Berlin

What a Wonderful World

Der Eiffelturm steht im Schilf, die Rialto-Brücke führt nirgendwo hin: Vier junge chinesische Fotografen zeigen in der kunst.licht gallery Momentaufnahmen vom Culture Clash zwischen China und dem Westen – ein erhellendes Panoptikum.

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Bremen

Emile Bernard – Am Puls der Moderne

Der Avantgardist als bekennender Reaktionär: Emile Bernard arbeitete mit Toulouse-Lautrec, Gauguin und Van Gogh zusammen, bevor er sich einem altmeisterlichen Stil verschrieb. Den fast Vergessenen will die Kunsthalle nun hierzulande rehabitilieren.

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Berlin

Robert Polidori

Chronist des malerischen Verfalls: Mit Bilderserien über Ruinen in Havanna oder Tschernobyl begeistert der kanadische Fotograf eine große Fangemeinde. Nun zeigt die Galerie Camera Work Aufnahmen aus Versailles – etwas zahm und auf die Dauer stereotyp.

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Berlin

Gottfried Lindauer: Māori Portraits

Wo die schönen Tattoos herkommen: Der Salonmaler Lindauer wanderte 1874 nach Neuseeland aus und porträtierte dort führende Maori-Persönlichkeiten. Diese faszinierenden Culture-Clash-Dokumente zeigt die Alte Nationalgalerie erstmals in Europa.

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Dubai + Sharjah

Art Dubai + 12. Sharjah Biennale

Glitzerkram war gestern: Die Messe für Gegenwartskunst in Dubai mausert sich im neunten Jahr zur seriösen Ost-West-Drehscheibe mit hochkarätigem Angebot. Dagegen schreckt die Biennale im benachbarten Sharjah durch kopflastige Sprödheit ab.

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Ryan Gosling

Lost River

(Kinostart: 28.5.) Kult-Schauspieler Ryan Gosling erstmals nicht vor, sondern hinter der Kamera: Sein Regiedebüt orientiert sich an Mystery-Klassikern von David Lynch, doch die Endzeit-Story über eine fluchbeladene Geisterstadt verkommt zur hohlen Pose.

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George Ovashvili

Die Maisinsel

(Kinostart: 28.5.) Augenweide für “Landlust”-Leser: Regisseur Ovashvili lässt Opa und Enkelin auf einem georgischen Fluss Robinsonade spielen. In die schlichte, malerisch bebilderte Fabel kann man sich fallen lassen wie auf eine Frühlingswiese.

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Jon Favreau

Kiss the Cook − So schmeckt Leben!

(Kinostart: 28.5.) Am besten mit Grill-Würstchen und Dosenbier: Regisseur und Hauptdarsteller Jon Favreau findet das wahre Gastronomie- und Familien-Glück im Imbisswagen. Kein originelles Rezept, aber mit viel guter Laune, Witz und Pfiff serviert.

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Michael Winterbottom

Mit Gewalt weltweit bombardieren

“Die Augen des Engels” handelt vom Medienrummel um einen Mordfall. Journalisten und Filmemacher stünden beide unter ähnlichem Druck, so Michael Winterbottom im Interview: Sie müssten ihre Stories einem an Klischees gewöhnten Publikum verkaufen.

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Daniel Brühl

Die Augen des Engels

(Kinostart: 21.5.) Multimediale Leichenfledderei im Internet-Zeitalter: Der Mord an einer US-Studentin in Italien wurde ab 2007 zum weltweit aufgebauschten Justiz-Drama. Regisseur Michael Winterbottom macht daraus ein subtiles Medienmenschen-Porträt.

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Top-Ausstellungen 2014

Kunst ab 1945: Karl Otto Götz

Er war der schwungvollste Maler der Abstraktion in der Nachkriegszeit - prächtige Werkschau zum 100. Geburtstag in drei Städten.

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Gegenwart: Die 8 der Wege: Kunst in Beijing

Rätselhaftes China: Diese Schau schlägt Schneisen ins Dickicht der Gegenwartskunst - fast ohne Ai Weiwei.

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Ethnologica: Inka – Anden-Könige

Totalitär wie Stalin, kontrollwütig wie die NSA: Diese bizarre Kultur stellt das Lindenmuseum in Stuttgart erstmals umfassend vor.

