Berlin + Karlsruhe

Medien-Pioniere Rybczyński + Bódy

Ein Pole nahm digitale Bilder-Welten vorweg, ein Ungar gründete den Video-Vorläufer von Youtube: Die Ausstellung in der Akademie der Künste und dem ZKM erinnert an zwei fast vergessene Film-Visionäre aus Osteuropa.

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Meltem Cumbul

Labirent

(Kinostart: 22.12.) Bombiges Weihnachts-Päckchen aus der Türkei: Der Geheimdienst jagt Fundamental-Terroristen, die Istanbul und Frankfurt hochgehen lassen. Ein realistischer Action-Thriller, der ohne antiwestliche Klischees auskommt.

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Pjotr Buslov

Wyssozki – Danke, für mein Leben

(Kinostart: 1.12.) Wladimir Wyssozki war der berühmteste Liedermacher der Sowjetunion. Nun kehrt er als Volksheld mit magischer Aura auf die Leinwand zurück. Diese Heiligen-Legende ist ästhetisch ärgerlich und soziologisch sehr aufschlussreich.

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Eran Riklis

Die Reise des Personalmanagers

(Kinostart: 1.12.) Der Weg ist das Ziel: Ein Israeli soll die Leiche einer Arbeiterin in ihre rumänische Heimat überführen. Aus seiner tragikomischen Dienstfahrt macht Regisseur Riklis eine herzergreifende Reise ans Ende der Nacht.

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Lech Majewski

Die Mühle und das Kreuz

(Kinostart: 24.11.) Der perfekte Film für «Kunst+Film»: Regisseur Majewski überträgt ein Gemälde von Pieter Bruegel auf die Leinwand. Seine kongeniale Bild-Verfilmung lässt eine vergangene Epoche als Augenschmaus wieder auferstehen.

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Cyril Tuschi

Der Fall Chodorkowski

(Kinostart: 17.11.) Wie der reichste Mann Russlands beim Kreml in Ungnade fiel und im Knast verschwand: Für seinen fesselnden Dokumentarfilm hat Regisseur Tuschi fünf Jahre lang recherchiert. Der spannendste Polit-Krimi unserer Zeit.

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Cyril Tuschi

Kein Ausstieg aus dem Teufelskreis

Ex-Jukos-Ölbaron Michail Chodorkowski ist der berühmteste politische Häftling der Welt. Regisseur Cyril Tuschi erklärt im Interview, warum der Milliardär ins Gefängnis ging.

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Leander Haußmann

Hotel Lux

(Kinostart: 27.10.) Vom «Großen Diktator» über «Forrest Gump» zu «Das Leben ist schön»: Michael Bully Herbig wird als Hitlers Wahrsager zu Stalins Vertrautem. Diese Gulag-Komödie entstellt die Absurdität des Sowjet-Systems listig zur Kenntlichkeit.

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Danis Tanović

Cirkus Columbia

(Kinostart: 20.10.) Rosenkrieg im Bürgerkrieg: Als ein Gastarbeiter nach Bosnien zurückkehrt, gerät sein Familienleben wie das ganze Land aus den Fugen. Das verwebt Oscar-Preisträger Tanović leichthändig zur vielschichtigen Tragikomödie.

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Alexej Popogrebsky

How I ended this summer

(Kinostart: 1.9.) Endspiel im ewigen Eis: Alexej Popogrebskys Psychodrama am Polarkreis, das bei der Berlinale 2010 mit drei Silbernen Bären ausgezeichnet wurde, ist ein minimalistisches Meisterwerk.

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Veit Helmer

Baikonur

(Kinostart: 1.9.) Culture Clash beim Rückflug zur Erde: Eine schöne Kosmonautin landet in den Armen eines kasachischen Dorfjungen. Das aberwitzige Raumfahrt-Märchen aus dem russischen Weltraum-Bahnhof sprüht vor brillantem Raketen-Schrott.

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Katarzyna Rosłaniec

Shopping Girls - Galerianki

(Kinostart: 18.8.) Für eine Handvoll Złoty: Girlies im Einkaufszentrum lachen sich Freier an, um tolle Klamotten kaufen zu können. Die simpel gestrickte Konsumismus-Kritik nimmt vorhersehbar die schlimmstmögliche Wendung.

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Seyfi Teoman

Our Grand Despair

(Kinostart: 4.8.) Zwei türkische Junggesellen und Busenfreunde vergucken sich in dasselbe Mädchen. Wie in «Jules und Jim» von Francois Truffaut bleibt ihre Zuneigung unerfüllt – bloß ohne dessen Humor und Esprit.

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Johannes Naber

Der Albaner

(Kinostart: 4.8.) Eine Höllenfahrt in den bundesdeutschen Untergrund: Der illegale Einwanderer Arben wird wider Willen zum Kapitalverbrecher. Mit archaischer Wucht gewann der Film in Saarbrücken den Max-Ophüls-Preis.

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Johannes Naber

Als Rap-Freak ins Außenministerium

«Der Albaner» mordet im Exil für den Brautpreis seiner Verlobten. Regisseur Johannes Naber über Gewalt unter Illegalen und Volkslieder über Emigration.

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Stipe Erceg

Belgrad Radio Taxi

(Kinostart: 21.7.) Burleske auf der Brücke: Im Stau läuft das Leben von vier Städtern völlig aus dem Ruder. Die krude Handlung, die alle in denselben Schlamassel stürzt, können weder Wortwitz noch gute Schauspieler retten.

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