Frankfurt am Main

Filmtheater – Kinofotografien

Wenn die Leinwand für immer dunkel bleibt: Die Fotografen Yves Marchand und Romain Meffre dokumentieren heruntergekommene Kinopaläste. Manche dienen als Sporthalle, Supermarkt oder Busgarage, wie die Schau im Deutschen Filmmuseum zeigt.

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München

Common Grounds

Ornament ist wirklich Verbrechen – wenn die Tapete Folter-Szenen zeigt. Die Villa Stuck präsentiert Arbeiten von zwölf zeitgenössischen Künstlern aus der islamischen Welt, die nach einer gemeinsamen Verständigungs-Basis suchen: sehenswert subtile Werke.

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Berlin

Blow Up - Antonionis Filmklassiker

Wie Sie sehen, sehen Sie nichts: In „Blow Up“ zeigte Michelangelo Antonioni, dass Fotografie wenig objektiv ist. Das entfaltet eine Ausstellung in der Galerie C/O Berlin glänzend mit Bildern der Swinging Sixties: Medientheorie als fröhliche Wissenschaft.

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Karlsruhe

art KARLSRUHE 2015

Messeneuheit Art-App: Die Technik rechnet aus, ob favorisierte Kunst ins heimische Wohnzimmer passt. Ansonsten kommen zur zwölften badischen Kunstmesse viele alte Bekannte: hochpreisige Klassiker und melancholische Zeitgenossen mit Lust am Analogen.

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München

Myanmar: Von Pagoden + Nat-Geistern

Ein Land wird neu entdeckt: 50 Jahre war das frühere Burma abgeschottet und unzugänglich; seit 2011 öffnet es sich zögerlich. Die Kulturen seiner 135 Völker präsentiert das Museum Fünf Kontinente glänzend – und spricht über Politik nur im Katalog.

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Margarethe von Trotta

Die abhandene Welt

(Kinostart: 7.5.) Auf der Suche nach der verlorenen Schwester: Regisseurin von Trotta lässt Katja Riemann nach dem Ebenbild ihrer Mutter fahnden, doch sie entpuppt sich als deren Tochter. Was glatt und harmonisch abläuft – ein perfekter Weihnachtsfilm.

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Marcus Vetter

The Forecaster

(Kinostart: 7.5.) Prognosen für Pegida-Spekulanten: Ein selbst ernannter Finanzguru will mit seiner Zauberformel die Zukunft voraussagen. Die Doku von Regisseur Vetter verknüpft VWL für Anfänger mit einem Heldenepos zur lupenreinen Verschwörungstheorie.

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Kate Winslet

Die Gärtnerin von Versailles

(Kinostart: 30.4.) Eitel Sonnenschein am Hof des Sonnenkönigs: Regisseur Alan Rickman lässt eine Gärtnerin die Gunst des Monarchen und das Herz seines Architekten gewinnen. Hübsch kostümiert und anzusehen – doch barocker Gartenbau spielt keine Rolle.

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Annekatrin Hendel

Fassbinder

(Kinostart: 30.4.) Sekten-Chef und Workoholic: Rainer Werner Fassbinder war der eigenwilligste und produktivste Regisseur des deutschen Kinos. Mit Archiv-Material und Weggefährten-Interviews rekonstruiert Regisseurin Hendel das Phänomen RWF.

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Pan Nalin

An den Ufern der heiligen Flüsse

(Kinostart: 30.4.) Ein Mega-Gemeinschaftsbad ist das größte Fest der Welt: Zur Kumbh Mela versammeln sich alle zwölf Jahre Millionen von Hindus. Regisseur Pan Nalin verknüpft seine Feier-Doku mit kleinen Episoden, blendet aber Widersprüche aus.

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Top-Ausstellungen 2014

Kunst ab 1945: Karl Otto Götz

Er war der schwungvollste Maler der Abstraktion in der Nachkriegszeit - prächtige Werkschau zum 100. Geburtstag in drei Städten.

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Gegenwart: Die 8 der Wege: Kunst in Beijing

Rätselhaftes China: Diese Schau schlägt Schneisen ins Dickicht der Gegenwartskunst - fast ohne Ai Weiwei.

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Ethnologica: Inka – Anden-Könige

Totalitär wie Stalin, kontrollwütig wie die NSA: Diese bizarre Kultur stellt das Lindenmuseum in Stuttgart erstmals umfassend vor.

