Artikel von Anne-Katrin Müller (106)

Kommt aus Niedersachsen; war von der norddeutschen Tiefebene schnell gelangweilt. Umzug nach NRW, Ausbildung zur Fotografin in Köln und Iserlohn. Diverse Jobs, die mal mehr, mal weniger mit Foto und Film zu tun hatten, was ihre Begeisterung fürs Kino nicht minderte. Schreibt seit ca. zehn Jahren über bewegte Bilder für diverse Medien. Liebt Filme, die ihr die Augen für fremde Lebenswelten öffnen, ohne ihr Sand in dieselben zu streuen.

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Daniel Auteuil

Die brillante Mademoiselle Neïla

(Kinostart: 14.6.) Vom Underdog zum Überflieger: Eine Migranten-Studentin wird von einem elitären Professor zum Rhetorik-Ass ausgebildet. Seine Dramödie inszeniert Regisseur Yvan Atall ohne politisch korrekte Klischees, aber voller feinsinnigem Esprit. ...weiter

Daniel Brühl

7 Tage in Entebbe

(Kinostart: 3.5.) Bomben ins Bewusstsein werfen: Das Terroristen-Geiseldrama 1976 war die spektakulärste Flugzeugentführung der Epoche. Regisseur José Padilha zeigt sie virtuos multiperspektivisch – und erklärt, warum Benjamin Netanjahu heute Israel regiert. ...weiter

George Ovashvili

Vor dem Frühling

(Kinostart: 29.3.) Requiem für einen Westentaschen-Tyrannen: Georgiens erster Präsident Swiad Gamsachurdia verspielte als dilettantischer Diktator die Macht. Seinem Ende widmet Regisseur Ovashvili ein bizarres Biopic – in schöner Kaukasus-Kulisse. ...weiter

Matt Damon

Downsizing

(Kinostart: 18.1.) Groß gedacht, klein gemacht: Regisseur Alexander Payne spielt die Folgen freiwilliger Miniatisierung durch. Eine Stunde lang als amüsantes und lehrreiches Gedankenspiel – dann mutiert die Tragikomödie zum haarsträubenden Öko-Märchen. ...weiter

Niels Arden Oplev

Flatliners

(Kinostart: 30.11.) Auf der anderen Seite warten Alpträume: Medizin-Studenten, die sich Nahtod-Erfahrungen aussetzen, werden von Horror und Schuldgefühlen gequält. In seinem Remake eines Thrillers von 1990 fällt Regisseur Niels Arden Oplev wenig Neues ein. ...weiter

George Clooney

Suburbicon

(Kinostart: 9.11.) Wohlstand für alle: Die Utopie der Konsumgesellschaft schien in US-Vorstädten der 1950er Jahre verwirklicht. Das demontiert George Clooney als Regisseur genüsslich – mit einem großartigen Drehbuch der Brüder Joel und Ethan Coen. ...weiter

Alain Gomis

Félicité

(Kinostart: 5.10.) Gesichter einer Zwölf-Millionen-Metropole: Das Porträt einer Sängerin in Kinshasa, die ihren kranken Sohn retten will, erweitert Regisseur Alain Gomis zum Panorama afrikanischer Lebenswirklichkeit – prämiert mit dem Silbernen Bären 2017. ...weiter

Tamer El Said

In den letzten Tagen der Stadt

(Kinostart: 7.9.) Kairo vor der Arabellion: Regisseur Tamer El Said porträtiert einen Filmemacher, den so viele Sorgen wie ganz Ägypten plagen – halb als mäandernde Nabelschau, halb als facettenreiches Momentaufnahmen-Puzzle der 20-Millionen-Metropole. ...weiter

Michael Fassbender

Das Gesetz der Familie

(Kinostart: 3.8.) Es gibt kein richtiges Leben im nomadischen: Regisseur Adam Smith siedelt einen Vater-Sohn-Konflikt im Milieu von Outlaws in Wohnwagen an. Wovon er wenig versteht: Kultivierte Top-Darsteller wirken als Prekariat kaum glaubwürdig. ...weiter

Pierre Richard

Monsieur Pierre geht online

(Kinostart: 22.6.) Womanizer werden leicht gemacht: Mit Flirts auf Dating-Portalen erlebt ein Witwer seinen dritten Frühling. Regisseur Stéphane Robelin macht daraus eine konventionelle Dreiecks-Komödie; der Frustfaktor von Internet-Kontakten bleibt außen vor. ...weiter