Artikel von Oliver Heilwagen (379)

Jahrgang 1968, Studium der Geschichte, Philosophie und Volkswirtschaft in Göttingen, Bordeaux, Berlin und Moskau. Rundfunk-Volontariat, danach Redakteur und/oder Autor für diverse Medien, u.a. bei F.A.Z., Die Welt, Der Tagesspiegel, Berliner Zeitung, Deutschlandradio, Netzeitung und kultiversum - Die Kulturplattform. Mitgründer und seit 2011 V.i.S.d.P von Kunst+Film. Interessen: Alte Meister, ost- und außereuropäische Kunst sowie Autorenfilme mit dem, was früher "gesellschaftliche Relevanz" hieß.

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Berlin

Unvergleichlich: Kunst aus Afrika

Harmonischer Culture Clash: Einer fabelhaften Ausstellung im Bode-Museum gelingt, was alle fordern, aber kaum jemandem glückt – der systematische und anschauliche Vergleich verschiedener Kulturen. Als Vorbild für das umstrittene „Humboldt Forum“ ab 2019.

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Steve Buscemi

The Death of Stalin

(Kinostart: 29.3.) Meisterwerk über das ewige Russland: Machtkämpfe nach Stalins Tod verwandelt Regisseur Armando Iannucci in ein zeitlos gültiges Gesellschafts-Panorama von Iwan dem Schrecklichen bis Putin – voll beißender Komik und grausiger Details.

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Joaquin Phoenix + Rooney Mara

Maria Magdalena

(Kinostart: 15.3.) Predigen zu bereits Bekehrten: Mit seinem Biopic über die Gefährtin Jesu will Regisseur Garth Davis eine wichtige Gestalt der Heilsgeschichte rehabilitieren − doch historisch präzise Ausstattung und antiquierte Figurenzeichnung widersprechen sich.

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68. Berlinale

Behinderten-Sex im Bären-Portfolio

Die Berlinale-Jury schockiert mit dem Goldenen Bären für „Touch me not“, die potentiell besten Wettbewerbsfilme laufen in Nebenreihen – alles wie gehabt. Dennoch zeichnen sich erste Konturen für ein Festival nach dem Ende des endlosen Kosslick-Regimes ab.

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Guillermo del Toro

Shape of Water-Flüstern des Wassers

(Kinostart: 15.2.) Die Schöne und das Biest im Kalten Krieg: Ein Märchen für Erwachsene im liebevoll imitierten B-Movie-Look von Regisseur Guillermo del Toro ist der haushohe Oscar-Favorit – seine Farbenpracht transportiert ein schwarzweiß schlichtes Weltbild.

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Karlsruhe

Cézanne – Metamorphosen

Alles hängt mit allem zusammen: Die Kunsthalle will nachweisen, dass Paul Cézanne alle Formen miteinander verknüpft und Genre-Grenzen aufgelöst hat. Ihre ehrgeizige These lässt sich nur teilweise belegen – was den Schauwert dieser Retrospektive nicht mindert.

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Dorota Kobiela + Hugh Welchman

Loving Vincent

(Kinostart: 28.12.) Die Welt mit den Augen von Van Gogh betrachten: Seine Spurensuche nach dem Maler komponiert das Regie-Duo Kobiela und Welchman aus Tausenden von Ölgemälden – der Animationsfilm des Jahres bietet einzigartige Seh-Erfahrungen.

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Berlin

Gesichter Chinas + Wechselblicke

Auge in Auge mit dem Reich der Mitte: Das Museum für Asiatische Kunst und die Kunstbibliothek präsentieren im Kulturforum klassische Porträtmalerei und kulturelle Exportgüter – zwei visuell opulente Sonderschauen mit magerem historischen Kontext.

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Ai Weiwei

Human Flow

(Kinostart: 16.11.) Elendsporno aus der Panorama-Perspektive: Konzept-Künstler Ai Weiwei dreht eine Doku über Flüchtlingsströme weltweit als wirren Bildersalat – mit gigantischem Aufwand und grotesk dürftigem Resultat. Jede TV-Reportage bietet mehr.

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Berlin

Kulturrevolutions-Fotografie heute

Bilder einer totgeschwiegenen Katastrophe: Von Maos Kulturrevolution will das offizielle Chinas nichts mehr wissen. Wie heutige Fotokünstler damit umgehen, führt das Museum für Fotografie vor – leider ohne nötige Erläuterungen für westliche Betrachter.

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