Karlsruhe

High Performance - Julia Stoschek

Kulturelle Höchstleistungen: Das ZKM zeigt 50 Werke der Video- und Multimedia-Kunst aus der Sammlung von Julia Stoschek. Eine kluge Auswahl von Arbeiten, die einander kommentieren oder auch kritisieren – der Betrachter wird zum Teilnehmer.

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Wien

Eric Fischl

Der Maler des 11. September 2001: Seine Bilder von Terror-Opfern lösten in den USA einen Skandal aus. Dabei zählen die zarten Aquarelle fallender Menschen zu den besten Arbeiten von Eric Fischl, wie eine Werkschau in der Albertina augenfällig macht.

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Kassel + Berlin

Wols – Aufbruch 1945 + Photograph

Sehen, was ist: Der früh verstorbene Informel-Künstler fotografierte unscheinbare Strukturen und schuf als Grafiker fantastische Gebilde, die als große Befreiung galten. Zwei Werkschauen in Neuer Galerie und Gropius-Bau ergänzen sich hervorragend.

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Wiesbaden + Emden

Horizont Jawlensky

Hinter dem Horizont der Moderne geht’s weiter: Im Münchener Exil eignete sich Alexej von Jawlensky alle Malstile seiner Zeit an – und wurde so zum wegweisenden Expressionisten. Das zeigen Museum Wiesbaden und Kunsthalle Emden akribisch genau.

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München + Damstadt

Der Stachel des Skorpions

Im surrealistischen Filmklassiker “Das Goldene Zeitalter” zeigte Buñuel 1929/30 verstörende Szenen voller Absurdität und Gewalt. Daran wollen sechs Kunst-Filme in der Villa Stuck anschließen: Ihre Attacken auf guten Geschmack geraten zur Attitüde.

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Katell Quillévéré

Unerschütterliche Liebe der Suzanne

(Kinostart: 19.6.) Verquaster Titel, ergreifender Film: Eine junge Frau brennt mit einem Dealer durch und wird aus Hingabe zum Drogen-Kurier. Diese fatale Amour fou erzählt Regisseurin Quillévéré als raffiniert konstruierte Langzeitbeobachtung.

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Tom Hardy

No Turning Back

(Kinostart: 19.6.) One Man Show auf nächtlicher Autobahn: Ein Bauingenieur fährt Job und Familie davon – und Regisseur Steven Knight filmt ihn ausschließlich hinter dem Steuer. Tom Hardy brilliert in einem rasend spannenden Kammerspiel.

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Spiros Stathoulopolos

Meteora

(Kinostart: 12.6.) Wo Priester auf Felsspitzen wohnen: Manche der griechischen Meteora-Klöster erreicht man nur mit einer Korbwinde. In dieser atemberaubenden Landschaft siedelt Regisseur Stathoulopolos ein schlichtes Kleriker-Liebesdrama an.

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Gustav Hofer + Luca Ragazzi

What Is Left?

(Kinostart: 12.6.) Was ist die italienische Linke, und wenn ja, wie viele? Zwei Kultur-Journalisten grasen das politische Spektrum links der Mitte ab; ihre vergnügliche Doku schwankt zwischen Albernheit und Verzweifelung – wie der Rest des Landes.

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Richard Linklater

Zum 120-Kilo-Wrestler werden

Dreharbeiten als Zeitreise ins Unbekannte: Richard Linklater hat zwölf Jahre lang Kindheit und Jugend eines Jungen mit der Kamera begleitet. In der Pubertät drohte sein Hauptdarsteller abzuspringen, erzählt er im Interview: Alles hätte scheitern können.

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Flop-Ausstellungen 2013

Antike: Uruk - Megacity im Irak

Das Pergamonmuseum müht sich, eine der ältesten Städte der Welt vorzustellen. Doch es gibt kaum etwas zu sehen.

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Kunst bis 1900: Schloss Hubertusburg

Hier wurde der erste weltweite Krieg beendet, aber das Museum stellt lieber Jagdwaffen aus: völlig provinziell.

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1900 bis 1945: Museum Berggruen

Pfusch des Jahres: im März pompös wieder eröffnet, 7 Monate später wegen Schimmelbefall geschlossen.

