Jena

Afterimages: Schwarze Film-Romantik

Reise durch das Unbewusste in zwölf Videofilmen: Wie Ansätze und Motive der Schwarzen Romantik in der zeitgenössischen Multimedia-Kunst fortwirken, zeigt die Kunstsammlung mit einer klugen Auswahl schaurig schöner, Schwindel erregender Beispiele.

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Bremen

Letztes Jahr in Marienbad

Die Osterinsel der Kinogeschichte: Alain Resnais‘ hyperraffinierter Rätsel-Film von 1961 gilt als so einzigartig wie abseitig. Die Kunsthalle will ihn zum Meilenstein mit kultureller Langzeitwirkung stilisieren – bleibt aber jeden Nachweis dafür schuldig.

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Wuppertal

Weltkunst – Von Buddha bis Picasso

Die ganze Welt in einer Ausstellung: Ein schwerreicher Exzentriker baute die größte private Kunstsammlung vor dem Krieg auf – sie füllt heute zwei wichtige Museen. Das zeigt die anschaulich und opulent inszenierte Gedenk-Schau im Von der Heydt-Museum.

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Berlin

Adolph Menzel zum 200. Geburtstag

Ein visueller Allesfresser, der zum Malen auf Leitern stieg: Adolph Menzel wurde als Autodidakt zum wohl bedeutendsten deutschen Künstler des 19. Jahrhunderts. Seinen 200. Geburtstag würdigen Nationalgalerie und Stadtmuseum – überschaubar, aber gelungen.

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Halle/Saale

100 Jahre Burg Giebichenstein

Hübsch herausgeputzte Rumpelkammer: Die Kunsthochschule in Halle war vor 100 Jahren der erste Mit- und Gegenspieler des Bauhauses. Das lässt die Jubiläumsschau in der Moritzburg nicht ahnen – sie gefällt sich als geschichtsloses Sammelsurium.

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Ryan Gosling + Russell Crowe

The Nice Guys

(Kinostart: 2.6.) Als Autos noch Autos und Brüste noch Brüste waren: In dieser Gangster-Komödie jagt Regisseur Shane Black beide Helden durch eine wirre Öko-Porno-Story im Los Angeles der 1970er Jahre – mit cleveren Dialogen und leicht peinlichem Humor.

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Cate Blanchett + Robert Redford

Der Moment der Wahrheit – Truth

(Kinostart: 2.6.) Glanz und Elend der US-Medien: Die Affäre um einen TV-Moderator und seine Produzentin, die wegen gefälschter Dokumente gefeuert wurden, bläst Regisseur James Vanderbilt zum tendenziösen Polit-Melodram auf – als linksliberale Sowjetpropaganda.

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Julia Roberts + George Clooney

Money Monster

(Kinostart: 26.5.) Gier als erste Bürgerpflicht: Ein Kleinanleger, der an der Börse sein Erspartes verlor, kidnappt den Moderator einer TV-Finanzshow. Großartig gallige Finanzmarkt- und Medien-Satire von Regisseurin Jodie Foster – ohne übliche Eliten-Kritik.

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Sion Sono

The Whispering Star

(Kinostart: 26.5.) Amazon für die Apokalypse: Ein japanischer Roboter im Mini-Raumschiff liefert galaxieweit die letzten Erinnerungs-Pakete aus. Regisseur Sion Sono inszeniert wunderbar elegische Schwarzweiß-Science Fiction voll zärtlicher Melancholie.

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Rokhsareh Ghaem Maghami

Sonita

(Kinostart: 26.5.) Ein Rap-Video als Ausreise-Ticket: Nachdem die junge Exil-Afghanin Sonita ihre Zwangsverheiratung auf Youtube angeprangert hatte, konnte sie in die USA fliegen. Das dokumentiert die iranische Regisseurin Maghami wuchtig und ungewohnt bunt.

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Top-Ausstellungen 2014

Kunst ab 1945: Karl Otto Götz

Er war der schwungvollste Maler der Abstraktion in der Nachkriegszeit - prächtige Werkschau zum 100. Geburtstag in drei Städten.

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Gegenwart: Die 8 der Wege: Kunst in Beijing

Rätselhaftes China: Diese Schau schlägt Schneisen ins Dickicht der Gegenwartskunst - fast ohne Ai Weiwei.

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Ethnologica: Inka – Anden-Könige

Totalitär wie Stalin, kontrollwütig wie die NSA: Diese bizarre Kultur stellt das Lindenmuseum in Stuttgart erstmals umfassend vor.

