Artikel von Bela Akunin (137)

Geboren 1972 in Woronesch/ Südwestrussland. Umsiedlung in die Bundesrepublik 1990. Studium der Politologie, Ethnologie und Kulturgeschichte Osteuropas in Bremen und Heidelberg. 1999 bis 2002 Weltreise durch vier Kontinente; Reportagen für Reisemagazine. Seither Beiträge für diverse Zeitschriften, Radiosender und Online-Kulturportale. Interessen: Alles in Wort, Schrift und Bild, was über den mitteleuropäischen Tellerrand hinausreicht.

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Bonn + Berlin

Kino der Moderne: Weimarer Republik

Babylon Bundeskunsthalle: Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Film zum Massenmedium, das sämtliche Aspekte seiner Zeit reflektierte. Das zeigt eine so üppig ausgestattete wie souverän inszenierte Großausstellung – ab Juni im Berliner Museum für Film und Fernsehen.

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Jafar Panahi

Drei Gesichter

(Kinostart: 26.12.) Überlandfahrt im „Taxi Teheran“: Der iranische Regisseur Jafar Panahi, Berlinale-Sieger 2015, trotzt seinem Berufsverbot mit einem Provinz-Ausflug – sein vergnügliches und vielschichtiges Gesellschafts-Panorama feiert die Kraft der Fantasie.

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Kirill Serebrennikow

Leto

(Kinostart: 8.11.) New Wave gegen das Politbüro: Mit doppelbödigen Rocksongs wurde Viktor Zoi zum Megastar in der Sowjetunion. Das dortige Klima um 1980 rekonstruiert Regisseur Kirill Serebrennikow brillant – selten wird Jugendkultur so authentisch verfilmt.

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Shirin Neshat

Einen Sommer nur ihre Musik hören

Oum Kulthum ist ein Mega-Star, und Fans sind empfindlich: Als Exil-Iranerin einen Film über Ägyptens nationale Ikone zu drehen, ist von allen Seiten angreifbar. Ihr Werk werde stets teils gefeiert, teils abgelehnt, erklärt Regisseurin Shirin Neshat im Interview.

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Shirin Neshat

Auf der Suche nach Oum Kulthum

(Kinostart: 7.6.) Maria Callas des Orients: Oum Kulthum gilt als größter Star der arabischen Welt; ihr Gesangsstil war absolut einzigartig. Der Diva widmet die iranische Künstlerin Shirin Neshat einen Film, der ihre Stimme feiert, aber den Mythos nicht recht fassen kann.

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Marvin Litwak

Pawo

(Kinostart: 19.4.) Freiheit für Tibet: Beim Aufstand 2008 wird ein junger Tibeter verhaftet und gefoltert, bevor er nach Indien fliehen kann. Sein Doku-Drama mit Laiendarstellern filmt Regisseur Marvin Litwak optisch opulent und inhaltlich schlicht.

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Berlin + München

Die Ufa – Geschichte einer Marke

Das gibt’s nur einmal, das kommt nicht wieder: Die Ufa war Kino-Traumfabrik der Weimarer Republik und Nazi-Propagandaschmiede – heute produziert sie TV-Massenware. Ihre wechselvolle 100-jährige Geschichte beleuchtet eine Ausstellung recht summarisch.

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Berlin + Köln

Indigenous Australia

Ganze Welten nur mit Kreisen und Punkten erschaffen: Die uralte Kunst der Aborigines ist absolut einzigartig. Im „me Collectors Room“ wird eine exzellente Auswahl der Nationalgalerie gezeigt, im Rautenstrauch-Joest-Museum beeindruckende Werke der Spinifex und Yolŋu.

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Köln

Il deserto rosso now

Mit „Die rote Wüste“ schrieb Michelangelo Antonioni 1964 Kinogeschichte: Er zeigte Italien als düstere Mondlandschaft mit grellen Farbakzenten. Heute finden 30 Fotografen dort nur beliebige Schnappschüsse, führt eine Ausstellung der Photographischen Sammlung vor.

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Mehmet Kurtuluş

Clair Obscur

(Kinostart: 7.12.) Hell versus Dunkel: Regisseurin Yeşim Ustaoğlu beobachtet das Liebes- und Eheleben zweier junger Frauen in der heutigen Türkei und lässt sie aufeinander treffen. Ohne zu werten – eine subtile Sozialstudie in erlesen elegischen Bildern.

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