Bremen

Jason Rhoades: Four Roads

Trash as Trash can: Der Kalifornier Jason Rhoades schuf riesige Müll-Installationen irgendwo zwischen Schlingensief und Jonathan Meese. Rhoades starb mit 41 Jahren. Die Kunsthalle zeigt nun die erste posthume Retrospektive: von Kant zu Muschi-Synonymen.

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Bonn + München

August Macke + Franz Marc

Viereinhalb Jahre, die den Expressionismus veränderten: Macke und Marc waren eng befreundet. Ähnliche Einflüsse verarbeiteten sie sehr verschieden, zeigen Kunstmuseum und Lenbachhaus – mit einem Kommentar vom August-Macke-Haus.

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Frankfurt am Main

German Pop

Als das Pop-Art-UFO in Germanien landete: Viele deutsche Künstler versuchten sich an bunter Alltags-Kunst. Die Schirn stellt vier regionale Zentren erstmals gemeinsam vor: ein variantenreicher Überblick, doch zu heterogen für das Schlagwort „German Pop“.

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Aachen

Modern Icons

Inflation der Ikonen: Zahllose Film-, Pop- oder Mode-Stars werden mit Heiligenbildern gleichgesetzt. Welche Strategien Kunst, Medien und Werbung dabei anwenden, führt eine kleine Auswahl großformatiger Werke im Ludwig Forum anschaulich vor.

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Berlin

Monique Jacot

Federleicht bis tintenschwarz: Monique Jacot hat jahrzehntelang soziale Zustände weltweit mit Aufnahmen voller Poesie dokumentiert. Der Fotografin aus der Schweiz widmet nun das Verborgene Museum ihre erste Retrospektive in Deutschland.

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André Schäfer

Herr von Bohlen

(Kinostart: 19.11.) Acht Martinis vor dem Mittagessen: Arndt von Bohlen und Halbach war einer der schillerndsten deutschen Playboys – schwerreich, weltläufig und schwul. Die Doku von André Schäfer will ihn würdigen, zerfasert aber in konfusen Anekdoten.

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Peter Greenaway

Eisenstein ging sofort in Sex-Shops

Das schwule Coming Out von Sergej Eisenstein in Mexiko ist keine zweitrangige Episode, sondern zentral zum Verständnis seiner Person, versichert Peter Greenaway: Deshalb rücke er es in den Mittelpunkt seines Biopics „Eisenstein in Guanajuato“.

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Peter Greenaway

Eisenstein in Guanajuato

(Kinostart: 12.11.) Entjungferung eines Kino-Revolutionärs: Das berühmte Scheitern des Sowjet-Regisseurs Sergej Eisenstein in Mexiko deutet Peter Greenaway als sein Coming Out – im sinnlich-burlesken Bilderrausch voller Anspielungen auf Meta-Ebenen.

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Michael Fassbender

Steve Jobs

(Kinostart: 12.11.) Götterdämmerung für die Apple-Gemeinde: Regisseur Danny Boyle demontiert den Technik-Guru als Kontrollfreak mit missionarischem Sendungsbewusstsein und skrupelloser Machtgier. Dieser Film sollte als App auf jedem iPhone laufen.

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Ilinca Calugareanu

Chuck Norris und der Kommunismus

(Kinostart: 12.11.) Gemeinsames Filme-Ansehen als subversiver Akt: Im Rumänien der 1980er gab es eine große illegale Video-Szene. Die Doku von Regisseurin Calugareanu erinnert liebevoll an diese Heimkino-Ära, lässt aber offen, warum sie unbehelligt blieb.

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Top-Ausstellungen 2014

Kunst ab 1945: Karl Otto Götz

Er war der schwungvollste Maler der Abstraktion in der Nachkriegszeit - prächtige Werkschau zum 100. Geburtstag in drei Städten.

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Gegenwart: Die 8 der Wege: Kunst in Beijing

Rätselhaftes China: Diese Schau schlägt Schneisen ins Dickicht der Gegenwartskunst - fast ohne Ai Weiwei.

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Ethnologica: Inka – Anden-Könige

Totalitär wie Stalin, kontrollwütig wie die NSA: Diese bizarre Kultur stellt das Lindenmuseum in Stuttgart erstmals umfassend vor.

