Christoph Rüter

Hans Blumenberg – Philosoph

(Kinostart: 22.11.) Geistesgeschichte gegen den Strich gebürstet: Damit wurde Hans Blumenberg zu einem der wichtigsten Denker der alten Bundesrepublik. Sein Biopic inszeniert Regisseur Christoph Rüter als originelles Road Movie auf Spurensuche.

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Ulrich Köhler

In My Room

(Kinostart: 8.11.) Der letzte Mensch auf der Welt: Ulrich Köhlers radikales Gedankenspiel schenkt seiner Hauptfigur grenzenlose Freiheit – zum Preis größtmöglicher Einsamkeit. Ein mutiges Kino-Experiment mit eindrucksvollen Schauspieler-Leistungen.

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Isabel Gathof

Moritz Daniel Oppenheim

(Kinostart: 25.10.) Es bleibt in der Familie: Moritz Daniel Oppenheim war der erste akademisch ausgebildete jüdische Maler in Deutschland. Regisseurin Isabel Gathof würdigt seinen Beitrag zur jüdischen Emanzipation und vernachlässigt seine Stellung in der Kunstgeschichte.

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Sönke Wortmann

Der Vorname

(Kinostart: 18.10.) Darf man sein Kind Adolf nennen? Nach einem französischen Theaterstück inszeniert Regisseur Sönke Wortmann eine witzige, aber eher harmlose Tragikomödie um die Dekonstruktion eines selbstgefälligen bürgerlichen Milieus.

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Pegah Ferydoni

Die defekte Katze

(Kinostart 4.10.) Lieber knallige oder gedeckte Farben? Nicht nur an der Auswahl des Sofas macht sich in Susan Gordanshekans Drama um eine arrangierte Ehe die Fremdheit der Partner fest. Ein nuancierter Blick auf das Ringen um eine Beziehung.

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Oliver Schwehm

Fly, Rocket Fly!

(Kinostart: 27.9.) Unglaublich, aber wahr: Ab 1977 schossen deutsche Ingenieure im Kongo-Dschungel die ersten kommerziellen Raketen ins All. Die fesselnde Doku von Regisseur Schwehm rekonstruiert eine fast vergessene Episode der Raumfahrt-Geschichte.

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Chilly Gonzales

Shut Up And Play The Piano

(Kinostart: 20.9.) Klassik-Pop im Bademantel: Regisseur Philipp Jedicke inszeniert ein kurzweiliges, aber distanzloses Doku-Porträt des für seine ironischen Performances berühmten Entertainers Chilly Gonzales, der sich die Fäden nicht aus der Hand nehmen lässt.

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Oliver Haffner

Wackersdorf

(Kinostart: 20.9.) Weißwurst und Widerstand: Regisseur Oliver Haffner inszeniert ein gut gespieltes Drama um den Widerstand gegen die Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf – sein Geschichtsstück driftet allerdings am Ende in Richtung Heldensaga ab.

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Lars Eidinger und Tobias Moretti

Mackie Messer - Dreigroschenfilm

(Kinostart: 13.9.) Kino und Kapitalismus: Regisseur Joachim A. Lang inszeniert ein ambitioniertes Projekt rund um Bertolt Brecht, die „Dreigroschenoper“ und den Gerichtsprozess gegen eine Filmproduktion – am Ende will der Film deutlich zu viel.

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Eric Friedler

It Must Schwing!The Blue Note Story

(Kinostart: 6.9.) Vom Standard zur Avantgarde: In einem facettenreichen Dokumentarfilm erzählt Regisseur Eric Friedler die Geschichte der Berliner Juden Alfred Lion und Francis Wolff, die mit ihrem Plattenlabel Blue Note Records den Jazz revolutionierten.

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Detlev Buck

Asphaltgorillas

(Kinostart: 30.8.) Möchtegernganoven und gefräßige Hunde: Regisseur Detlev Buck inszeniert einen schwunglosen Genre-Mix um einen Falschgeld-Coup im Kreuzberger Gangstermilieu – die verworrene Story hangelt sich lediglich von einem Klischee zum nächsten.

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Andreas Dresen

Gundermann

(Kinostart: 23.8.) Liedermacher, Baggerfahrer, Stasi-Spitzel: Die Biografie von Gerhard Gundermann hält einige Fallstricke bereit. Regisseur Andreas Dresen verfilmt äußerst differenziert das Leben eines DDR-Idealisten mit großen Träumen.

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Jakob Lass

So was von da

(Kinostart: 16.8.) Feierlaune und Hirntumor: Regisseur Jakob Lass verfilmt einen Roman von Tino Hanekamp und erzählt von einer durchfeierten Nacht in einem Club auf St. Pauli. Authentische Partyszenen verläppern sich in einem Nichts an Handlung.

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Christian Vogel

Egal was kommt

(Kinostart: 2.8.) Ich und mein Bike: Der Journalist und Regisseur Christian Vogel unternimmt eine Erdumrundung auf dem Motorrad. Der Film über seine Erlebnisse zeigt einen Filmemacher, der sich nur für sich selbst interessiert und die Welt kaum wahrnimmt.

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Hans Weingartner

303

(Kinostart: 19.7.) Liebe auf Umwegen: Zwei junge Leute fahren in einem Wohnmobil gen Süden und kommen sich beim Diskutieren über Beziehungsmodelle und das Leben näher. Frisches Roadmovie von Regisseur Hans Weingartner, glaubwürdig und lebendig.

