Artikel von Ingrid Beerbaum (168)

Ingrid Beerbaum kam bei Berlin zur Welt und hat Germanistik, Slawistik und Soziologie in Potsdam, St. Petersburg und Dnjepropetrowsk studiert. Anschließend war sie im PR-Bereich und als Journalistin für Rundfunk, TV-Sender und Presse tätig. Sie lebt und arbeitet in Berlin als Journalistin und Kritikerin für mehrere Zeitungen und Online-Magazine mit dem Schwerpunkt osteuropäisches Kino. Außerdem ist sie als Kuratorin für das Internationale Kurzfilm-Festival "Interfilm" und als Mitglied des deutschen Filmkritiker-Verbandes in Jurys diverser Festivals im In- und Ausland tätig.

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Albrecht Schuch

Lieber Thomas

(Kinostart: 11.11.) Bleiben will ich, wo ich nie gewesen bin: Der Dichter Thomas Brasch lebte als Poète maudit dort, wo das am allerwenigsten hinpasste – in der DDR. Seine Biographie verfilmt Regisseur Andreas Kleinert freizügig und furios, mit einem fabelhaften Albrecht Schuch in der Hauptrolle. ...weiter

Sönke Wortmann

Contra

(Kinostart: 28.10.) Pygmalion im Uni-Hörsaal: Ein arroganter Professor trainiert eine Migranten-Studentin für Debatten-Wettbewerbe. Das Remake einer französischen Komödie gerät sehr deutsch: Regisseur Sönke Wortmann zeichnet Figuren und Milieus sorgfältig, aber mit wenig Esprit. ...weiter

Jesse Eisenberg

Résistance – Widerstand

(Kinostart: 14.10.) Vor dem Rampenlicht im Untergrund: Der Pantomime Marcel Marceau rettete als Jüngling in der französischen Résistance Scharen von Kindern das Leben. Regisseur Jonathan Jakubowicz überfrachtet seinen Historienfilm mit zu großen Ambitionen. ...weiter

Daniel Craig

Keine Zeit zu sterben

(Kinostart: 30.9.) Bye bye Blondschopf: Dieser James-Bond-Film ist der fünfte und letzte mit Daniel Craig in der Titelrolle. Ihm richtet Regisseur Cary Joji Fukunaga eine opulente Abschiedsvorstellung aus – mit vielen diversen Figuren aus der unübersichtlichen Gegenwart. ...weiter

Tim Fehlbaum

Tides

(Kinostart: 26.8.) Vor uns die Sintflut: In diesem SciFi-Thriller hausen die Reste der Menschheit in einem endlosen Wattenmeer. Seiner originell amphibischen Dystopie gewinnt Regisseur Tim Fehlbaum eindrucksvolle Bilder ab – nur die Story ist ein recht dünner Aufguss. ...weiter

Lars Eidinger

Nahschuss

(Kinostart: 12.8.) Das letzte Todesopfer der DDR-Justiz: Der Ex-Stasi-Offizier Werner Teske wurde 1981 hingerichtet. An seine Biographie ist der Film von Regisseurin Franziska Stünkel angelehnt – ein beklemmendes Psychodrama über Gewissensnöte in einem totalitären Regime. ...weiter

Tom Schilling

Fabian oder Der Gang vor die Hunde

(Kinostart: 5.8.) Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich's völlig ungeniert: Das Ende der Weimarer Republik beobachtete Erich Kästner 1931 mit den Augen eines haltlosen Moralisten. Seinen Erfolgsroman verfilmt Regisseur Dominik Graf als sinnenprall stimmiges Epochen-Panorama. ...weiter

Alicia Vikander + Dev Patel

The Green Knight

(Kinostart: 29.7.) Nichtsnutz köpft Ritter: Ein Nebenfigur der Artus-Sage besteht viele Abenteuer – aber verweigert sich dem Ziel. Regisseur David Lowery erneuert das Fantasy-Genre, indem er zwar visuelle Konventionen bedient, aber inhaltlich manche unerwarteten Haken schlägt. ...weiter

Mads Mikkelsen

Der Rausch

(Kinostart: 22.7.) Experiment Dauerschwips: Thomas Vinterberg erzählt in seiner Oscar-prämierten Sozialsatire, wie vier Freunde wieder Aufregung in ihr Lehrerdasein bringen – durch konsequente Anwendung einer skurrilen Theorie über die Vorteile des Pegeltrinkens. ...weiter

Daniel Brühl

Nebenan

(Kino-Start: 15.7.) Bier und Sülze im Prenzlberg: Daniel Brühls Kammerspiel über gentrifizierende Zuzügler und alteingesessene Berliner schwankt zwischen echter Beobachtung, Ironie und Eitelkeit – und gibt unverhofften Einblick in das Leben urbaner Upperclass-Kreativlinge. ...weiter