Paul Schrader

Mishima - Ein Leben in 4 Kapiteln

(Kinostart: 28.11.) Der letzte Bannerträger altjapanischer Krieger-Ideale: Regisseur Paul Schrader zeichnete 1985 das Leben des umstrittenen Schriftstellers Yukio Mishima nach. Nun wird sein brillant inszenierter Film im Director’s Cut gezeigt.

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Dennis Hopper

The Last Movie (WA)

(Kinostart: 27.12.) Ein Meta-Western über die Fallstricke der eigenen Psyche: Nach „Easy Rider“ scheiterte Dennis Hopper 1971 mit seinem zweiten Film – ebenso wie die Hauptfigur, ein Aussteiger in Peru. Der verhinderte Klassiker kommt digital restauriert neu ins Kino.

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Wim Wenders

Der Himmel über Berlin (WA)

(Kinostart: 12.4.) Rückblick auf eine verschwundene Stadt: Wim Wenders‘ Erfolgsfilm von 1987 war eine Hommage an Westberlin. Nun kommt er digital restauriert wieder ins Kino – mit allen Stärken und Schwächen eines Autorenfilms der alten Bundesrepublik.

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Brian De Palma

Scarface

Aus dem Knast in Kuba an die Spitze des Kokain-Kartells: Als brutaler Mafiaboss Tony Montana spielte Al Pacino die Rolle seines Lebens. Damit gelang Regisseur Brian De Palma ein Gangsterfilm-Klassiker – zu sehen im Filmmuseum Düsseldorf am 24. April.

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Fredi M. Murer

Höhenfeuer

Antike Tragödie unter Alpengipfeln: 1985 verlegte Regisseur Fredi M. Murer ein Inzest-Drama auf einen Hochgebirgs-Einödhof. Sein Meisterwerk wurde mehrmals zum besten Schweizer Film aller Zeiten gewählt – zu sehen im Filmmuseum Düsseldorf am 27. März.

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Marcel Carné

Drôle de drame-Ein sonderbarer Fall

Wenn der Krimi Realität wird: 1937 erzählte der französische Regisseur Marcel Carné von einem Krimiautor, den ein Massenmörder verfolgt. Das Filmmuseum Düsseldorf zeigt die groteske Satire im Stil des Poetischen Realismus am 13. Februar.

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Jim Jarmusch

Mystery Train

Endstation Memphis: An Elvis‘ letztem Wohnort lässt Regisseur Jim Jarmusch in drei Eintags-Episoden sein skurriles Personal in einem Billig-Hotel stranden. Diese so vergnügliche wie komplexe Tragikomödie zeigt das Filmmuseum Düsseldorf am 30. Januar.

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Armin Müller-Stahl+ Manfred Krug

Fünf Patronenhülsen

Sengende Sonne, kein Wasser: Den Überlebenskampf von fünf Freiwilligen im Spanischen Bürgerkrieg gegen die Faschisten inszenierte DEFA-Regisseur Frank Beyer 1960 wie einen packenden Western – das Filmmuseum Düsseldorf zeigt ihn am 12. Dezember.

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Peter Lorre

Der Verlorene

Schuld und Sühne im Flüchtlingslager: 1951 griff der Schauspieler Peter Lorre die Verstrickung in NS-Verbrechen auf. Seine einzige Regiearbeit, damals ein Flop, gilt heute als Meisterwerk – das Filmmuseum Düsseldorf zeigt es am 14. November.

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Clint Eastwood

Unforgiven – Erbarmungslos

Wie man einen Helden-Mythos zerpflückt: In „Erbarmungslos“ stellte Clint Eastwood 1992 die Klischees des Western-Genres auf den Kopf. Dafür erhielt er vier Oscars – das Filmmuseum Düsseldorf zeigt dieses Antiwestern-Meisterwerk am 17. Oktober.

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Éric Rohmer

Le Rayon vert – Das grüne Leuchten

Leben als Dauerpalaver: Kein anderer Regisseur hat Widersprüche zwischen dem, was Menschen sagen, und ihren Taten so charmant in Kino verwandelt wie Eric Rohmer. Für „Das grüne Leuchten“ erhielt er 1986 den Goldenen Löwen – am 19.9. im Filmmuseum Düsseldorf.

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King Hu

A Touch of Zen

(Kinostart: 17.8.) Spiel mir das Lied vom Tod in Taiwan: Mit seinem Kampfkunst-Klassiker von 1971 revolutionierte Regisseur King Hu den ostasiatischen Film. Sein faszinierend bildgewaltiges Rache-Epos kommt nun digital restauriert wieder ins Kino.

