Berlin + Wien

Wien - Berlin von Schiele bis Grosz

In beiden Hauptstädten blühen die Künste; doch ihre Verbindungen sind noch nie untersucht worden. Das holt diese Ausstellung über die Epoche 1890 bis 1933 glänzend nach: erst in der Berlinischen Galerie, anschließend im Wiener Belvedere.

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Berlin

Meret Oppenheim

Die bekannteste unbekannte Surrealistin: Meret Oppenheim galt lange nur als Muse der Pariser Szene; ihr eigenes, spielerisch experimentierfreudiges Werk wurde übersehen. Nun stellt es der Martin-Gropius-Bau in allen Facetten ausführlich vor.

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Paderborn

CREDO – Christianisierung Europas

Wie wurde Europa christlich? Diese extrem komplexe Geschichte über mehr als 1400 Jahre voller Konflikte stellt nun eine Riesen-Ausstellung mit 800 Objekten in drei Museen faszinierend anschaulich dar – samt seltenen Einblicken in heidnische Kulte.

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Wien

Albert Oehlen – Malerei

Er war Schalk vom Dienst der “Neuen Wilden” und ist heute einer ihrer letzten Überlebenden. Doch er und seine Fans frönen weiter der Lust am vollmundigen Schwadronieren in Wort und Bild, wie eine große Retrospektive im MUMOK zeigt.

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Hamburg + Wien

Böse Dinge

Schlechten Geschmack beschrieb 1912 ein Stil-Papst mit 40 Kategorien. Dass sie immer noch gelten, zeigt 100 Jahre später eine Schau im Museum für Kunst und Gewerbe. Doch sie verwässert ihre Murks- und Kitsch-Kritik mit banaler Political Correctness.

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Jürgen Vogel

Schoßgebete

(Kinostart: 18.9.) Seelen-Striptease mit Sex-Therapie: Regisseur Sönke Wortmann verfilmt den Bestseller von Charlotte Roche, in dem sie ihre traumatische Familiengeschichte ausbreitet − als Neurosen-Chronik des Schreckens, der jede Komik abwürgt.

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Göran Hugo Olsson

Concerning Violence

(Kinostart: 18.9.) Zeitreise zur Revolutionsromantik der 70er Jahre: “Black Power Mixtape”-Regisseur Olsson gräbt alte TV-Bilder über Guerillas in Afrika aus und lässt Manifeste vorlesen − eine Doku für Nostalgiker des antikolonialen Befreiungskampfs.

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David Cronenberg

Maps to the Stars

(Kinostart: 11.9.) Mit 13 Koks, mit 46 Selbstmord: Am Beispiel einer Superstar-Familie zeigt Regisseur Cronenberg Hollywood als goldenen Käfig voller Kaputtniks. Seine bitterböse Satire mit exzellentem Ensemble erstarrt allerdings in Künstlichkeit.

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Philip Seymour Hoffman

A Most Wanted Man

(Kinostart: 11.9.) Showdown in Hamburg: Ein Tschetschenien-Flüchtling gerät ins Fadenkreuz diverser Geheimdienste. Den Thriller von John Le Carré verfilmt Regisseur Anton Corbijn sachlich kühl; Philip Seymour Hoffman brilliert in seiner letzten Rolle.

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Michael Obert

Song from the Forest

(Kinostart: 11.9.) Traurige Tropen: Ein New Yorker lebt seit 30 Jahren im Dschungel mit Pygmäen und nimmt ihre einzigartigen Gesänge auf. Diese faszinierende Kultur interessiert Regisseur Obert kaum; er porträtiert den Aussteiger als Gescheiterten.

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Flop-Ausstellungen 2014

Antike: Die Wikinger

Diese Kaperfahrer beeindrucken keinen: kleinteilige und fantasielose Materialschlacht von Fundstücken im Martin-Gropius-Bau.

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Kunst bis 1900: Feuerbach + Lagerfeld

Muse trifft Softporno - die Kunsthalle in Hamburg mixt Porträts und Erotik-Fotos: absurde Kombination.

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1900 bis 1945: Avantgarde!

Ohne Worte: Ein Saal ist mit Bildern gepflastert, der zweite mit Vitrinen. Erklärungen fehlen im Berliner Kulturforum.

