Berlin

Berlin Art Week 2014

Gier frisst Freiheit: Die Berlin Art Week mutiert zum Monster-Spektakel, bei dem alle auf ihre Kosten kommen – nur nicht die Kunst. Die abc-Messe floriert auch ohne Ideen, die frühere Preview-Messe konzentriert sich als Positions aufs Wesentliche.

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Berlin

Walker Evans – Ein Lebenswerk

Beobachter der Tristesse: Als Bildjournalist dokumentierte Walker Evans Alltag und Armut – obwohl er für ein US-Wirtschaftsmagazin arbeitete. Einen der einflussreichsten Fotografen des 20. Jahrhunderts stellt der Martin-Gropius-Bau nüchtern vor.

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Aachen

Karl der Große: Macht Kunst Schätze

Vor 1200 Jahren starb Karl der Große. Wie er Aachens Zentrum formte, ist bis heute sichtbar; dort widmet ihm die Stadt eine Mammut-Ausstellung. In drei Teilen macht sie deutlich: Des Kaisers Vermächtnis war eine Bildungsreform, die Europa bis heute prägt.

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Berlin

Wir gehen Baden!

Raus aus dem Freibad, rein ins Museum: Zur Sommerzeit breitet das Kupferstichkabinett 100 Werke aus fünf Jahrhunderten von Dürer bis David Hockney aus. Kleine Kunstgeschichte von Wasserratten, Badespaß und Strandleben – als feuchtfröhliches Vergnügen.

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Köln

Reise der Kamera nach Asien

Export von Fotografie im Geist der Souvenir-Industrie: Die ersten Lichtbilder in Asien wurden für die ersten Touristen gemacht. Gestellt, geschönt, und dennoch faszinierend fremdartig – das zeigt sehr anschaulich das Museum für Ostasiatische Kunst.

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Doug Aitken

Station to Station

(Kinostart: 16.7.) Visuelles Eisenbahnunglück: Multimedia-Künstler Doug Aitken rast mit einer Schar von Kollegen im Zug durch Amerika. Seine Reisebericht-Doku gesteht jedem 60 Sekunden zu – in diesem Bildergewitter bleibt jeder Sinn auf der Strecke.

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Álvaro Brechner

Señor Kaplan

(Kinostart: 16.7.) Nazi-Jagd als Rentner-Hobby: Mit einem spektakulären Fang will ein Jude in Uruguay sein Leben krönen. Warmherzige Best-Ager-Komödie von Regisseur Álvaro Brechner, die trotz netter Gags an ihrer arg vorhersehbaren Handlung krankt.

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Viggo Mortensen

Den Menschen so fern

(Kinostart: 9.7.) Gefangenen-Dilemma in Algerien: Ein Franzose soll einen Araber an die Justiz ausliefern, um ihn vor Blutrache zu retten. Die Erzählung von Albert Camus verfilmt Regisseur David Oelhoffen als Western im Orient-Gewand – ein fesselnder Mix.

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Benicio del Toro

Escobar – Paradise Lost

(Kinostart: 9.7.) Koksen ist 1980er: Damals war der schwerreiche Drogenboss Pablo Escobar heimlicher Herrscher Kolumbiens. Benicio Del Toro verleiht ihm dämonisches Charisma; Regie-Debütant Andrea Di Stefano porträtiert ihn differenziert und nuanciert.

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Mads Mikkelsen

Men & Chicken

(Kinostart: 2.7.) Wenn Brüder mit ausgestopften Schwänen zuschlagen: Seine groteske Familienkomödie siedelt Regisseur Anders Thomas Jensen unter Hinterwäldlern mit Hasenscharten an. Bizarre Einfälle jagen einander – als Plädoyer für konsequentes Anderssein.

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Top-Ausstellungen 2014

Kunst ab 1945: Karl Otto Götz

Er war der schwungvollste Maler der Abstraktion in der Nachkriegszeit - prächtige Werkschau zum 100. Geburtstag in drei Städten.

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Gegenwart: Die 8 der Wege: Kunst in Beijing

Rätselhaftes China: Diese Schau schlägt Schneisen ins Dickicht der Gegenwartskunst - fast ohne Ai Weiwei.

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Ethnologica: Inka – Anden-Könige

Totalitär wie Stalin, kontrollwütig wie die NSA: Diese bizarre Kultur stellt das Lindenmuseum in Stuttgart erstmals umfassend vor.

