Bonn

1914 – Die Avantgarden im Kampf

Der Krieg als Vater aller Künste: Neue Stilrichtungen gab es schon vorher, doch das vierjährige Völkermorden radikalisierte sie. Nach dem Gemetzel war nichts mehr wie zuvor; das zeigt die Bundeskunsthalle im feldgrauen Kommandostand-Ambiente.

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Darmstadt

Georg Büchner

Mit vier schmalen Werken zu Weltruhm: Kein Klassiker der deutschen Literatur starb jünger als Büchner – und keiner bleibt aktueller. Das zeigt zum 200. Geburtstag eine raffinierte Ausstellung der Mathildenhöhe; so überraschend wie das Leben selbst.

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Frankfurt am Main

Dürer. Kunst – Künstler – Kontext

Der ganze Dürer soll es sein: Das Städel Museum breitet das Werk des bedeutendsten deutschen Renaissance-Künstlers in allen Aspekten so kompetent wie anschaulich aus – samt seinem Beitrag zur Copyright-Debatte. Er malte selbst das, was man nicht malen kann.

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Berlin

The Circle Walked Casually

Ein genial einfacher Kniff bringt Zeichenkunst zum Schweben: 140 Arbeiten auf Papier sind in der Deutsche Bank KunstHalle an einer Deckenschiene aufgehängt. Das luftige Arrangement bietet überraschende Einblicke in die riesige Firmensammlung.

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Kiel

Old School – Kunst + Anachronismus

Früher war alles besser: Die Kunsthalle will die Frage klären, warum veraltete Verfahren und Motive derzeit in der Kunst so beliebt sind – und verheddert sich hoffnungslos in einem Wirrwarr aus widersprüchlichen Ansätzen und Werken.

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Nadav Schirman

The Green Prince

(Kinostart: 27.11.) Der Sohn eines Hamas-Chefs als israelischer Agent: Mossab Hassan Yousef war der wohl wichtigste Informant des Geheimdienstes. Er und sein Führungsoffizier erzählen Regisseur Schirman ihre Geschichte – eine unfassbar spannende Doku.

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Thomas Imbach

Mary – Königin von Schottland

(Kinostart: 20.11.) Ihre Cousine Elisabeth I. ist weltberühmt, Maria Stuart nur die ewige Verliererin. Regisseur Thomas Imbach porträtiert sie als überraschend moderne Kämpferin, die scheitern musste – ein Historienfilm auf der Höhe unserer Zeit.

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Devid Striesow

Traumland

(Kinostart: 20.11.) Straßenstrich-Elend in der Schweiz: Eine junge Prostituierte aus Bulgarien wird von allen nur benutzt, verraten und misshandelt. Ihre Doppelmoral-Diagnose gerät Regisseurin Petra Volpe zu hölzernem Problemkino der 1970/80er Jahre.

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Ruben Östlund

Höhere Gewalt

(Kinostart: 20.11.) Papa ist ein Waschlappen: Als eine Schneelawine niedergeht, lässt er Frau und Kinder im Stich. So droht der Ski-Urlaub, sie zu entzweien; das kühle Familien-Drama inszeniert Regisseur Ruben Östlund mit einer Prise schwarzer Humor.

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Jake Gyllenhaal

Nightcrawler

(Kinostart: 13.11.) Bad News are Good News: Ein Internet-Nerd jagt nachts durch L.A., filmt Unfälle und Tatorte – und hilft notfalls nach. Präzise Satire von Dan Gilroy, so zynisch wie der Medienbetrieb selbst, mit einem brillanten Jake Gyllenhaal.

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Top-Ausstellungen 2014

Kunst ab 1945: Karl Otto Götz

Er war der schwungvollste Maler der Abstraktion in der Nachkriegszeit - prächtige Werkschau zum 100. Geburtstag in drei Städten.

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Gegenwart: Die 8 der Wege: Kunst in Beijing

Rätselhaftes China: Diese Schau schlägt Schneisen ins Dickicht der Gegenwartskunst - fast ohne Ai Weiwei.

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Ethnologica: Inka – Anden-Könige

Totalitär wie Stalin, kontrollwütig wie die NSA: Diese bizarre Kultur stellt das Lindenmuseum in Stuttgart erstmals umfassend vor.