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Kunst im Film

Mr. Turner - Meister des Lichts

Ein Maler-Genie als Grobian: Mike Leigh erweitert sein Porträt des größten englischen Malers zum grandiosen Epochen-Panorama.

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Das Salz der Erde

Sebastião Salgado fotografierte unsagbares Leid und strahlende Schönheit in den entlegensten Winkeln der Erde - nun erzählt er Wim Wenders sein Leben.

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Das große Museum

Das Kunsthistorische Museum in Wien ist eine Welt für sich. Johannes Holzhausen blickt lakonisch und stilvoll hinter die Kulissen.

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Wien

Gottfried Helnwein

Erlesene Elends-Pornographie: Perfekt hyperrealistisch malt und fotografiert Helnwein Kinder als Gewaltopfer und Nazis mit Comicfiguren − womit er Millionen erreicht. Die Albertina richtet ihm nun die bislang größte Werkschau in Europa aus.

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Potsdam

„Die Schönste der Welt“

Schlafende Schönheit: Die prachtvolle Bildergalerie in Sanssouci besuchen nur wenige. Zum 250. Geburtstag vergleicht eine Ausstellung die Sammlung Friedrichs des Großen mit der heutigen Bilder-Kollektion − beide haben kaum etwas gemeinsam.

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Wien

Dekadenz – Symbolismus

Triptychon mit nackten Engeln: Der Symbolismus trat in Österreich noch üppiger, fantastischer und hemmungsloser auf als anderswo – oft mit Bezug auf christliche Traditionen. Das zeigt eine faszinierend vielfältige Überblicks-Schau im Belvedere.

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Berlin

BubeDameKönigAss

Totgesagte leben länger: Unter dem Motto “Painting forever!” stellt die Neue Nationalgalerie großformatige Gemälde von vier zeitgenössischen Malern aus – und bietet deren Galerien eine Bühne, um durch Musealisierung ihren Marktwert hochzutreiben.

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Wien

Eastern Promises

Asiens Mega-Städte gelten als Inbegriff von urbanem Chaos. Doch in Fernost entsteht auch wegweisende Architektur. Das MAK stellt 70 aktuelle Beispiele der letzten 10 Jahre vor: besser gelungen im Katalog als in der konfus gestalteten Ausstellung.

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Hisham Zaman

Der Junge Siyar

(Kinostart: 11.9.) Im Auftrag des Agha: Ein junger irakischer Kurde soll im Westen seine Schwester töten, die aus ihrem Dorf floh. Beklemmende Ehrenmord-Logik verknüpft Regisseur Zaman eindrucksvoll mit der Odyssee illegaler Einwanderer in Europa.

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Uberto Pasolini

Mr. May + das Flüstern der Ewigkeit

(Kinostart: 4.9.) Beamter für die letzten Dinge: Mr. May arrangiert Begräbnisse für einsam Verstorbene. In seinem Alltag herrscht Friedhofsruhe, bis sein wüster Nachbar stirbt. Regisseur Pasolini porträtiert eine Büromaus, die zu neuem Leben erwacht.

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Athanasios Karanikolas

Sto spiti – At Home

(Kinostart: 4.9.) Die Perle fällt aus der Fassung: Nach 20 Jahren treuer Dienste feuern griechische Herrschaften ihre kranke Hausangestellte. Regisseur Karanikolas zeigt soziale Kälte in erlesenen Bildern, begnügt sich aber mit nobler Resignation.

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Volker Schlöndorff

Paris könnte komplett weg sein

Mit “Diplomatie” zeichnet Volker Schlöndorff nach, wie Paris vor der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg gerettet wurde: Ein einzelner Konsul überredete den deutschen Kommandanten zur Kapitulation – vorbildlich bis heute, so der Regisseur im Interview.

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Volker Schlöndorff

Diplomatie

(Kinostart: 28.8.) Ein Nazi-General rettete Paris vor der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg. Diese wenig bekannte Episode verwandelt Regisseur Volker Schlöndorff in ein virtuoses Kammerspiel mit zwei Akteuren – als Heldenstück der Überredungskunst.

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