München

Farbenmensch Kirchner

Neues vom Bilderbuch-Expressionisten: Gemälde-Durchleuchtung enthüllt, dass Kirchner sehr methodisch vorging. Um schneller malen zu können, mischte er Farben mit Benzin – diese explosive Mischung zeigt die Pinakothek der Moderne in 90 Beispielen.

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Berlin

The Ukrainians

Die Kunst des Protestes: An den Umwälzungen in der Ukraine sind viele Künstler aktiv beteiligt. Erstmals in Deutschland zeigt die daadgalerie einen aktuellen Querschnitt: Nüchterne bis resignative Arbeiten lassen Aufbruchstimmung meist vermissen.

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München

Nofretete - tête-à-tête

Der lange Schatten des Pharaonen-Reichs: Altägyptische Motive und Formensprache beeinflussen die Kunst bis heute. Das zeigt eine ambitionierte Schau im Ägyptischen Museum; sobald sie auf Museen und Publikum ausgreift, franst sie etwas aus.

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Berlin

Die Halluzinierte Welt

The Rocky Horror Painting Show: Das Haus am Lützowplatz zeigt Werke zeitgenössischer Maler, die Grenzen der Realität souverän ignorieren. Dieses Pandämonium lässt erahnen, welche irren Fantasien die virtuellen Welten im Internet entfesseln können.

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Berlin

8. Berlin Biennale

Neuer Spielplatz, alte Schwächen: Die Biennale rückt in die Museen Dahlem ein, ignoriert aber deren Weltklasse-Bestände. Stattdessen frönen Werk-Serien reihenweise der Tonnenideologie: Mehr ist besser! Dieses überflüssige Spektakel gehört entsorgt.

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Uberto Pasolini

Mr. May + das Flüstern der Ewigkeit

(Kinostart: 4.9.) Beamter für die letzten Dinge: Mr. May arrangiert Begräbnisse für einsam Verstorbene. In seinem Alltag herrscht Friedhofsruhe, bis sein wüster Nachbar stirbt. Regisseur Pasolini porträtiert eine Büromaus, die zu neuem Leben erwacht.

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Athanasios Karanikolas

Sto spiti – At Home

(Kinostart: 4.9.) Die Perle fällt aus der Fassung: Nach 20 Jahren treuer Dienste feuern griechische Herrschaften ihre kranke Hausangestellte. Regisseur Karanikolas zeigt soziale Kälte in erlesenen Bildern, begnügt sich aber mit nobler Resignation.

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Volker Schlöndorff

Paris könnte komplett weg sein

Mit “Diplomatie” zeichnet Volker Schlöndorff nach, wie Paris vor der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg gerettet wurde: Ein einzelner Konsul überredete den deutschen Kommandanten zur Kapitulation – vorbildlich bis heute, so der Regisseur im Interview.

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Volker Schlöndorff

Diplomatie

(Kinostart: 28.8.) Ein Nazi-General rettete Paris vor der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg. Diese wenig bekannte Episode verwandelt Regisseur Volker Schlöndorff in ein virtuoses Kammerspiel mit zwei Akteuren – als Heldenstück der Überredungskunst.

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Xavier Dolan

Sag nicht, wer du bist!

(Kinostart: 21.8.) Lost in Redneck Canada: Ein junger Schwuler besucht die Familien-Farm seines toten Geliebten und lässt sich von dessen Macho-Bruder terrorisieren. Stimmig und stimmungsvoll inszenierter Film Noir von Regie-Wunderkind Xavier Dolan.

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Flop-Ausstellungen 2013

Antike: Uruk - Megacity im Irak

Das Pergamonmuseum müht sich, eine der ältesten Städte der Welt vorzustellen. Doch es gibt kaum etwas zu sehen.

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Kunst bis 1900: Schloss Hubertusburg

Hier wurde der erste weltweite Krieg beendet, aber das Museum stellt lieber Jagdwaffen aus: völlig provinziell.

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1900 bis 1945: Museum Berggruen

Pfusch des Jahres: im März pompös wieder eröffnet, 7 Monate später wegen Schimmelbefall geschlossen.

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Hinter der Leinwand

Heutige Jugend beeindruckt mich

"Blau ist eine warme Farbe" gewann in Cannes die Goldene Palme. Die lesbische Love Story widmet er der Sex-Revolution, sagt der Regisseur.