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Kunst im Film

Mr. Turner - Meister des Lichts

Ein Maler-Genie als Grobian: Mike Leigh erweitert sein Porträt des größten englischen Malers zum grandiosen Epochen-Panorama.

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Das Salz der Erde

Sebastião Salgado fotografierte unsagbares Leid und strahlende Schönheit in den entlegensten Winkeln der Erde - nun erzählt er Wim Wenders sein Leben.

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Das große Museum

Das Kunsthistorische Museum in Wien ist eine Welt für sich. Johannes Holzhausen blickt lakonisch und stilvoll hinter die Kulissen.

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Frankfurt am Main

Filmtheater – Kinofotografien

Wenn die Leinwand für immer dunkel bleibt: Die Fotografen Yves Marchand und Romain Meffre dokumentieren heruntergekommene Kinopaläste. Manche dienen als Sporthalle, Supermarkt oder Busgarage, wie die Schau im Deutschen Filmmuseum zeigt.

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München

Common Grounds

Ornament ist wirklich Verbrechen – wenn die Tapete Folter-Szenen zeigt. Die Villa Stuck präsentiert Arbeiten von zwölf zeitgenössischen Künstlern aus der islamischen Welt, die nach einer gemeinsamen Verständigungs-Basis suchen: sehenswert subtile Werke.

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Berlin

Blow Up - Antonionis Filmklassiker

Wie Sie sehen, sehen Sie nichts: In „Blow Up“ zeigte Michelangelo Antonioni, dass Fotografie wenig objektiv ist. Das entfaltet eine Ausstellung in der Galerie C/O Berlin glänzend mit Bildern der Swinging Sixties: Medientheorie als fröhliche Wissenschaft.

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Karlsruhe

art KARLSRUHE 2015

Messeneuheit Art-App: Die Technik rechnet aus, ob favorisierte Kunst ins heimische Wohnzimmer passt. Ansonsten kommen zur zwölften badischen Kunstmesse viele alte Bekannte: hochpreisige Klassiker und melancholische Zeitgenossen mit Lust am Analogen.

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München

Myanmar: Von Pagoden + Nat-Geistern

Ein Land wird neu entdeckt: 50 Jahre war das frühere Burma abgeschottet und unzugänglich; seit 2011 öffnet es sich zögerlich. Die Kulturen seiner 135 Völker präsentiert das Museum Fünf Kontinente glänzend – und spricht über Politik nur im Katalog.

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Ben Hopkins

Welcome to Karastan

(Kinostart: 21.5.) Reise ins Land der Inspiration: Ein naiver West-Filmemacher wird vom Ost-Diktator überredet, das große nationale Kino-Epos zu drehen. Gelungene Culture-Clash-Komödie, mit der Regisseur Hopkins den Irrsinn seiner Branche karikiert.

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Eran Riklis

Mein Herz tanzt

(Kinostart: 21.5.) Romeo und Julia in Jerusalem: Ein arabischer Israeli geht auf ein Elite-Internat und verliebt sich in eine Jüdin; sein behinderter Freund stirbt. Die Tragikomödie von Regisseur Riklis ist stimmig inszeniert, doch leicht übercodiert.

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Susanne Bier

Zweite Chance

(Kinostart 14.5.) Zwangsadoption in Dänemark: Ein vorbildlicher Polizist nimmt einem Junkie-Paar das Kind weg, weil es bei ihm besser aufgehoben sei. Damit lotet die Oscar-prämierte Regisseurin Susanne Bier erneut moralische Grenzbereiche aus.

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Jens Schanze

La buena vida − Das gute Leben

(Kinostart: 14.5.) David gegen Goliath im Regenwald von Kolumbien: Dem größten Steinkohle-Tagebau Südamerikas soll ein Indio-Dorf weichen − die Bewohner wehren sich. Regisseur Jens Schanze dokumentiert den ungleichen Kampf in einprägsamen Bildern.

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Margarethe von Trotta

Die abhandene Welt

(Kinostart: 7.5.) Auf der Suche nach der verlorenen Schwester: Regisseurin von Trotta lässt Katja Riemann nach dem Ebenbild ihrer Mutter fahnden, doch sie entpuppt sich als deren Tochter. Was glatt und harmonisch abläuft – ein perfekter Weihnachtsfilm.

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