Artikel von Marcus Woeller (59)

Marcus Woeller ist Kunsthistoriker und lebt in Berlin. Seit 2003 arbeitet er als Journalist und Redakteur. Seine Reportagen, Interviews und Kritiken zum Kunstmarkt, zu Kunst, Architektur und Artverwandtem sind in der tageszeitung, der Welt und der Welt am Sonntag, der Frankfurter Rundschau, dem Züricher Tages-Anzeiger, dem Tagesspiegel und der Berliner Morgenpost erschienen.

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Basel

Sculpture on the Move 1946–2016

Grau in Grau ist alle Architektur: Die allgegenwärtige Nichtfarbe lässt den Erweiterungsbau des Kunstmuseums großartig und beklemmend zugleich wirken. In diesem aseptischen Umfeld kommen die Skulpturen der Eröffnungs-Ausstellung nicht in Schwung.

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Lisa Immordino Vreeland

Peggy Guggenheim – Leben für Kunst

(Kinostart: 5.5.) Marcel Duchamp beriet sie bei ihrer ersten Galerie, mit ihrem Mann Max Ernst floh sie vor den Nazis: Peggy Guggenheim war eine Schlüsselgestalt der Moderne. Die Doku von Regisseurin Vreeland ist kurzweilig, bringt aber nichts Neues.

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Marcie Begleiter

Eva Hesse

(Kinostart: 28.4.) Heureka in Kettwig an der Ruhr: Dort fand Eva Hesse 1964 zu ihrem Stil. In New York beeindruckten ihre großformatigen Installationen die Kunstwelt; 1970 starb sie mit nur 34 Jahren. Ihre wechselhafte Biografie dokumentiert Marcie Begleiter.

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Phil Collins

Tomorrow is always too long

(Kinostart: 17.3.) Nicht der „Genesis“-Musiker, sondern ein Namensvetter: Der Künstler Phil Collins komponiert aus zahllosen TV- und Video-Schnipseln eine Hommage an die Stadt Glasgow und ihre Bewohner – zwischen Sozialrealismus und Sozialromantik.

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München

GegenKunst: »Entartete« + NS-Kunst

Griff in den Giftschrank: Die Pinakothek kontrastiert Klassiker der Moderne mit Werken von NS-Künstlern – aber nur in homöopathischen Dosen. Anstelle des platten Gegensatzes von Gut und Böse wäre eine differenzierte Betrachtung im aktuellen Kontext nötig.

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Maurizius Staerkle-­Drux

Die Böhms: Architektur der Familie

(Kinostart: 29.1.) Segen und Fluch eines Familien-Unternehmens: Seit drei Generationen sind alle Böhms Architekten, und der 95-jährige Patriarch ist immer noch der Boss. Regisseur Staerkle-Drux porträtiert eine Dynastie und vernachlässigt ihre Werke.

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Udo Kier

Arteholic

(Kinostart: 16.10.) Der Schauspieler als Kunstsüchtiger: Filmemacher Hermann Vaske schenkt Udo Kier zum 70. Geburtstag ein Doku-Porträt. Wobei sich Kier mehr für Künstler als ihre Werke interessiert und aus Museen flieht – eine spleenige Hommage.

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Venedig

Architektur-Biennale 2014

Von politischen Balkonen und Treppen-Forschung: Für die Biennale trägt Star-Architekt Rem Koolhaas eine Enzyklopädie der Gebäude-Elemente zusammen. Dafür klappert er ganz Italien ab – als Beispiel für gegenwärtige Stagnation und Ratlosigkeit weltweit.

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Gustav Deutsch

Shirley − Visionen der Realität

(Kinostart: 18.9.) Als die Bilder von Edward Hopper laufen lernten: 13 klassische Motive des US-Malers baut Regisseur Gustav Deutsch als Kulissen für eine fade Sittengeschichte nach. Seine artifizielle Animation wirkt leblos − und völlig uncool.

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David Cronenberg

Maps to the Stars

(Kinostart: 11.9.) Mit 13 Koks, mit 46 Selbstmord: Am Beispiel einer Superstar-Familie zeigt Regisseur Cronenberg Hollywood als goldenen Käfig voller Kaputtniks. Seine bitterböse Satire mit exzellentem Ensemble erstarrt allerdings in Künstlichkeit.

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