Berlin

Kader Attia: Reparatur - 5 Akte

Dass im Ersten Weltkrieg auch Schwarze starben, ist heute fast vergessen. Kader Attia spürt solche Verbindungen zwischen Europa und Afrika auf und setzt sie in beeindruckende Installationen um, wie seine erste deutsche Einzelschau in den KW zeigt.

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München

Blickwechsel: Pioniere der Moderne

Zusammenführen, was zusammengehört: Da die Pinakothek der Moderne saniert wird, nimmt die Neue Pinakothek 70 Hauptwerke auf. Und hängt sie mitten in ihre ständige Ausstellung: So werden ungeahnte Verbindungen und Traditionen deutlich.

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Berlin

Imran Qureshi – Artist of the Year

Blattgold und Blutstropfen: Der Pakistani Imran Qureshi kombiniert traditionelle Miniatur-Malerei mit verstörenden Akzenten. Die Deutsche Bank KunstHalle widmet nun ihrem “Artist of the Year 2013″ eine verführerische Ausstellung.

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Venedig

55. Biennale

Bühne frei für die Sammelwütigen: Im “Enzyklopädischen Palast” frönen Künstler ihrer Leidenschaft für seltsame Systeme, Chroniken ohne Ende und Aufzeichnungen aller Art. Die Outsider bringen frischen Wind in den routinierten Biennale-Betrieb.

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Berlin

Kosmos Farbe. Itten - Klee

Alles so schön bunt hier: Die Schweizer Johannes Itten und Paul Klee beschäftigten sich am Bauhaus systematisch mit Farb-Theorien. Werke der beiden großen Einzelgänger stellt nun der Martin-Gropius-Bau gelungen einander gegenüber.

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Jannicke Systad Jacobsen

Turn Me On!

(Kinostart: 8.5.) Sex-Frust im Fjord-Dorf: Alma liebt Artur, der sie kaum beachtet. Als sie sich verplappert, ist sie plötzlich isoliert. Herrlich frische und originelle Komödie über Frühlings Erwachen in der Provinz, die in Norwegen zum Hit wurde.

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Andreas Johnsen

Ai Weiwei – The Fake Case

(Kinostart: 8.5.) Fan-Porträt für Fortgeschrittene: Regisseur Andreas Johnsen hat den chinesischen Künstler im Hausarrest nach der Haft 2011 begleitet. Die Doku bebildert Ais negativen Personenkult: Je stärker die Repression, desto größer sein Einfluss.

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Cédric Klapisch

Beziehungsweise New York

(Kinostart: 1.5.) Patchwork-Familie auf Franko-Amerikanisch: Romain Duris, der als Student in “Barcelona für ein Jahr” hauste, zieht nun wegen der Kinder in die USA. Regisseur Klapisch scheucht seinen Antihelden grandios komisch durch den Big Apple.

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Ryan Coogler

Nächster Halt: Fruitvale Station

(Kinostart: 1.5.) Endstation Vorort-Bahnsteig: In der Silvesternacht 2008 erschoss ein Polizist grundlos einen jungen Schwarzen in der U-Bahn von San Francisco. Regisseur Ryan Coogler rekonstruiert authentisch den letzten Tag im Leben des Opfers.

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Maria Schrader

Vergiss mein Ich

(Kinostart: 1.5.) Regression zum Riesenbaby: Im Film von Jan Schomburg spielt Maria Schrader eine Akademikerin, die an Amnesie leidet. Doch das Drehbuch lässt sie ins Halbdebile abrutschen: für eine Nummernrevue mit peinlicher Situationskomik.

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Flop-Ausstellungen 2014

Antike: Die Wikinger

Diese Kaperfahrer beeindrucken keinen: kleinteilige und fantasielose Materialschlacht von Fundstücken im Martin-Gropius-Bau.

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Kunst bis 1900: Feuerbach + Lagerfeld

Muse trifft Softporno - die Kunsthalle in Hamburg mixt Porträts und Erotik-Fotos: absurde Kombination.

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1900 bis 1945: Avantgarde!

Ohne Worte: Ein Saal ist mit Bildern gepflastert, der zweite mit Vitrinen. Erklärungen fehlen im Berliner Kulturforum.