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Kunst im Film

Mr. Turner - Meister des Lichts

Ein Maler-Genie als Grobian: Mike Leigh erweitert sein Porträt des größten englischen Malers zum grandiosen Epochen-Panorama.

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Das Salz der Erde

Sebastião Salgado fotografierte unsagbares Leid und strahlende Schönheit in den entlegensten Winkeln der Erde - nun erzählt er Wim Wenders sein Leben.

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Das große Museum

Das Kunsthistorische Museum in Wien ist eine Welt für sich. Johannes Holzhausen blickt lakonisch und stilvoll hinter die Kulissen.

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München

Traum-Bilder: Surrealismus-Sammlung

Surrealismus-Schatzkammer: Der Sammler Theo Wormland hat der Pinakothek der Moderne seine Kollektion vermacht. Nun wird sie komplett ausgestellt: Surrealistische Einflüsse auf ansonsten gegensätzliche Strömungen reichen bis in die Gegenwart.

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Frankfurt am Main

Géricault: Bilder auf Leben und Tod

Erste Werkschau in Deutschland nach 190 Jahren: Mit seinem “Floß der Medusa” wurde Théodore Géricault berühmt. Doch er war weniger pathetischer Romantiker als schonungsloser Porträtist des Kreatürlichen, wie die Schirn überzeugend vorführt.

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Bonn

Florenz! + Villa Romana

Genie-Überdosis: Nur in der Toskana-Metropole kann man Botticelli, Leonardo, Michelangelo, Galilei und viele mehr an einem Ort sehen. Die Bundeskunsthalle serviert die Stadtgeschichte in Appetithappen; für vollen Genuss sind aber Vorkenntnisse nötig.

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Kochel am See

1913: Bilder vor der Apokalypse

Die Ausstellung zum Bestseller: Star-Autor Florian Illies schildert in “1913: Der Sommer des Jahrhunderts” die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg, das Franz-Marc-Museum bebildert sie. Mit nüchternem Befund: Unheil dräut immer – Kunst kann nicht hellsehen.

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Bonn

Die Krim: Griechen/ Skythen/ Goten

Ethnische Endmoräne der Ukraine: Seit der Antike ist die Halbinsel im Schwarzen Meer eine Drehscheibe zwischen Europa und Asien. Das Landesmuseum zeigt erstmals in Deutschland prachtvolle Funde von Völkern, die man kaum dem Namen nach kennt.

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Xavier Dolan

Mommy

(Kinostart: 13.11.) Sie küssen und sie schlagen sich: Der Frankokanadier Xavier Dolan inszeniert eine symbiotische Mutter-Sohn-Beziehung. Sie hat keinen Job, er ADHS – da fliegen die Fetzen. Eine intensive, etwas manierierte Fallstudie im Quadrat-Format.

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Hélène Cattet + Bruno Forzani

Strange Colour of Your Body's Tears

(Kinostart: 13.11.) Bilderinferno aus Brüssel: Das belgische Regie-Duo Cattet und Forzani nutzt Jugendstil-Paläste als Kulissen für seinen labyrinthischen Psychothriller. Ein Stakkato von Eindrücken macht das verstörende Bilderrätsel zum Meisterwerk.

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Mike Leigh

Dreckiger Kerl mit erhabenem Werk

“Mr. Turner” setzt dem bedeutendsten englischen Maler ein filmisches Denkmal. Von dem er gleich wieder stürzt: Der Künstler erscheint als rücksichtloser Rüpel. Diese Komplexität seines Charakters wollte er zeigen, so Regisseur Mike Leigh im Interview.

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Mike Leigh

Mr. Turner – Meister des Lichts

(Kinostart: 6.11.) Ein Maler-Genie als Grobian: William Turner, wichtigster Wegbereiter des Impressionismus, war ein ausgemachter Kauz. Sein Porträt erweitert Regisseur Mike Leigh zum grandiosen Epochen-Panorama, dessen Ausläufer bis heute reichen.

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Woody Allen

Plötzlich Gigolo

(Kinostart: 6.11.) Neue Jobs für Ex-Buchhändler: Woody Allen vermittelt als Zuhälter seinen Freund John Turturro an liebeshungrige Damen. Bis der an Vanessa Paradis als orthodoxe Jüdin gerät – eine so verspielte wie berührende erotische Komödie.

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