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Kunst im Film

Mr. Turner - Meister des Lichts

Ein Maler-Genie als Grobian: Mike Leigh erweitert sein Porträt des größten englischen Malers zum grandiosen Epochen-Panorama.

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Das Salz der Erde

Sebastião Salgado fotografierte unsagbares Leid und strahlende Schönheit in den entlegensten Winkeln der Erde - nun erzählt er Wim Wenders sein Leben.

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Das große Museum

Das Kunsthistorische Museum in Wien ist eine Welt für sich. Johannes Holzhausen blickt lakonisch und stilvoll hinter die Kulissen.

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Köln

52 Wochen, 52 Städte – Iwan Baan

X-mal um die ganze Erde: Der Architektur-Fotograf hat ein Jahr lang in jeder Woche eine andere Stadt abgelichtet. Seine urbane Weltkarte von Erdhöhlen und Prachtbauten gleicht einem bunt schillernden Flickenteppich – zu sehen im AIT Architektursalon.

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Berlin

Wiedereröffnung Kunstgewerbemuseum

Ein Methusalem will modisch werden: Das älteste deutsche Kunstgewerbemuseum gönnt sich eine Frischzellenkur. Die beschränkt sich auf kosmetische Eingriffe: Schicke Kleider in Höhlengängen, grelle Signal-Buchstaben und Räume im Raum – besser als nichts.

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München

Georg Baselitz: Damals... und heute

Seine Welt steht auf dem Kopf: Mit umgedrehten Motiven wurde Baselitz zum Star-Maler. Nun widmet ihm das Haus der Kunst eine üppige Werkschau, die frühe Gemälde mit neuen „Remix“-Variationen kontrastiert – und die Macht des Marktes spiegelt.

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Berlin

Bettina Rheims: Bonkers

Übergeschnappt in London: Die französische Fotografin Bettina Rheims inszeniert weibliche Erotik raffiniert sinnlich mit frivoler Lust an Klischees. Ihre Bilderserie zwischen Rokoko, Burlesque und Fetisch-Look ist in der Galerie Camera Work zu sehen.

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Frankfurt am Main

Subodh Gupta – Everything is Inside

Indiens Jeff Koons: Mit Kochtöpfen und Kuhdung-Bildern wurde Gupta einer der teuersten Gegenwarts-Künstler in Asien. Seine glänzend schlichten Großinstallationen sind vielschichtiger als die des US-Kollegen, zeigt die hervorragende Werkschau im MMK.

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Wien

Viennale 2015

Vergangenheits-Seligkeit im Kino: Österreichs größtes Festival blickt sehr weit zurück. Mit Retrospektiven für Regisseure der Jahrgänge 1908 und 1918, der Gala für eine 85-Jährige und Genrefilmen der 1960/70er. Kein Wunder: Sein Präsident ist 91 Jahre alt.

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Pablo Larraín

El Club

(Kinostart: 5.11.) Machtkämpfe im Staat im Staate: Ein Rückzugs-Heim für kriminelle Priester in Chile wird zum Schauplatz infamer Intrigen. Für das ausgefeilte Psycho-Drama in malerisch kühlen Bildern erhielt Regisseur Pablo Larraín einen Silbernen Bären 2015.

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Jens Becker + M. van der Duin

Erich Mielke – Meister der Angst

(Kinostart: 5.11.) Banalität des sozialistischen Bösen: Als Stasi-Chef war Erich Mielke fast 40 Jahre lang heimlicher Herrscher der DDR. Wie er sich so lange an der Macht hielt, kann diese Doku kaum klären: Ihr Material ist zu statisch und konventionell.

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Marie-Castille Mention-Schaar

Die Schüler der Madame Anne

(Kinostart: 5.11.) Von der NS-Vergangenheit fürs Leben lernen: Eine französische Lehrerin führt vor, wie sie Schulverweigerer motiviert. Das authentische Erziehungs-Drama von Regisseurin Mention-Schaar macht es sich streckenweise arg einfach.

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Michael Fassbender

Macbeth

(Kinostart: 29.10.) Machtgier und Verrat vor 1000 Jahren als zeitloses Polit-Drama: Regisseur Justin Kurzel verfilmt Shakespeare historisch präzise und extrem stilisiert – mit Michael Fassbender und Marion Cotillard als brillantem Tyrannen-Herrscherpaar.

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