Berlin

Die nackte Wahrheit und anderes

Körper wird zu etwas, das man hat und nicht ist: Um 1900 entsteht die moderne Selbstwahrnehmung. Anhand von Nackt-Aufnahmen, die massenhaft im Umlauf kommen − das Museum für Fotografie präsentiert sie in allen Facetten.

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Berlin

Antes: Malerei 1958 – 2010

König der Kopffüßler: Horst Antes’ Geschöpfe bevölkerten die alte Bundesrepublik und verschwanden nach 1990 aus dem Blickfeld. Der Martin-Gropius-Bau wagt nun eine Wiederentdeckung, die den Geist einer untergegangenen Epoche heraufbeschwört.

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Venedig

Länderpavillons der 55. Biennale

Sie werden oft belächelt oder als antiquiert abgetan. Doch die Länderpavillons der Biennale zeigen häufig interessantere Werke und Künstler als die zentrale Ausstellung in den Giardini. Ein Rundgang von Rumänien über Deutschland bis Tuvalu.

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Düsseldorf

Klapheck: Bilder + Zeichnungen

Konrad Klapheck hat wie kein anderer Künstler die Dingwelt durchforstet. Als Maler von Maschinen ging er seinen eigenen Weg; kritisch beäugt und zugleich populär. Das Museum Kunstpalast zeigt eine große Werkschau, samt dubiosen späten Bildern.

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Berlin

Kader Attia: Reparatur - 5 Akte

Dass im Ersten Weltkrieg auch Schwarze starben, ist heute fast vergessen. Kader Attia spürt solche Verbindungen zwischen Europa und Afrika auf und setzt sie in beeindruckende Installationen um, wie seine erste deutsche Einzelschau in den KW zeigt.

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Richard Linklater

Boyhood

(Kinostart: 5.6.) Die längsten Dreharbeiten aller Zeiten: Zwölf Jahre benötigte Regisseur Linklater für diese Chronik einer Kindheit, die authentischer nicht sein könnte. Zweieinhalb Stunden Auf und Ab entfalten das größte aller Dramen: normales Leben.

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Guillaume Gallienne

Maman und Ich

(Kinostart: 5.6.) Die Verwirrungen des jungen Guillaume: Mama behandelt ihn als Mädchen, andere bringen ihm Frauen-Flamenco bei. Seine tragikomische Identitätssuche inszeniert Regisseur Gallienne mit sich selbst in den Hauptrollen – als Ersatz-Therapie.

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Viggo Mortensen + Kirsten Dunst

Die zwei Gesichter des Januars

(Kinostart: 29.5.) High Noon im Palast von Knossos: Drei US-Amerikaner verstricken sich auf Kreta 1962 in tödliche Abhängigkeiten. Regie-Debütant Hossein Amini verfilmt den Krimi von Patricia Highsmith als stilvollen, doch etwas biederen Film noir.

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Jürgen Brügger + Jörg Haaßengier

Vom Ordnen der Dinge

(Kinostart: 29.5.) Das geht völlig in Ordnung: Vom Messen, Zählen und Aufräumen kann mancher nicht genug bekommen. Die Regisseure Brügger und Haaßengier beobachten launig schrullige Statistiker und kalkulierende Käuze, aber ohne eigene Systematik.

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Wim Wenders + Robert Redford

Kathedralen der Kultur (3D)

(Kinostart: 29.5.) Weltreise durch den Kunstkosmos: Wim Wenders und fünf Co-Regisseure porträtieren sechs Kultureinrichtungen. Auf eigenwillige bis bizarre Weise: Dieser quälend langatmige Episodenfilm wird den Kathedralen kaum mehr Zulauf bescheren.

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Flop-Ausstellungen 2014

Antike: Die Wikinger

Diese Kaperfahrer beeindrucken keinen: kleinteilige und fantasielose Materialschlacht von Fundstücken im Martin-Gropius-Bau.

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Kunst bis 1900: Feuerbach + Lagerfeld

Muse trifft Softporno - die Kunsthalle in Hamburg mixt Porträts und Erotik-Fotos: absurde Kombination.

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1900 bis 1945: Avantgarde!

Ohne Worte: Ein Saal ist mit Bildern gepflastert, der zweite mit Vitrinen. Erklärungen fehlen im Berliner Kulturforum.

