Artikel von Arno Raffeiner (24)

Arno Raffeiner stammt aus Bozen, Italien, und lebt nach Stationen in Wien und Köln als Kulturjournalist in Berlin. Er war Chefredakteur von "Spex – Magazin für Popkultur" und schreibt für diverse Medien hauptsächlich über Film und Musik.

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Jodie Foster + Tahar Rahim

Der Mauretanier

(Kinostart: 10.6.) Echte Patrioten bekommen Recht: Mehr als 14 Jahre war ein Mann in Guantánamo interniert, ohne je angeklagt zu werden. Seinen Leidensweg inszeniert Regisseur Kevin Macdonald als endloses Ringen um Prinzipien mit schockierenden Folter-Szenen.

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Amy Adams + Gary Oldman

The Woman in the Window

(Netflix-Start: 14.5.21) Klotzen statt kleckern: Regisseur Joe Wright scheitert mit seiner überfrachteten Literaturverfilmung um eine labile Frau, die glaubt, einen Mord beobachtet zu haben. Sein unausgegorener Genremix hat allerdings optisch viel zu bieten.

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Andra Day

The United States vs Billie Holiday

(VoD-Start: 23.4.21) Verfolgt, verraten und verkauft: Regisseur Lee Daniels schildert die letzten Jahre der Sängerin Billie Holiday als tragischen Konflikt der schwarzen Ikone mit den US-Behörden – Andra Day brilliert als Königin der Jazz-Bühnen.

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Ramin Bahrani

Der weiße Tiger

(Netflix-Start: 22.1.21) Aufstieg eines Abgehängten: Regisseur Ramin Bahrani porträtiert einen Inder, der sich aus dörflichen Teestuben nach oben in die Sphäre der Reichen durchboxt – blutiger Klassenkampf auf dem Subkontinent im ökonomischen Aufbruch.

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Faraz Shariat

Futur Drei

(Kinostart: 24.9.) Schwules Online-Dating statt Mullah-Regime: Ein junger Exilperser lebt in der deutschen Provinz in den Tag hinein – bis er sich in einen iranischen Flüchtling verliebt. Debütfilm von Regisseur Faraz Shariat mit viel Sendungs- und Stilbewusstsein.

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Kristen Stewart

Jean Seberg – Against all Enemies

(Kinostart: 17.9.) Chanel-Kostüme und heimliche Verehrer statt dubioser Polizei-Machenschaften: Regisseur Benedict Andrews verschenkt im Biopic über die Schauspielerin und Bürgerrechtsaktivistin Jean Seberg das Potenzial ihrer dramatischen Lebensgeschichte.

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Midi Z

Nina Wu

(Kinostart: 3.9.) Missbrauch führt zur Psychose: Regisseur Midi Z beleuchtet eindrucksvoll Sexismus und Ausbeutung in der Filmindustrie. Sein komplex konstruierter und stilsicher inszenierter Thriller zeigt die #MeToo-Thematik aus taiwanesischer Perspektive.

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Ulrike Ottinger

Paris Calligrammes

(Kinostart: 11.6.) Wie sie wurde, was sie ist: Ethno-Dokumentarfilmerin Ulrike Ottinger lässt ihre künstlerischen Anfänge in Paris Revue passieren. Im kulturellen Zentrum der damaligen Welt kamen viele Einflüsse zusammen; dazu liefert diese Doku informative Fußnoten.

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Catherine Deneuve

La Vérité – Leben und lügen lassen

(Kinostart: 5.3.) Slapstickhaft durch familiäre Untiefen: Regisseur Hirokazu Kore-eda inszeniert locker-flockig die schwierige Beziehung einer Schauspieldiva zu ihrer Tochter. Ein schräger Film im Film ist nur eine von vielen originellen Ideen.

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Jan Bülow

Lindenberg! Mach dein Ding

(Kinostart: 16.1.) Als Karikatur eines Rebellen schwer beliebt: Deutschrocker Udo Lindenberg ist längst ein Denkmal seiner selbst. Das Potenzial seiner wild bewegten Anfänge schöpft Regisseurin Hermine Huntgeburth nicht aus – trotz eines tollen Hauptdarstellers.

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