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Kunst im Film

Mr. Turner - Meister des Lichts

Ein Maler-Genie als Grobian: Mike Leigh erweitert sein Porträt des größten englischen Malers zum grandiosen Epochen-Panorama.

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Das Salz der Erde

Sebastião Salgado fotografierte unsagbares Leid und strahlende Schönheit in den entlegensten Winkeln der Erde - nun erzählt er Wim Wenders sein Leben.

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Das große Museum

Das Kunsthistorische Museum in Wien ist eine Welt für sich. Johannes Holzhausen blickt lakonisch und stilvoll hinter die Kulissen.

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Darmstadt

Dem Licht entgegen: Jugendstil 1914

Todeskuss für den Traum vom Gesamtkunstwerk: Die Künstlerkolonie-Ausstellung 1914 fiel dem Ersten Weltkrieg zum Opfer. Mit ihr starb der Jugendstil als Versuch, das Leben künstlerisch zu gestalten; das zeigt die Gedenkschau der Mathildenhöhe.

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München

Stan Douglas: Mise en scène

Turbulenzen am Haus der Kunst: Der Haupt-Sponsor springt ab, die Haus-Freunde streiten sich. Das passt zu Foto- und Film-Installationen von Stan Douglas – der Kanadier inszeniert Unruhen und Umbrüche der Nachkriegszeit historisch detailgetreu nach.

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Köln

zeigen verhüllen verbergen- Schrein

Deutschlands reichstes Bistum leistet sich ein preisgekröntes Museum: Das Kolumba von Avantgarde-Architekt Zumthor fasst Kunstwerke wie ein Schrein ein. Die gleichnamige Ausstellung zeigt neben Kostbarkeiten auch Design-Trödel – bis zur Beliebigkeit.

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Frankfurt am Main

Unendlicher Spaß

Auf den Spuren von David Foster Wallace: Sein gleichnamiger Epochen-Roman von 1996 stand Pate für diese Ausstellung der Schirn. 18 Künstler wollen zeigen, wie grenzenlose Möglichkeiten zu Überforderung und Erschöpfung führen – und lösen genau das aus.

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Berlin

Otto Piene – More Sky

Himmelsstürmer: Mit Freiluft-Events aus Licht, Musik und Bewegung revolutionierte der ZERO-Mitbegründer ab den 1960er Jahren die Kunst. Das geriet aus dem Blick, als er in die USA ging; nun würdigen ihn zwei Museen mit einer Doppel-Ausstellung.

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Kiki Allgeier

Seht mich verschwinden

(Kinostart: 2.7.) Als Magersüchtige in der Modebranche erfolgreich: Isabelle Caro rebellierte mit Anorexie gegen ihre Mutter und wurde zum gefragten Model – bis sie 2010 starb. Regisseurin Allgeier widmet ihr ein sensibles, anrührendes Doku-Porträt.

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Colin Firth

Die Liebe seines Lebens

(Kinostart 25.6.) Realer als „Die Brücke am Kwai“: Ein britischer Ex-Kriegsgefangener sucht Jahre später nach seinem japanischen Peiniger. Die wahre Geschichte verfilmt Regisseur Jonathan Teplitzky mit authentischem Zeitkolorit und großem Staraufgebot.

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Jan-Willem van Ewijk

Atlantic.

(Kinostart: 25.6.) Der junge Wellenreiter und das Meer: Einen marokkanischen Surfer begleitet Regisseur van Ewijk über den Ozean nach Europa. Den Blick auf gegenwärtige Massenflucht verweigert der Film; seine Innenschau erscheint als Luxusproblem.

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Stephen Daldry

Trash

(Kinostart: 18.6.) Geldsegen aus dem Müllsack: Ihr Brieftaschen-Fund in Rio hetzt drei Straßenkids die halbe Stadt auf den Hals. Rasanter Thriller von Regisseur Stephen Daldry, der authentisch Elendsviertel-Leben und Polit-Korruption in Brasilien zeigt.

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Dominik Graf

Was heißt hier Ende? Michael Althen

(Kinostart: 18.6.) Er lernte seine Frau im Kino kennen, sein Nachruf beschleunigte Antonionis Tod: Der renommierte Filmkritiker Michael Althen lebte ganz für die Leinwand. Ihm widmet Regisseur Dominik Graf ein liebevolles, etwas längliches Porträt.

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