Frankfurt am Main

Sturm-Frauen: Avantgarde 1910-1932

Femininer Bildersturm: Der Name der wegweisenden Berliner Galerie stammte von Else Lasker-Schüler; ihr Mann stellte etliche Künstlerinnen aus. Einen farbenfrohen Querschnitt dieses weiblichen Beitrags zur klassischen Moderne zeigt nun die Schirn.

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Berlin

Tanz auf dem Vulkan: 1920er Jahre

Mit dem Bubikopf ins wilde Nachtleben: Im Berlin der 1920er Jahre entstand schlagartig die moderne Kultur- und Unterhaltungsbranche. Dazu breitet das Stadtmuseum im Ephraim-Palais einen famosen Gesamtüberblick aus – von Tiller-Girls bis Todes-Akrobaten.

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Leipzig

Eugène Delacroix & Paul Delaroche

Nackt massakrierte Konkubinen oder Napoleon als Wrack: Mit solchen Bildern schockierten Delacroix und Delaroche im 19. Jahrhundert. Das Museum der bildenden Künste präsentiert beide Antipoden der romantischen Malerei, blendet aber den Kontext aus.

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München

Klee & Kandinsky

Tür an Tür mit dem Großkünstler-Freund: Paul Klee und Wassily Kandinsky waren in München fast Nachbarn und lebten als Bauhaus-Lehrer im selben Doppelhaus. Wie sie sich wechselseitig inspirierten, zeigt eine schöne Vergleichs-Schau im Lenbachhaus.

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Berlin

Japan-Fotografie der Meiji-Zeit

Entstehung der Fotografie als Fremdenverkehrs-Branche: Im 19. Jahrhundert lichteten Japaner ihr Land so ab, wie Ausländer es sehen wollten. Diese Souvenir-Artikel verströmen heute nostalgischen Charme, wie eine Schau im Museum für Fotografie vorführt.

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Helen Mirren + Bryan Cranston

Trumbo

(Kinostart: 10.3.) Hollywoods berühmtestes Phantom: Von Kommunistenjägern kaltgestellt, schrieb Dalton Trumbo heimlich Film-Drehbücher, die Oscars erhielten. Sein Geschichte erzählt Regisseur Jay Roach als dichtes, rundum gelungenes Biopic.

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Visar Morina

Babai – Mein Vater

(Kinostart 10.3.) Kein Glück, nirgends: Ein Kosovo-Junge haust bei brutalen Verwandten und schlägt sich nach Deutschland durch – zum hilflosen Vater. Regisseur Morina zeigt mit kühlem Blick und reduzierten Mitteln das Los etlicher Balkan-Emigranten.

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Pablo Trapero

El Clan

(Kinostart: 3.3.) Familienbande im wahrsten Sinne des Wortes: Im Argentinien der 1980er Jahre spannte ein Patriarch seine Frau und die Söhne für Kidnapping und Morde ein. Regisseur Pablo Trapero erzählt die Horrorstory als effektvolles Thriller-Melodram.

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Alexander Sokurow

Francofonia

(Kinostart: 3.3.) Komplizenschaft zur Kunstrettung: Wie der Louvre den Zweiten Weltkrieg unbeschadet überstand, rekonstruiert Regisseur Alexander Sokurow mit einem fantasievoll poetischen Essay-Film – als Hohelied auf unsterbliche Meisterwerke.

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Michael Bay

13 Hours:Secret Soldiers of Bengasi

(Kinostart: 3.3.) Helden des Rückzugs: Den Überfall von Islamisten-Milizen auf das US-Generalkonsulat im libyschen Bengasi 2012 zeigt Regisseur Michael Bay aus der Sicht desillusionierter CIA-Söldner – sein feuersprühendes Dokudrama bebildert die Obama-Doktrin.

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Top-Ausstellungen 2014

Kunst ab 1945: Karl Otto Götz

Er war der schwungvollste Maler der Abstraktion in der Nachkriegszeit - prächtige Werkschau zum 100. Geburtstag in drei Städten.

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Gegenwart: Die 8 der Wege: Kunst in Beijing

Rätselhaftes China: Diese Schau schlägt Schneisen ins Dickicht der Gegenwartskunst - fast ohne Ai Weiwei.

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Ethnologica: Inka – Anden-Könige

Totalitär wie Stalin, kontrollwütig wie die NSA: Diese bizarre Kultur stellt das Lindenmuseum in Stuttgart erstmals umfassend vor.

