Berlin

Die Welt um 1914: Farbfotografie

So bunt und vielfältig war die Welt, bevor der Krieg alles in Trümmer legte: Der Martin-Gropius-Bau zeigt seltene frühe Farbfotos, die erste Bildreporter auf allen Kontinenten aufnahmen – nur 100 Jahre her, aber rettungslos verloren wie die Antike.

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Venedig

Architektur-Biennale 2014

Von politischen Balkonen und Treppen-Forschung: Für die Biennale trägt Star-Architekt Rem Koolhaas eine Enzyklopädie der Gebäude-Elemente zusammen. Dafür klappert er ganz Italien ab – als Beispiel für gegenwärtige Stagnation und Ratlosigkeit weltweit.

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München

Richard Avedon

Porträtfotografie ist Performance: Wenn Star-Modefotograf Richard Avedon nicht für Hochglanz-Magazine arbeitete, nahm er Amerikas Licht- und Schattengestalten nüchtern auf. Seine schonungslosen Konterfeis sind nun im Museum Brandhorst zu sehen.

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Berlin

Avantgarde!

Oben die Bilder, unten die Worte: Die Kunstbibliothek sortiert Grafik von 1890 bis 1918 fein säuberlich in zwei Abteilungen. Oben sind die Wände voll, unten die Vitrinen: Erläuterungen erscheinen in der Kulturforum-Ausstellungshalle entbehrlich.

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Bonn

Afrikanische Meister

Holzstücke, wertvoller als Elfenbein: Die Bundeskunsthalle zeigt 200 hervorragende Werke aus westafrikanischen Kulturen. Den Nachweis, welche Meister sie schufen, führt sie in puristisch unterkühltem Ambiente – nur in der Gegenwart geht es hoch her.

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Bakhtiar Khudoijnazarov

Waiting for the Sea

(Kinostart: 11.12.) Schiffbruch im Sandmeer: Im ausgetrockneten Aralsee will Kapitän Marat seinen gestrandeten Kahn zum Wasser ziehen. Diesen Öko-Sisyphos macht Regisseur Bakhtiar Khudoijnazarov zur Hauptfigur eines lupenreinen Sowjet-Heldenepos.

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Berlin

Pasolini Roma

Er war einer der klügsten Künstler des 20. Jahrhunderts: Der schwule Katholik und Marxist Pier Paolo Pasolini sezierte in Wort und Film messerscharf die Verheerungen der Moderne. Nun feiert ihn der Gropius-Bau – und schreckt vor seiner Radikalität zurück.

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Woody Allen

Magic in the Moonlight

(Kinostart: 4.12.) Nächste Station auf Woody Allens Europa-Tournee fürs Kino: Berlin und die Côte d’Azur in den 1920er Jahren. Ein stocknüchterner Magier verfällt einer bezaubernden Hellseherin – als süffiger Filmgenuss wie ein Stück Lieblings-Torte.

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Michaël R. Roskam

The Drop – Bargeld

(Kinostart: 4.12.) Sein packender Krimi “Bullhead” spielte unter belgischen Rinderzüchtern, nun hängt Regisseur Roskam in einer schäbigen Bar in Brooklyn herum: für einen fesselnd realistischen Kleine-Leute-Thriller mit exzellenten Schauspielern.

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Terry Gilliam

Don Quixote ist mein Vorbild

Mit der britischen Comedy-Truppe Monty Python filmte er legendäre Komödien; seither ging es für Terry Gilliam auf und ab. Geldnot macht erfinderisch: Wie er “The Zero Theorem” spottbillig in Rumänien drehte, erzählt der Regisseur feixend im Interview.

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Flop-Ausstellungen 2014

Antike: Die Wikinger

Diese Kaperfahrer beeindrucken keinen: kleinteilige und fantasielose Materialschlacht von Fundstücken im Martin-Gropius-Bau.

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Kunst bis 1900: Feuerbach + Lagerfeld

Muse trifft Softporno - die Kunsthalle in Hamburg mixt Porträts und Erotik-Fotos: absurde Kombination.

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1900 bis 1945: Avantgarde!

Ohne Worte: Ein Saal ist mit Bildern gepflastert, der zweite mit Vitrinen. Erklärungen fehlen im Berliner Kulturforum.