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Kunst im Film

Mr. Turner - Meister des Lichts

Ein Maler-Genie als Grobian: Mike Leigh erweitert sein Porträt des größten englischen Malers zum grandiosen Epochen-Panorama.

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Das Salz der Erde

Sebastião Salgado fotografierte unsagbares Leid und strahlende Schönheit in den entlegensten Winkeln der Erde - nun erzählt er Wim Wenders sein Leben.

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Das große Museum

Das Kunsthistorische Museum in Wien ist eine Welt für sich. Johannes Holzhausen blickt lakonisch und stilvoll hinter die Kulissen.

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Berlin

Queensize – Female Artists

Weibliche Weltwahrnehmung: Der me Collectors Room zeigt Werke von 60 Künstlerinnen, die sich mit dem Blick von Frauen auf sich selbst beschäftigen. Nüchtern, provokant, erotisch, geschmacklos, grotesk oder grauenvoll – so facettenreich wie die Gegenwart.

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Wuppertal

Pissarro: Vater des Impressionismus

Ein bienenfleißiger Anarchist, der erst spät Anerkennung fand: Camille Pissarro schuf ein Riesenwerk aus unspektakulären Alltags-Motiven. Seinen harmonischen Reiz führt das Von der Heydt-Museum in einer soliden Retrospektive anschaulich vor.

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München

Lina Bo Bardi: Brasil-Architektur

Maximale Kommunikation mit minimalen Mitteln: Die Italienerin Lina Bo Bardi baute in ihrer Wahlheimat Brasilien wegweisende Häuser, Museen und Kulturzentren. Zum 100. Geburtstag der Architektin stellt die Pinakothek der Moderne ihr Werk ausführlich vor.

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Münster

Das nackte Leben: Bacon + Hockney

Radikaler Neuanfang im lichtdurchfluteten Neubau: Englische Maler der Nachkriegszeit orientierten sich bei Experimenten stets am menschlichen Dasein. Ihre hierzulande wenig bekannte Kunst stellt das LWL-Museum für Kunst und Kultur umfassend vor.

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Berlin

Transmediale 2015 – Capture All

Ganz vorne dran und doch daneben: Die Ausstellung des Medienkunst-Festivals im HKW über Daten-Sammelwut ist so besucherfreundlich wie Nutzer-Einstellungen bei Facebook. Nebenan zeigt eine kleine, feine Schau anschaulich, was Arbeit heute bedeutet.

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München

Kino der Kunst 2015

Das Spezial-Festival für Filme bildender Künstler gemeindet in seiner zweiten Ausgabe die halbe Museumslandschaft ein. Dabei täte ihm mehr Sorgfalt bei der Programm-Auswahl gut: Im Total-Wettbewerb geht Preiswürdiges in faden Fingerübungen unter.

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Oscar Isaac

Ex Machina

(Kinostart: 23.4.) Zum Stelldichein mit der Roboterfrau: Ein Programmierer soll herausfinden, ob die bildschöne Maschine menschliches Bewusstsein besitzt. Sein Regiedebüt legt Science-Fiction-Drehbuchautor Alex Garland als subtiles Kammerspiel an.

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Christoph Waltz

Big Eyes

(Kinostart: 23.4.) Um 1960 fluteten Margaret und Walter Keane die Welt mit Kinder-Bildern: Sie malte, er verkaufte. Diese Pioniere der Kaufhaus-Kunst porträtiert Regisseur Tim Burton leider nur als Akteure eines Ehedramas samt Frauenemanzipation.

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Stephan Komandarev

Judgment – Grenze der Hoffnung

(Kinostart: 23.4.) Früher wollten Menschen hinaus, heute wollen sie hinein: Bulgariens Südgrenze wird von Flüchtlingen gestürmt. Episch wuchtig erzählt Regisseur Komandarev von Schuld, Verrat und Versöhnung zwischen den Systemen und Generationen.

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Rosa von Praunheim

Härte

(Kinostart: 23.4.) Hau drauf und Schluss: Schwulen-Ikone Rosa von Praunheim porträtiert einen gefürchteten Ex-Zuhälter und Karate-Weltmeister, der im Knast seine Kindheit aufarbeitete – er wurde als Junge von seiner Mutter jahrelang sexuell missbraucht.

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