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Kunst im Film

Mr. Turner - Meister des Lichts

Ein Maler-Genie als Grobian: Mike Leigh erweitert sein Porträt des größten englischen Malers zum grandiosen Epochen-Panorama.

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Das Salz der Erde

Sebastião Salgado fotografierte unsagbares Leid und strahlende Schönheit in den entlegensten Winkeln der Erde - nun erzählt er Wim Wenders sein Leben.

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Das große Museum

Das Kunsthistorische Museum in Wien ist eine Welt für sich. Johannes Holzhausen blickt lakonisch und stilvoll hinter die Kulissen.

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München

Blickwechsel: Pioniere der Moderne

Zusammenführen, was zusammengehört: Da die Pinakothek der Moderne saniert wird, nimmt die Neue Pinakothek 70 Hauptwerke auf. Und hängt sie mitten in ihre ständige Ausstellung: So werden ungeahnte Verbindungen und Traditionen deutlich.

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Berlin

Imran Qureshi – Artist of the Year

Blattgold und Blutstropfen: Der Pakistani Imran Qureshi kombiniert traditionelle Miniatur-Malerei mit verstörenden Akzenten. Die Deutsche Bank KunstHalle widmet nun ihrem “Artist of the Year 2013″ eine verführerische Ausstellung.

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Venedig

55. Biennale

Bühne frei für die Sammelwütigen: Im “Enzyklopädischen Palast” frönen Künstler ihrer Leidenschaft für seltsame Systeme, Chroniken ohne Ende und Aufzeichnungen aller Art. Die Outsider bringen frischen Wind in den routinierten Biennale-Betrieb.

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Berlin

Kosmos Farbe. Itten - Klee

Alles so schön bunt hier: Die Schweizer Johannes Itten und Paul Klee beschäftigten sich am Bauhaus systematisch mit Farb-Theorien. Werke der beiden großen Einzelgänger stellt nun der Martin-Gropius-Bau gelungen einander gegenüber.

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München

Frederick J. Kiesler

Theater als Achterbahn und Wohnen in Eier-Blasen: Das Multitalent Frederick J. Kiesler war nie um revolutionäre Ideen verlegen. Die Villa Stuck zeigt seine Arbeiten für das Theater als fabelhafte Inszenierung der Überwältigung.

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Jake Gyllenhaal

Enemy

(Kinostart: 22.5.) Der Feind ist unsere eigene Frage als Gestalt: Regisseur Denis Villeneuve lässt Jake Gyllenhaal mit seinem Doppelgänger ringen. Ein ausgemergelt verrätselter Identitäts-Thriller in schwefliger Betonklotz-Vorhölle – Kubrick lässt grüßen.

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Clive Owen + Juliette Binoche

Words & Pictures

(Kinostart: 22.5.) Paragone am Elite-Internat: Literaturdozent Clive Owen hält Wörter für entscheidend, Kunstlehrerin Juliette Binoche dagegen Bilder. Regisseur Fred Schepisi inszeniert die romantische Hochschul-Komödie so vergnüglich wie betulich.

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Anna Martinetz

Fräulein Else

(Kinostart: 22.5.) Arthur Schnitzlers Novelle hat eine Neuverfilmung verdient, aber nicht unbedingt diese: Bei der Aktualisierung in Nordindien geht die seelische Substanz verloren. Das Spielfilm-Debüt von Regisseurin Anna Martinetz scheitert schön.

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Devid Striesow

Zeit der Kannibalen

(Kinostart: 22.5.) Das Böse in Menschengestalt: Unternehmensberater sind die Buhmänner unserer Zeit. Wie sie wirklich ticken, enthüllt dieses Kammerspiel nicht: Regisseur Johannes Naber schnitzt eine Groteske mit Figuren wie aus der Drückerkolonne.

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Edward Burtynsky

Zwei Jahre Vorbereitung fürs Foto

Ein ferngesteuerter Mini-Helikopter nimmt Muschelbänke im Meer auf: Die Doku “Watermark” zwang Edward Burtynsky zu sehr aufwändigem Vorgehen. Wo die Schauplätze lagen, war egal, sagt er im Interview: Ihre Optik sollte die Story von selbst erzählen.

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