankfurt am Main

Dürer. Kunst – Künstler – Kontext

Der ganze Dürer soll es sein: Das Städel Museum breitet das Werk des bedeutendsten deutschen Renaissance-Künstlers in allen Aspekten so kompetent wie anschaulich aus – samt seinem Beitrag zur Copyright-Debatte. Er malte selbst das, was man nicht malen kann.

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Berlin

The Circle Walked Casually

Ein genial einfacher Kniff bringt Zeichenkunst zum Schweben: 140 Arbeiten auf Papier sind in der Deutsche Bank KunstHalle an einer Deckenschiene aufgehängt. Das luftige Arrangement bietet überraschende Einblicke in die riesige Firmensammlung.

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Kiel

Old School – Kunst + Anachronismus

Früher war alles besser: Die Kunsthalle will die Frage klären, warum veraltete Verfahren und Motive derzeit in der Kunst so beliebt sind – und verheddert sich hoffnungslos in einem Wirrwarr aus widersprüchlichen Ansätzen und Werken.

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Noaz Deshe

White Shadow

(Kinostart: 6.11.) Helle Hautfarbe als Todesurteil: In Ostafrika werden Albinos manchmal aus Aberglauben massakriert. Diese abscheulichen Praktiken zeigt Regisseur Noaz Deshe aus Betroffenen-Perspektive – anschaulich, authentisch und qualvoll.

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Edward Snowden

Citizenfour

(Kinostart: 6.11.) Urknall des größten Polit-Skandals unserer Zeit: Als Edward Snowden die globale Abhör-Praxis enthüllte, war Regisseurin Laura Poitras dabei. Ihre aufregende Doku zeigt sein menschliches Antlitz, bevor er in Russland verschwand.

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Jean-Pierre + Luc Dardenne

Wir sind realistisch optimistisch

In “Zwei Tage, Eine Nacht” will eine Angestellte ihren Job retten, indem sie alle Kollegen zu überreden versucht, auf ihren Bonus zu verzichten. Warum diese Konstellation aus ihrer Sicht plausibel ist, erklären die Gebrüder Dardenne im Interview.

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Jean-Pierre + Luc Dardenne

Zwei Tage, Eine Nacht

(Kinostart: 30.10.) Wettrennen um den Arbeitsplatz: Entweder überzeugt eine Angestellte in 48 Stunden alle Kollegen, auf Geld zu verzichten – oder sie verliert ihren Job. Dichte Studie über Entsolidarisierung von Belgiens Altmeistern des Sozialdramas.

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Wim Wenders

Das Salz der Erde

(Kinostart: 30.10.) Panorama der Welt in Schwarzweiß: Sebastião Salgado fotografierte die unwirtlichsten Winkel der Erde. Er sah unsagbares Leid und strahlende Schönheit. Davon erzählt er Regisseur Wenders in der Dunkelkammer – ein fabelhaftes Porträt.

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Top-Ausstellungen 2014

Antike: Ein Traum von Rom

Trier als Hauptstadt des Römer-Reiches - das Rheinische Landesmuseum zeigt fantastische Skulpturen und Mosaike.

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Kunst bis 1900: Esprit Montmartre

Von Absinth bis Picasso: In der Frankfurter Schirn wird das Leben der "Bohème um 1900" anschaulich wie nie.

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1900 bis 1945: Dem Licht entgegen

Blüte und Ende des Jugendstils 1914: Die Mathildenhöhe in Darmstadt breitet aus, was damals verloren ging.

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Kunst im Film

Die Böhms - Architektur einer Familie

Gottfried Böhm ist der einzige deutsche Pritzker-Preisträger; seine Söhne eifern ihm nach. Porträt von Staerkle-­Drux.

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National Gallery

Frederick Wiseman, US-Altmeister des Direct Cinema, sieht sich drei Stunden lang im britischen Kunst-Tempel um - ein Augenschmaus für Museums-Fans.

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Strange Colour of Your Body's Tears

Jugendstil als Horror-Show: Die Brüssel-Paläste von Victor Horta dienen als Kulissen für einen extravaganten Psycho-Thriller.

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München

Traum-Bilder: Surrealismus-Sammlung

Surrealismus-Schatzkammer: Der Sammler Theo Wormland hat der Pinakothek der Moderne seine Kollektion vermacht. Nun wird sie komplett ausgestellt: Surrealistische Einflüsse auf ansonsten gegensätzliche Strömungen reichen bis in die Gegenwart.

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Frankfurt am Main

Géricault: Bilder auf Leben und Tod

Erste Werkschau in Deutschland nach 190 Jahren: Mit seinem “Floß der Medusa” wurde Théodore Géricault berühmt. Doch er war weniger pathetischer Romantiker als schonungsloser Porträtist des Kreatürlichen, wie die Schirn überzeugend vorführt.

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Bonn

Florenz! + Villa Romana

Genie-Überdosis: Nur in der Toskana-Metropole kann man Botticelli, Leonardo, Michelangelo, Galilei und viele mehr an einem Ort sehen. Die Bundeskunsthalle serviert die Stadtgeschichte in Appetithappen; für vollen Genuss sind aber Vorkenntnisse nötig.

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Kochel am See

1913: Bilder vor der Apokalypse

Die Ausstellung zum Bestseller: Star-Autor Florian Illies schildert in “1913: Der Sommer des Jahrhunderts” die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg, das Franz-Marc-Museum bebildert sie. Mit nüchternem Befund: Unheil dräut immer – Kunst kann nicht hellsehen.

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Bonn

Die Krim: Griechen/ Skythen/ Goten

Ethnische Endmoräne der Ukraine: Seit der Antike ist die Halbinsel im Schwarzen Meer eine Drehscheibe zwischen Europa und Asien. Das Landesmuseum zeigt erstmals in Deutschland prachtvolle Funde von Völkern, die man kaum dem Namen nach kennt.

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Jemaine Clement + Taika Waititi

5 Zimmer Küche Sarg

(Kinostart: 30.10.) Neuseeland als Schattenreich: Die weltweit erste Doku über Vampire kommt aus dem Südpazifik. Dass auch eine Blutsauger-Hausgemeinschaft die üblichen WG-Probleme hat, walzen die Komiker Clement und Waititi mit derben Späßen aus.

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Stefan Haupt

Der Kreis

(Kinostart: 23.10.) Als Zürich das Schwulen-Mekka Europas war: Wie dort Nacht- und Liebesleben in den 1950/60ern zwischen Klappen und Razzien verlief, erzählt Regisseur Stefan Haupt am Beispiel eines außergewöhnlichen Paars – eine gelungene Hommage.

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Brendan Gleeson

Am Sonntag bist Du tot – Calvary

(Kinostart: 23.10.) Irland als Käfig voller Narren: “The Guard”-Regisseur John Michael McDonagh scheucht einen Pater durch seine Freak-Gemeinde. Bei wirren Episoden und schalen Gags fügt sich Brendan Gleeson als Priester in sein trauriges Schicksal.

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Fatih Akin

Supertanker durch Bosporus lenken

Mit “The Cut” greift Fatih Akin ein türkisches Tabu-Thema auf: den Völkermord an den Armeniern. Die märchenhaft poetische Form eines Helden-Epos soll bewirken, dass auch Faschos länger als 15 Minuten zusehen, erklärt der Regisseur im Interview.

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Fatih Akin

The Cut

(Kinostart: 16.10.) Ein großer Film über den Völkermord an Armeniern, der gar keiner sein will. Regisseur Akin macht aus einem stummen Helden auf Anti-Odyssee ein visionäres Melodram, das Türken bewegen dürfte – und so Versöhnung befördern könnte.

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