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Jeder ist Alois Nebel

Der abseitige Animations-Film über einsame Bahner ist in Tschechien ein Knüller. Die Macher stehen vor einem Rätsel.

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Sich treiben lassen ist die Story

Dem Held von "Inside Llewyn Davis" passiert nichts Aufregendes. Wie man das fesselnd filmt, erklären Joel + Ethan Coen.

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Bonn

Kasimir Malewitsch

Der Stalin der Malerei: Malewitsch trieb den Rigorismus der klassischen Moderne auf die Spitze. Dem Erfinder des Suprematismus widmet die Bundeskunsthalle eine glänzend bestückte Retrospektive – mit Werken aller Phasen vor und nach dem Schwarzen Quadrat.

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Berlin

Hans Richter – Von Dada bis heute

Erfinder des Multimedia-Kunst: Hans Richter war Tausendsassa der Avantgarde in den 1920ern. Er kannte alle und kooperierte mit jedem; seine Filme schrieben Geschichte. Dieses vielgestaltige Werk präsentiert der Gropius-Bau als große Retrospektive.

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Leipzig

Es drängt sich alles zur Landschaft

Aus wilder Natur soll Landschaft werden: Ab 1800 kombinieren Maler exakte Umwelt-Beobachtung mit symbolischer Überhöhung. Wie Natur von der Hintergrund-Kulisse zur Hauptfigur aufstieg, zeigt ein weit gespannter Überblick im Museum der bildenden Künste.

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München

Dix/Beckmann: Mythos Welt

Arbeiterkind und Bürgersohn, Frontschwein und Feldsanitäter: Otto Dix und Max Beckmann waren große Antipoden. Dennoch verbindet die beiden bedeutenden Maler der Weimarer Republik ihre Weltsicht, wie eine opulente Schau in der Hypo-Kunsthalle zeigt.

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Berlin

Die 8 der Wege: Kunst in Beijing

Gegenwarts-Kunst aus China ohne Ai Weiwei: In den Uferhallen werden 23 junge Künstler aus Beijing vorgestellt, die souverän mit Versatzstücken aus Ost und West jonglieren. Ein exzellenter Einblick in die Kunstmarkt-Metropole; Systemkritik zählt kaum.

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Nana Ekvtimishvili

Entführung + Mord geschahen täglich

Zeit der Gesetzlosigkeit: In “Die langen hellen Tage” blickt Nana Ekvtimishvili auf die chaotischen 1990er Jahre in Georgien zurück. Im Interview erzählt sie von Brautraub, Ehrenmorden – und wie man Autorenfilme mit Speiseeis finanziert.

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Nana Ekvtimishvili + Simon Groß

Die langen hellen Tage

(Kinostart: 21.8.) Teenager-Leben in Georgien 1992: Ein ungeliebter Verehrer entführt seine Braut, ihre Freundin verhindert Blutrache. Regisseurin Ekvtimishvili verfilmt ihre Jugenderinnerungen – Momentaufnahmen von Wildwest im Kaukasus.

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Helen Mirren

Madame Mallory + der Duft von Curry

(Kinostart: 21.8.) Kinder, Küche und Culture Clash: Regisseur Lasse Hallström verkocht das Personal eines französischen Nobel-Restaurants mit dem einer indischen Familien-Gaststätte. Seine überzuckerte Kalorienbombe liegt schwer im Magen.

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Emily Watson

Dido Elizabeth Belle

(Kinostart: 14.8.) Adlig, gebildet, reich – und dunkelhäutig: Die Admirals-Tochter Dido wirkte im England des 18. Jahrhunderts wie eine Außerirdische. Ihre Leben verfilmt Regisseurin Amma Asante als Episode schwarzer Emanzipation mit Jane-Austen-Touch.

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Ken Loach

Jimmy's Hall

(Kinostart: 14.8.) Revolutionsromantik als Feelgood-Movie: Regisseur Ken Loach macht einen Tanzsaal im Irland der 1930er zum Klassenkampf-Schauplatz. Die Fronten sind klar, die Rollenverteilung auch – ein Augenschmaus für Arbeiterbewegungs-Nostalgiker.

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