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Hinter der Leinwand

Heutige Jugend beeindruckt mich

"Blau ist eine warme Farbe" gewann in Cannes die Goldene Palme. Die lesbische Love Story widmet er der Sex-Revolution, sagt der Regisseur.

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Jeder ist Alois Nebel

Der abseitige Animations-Film über einsame Bahner ist in Tschechien ein Knüller. Die Macher stehen vor einem Rätsel.

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Sich treiben lassen ist die Story

Dem Held von "Inside Llewyn Davis" passiert nichts Aufregendes. Wie man das fesselnd filmt, erklären Joel + Ethan Coen.

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Berlin

Echte Gefühle: Denken im Film

Überambitionierte Enzyklopädie aller Emotionen: Die Kunst-Werke wollen klären, wie Kino Empfindungen hervorruft und manipuliert. Mit einem Bildsalat aus Filmklassiker-Schnipseln und zwölf erratischen Kunst-Filmen – da stellt sich rasch Konfusion ein.

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Berlin

Ai Weiwei – Evidence

Sammelwut als Regimekritik: Die bislang größte Ausstellung des chinesischen Künstler-Dissidenten im Martin-Gropius-Bau überwältigt mit schierer Fülle. Politische Bezüge der Werke werden bestens erklärt, autonome Ästhetik geht darin eher unter.

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Frankfurt am Main

Esprit Montmartre: Bohème um 1900

Jeden Montag Markt für Maler-Modelle mit 600 Damen: Ende des 19. Jahrhunderts wurde ein Armenviertel im Norden von Paris zum Künstler-Mekka. Den Mythos Montmartre aus Absinth, Bordell und Picasso präsentiert die Schirn hervorragend mit 200 Werken.

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Berlin

Jimmy Nelson: Before They Pass Away

Visuelle Rettung des Weltkulturerbes: Jimmy Nelson fotografiert archaisch lebende Völker aller Kontinente. Ihren Traditionen verleiht Hochglanz-Ästhetik faszinierenden Glamour – die Galerien Camerawork und CWC stellen 80 Werke erstmals hierzulande aus.

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München

Playtime

Arbeit ist nicht alles, aber ohne Arbeit ist alles nichts: Das Lenbachhaus stellt Werke von 40 Künstlern über Arbeitswelten seit den 1960ern aus – ein amüsant sarkastischer Rundumschlag von Fließband-Maloche bis zu Hotelzimmer-Sex für Kunstsammler.

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Richard Linklater

Boyhood

(Kinostart: 5.6.) Die längsten Dreharbeiten aller Zeiten: Zwölf Jahre benötigte Regisseur Linklater für diese Chronik einer Kindheit, die authentischer nicht sein könnte. Zweieinhalb Stunden Auf und Ab entfalten das größte aller Dramen: normales Leben.

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Guillaume Gallienne

Maman und Ich

(Kinostart: 5.6.) Die Verwirrungen des jungen Guillaume: Mama behandelt ihn als Mädchen, andere bringen ihm Frauen-Flamenco bei. Seine tragikomische Identitätssuche inszeniert Regisseur Gallienne mit sich selbst in den Hauptrollen – als Ersatz-Therapie.

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Viggo Mortensen + Kirsten Dunst

Die zwei Gesichter des Januars

(Kinostart: 29.5.) High Noon im Palast von Knossos: Drei US-Amerikaner verstricken sich auf Kreta 1962 in tödliche Abhängigkeiten. Regie-Debütant Hossein Amini verfilmt den Krimi von Patricia Highsmith als stilvollen, doch etwas biederen Film noir.

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Jürgen Brügger + Jörg Haaßengier

Vom Ordnen der Dinge

(Kinostart: 29.5.) Das geht völlig in Ordnung: Vom Messen, Zählen und Aufräumen kann mancher nicht genug bekommen. Die Regisseure Brügger und Haaßengier beobachten launig schrullige Statistiker und kalkulierende Käuze, aber ohne eigene Systematik.

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Wim Wenders + Robert Redford

Kathedralen der Kultur (3D)

(Kinostart: 29.5.) Weltreise durch den Kunstkosmos: Wim Wenders und fünf Co-Regisseure porträtieren sechs Kultureinrichtungen. Auf eigenwillige bis bizarre Weise: Dieser quälend langatmige Episodenfilm wird den Kathedralen kaum mehr Zulauf bescheren.

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