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Kunst im Film

Ai Weiwei - The Fake Case

Fan-Porträt für Fortgeschrittene: Regisseur Andreas Johnsen bebildert Ai's negativen Personen-Kult: Repression hilft.

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Museum Hours

Jem Cohen treibt seine Protagonisten durch Wien wie Touristen - und sammelt planlos Schnappschüsse ein. Fesselnd wie Dias vom letzten Urlaub.

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Die Moskauer Prozesse

Milo Rau stellt verurteilte Künstler erneut vor Gericht - die Verfahren enthüllen das vormoderne Weltbild in Russland.

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München

Frederick J. Kiesler

Theater als Achterbahn und Wohnen in Eier-Blasen: Das Multitalent Frederick J. Kiesler war nie um revolutionäre Ideen verlegen. Die Villa Stuck zeigt seine Arbeiten für das Theater als fabelhafte Inszenierung der Überwältigung.

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Berlin

Humboldt Lab Dahlem

Die Museen Dahlem, eine der weltgrößten und bedeutendsten Völkerkunde-Sammlungen, wollen sich neu erfinden. Der erste Probelauf gerät zur Schnitzeljagd mit Stolpersteinen: Manches überzeugt, anderes verliert sich in Hightech-Schnickschnack.

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Murnau

Alpenglühen

Von der Sommeridylle bis zur Mondlandschaft: Seitdem das Hochgebirge zugänglich ist, spiegeln Bilder die Wünsche und Ängste seiner Betrachter. Das führt das Schlossmuseum als kleine Kulturgeschichte mit rund 80 Werken vor.

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Bielefeld

Der deutsche Symbolismus

Fantasy mit Goldrand: Der Symbolismus war genauso zeitgemäß modern wie andere Stile – nur richtete er den Blick nicht nach außen, sondern nach innen. Womit er zum Vorläufer von Surrealismus und SM-Pornographie wurde, wie die Kunsthalle zeigt.

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Kassel

Jordaens und die Antike

Die erste deutsche Jordaens-Retrospektive: Neben Genre-Szenen schuf der Barock-Maler auch originelle Variationen antiker Themen. Seine virtuose Überwältigungs-Malerei ist nun im Fridericianum zu sehen – mit drei zeitgenössischen Nachfolgern.

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Ralph Fiennes

The Invisible Woman

(Kinostart: 24.4.) Der diskrete Charme der Doppelmoral: Charles Dickens, Star-Sozialkritiker der englischen Literatur, hatte lange eine heimliche Geliebte. Das enthüllt Ralph Fiennes als Regisseur mit Paraderolle in einem präzisen Sittengemälde.

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Thierry Ragobert

Amazonia (3D) – Abenteuer Regenwald

(Kinostart: 24.4.) Auf den Kapuzineraffen gekommen: Regisseur Thierry Ragobert schickt einen Primaten auf Bildungsreise in den Dschungel. Seine dezent dramatisierte Odyssee wird zum spektakulären Seherlebnis im faszinierend exotischen Tropen-Kosmos.

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Louise Archambault

Gabrielle – (K)eine normale Liebe

(Kinostart: 24.4.) Girl meets Boy bei der Chorprobe: Zwei junge Behinderte mit Willams-Beuren-Syndrom wünschen sich ein normales Liebesleben. Das zeigt die kanadische Regisseurin Archambault mit wahrhaftiger Leichtigkeit und kleinen Kitsch-Momenten.

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Jalil Lespert

Mutter hielt YSL für den Größten

Keine Diva, sondern ein Kreativer, der mit Sucht und Depression rang: Über Yves Saint Laurent hat Jalil Lespert einen “antimodischen” Film gedreht. Ein Interview über die Kooperation mit YSL-Partner Pierre Bergé und masochistische Kritiken-Lektüre.

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Jalil Lespert

Yves Saint Laurent

(Kinostart: 17.4.) YSL: Drei Buchstaben eroberten in den 1960ern die Modewelt. Der geniale Couturier war schwul, manisch-depressiv und drogensüchtig. Wie er dennoch den Look einer Epoche prägte, erzählt Regisseur Lespert einfühlsam und etwas brav.

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