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Kunst im Film

Mr. Turner - Meister des Lichts

Ein Maler-Genie als Grobian: Mike Leigh erweitert sein Porträt des größten englischen Malers zum grandiosen Epochen-Panorama.

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Das Salz der Erde

Sebastião Salgado fotografierte unsagbares Leid und strahlende Schönheit in den entlegensten Winkeln der Erde - nun erzählt er Wim Wenders sein Leben.

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Das große Museum

Das Kunsthistorische Museum in Wien ist eine Welt für sich. Johannes Holzhausen blickt lakonisch und stilvoll hinter die Kulissen.

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Oldenburg

Horst Janssen + Johann Füssli

Virtuosen des kleinen Todes: Johann Heinrich Füssli führte das Unheimliche in die Kunst ein, 200 Jahre später formulierte Horst Janssen es aus. Wie wichtig für seine Grafik der „wilde Schweizer“ war, zeigt eine famose Ausstellung des Horst-Janssen-Museums.

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Berlin

Max Beckmann und Berlin

Wie Beckmann zu Beckmann wurde: Zwei Mal lebte er in der Hauptstadt – erst als ehrgeiziger Jungkünstler, später als Verfolgter. Dass die Metropole sein Werk stärker prägte als alles andere, zeigt eine hervorragende Retrospektive der Berlinischen Galerie.

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Koblenz + Halle/ Saale

Rudolf Schlichter: Eros+ Apokalypse

Der deutsche Dalì: Rudolf Schlichter lebte als Bohemien im Rotlichtmilieu, wurde in den 1920er Jahren mit neusachlichen Porträts bekannt und verstieg sich später zu Splatter-Surrealismus. Zwei Museen rekonstruieren anschaulich seine Zickzack-Laufbahn.

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Berlin

Cindy Sherman: Olbricht Collection

Hinter 1000 Verkleidungen verschwinden: Mit Foto-Serien wechselnder Selbst-Inszenierungen wurde Cindy Sherman zur höchstbewerteten Gegenwartskünstlerin. Der „me Collector’s Room“ zeigt eine Werkschau – Projektionsflächen für die Faszination der Leere.

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Düsseldorf

Zurbarán – Meister der Details

Der spanische Caravaggio: Für die Kirche der Gegenreformation schuf Francisco de Zurbarán so schlichte wie raffinierte Gemälde. Dem Maler barocker Askese widmet das Museum Kunstpalast nun die erste Werkschau in Deutschland – eine hinreißende Ausstellung.

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Ulrike Ottinger

Chamissos Schatten – Teil 4

(Kinostart: 26.5.) Im letzten und besten Teil ihrer zwölfstündigen Polarmeer-Saga besucht Regisseurin Ottinger das Grab von Vitus Bering auf der nach ihm benannten Insel und bereist Kamtschatka – dort traut sie sich leider kaum an die 29 aktiven Vulkane heran.

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Omar Sy

Monsieur Chocolat

(Kinostart: 19.5.) Manege frei für den ersten schwarzen Clown in Frankreich: eine Paraderolle für Omar Sy, der hier seinen komödiantischen Charme voll ausspielen kann. Doch Regisseur Roschdy Zem zeigt auch den latenten Rassismus der Belle Époque.

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Stefan Eberlein + Manuel Fenn

Parchim International

(Kinostart: 19.5.) Viel Fluglärm um nichts: Ein Investor aus China will einen ostdeutschen Ex-Militärflughafen ausbauen, kommt aber kaum voran. Wie die Filmemacher Eberlein und Fenn: Ihre Langzeit-Dokumentation legt eine ausfransende Bruchlandung hin.

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Çayan Demirel+ Ertuğrul Mavioğlu

Bakur - North

(Kinostart: 19.5.) Sieht aus wie Pfadfinder-Leben, ist aber Bürgerkrieg seit 30 Jahren: Die PKK lässt ihren Untergrund-Alltag dokumentieren. Ein aufschlussreicher Propagandafilm – bei Disziplin und Motivation scheint die Kurden-Guerilla unschlagbar.

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Omer Fast

Genug Geld für Koks + Stripperinnen

Vergangenheit ist, was wir dafür halten; ihre vollständige Rekonstruktion bleibt unmöglich. Dennoch unterwirft der Kunst-Filmer Omer Fast seinen Protagonisten in „Remainder“ einer aufwändigen Amnesie-Eigentherapie – um Tabus sichtbar zu machen, betont er.

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