Berlin

Adolph Menzel zum 200. Geburtstag

Ein visueller Allesfresser, der zum Malen auf Leitern stieg: Adolph Menzel wurde als Autodidakt zum wohl bedeutendsten deutschen Künstler des 19. Jahrhunderts. Seinen 200. Geburtstag würdigen Nationalgalerie und Stadtmuseum – überschaubar, aber gelungen.

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Halle/Saale

100 Jahre Burg Giebichenstein

Hübsch herausgeputzte Rumpelkammer: Die Kunsthochschule in Halle war vor 100 Jahren der erste Mit- und Gegenspieler des Bauhauses. Das lässt die Jubiläumsschau in der Moritzburg nicht ahnen – sie gefällt sich als geschichtsloses Sammelsurium.

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Oldenburg

Horst Janssen + Johann Füssli

Virtuosen des kleinen Todes: Johann Heinrich Füssli führte das Unheimliche in die Kunst ein, 200 Jahre später formulierte Horst Janssen es aus. Wie wichtig für seine Grafik der „wilde Schweizer“ war, zeigt eine famose Ausstellung des Horst-Janssen-Museums.

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Berlin

Max Beckmann und Berlin

Wie Beckmann zu Beckmann wurde: Zwei Mal lebte er in der Hauptstadt – erst als ehrgeiziger Jungkünstler, später als Verfolgter. Dass die Metropole sein Werk stärker prägte als alles andere, zeigt eine hervorragende Retrospektive der Berlinischen Galerie.

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Koblenz + Halle/ Saale

Rudolf Schlichter: Eros+ Apokalypse

Der deutsche Dalì: Rudolf Schlichter lebte als Bohemien im Rotlichtmilieu, wurde in den 1920er Jahren mit neusachlichen Porträts bekannt und verstieg sich später zu Splatter-Surrealismus. Zwei Museen rekonstruieren anschaulich seine Zickzack-Laufbahn.

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Ralph Fiennes + Tilda Swinton

A Bigger Splash

(Kinostart: 5.5.) Schlag ins Badewasser: Regisseur Luca Guadagnino will den glamourösen Jet-Set-Lebensstil der 1960/70er Jahre heraufbeschwören. Sein Remake eines Krimis von 1969 ist hochkarätig fehlbesetzt und läuft in deplatzierter Aktualisierung aus.

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Cem Kaya

Remake, Remix, Rip-Off: Türkei-Kino

(Kinostart: 5.5.) Tollywood in Istanbul: Mit bescheidenen Mitteln und halsbrecherischen Wildwest-Methoden produzierte das türkische Yeşilçam-Kino 40 Jahre lang massenhaft B-Movies. Cem Kayas grandiose Doku beschwört eine vergessene Filmindustrie herauf.

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Catherine Corsini

La belle saison – Eine Sommerliebe

(Kinostart: 5.5.) Suffragette City: Im Paris der frühen 1970er Jahre verliebt sich eine Provinzlerin in eine Pariser Feministin – die Rückkehr aufs Land setzt beide einer Zerreißprobe aus. Das inszeniert Regisseurin Corsini so sensibel wie authentisch.

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Tom Hanks

Ein Hologramm für den König

(Kinostart: 28.4.) Lost in Translation, zweiter Teil: Statt in Tokio verliert Tom Hanks nun in einer saudischen Glitzerstadt jede Orientierung. Schön sarkastisches Globalisierungs-Sittengemälde von Regisseur Tom Tykwer – mit leider verkitschtem Schluss.

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Marcie Begleiter

Eva Hesse

(Kinostart: 28.4.) Heureka in Kettwig an der Ruhr: Dort fand Eva Hesse 1964 zu ihrem Stil. In New York beeindruckten ihre großformatigen Installationen die Kunstwelt; 1970 starb sie mit nur 34 Jahren. Ihre wechselhafte Biografie dokumentiert Marcie Begleiter.

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Top-Ausstellungen 2014

Kunst ab 1945: Karl Otto Götz

Er war der schwungvollste Maler der Abstraktion in der Nachkriegszeit - prächtige Werkschau zum 100. Geburtstag in drei Städten.

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Gegenwart: Die 8 der Wege: Kunst in Beijing

Rätselhaftes China: Diese Schau schlägt Schneisen ins Dickicht der Gegenwartskunst - fast ohne Ai Weiwei.

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Ethnologica: Inka – Anden-Könige

Totalitär wie Stalin, kontrollwütig wie die NSA: Diese bizarre Kultur stellt das Lindenmuseum in Stuttgart erstmals umfassend vor.