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Kunst im Film

Mr. Turner - Meister des Lichts

Ein Maler-Genie als Grobian: Mike Leigh erweitert sein Porträt des größten englischen Malers zum grandiosen Epochen-Panorama.

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Das Salz der Erde

Sebastião Salgado fotografierte unsagbares Leid und strahlende Schönheit in den entlegensten Winkeln der Erde - nun erzählt er Wim Wenders sein Leben.

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Das große Museum

Das Kunsthistorische Museum in Wien ist eine Welt für sich. Johannes Holzhausen blickt lakonisch und stilvoll hinter die Kulissen.

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Wiesbaden + Berlin

Karl Schmidt-Rottluff – Selbstbild

Vom Bilderstürmer zum Großkünstler: Schmidt-Rotluff zählt zu den produktivsten und markantesten Expressionisten. Seinen (Selbst-)Porträts ist nun eine Ausstellung in zwei Museen gewidmet – sie breitet auch sein schwaches Spätwerk schonungslos aus.

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Berlin

Germaine Krull – Fotografien

Was für ein Leben! Germaine Krull wohnte in München, Amsterdam, Paris, Brasilien, Thailand und Indien. Sie fotografierte Maschinen und Obdachlose, schnelle Autos und nackte Frauen. Der Martin-Gropius-Bau präsentiert nun eine umfangreiche Werkschau.

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Oostende/ Belgien

Europäische Geister – Afrika-Kunst

Die Idee ist gut, doch das Museum noch nicht bereit: Das belgische Mu.ZEE will nachzeichnen, wie traditionelle Kunst aus Afrika ab etwa 1900 im Westen wahrgenommen wurde. Vor dieser Mammut-Aufgabe flüchten die Macher in eine wilde Material-Mischung.

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Aachen

Le Souffleur

Konfrontation der Kollektionen: Das Ludwig Forum kontrastiert den Pop Art-Nachlass seines Namensgebers mit Gegenwartskunst aus der Sammlung Schürmann. Dieser Dialog der Schnittstellen und Widersprüche haucht altbekannten Arbeiten neues Leben ein.

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Wolfsburg

Dark Mirror – Lateinamerika-Kunst

Starker Tobak von einem ignorierten Erdteil: Südamerikas Kulturen sind hierzulande kaum präsent. Das ändert das Kunstmuseum mit einer fulminanten Überblicks-Schau zur Gegenwartskunst – ein Feuerwerk von drastisch sinnlichen und vielschichtigen Werken.

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Sobo Swobodnik

Sexarbeiterin

(Kinostart: 3.3.) Bezahlter Sex mit Selbstbewusstsein: Seit ihrem Informatik-Studium verdient Lena Morgenroth ihr Geld mit Erotik-Massagen. Regisseur Swobodnik porträtiert eine Aktivistin des horizontalen Gewerbes, die gängigen Klischees widerspricht.

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Michael Keaton

Spotlight

(Kinostart: 25.2.) Mitreißend nüchterner Schwanengesang auf den Qualitäts-Journalismus: Regisseur Tom McCarthy rekonstruiert, wie US-Zeitungsreporter sexuellen Missbrauch durch Priester aufdeckten – ihre Recherche scheint heute kaum mehr möglich.

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Deniz Gamze Ergüven

Mustang

(Kinostart: 25.2.) Hausfrauen- statt Schulunterricht: Fünf türkische Schwestern wehren sich gegen ihre Entmündigung – nur zwei kommen durch. Ihr Zwangsehen-Drama verwandelt Regisseurin Ergüven mit leichter Hand in eine Parabel auf das ganze Land.

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66. Berlinale

Wegen Überfüllung geschlossen

Die Berlinale platzt aus allen Nähten. Während die Massen gucken, was sie kriegen können, pflegen Filmauswahl und Jury die Eigenreklame eines politisch engagierten Festivals. Anstatt abzukassieren, sollte es endlich wieder den Berlinern entgegen kommen.

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Florian Gallenberger

Auswärtiges Amt vertuscht Mitschuld

Ein Sadist aus Bonn etablierte in Chile eine Sekte mit Folter und Kindesmissbrauch: Geflohene wurden von der deutschen Botschaft ins Lager zurückgeschickt. Bis heute werde das vom Außenministerium vertuscht, erklärt Regisseur Florian Gallenberger.

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