Artikel von Markus Tschiedert (24)

Der gebürtige Berliner entdeckte seine Leidenschaft fürs Kino bereits in seiner Kindheit. Er studierte an der Universität der Künste in Berlin ‚Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation’, ging nach seinem Abschluss ins Ausland und arbeitete für mehrere Werbe- und Medienagenturen sowie für die Berlinale. Seit einem Praktikum beim Ullstein-Verlag ist er als freier Filmjournalist tätig. Neben Kritiken und Interviews mit Produzenten, Regisseuren und Schauspielern kümmert er sich alljährlich um die Verleihung des Ernst-Lubitsch-Preises, weil er Filmgeschichte als genauso wichtig empfindet wie das aktuelle Kinogeschehen.

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Wim Wenders

In 3D sind Menschen fast wie nackt

Alles wird gut: Der neue Film von Wim Wenders, „Every Thing Will Be Fine“, handelt von Traumatisierung und Heilung. Das könne jede beliebige Geschichte leisten, sagt der Regisseur im Interview: In 3D lasse sich das wie unter einer Lupe beobachten.

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Ridley Scott

Moses war ein Mann der Extreme

Ein Action-Epos aus dem Alten Testament: In „Exodus“ verfilmt Ridley Scott den Auszug der Israeliten ins Gelobte Land. Ihr Anführer habe mit Gott gehadert und Existenz-Beweise verlangt, erklärt Scott im Interview: So sei er erstmals im Kino zu sehen.

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Terry Gilliam

Don Quixote ist mein Vorbild

Mit der britischen Comedy-Truppe Monty Python filmte er legendäre Komödien; seither ging es für Terry Gilliam auf und ab. Geldnot macht erfinderisch: Wie er „The Zero Theorem“ spottbillig in Rumänien drehte, erzählt der Regisseur feixend im Interview.

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Mads Mikkelsen

Bronson wirkte wie aus der Hölle

In „The Salvation“ spielt Mads Mikkelsen einen klassischen Western-Helden: den einsamen Rächer. Dabei orientierte er sich weniger an Clint Eastwood als am maulfaulen Charles Bronson, erzählt der dänische Schauspieler im Interview.

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Dominik Graf

Faszinierende Liebesbrief-Debatte

Epische Länge für ganz große Gefühle: Die Dreiecksbeziehung von Schiller mit zwei Schwestern erzählt Dominik Graf in 140 Minuten; seine TV-Fassung ist noch länger. Warum er für die Figuren-Entwicklung so viel Zeit braucht, erklärt er im Interview.

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Freida Pinto

Ich habe zwei linke Füße

Im Drama „Wüstentänzer“ spielt Freida Pinto eine tanzbesessene junge Iranerin, die heroinabhängig ist. Mit „Slumdog Millionaire“ wurde sie 2008 weltberühmt, doch diese Rolle war die größte Herausforderung ihrer Laufbahn, erzählt Pinto im Interview.

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Richard Linklater

Zum 120-Kilo-Wrestler werden

Dreharbeiten als Zeitreise ins Unbekannte: Richard Linklater hat zwölf Jahre lang Kindheit und Jugend eines Jungen mit der Kamera begleitet. In der Pubertät drohte sein Hauptdarsteller abzuspringen, erzählt er im Interview: Alles hätte scheitern können.

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Darren Aronofsky

Die Bibel zum Leben erwecken

Seine Sintflut-Saga „Noah“ ist für Regisseur Darren Aronofsky unvergleichlich: optisch Fantasy, inhaltlich Philosophie. Im Interview erklärt er, warum Gott im Film nur Schöpfer genannt wird, und was er von Verboten in islamischen Ländern hält.

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Feo Aladag

Koran-Rezitation nur bei Beerdigung

Filme machen unter dem Schutz des Verteidigungs-Ministeriums: Feo Aladag hat „Zwischen Welten“ an den Original-Schauplätzen in Afghanistan gedreht. Im Interview spricht sie über Hilfe durch die Bundeswehr und gestrichene Szenen; Authentizität geht vor.

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Charlotte Gainsbourg

War für anstößigen Sex zuständig

Für Lars von Trier würde Charlotte Gainsbourg beim Dreh alles tun, doch das Skript zu „Nymphomaniac“ jagte ihr Angst ein. Im Interview spricht sie über seinen respektvollen Umgang mit Schauspielern wie Porno-Darstellern – und seine Liebe zu Frauen.

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