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Catherine Deneuve

Belle de Jour – Schöne des Tages

(Kinostart: 20.7.) Sex nur bis fünf Uhr: Eine Ehefrau schafft heimlich im Bordell an. Daraus machte Surrealismus-Regisseur Luis Buñuel 1967 ein verführerisches Meisterwerk voller Ambivalenzen – und Catherine Deneuve zum Star. Nun als Digitalfassung wieder im Kino.

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Sun Ra

Space is the Place

(Kinostart: 6.7.) Schöner tanzen auf dem Saturn: 1972 drehte Jazz-Exzentriker Sun Ra einen Science-Fiction-Film über die Auswanderung von US-Schwarzen ins All. Nun kommt sein psychedelisches Meisterwerk des Afrofuturismus in digitaler Fassung wieder ins Kino.

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Ousmane Sembène

Guelwaar

Begräbnis auf dem falschen Friedhof: Aus einem Dorf-Streit im Senegal machte Ousmane Sembène, einer der Väter des afrikanischen Kinos, 1992 eine universelle Parabel für den Konflikt zwischen Fremd- und Selbstbestimmung – im Filmmuseum Düsseldorf am 13.6.

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Aki Kaurismäki

Mädchen aus der Streichholzfabrik

Tristesse totale: Eine finnische Arbeiterin wird gedemütigt, bis sie sich giftig rächt. Im lakonischen Proletarier-Epos von Aki Kaurismäki brillierte 1990 in der Hauptrolle Kati Outinen. Ihren großen Auftritt zeigt das Filmmuseum Düsseldorf am 9. Mai.

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Alain Resnais

La Guerre est finie

Auf Kriegsfuß mit der Realität: „La Guerre est finie“ erzählt von einem spanischen Revolutionär, der in Frankreich gegen das Franco-Regime kämpft. Selten wurde Zeitgeschichte so gekonnt mit Persönlichem verschaltet. Das Filmmuseum Düsseldorf zeigt den Film am 28. März.

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Pier Paolo Pasolini

Teorema – Geometrie der Liebe

Sex mit dem Übernatürlichen: In „Teorema“ von 1968 sprengt ein göttlich-diabolischer Bote mit erotischer Energie eine großbürgerliche Familie. Diese so rätselhafte wie faszinierende Kino-Utopie von Pier Paolo Pasolini zeigt das Filmmuseum Düsseldorf am 14. März.

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Gus Van Sant

My Own Private Idaho

Road Movie von Oregon nach Italien: In seinem Kult-Film von 1991 erzählt Regisseur Gus van Sant von der Sinnsuche zweier Heranwachsender. River Phoenix glänzt als Stricher, der bei Stress sofort einschläft: zu sehen im Filmmuseum Düsseldorf am 7. Februar.

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Joris Ivens

Lied der Ströme

Völker, hört die Signale: Der Niederländer Joris Ivens brachte den Dokumentarfilm als Agitprop-Kunstform für die sozialistische Arbeiterbewegung zur höchsten Blüte. Sein in 32 Ländern gedrehtes Monumentalwerk zeigt das Filmmuseum Düsseldorf am 3. Januar.

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František Vláčil

Marketa Lazarová

(Kinostart: 1.12.) Zeitreise ins 12. Jahrhundert: Regisseur František Vláčil wollte 1967 dem Publikum vermitteln, wie sich das Mittelalter anfühlte. Seine Raubritter-Fabel gilt als „bester tschechischer Film aller Zeiten“ – und kommt 49 Jahre später in deutsche Kinos.

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David Cronenberg

Naked Lunch

Himmel und Hölle eines Junkies: Mit seinem wild experimentellen Schlüssel-Roman von 1959 machte William S. Burroughs Drogensucht literaturfähig. Seinen surrealen Albtraum verfilmte David Cronenberg 1991 kongenial – am 13. Dezember im Filmmuseum Düsseldorf.

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Béla Tarr

Die Werckmeisterschen Harmonien

Weltuntergang mit Walfisch: Sein ausgestopfter Kadaver versetzt ein ungarisches Dorf in Aufruhr. Regisseur Béla Tarr drehte im Jahr 2000 eine vieldeutige Parabel über Anarchie und Autoritarismus in betörenden Schwarzweiß-Bildern – am 8.11. im Filmmuseum Düsseldorf.

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Eiichi Yamamoto

Belladonna of Sadness

(Kinostart: 1.9.) Ein Hexen-Märchen als psychedelische Farbexplosion: 1973 entstand in Japan ein formvollendetes Gesamtkunstwerk der Pop-Ära. Der einmalige Animationsfilm kommt endlich auf die Leinwand – mit der wohl wildesten Orgie der Kino-Geschichte.

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