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Kunst im Film

Mr. Turner - Meister des Lichts

Ein Maler-Genie als Grobian: Mike Leigh erweitert sein Porträt des größten englischen Malers zum grandiosen Epochen-Panorama.

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Das Salz der Erde

Sebastião Salgado fotografierte unsagbares Leid und strahlende Schönheit in den entlegensten Winkeln der Erde - nun erzählt er Wim Wenders sein Leben.

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Das große Museum

Das Kunsthistorische Museum in Wien ist eine Welt für sich. Johannes Holzhausen blickt lakonisch und stilvoll hinter die Kulissen.

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Berlin

Cindy Sherman: Olbricht Collection

Hinter 1000 Verkleidungen verschwinden: Mit Foto-Serien wechselnder Selbst-Inszenierungen wurde Cindy Sherman zur höchstbewerteten Gegenwartskünstlerin. Der „me Collector’s Room“ zeigt eine Werkschau – Projektionsflächen für die Faszination der Leere.

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Düsseldorf

Zurbarán – Meister der Details

Der spanische Caravaggio: Für die Kirche der Gegenreformation schuf Francisco de Zurbarán so schlichte wie raffinierte Gemälde. Dem Maler barocker Askese widmet das Museum Kunstpalast nun die erste Werkschau in Deutschland – eine hinreißende Ausstellung.

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Berlin

Wasak! Filipino Art Today

Expedition in ein unbekanntes Kunst-Archipel: Die vitale Szene auf den Philippinen wird von der Galerie ARNDT erstmals hierzulande vorgestellt. Variantenreiche Farbschlachten zeigen: die Kreolisierung von Alter und Neuer Welt findet mitten im Bild statt.

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München

GegenKunst: »Entartete« + NS-Kunst

Griff in den Giftschrank: Die Pinakothek kontrastiert Klassiker der Moderne mit Werken von NS-Künstlern – aber nur in homöopathischen Dosen. Anstelle des platten Gegensatzes von Gut und Böse wäre eine differenzierte Betrachtung im aktuellen Kontext nötig.

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Berlin + Karlsruhe

Double Vision: Dürer & Kentridge

Mit dem Zweiten sieht man besser: Kulturforum und Kunsthalle stellen Grafik-Meisterwerke des deutschen Renaissance- und eines Gegenwarts-Künstlers aus Südafrika zusammen. Beide ergänzen sich trefflich – doch wie und warum, erfährt man nur aus dem Katalog.

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Tobey Maguire

Bauernopfer – Spiel der Könige

(Kinostart: 28.4.) Matt in 115 Minuten: Die Schach-WM 1972 zwischen US-Großmeister Bobby Fischer und Titelverteidiger Boris Spasski galt als Kampf der Systeme. Regisseur Edward Zwick rollt das Turnier auf – als spannender Psychothriller auch für Spiel-Unkundige.

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Guillaume + Stéphane Malandrin

Ich bin tot, macht was draus!

(Kinostart: 28.4.) Lemmy, Bowie, Prince – der nächste ist Jipé: Vom Tod ihres Sängers lässt sich eine belgische Altrocker-Band ihre US-Tournee nicht durchkreuzen. Daraus schlagen die Regie-Brüder Malandrin anarchische Funken – als etwas andere Trauerarbeit.

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Giro Guerra


Der Schamane und die Schlange

(Kinostart: 21.4.) Tragische Tropen: Auf den Spuren zweier Pioniere der Amazonas-Forschung inszeniert Regisseur Ciro Guerra eine berauschende Reise ans Ende der Nacht – als brillantes Stationen-Drama mit betörend schönen Bildern in elegantem Schwarzweiß.

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Lutz Dammbeck

Overgames

(Kinostart: 21.4.) The Show must go on: Essay-Filmer Lutz Dammbeck geht der Vermutung nach, dass die Konzepte für deutsche TV-Gameshows aus der US-Psychiatrie stammen – zur Umerziehung von Ex-Nazis. Klingt abseitig, wartet aber mit faszinierenden Details auf.

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Thomas Vinterberg

Betrunkene haben Weltkrieg gewonnen

In „Die Kommune“ fließt viel Bier; das macht die Mitbewohner großzügig, so der dänische Regisseur Vinterberg. Er erzählt im Interview, welche eigenen Erfahrungen er mit einer WG gemacht hat – und warum sein nächster Film den Alkohol feiern soll.

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