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Kunst im Film

Ai Weiwei - The Fake Case

Fan-Porträt für Fortgeschrittene: Regisseur Andreas Johnsen bebildert Ai's negativen Personen-Kult: Repression hilft.

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Museum Hours

Jem Cohen treibt seine Protagonisten durch Wien wie Touristen - und sammelt planlos Schnappschüsse ein. Fesselnd wie Dias vom letzten Urlaub.

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Die Moskauer Prozesse

Milo Rau stellt verurteilte Künstler erneut vor Gericht - die Verfahren enthüllen das vormoderne Weltbild in Russland.

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Trier + Stuttgart

Ein Traum von Rom

Die Ausstellung als Aperitif: Das Rheinische Landesmuseum zeigt, wie das antike Trier zur Metropole der Superlative wurde – und macht damit Appetit auf seine ständige Sammlung sensationell gut erhaltener römischer Reliefs und Mosaiken von Weltrang.

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Berlin

Berlin Art Week 2014

Gier frisst Freiheit: Die Berlin Art Week mutiert zum Monster-Spektakel, bei dem alle auf ihre Kosten kommen – nur nicht die Kunst. Die abc-Messe floriert auch ohne Ideen, die frühere Preview-Messe konzentriert sich als Positions aufs Wesentliche.

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Berlin

Walker Evans – Ein Lebenswerk

Beobachter der Tristesse: Als Bildjournalist dokumentierte Walker Evans Alltag und Armut – obwohl er für ein US-Wirtschaftsmagazin arbeitete. Einen der einflussreichsten Fotografen des 20. Jahrhunderts stellt der Martin-Gropius-Bau nüchtern vor.

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Aachen

Karl der Große: Macht Kunst Schätze

Vor 1200 Jahren starb Karl der Große. Wie er Aachens Zentrum formte, ist bis heute sichtbar; dort widmet ihm die Stadt eine Mammut-Ausstellung. In drei Teilen macht sie deutlich: Des Kaisers Vermächtnis war eine Bildungsreform, die Europa bis heute prägt.

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Berlin

Wir gehen Baden!

Raus aus dem Freibad, rein ins Museum: Zur Sommerzeit breitet das Kupferstichkabinett 100 Werke aus fünf Jahrhunderten von Dürer bis David Hockney aus. Kleine Kunstgeschichte von Wasserratten, Badespaß und Strandleben – als feuchtfröhliches Vergnügen.

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Christoph Waltz

The Zero Theorem

(Kinostart: 27.11.) Ein Schlag ins Kontor von Google, Facebook und Konsorten: Monty-Python-Altmeister Terry Gilliam schildert den Alltag eines Hochleistungs-Computer-Nerds. Dass es dabei absolut wahnwitzig und grotesk zugeht, versteht sich von selbst.

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Nadav Schirman

The Green Prince

(Kinostart: 27.11.) Der Sohn eines Hamas-Chefs als israelischer Agent: Mossab Hassan Yousef war der wohl wichtigste Informant des Geheimdienstes. Er und sein Führungsoffizier erzählen Regisseur Schirman ihre Geschichte – eine unfassbar spannende Doku.

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Thomas Imbach

Mary – Königin von Schottland

(Kinostart: 20.11.) Ihre Cousine Elisabeth I. ist weltberühmt, Maria Stuart nur die ewige Verliererin. Regisseur Thomas Imbach porträtiert sie als überraschend moderne Kämpferin, die scheitern musste – ein Historienfilm auf der Höhe unserer Zeit.

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Devid Striesow

Traumland

(Kinostart: 20.11.) Straßenstrich-Elend in der Schweiz: Eine junge Prostituierte aus Bulgarien wird von allen nur benutzt, verraten und misshandelt. Ihre Doppelmoral-Diagnose gerät Regisseurin Petra Volpe zu hölzernem Problemkino der 1970/80er Jahre.

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Ruben Östlund

Höhere Gewalt

(Kinostart: 20.11.) Papa ist ein Waschlappen: Als eine Schneelawine niedergeht, lässt er Frau und Kinder im Stich. So droht der Ski-Urlaub, sie zu entzweien; das kühle Familien-Drama inszeniert Regisseur Ruben Östlund mit einer Prise schwarzer Humor.

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