Berlin

Bios: Lebens-Konzepte in Skulpturen

Die Natur folgt nicht mehr allein eigenen Gesetzen: Gen-Technik greift tief in ihre Baupläne ein. Was Gegenwarts-Künstler variantenreich imitieren und reflektieren, wie eine gelungene Ausstellung im Georg Kolbe Museum zeigt.

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Berlin + Hamburg

R.B. Kitaj - Obsessionen

Auf der Suche nach einer jüdischen Kunst: Der US-Maler R.B. Kitaj widmete sich intensiv dem Problem von Identität in der Diaspora. Das Jüdische Museum Berlin zeigt die erste Werkschau seit seinem Freitod – eine echte Wiederentdeckung.

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Baden-Baden

Fernand Léger + Henri Laurens

Vom Kubismus zu Technizismus und Biomorphismus: Nach parallelen Anfängen gingen der Maler Léger und der Bildhauer Laurens verschiedene Wege. Bei ähnlicher Formensprache, zeigt eine Gegenüberstellung im Museum Frieder Burda.

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Potsdam

Friederisiko

Wunderkammer im Emporkömmling-Schloss: Eine Gedenk-Ausstellung im Neuen Palais zum 300. Geburtstag Friedrichs des Großen zeigt ihn als König voller Widersprüche. Das beeindruckendste Exponat ist der frisch restaurierte Prunk-Bau selbst.

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Leipzig

Jugendstil bis Gegenwart - Design

Die unübersehbare Fülle der Dinge: Das Grassimuseum hat den letzten Teil seiner Dauerausstellung von Kunsthandwerk eröffnet. Damit ist der Gebäude-Komplex erstmals seit 73 Jahren wieder vollständig zugänglich.

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Florian Flicker

Grenzgänger

(Kinostart: 12.9.) Dreiecksbeziehung an der Donau: Eine Frau steht zwischen ihrem Mann, der Menschen schmuggelt, und dem Soldaten, der ihn ausspioniert. Regisseur Flicker aktualisiert den Österreich-Klassiker sehr ruhig und bedeutungsschwer.

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Haifaa Al Mansour

Das Mädchen Wadjda

(Kinostart 5.9.) Radfahren als revolutionäre Tat: Im ersten Spielfilm aus Saudi-Arabien begehrt ein Kind gegen die Unterdrückung von Frauen auf. Regisseurin Al Mansour zeigt stringent allgegenwärtige Spannungen zwischen Tradition und Moderne.

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Clive Owen

Shadow Dancer

(Kinostart: 5.9.) Back in Belfast 1993: Eine IRA-Terroristin muss wählen, ob sie im Knast verschwindet oder ihre Leute verrät. Regisseur James Marsh inszeniert das Polit-Psychodrama als atmosphärisch dichtes Kammerspiel in einer farblosen Welt.

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Klaus Maria Brandauer

Der Fall Wilhelm Reich

(Kinostart: 5.9.) Ein Hohelied auf den Orgon-Akkumulator: Regisseur Svoboda sieht Freud-Schüler Reich als Opfer dunkler Mächte − und ignoriert, wie umstritten dessen Theorien sind. Das kann ein brillanter Brandauer in der Titelrolle nicht retten.

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Jennifer Aniston

Wir sind die Millers

(Kinostart: 29.8.) Familien-Bande wörtlich genommen: Ein Dealer tarnt seinen Marihuana-Schmuggel mit Pseudo-Verwandten. Regisseur Thurber schlachtet genüsslich US-amerikanische Family Values und macht Jennifer Aniston zur Mutter wider Willen.

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Top-Ausstellungen 2013

Kunst ab 1945: Leben mit Pop

Freche Anfänge von Gerhard Richter, Sigmar Polke + Konrad Lueg in der Kunsthalle Düsseldorf - brillant ohne Originale.

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Gegenwart: Nuri Bilge Ceylan

Fesselnde Panorama-Fotografie des türkischen Autorenfilmers im Kunsthaus Nürnberg, inspiriert von C.D. Friedrich.

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Ethnologica: Minkisi-Figuren

Einzigartige Nagel-Fetische aus dem Kongo: Das Grassi-Museum in Leipzig zeigt erstmals seine bedeutende Sammlung.

