Artikel von Dörthe Gromes (73)

Geboren 1978 in Rostock. Studium der Politik- und Kulturwissenschaften in Leipzig. Längere Aufenthalte in Lateinamerika und Russland. Interessen: künstlerische Dokumentar- und Spielfilme, Kinolandschaft in Mitteldeutschland, Lokaljournalismus, Zeitgeschichte, Umweltpolitik, Gärtnern, Reisen. Medien: Sächsische Zeitung, Leipziger Volkszeitung, ZEIT, ZEITonline, Player-Kinomagazin u.a.

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Sebastián Lelio

Eine fantastische Frau

(Kinostart: 7.9.) Fremd in der eigenen Haut: Im Film von Sebastián Lelio ringt eine Transsexuelle um Anerkennung in einer intoleranten Familie – schmerzhaftes wie ermutigendes Emanzipationsdrama über die Fallstricke sexueller Identitätsbehauptung.

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Călin Peter Netzer

Ana, mon amour

(Kinostart: 24.8.) Fragmente einer neurotischen Liebe: Der rumänische Regisseur Călin Peter Netzer schildert die Beziehung einer Angstkranken zu ihrem aufopferungsvollen Mann. Sein ambitioniertes Psychodrama gerät etwas anämisch und bodenschwer.

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Andrej Kontschalowski

Paradies

(Kinostart: 27.7.) Von Tschechow zu Himmler und zurück: Der russische Regisseur Andrej Kontschalowski porträtiert drei Menschen in der Weltkriegs-Endphase. Sein so eigenwilliges wie fesselndes Psychogramm wurde in Venedig 2016 für die beste Regie prämiert.

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Philippe Van Leeuw

Innen Leben - Insyriated

(Kinostart: 22.6.) Wenn der Krieg nach Hause kommt: Regisseur Philippe Van Leeuw zeigt, was es bedeutet, wenn der Schrecken zum Alltag gehört – und schafft ein klaustrophobisches Drama über den syrischen Bürgerkrieg und seine menschlichen Ausnahmezustände.

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Katrin Rothe

1917 – Der wahre Oktober

(Kinostart: 11.5.) Der Triumph der Bolschewiki als monumentale Bastelarbeit: Zum 100. Jahrestag der russischen Revolution stellt Filmemacherin Katrin Rothe sie als Trickfilm nach – eine animierte Geschichtsvorlesung aus der Sicht von fünf Künstlern.

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Claudio Caligari

Tu nichts Böses– Non essere cattivo

(Kinostart: 6.4.) Italien jenseits von Dolce Vita: Am Strand von Ostia tummelt sich jede Menge Drogenmilieu-Gelichter. Regisseur Claudio Caligari hält die enge Freundschaft zweier Außenseiter als furioses Doppel-Porträt fest – eine fesselnde Sozialstudie.

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Michael Dudok de Wit

Die Rote Schildkröte

(Kinostart: 16.3.) Robinsonade in Comic-Version: Der neue Animationsfilm von Michael Dudok de Wit erzählt in minimalistischen Bildern und ohne Dialoge von der Beziehung zwischen Mensch und Natur – eine gelungene Parabel mit universaler Botschaft.

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Nicola Graef

Neo Rauch – Gefährten und Begleiter

(Kinostart: 2.3.) Viel Rauch um Nichts? In einem Dokumentarfilm blickt Nicola Graef dem berühmten deutschen Maler Neo Rauch über die Schulter. Doch statt die künstlerischen Motive zu erklären, erweist sich der Film als unkritische Huldigung.

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Goran Radovanović

Enklave

(Kinostart: 16.2.) Im KFOR-Panzer zur Schule: Mit den Augen eines einsamen Jungen blickt Regisseur Goran Radovanović auf den serbisch-albanischen Konflikt im Kosovo. Sein präzise inszeniertes Drama ergreift aber einseitig Partei für die serbische Sache.

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Asghar Farhadi

The Salesman

(Kinostart: 2.2.) Haus kaputt, Gesellschaft marode: Sein neues Beziehungsdrama erweitert Asghar Farhadi, der Ingmar Bergman des Iran, zu einem Panorama von oben und unten, Moderne und Tradition – dafür genügt ein ungebetener Besucher.

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