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Margarethe von Trotta

Auf der Suche nach Ingmar Bergman

(Kinostart: 12.7.) Immer noch ein großer Meister: Margarethe von Trotta widmet dem schwedischen Regisseur Ingmar Bergman aus Anlass seines 100. Geburtstags eine Doku. Eine Würdigung von Künstler zu Künstler – sehr persönlich und auch ein wenig eitel.

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Melanie Andernach+Andreas Köhler

Global Family

(Kinostart: 28.6.) Bürgerkrieg und seine Folgen: Die somalische Familie Shaash lebt über die ganze Welt zerstreut. Die Regisseure Melanie Andernach und Andreas Köhler erzählen die Familiengeschichte in einer Doku, der mehr Verdichtung ganz gut getan hätte.

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Mia Spengler

Back for Good

(Kinostart: 31.5.) Statt „Dschungelcamp“ zurück in die Provinz: Daheim trifft TV-Sternchen Angie auf eine kontrollwütige Mutter und uncoole Schwester. Ihr fulminantes Kinodebüt verdichtet Regisseurin Mia Spengler zur bittersüßen Ode ans Scheitern und Weitermachen.

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Sandra Hüller + Franz Rogowski

In den Gängen

(Kinostart: 24.5.) Mit dem Großmarkt-Gabelstapler zum kleinen Glück: Der Leipziger Regisseur Thomas Stuber inszeniert einfühlsam ein lakonisch-poetisches Liebesdrama über ostdeutsche Seelenlagen nach einer Kurzgeschichte von Clemens Meyer.

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Hans Block + Moritz Riesewieck

The Cleaners

(Kinostart: 17.5.) Löschen im Sekundentakt: So genannte „Content-Moderatoren“ entscheiden über die Inhalte sozialer Medien. Der spannende Dokumentarfilm beleuchtet ihre komplexe Tätigkeit – und die weitreichenden Folgen ihrer heillosen Überforderung.

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Niels Bolbrinker+ Thomas Tielsch

Zukunft Bauen – 100 Jahre Bauhaus

(Kinostart: 26.4.) Auf die eminente Bedeutung des Bauhauses können sich alle einigen – aber was genau bedeutet das? Seinen fortwirkenden Geist finden die Filmemacher Bolbrinker und Tielsch vielerorts; ihre Doku ist so anregend und vielseitig wie ihr Gegenstand.

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Gerd Kroske

SPK Komplex

(Kinostart: 19.4.) Anti-Psychiatrie aus Heidelberg: Das Sozialistische Patientenkollektiv wollte alles besser machen – doch viele Mitstreiter landeten im Umfeld der RAF. Die Kollektiv-Geschichte rekonstruiert Regisseur Gerd Kroske detailreich und etwas langatmig.

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Marie Bäumer + Charly Hübner

3 Tage in Quiberon

(Kinostart: 12.4.) Auszeit am Atlantik: Ein Jahr vor ihrem Tod kurte Romy Schneider in der Bretagne – und gab dem „Stern“ ihr letztes großes Interview. Das Porträt der Schauspiel-Ikone von Regisseurin Emily Atef verheddert sich in Personenkult und Palaver.

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Wim Wenders

Der Himmel über Berlin (WA)

(Kinostart: 12.4.) Rückblick auf eine verschwundene Stadt: Wim Wenders‘ Erfolgsfilm von 1987 war eine Hommage an Westberlin. Nun kommt er digital restauriert wieder ins Kino – mit allen Stärken und Schwächen eines Autorenfilms der alten Bundesrepublik.

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Paula Beer + Franz Rogowski

Transit

(Kinostart: 5.4.) Endstation Marseille: Dort versuchten 1941/42 viele Flüchtlinge verzweifelt, den Nazis über das Meer zu entkommen. Anna Seghers‘ Roman adaptiert Regisseur Christian Petzold formal gewagt und gelungen – in der Hauptrolle beeindruckt Franz Rogowski.

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Josef Bierbichler

Zwei Herren im Anzug

(Kinostart: 22.3.) Jagdszenen aus Oberbayern: In der Verfilmung seines Romans „Mittelreich“ lässt Schauspieler Josef Bierbichler das Pandämonium des 20. Jahrhunderts wieder auferstehen: Starnberg als Schreckensort, untermalt von Kofelgschroa-Musik.

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Josef Hader

Arthur & Claire

(Kinostart: 8.3.) Selbstmord wird als Paar erst schön: In Amsterdam treffen sich zwei Lebensmüde und gehen gemeinsam durch ihre letzte Nacht. Die schwarzhumorige Dramödie von Regisseur Miguel Alexandre konzentriert sich auf ein famoses Hauptdarsteller-Duo.

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Lars Kraume

Das Schweigende Klassenzimmer

(Kinostart: 1.3.) Ein paar Oberschüler gegen die Regierung: Im DDR-Historienfilm von Regisseur Lars Kraume wird die Widerstandsgeste einer Schulklasse zur Staatsaffäre aufgeblasen – lehrreiches Drama über die politischen Widersprüche des SED-Regimes.

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Jan Speckenbach

Freiheit

(Kinostart: 8.2.) Gefangen in der Freiheit: Jan Speckenbach erzählt von einer Frau, die abschiedslos ihre Famile verlässt. An ihrem Ausbruch leiden vor allem ihre Nächsten – ambivalentes wie packendes Drama über die Überschreitung der gesellschaflichen Norm.

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Peter Ott

Das Milan Protokoll

(Kinostart: 18.1.) Durchs wilde Kurdistan: Eine deutsche Ärztin wird im syrisch-irakischen Grenzgebiet gekidnappt und gerät in Machenschaften lokaler Milizen. Der Politthriller von Regisseur Peter Ott ahmt die verwickelte Gemengelage vor Ort getreulich nach.

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