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Europäischer Filmpreis 2013

Beste Kostüme

Von Paco Delgado für die Ausstattung von "Blancanieves" von Pablo Berger: Schneewittchen als Stummfilm, verlegt ins Spanien der 1920er Jahre.

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Beste Filmmusik

Von Ennio Morricone für die Untermalung von "The Best Offer – Das höchste Gebot": Kunst-Krimi über einen einsamen Auktionator von Giuseppe Tornatore.

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Bestes Klang-Design

Von Matz Müller + Erik Mischijew für "Paradies: Glaube" von Ulrich Seidl aus Österreich: Porträt einer fanatischen Christin.

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Stuttgart

Maori - Bewohner Neuseelands

Geschichte und Kultur der Ureinwohner Neuseelands sind hierzulande kaum bekannt – obwohl sie europäischen Einwanderern stets Paroli boten. Ihre Eigenarten stellt das Linden-Museum ausführlich und anschaulich vor.

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München

True Stories: US-Fotografie

Als die Fotografie den Alltag entdeckte: Die Pinakothek der Moderne zeigt Aufnahmen aus den USA seit den 1960er Jahren – von Expeditionen in das Gewöhnliche bis zu Dokumentationen ständiger Veränderung durch Menschenhand.

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Oranienbaum-Wörlitz

Dutch Design - Huis van Oranje

Schloss Oranienbaum huldigt den Niederlanden: Einst ließ Henriette von Oranien die Anlage errichten, nun wird dort aktuelles Design gezeigt. Was wenig zusammenpasst – ein eher misslungener culture clash.

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Berlin + München

Karl Friedrich Schinkel

Der große Inszenator: Schinkel war nicht nur Preußens Meister-Architekt. Als Theater-Maler, Innenausstatter und Designer gestaltete er die gesamte Lebenswelt. Die Schau im Kulturforum zeigt ihn als “enthusiastischen Weltverschönerer”.

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Baden-Baden

Wangechi Mutu

Farbenprächtig schillernde Fragmente von Reklame und Pornos: Fundstücke aus Zeitschriften verarbeitet die kenianische Künstlerin zu vielschichtigen Collagen. Ihre verstörend verführerischen Werke sind in der Kunsthalle zu sehen.

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John Roberts

Hasta la Vista, Sister!

(Kinostart: 29.8.) Revolutions-Romantik taugt nur noch für Partner-Suche: Regisseur John Roberts schickt zwei Schwestern samt Kumpel zur Seebestattung nach Kuba. Seine romantische Karibik-Komödie gerät arg zuckrig und klischeelastig.

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Michael Winterbottom

The Look of Love

(Kinostart: 29.8.) Dekadenz als schöne Kunst betrachtet: Mit stilvollen Erotik-Shows wurde Paul Raymond zum reichsten Briten – Exzesse ruinierten sein Privatleben. Seinen schillernden Werdegang hat Regisseur Winterbottom grandios gelungen verfilmt.

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Linus de Paoli

Dr. Ketel – Schatten von Neukölln

(Kinostart: 22.8.) Geburt des Medizin-Thrillers aus dem Geist bankrotter Sozial-Systeme: Untergrund-Doktor Ketel behandelt gratis und klaut dafür Arznei. In seinem Regiedebüt kombiniert Linus de Paoli Genre-Elemente zu einer messerscharfen Dystopie.

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Gaël Métroz

Sâdhu

(Kinostart: 22.8.) Beten und Brot backen: Filmemacher Gaël Métroz porträtiert einen Eremiten, der seit acht Jahren allein in einer Höhle lebt. Dort spielt er glänzend Gitarre – doch wieso er sich von der Welt zurückgezogen hat, bleibt unklar.

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Charlotte Roche

Feuchtgebiete

(Kinostart: 22.8.) Griff unter die Gürtellinie: Charlotte Roche hat diverse Körperöffnungen und -flüssigkeiten literaturfähig gemacht. Regisseur David Wnendt bringt sie nun ins Kino – genauso respektlos, tempo- und geistreich wie der Bestseller.

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