Frederick Wiseman

National Gallery

(Kinostart: 1.1.) Der US-Altmeister des Dokumentarfilms im altehrwürdigen Kunsttempel: Drei Stunden lang sieht sich Regisseur Wiseman in der britischen Nationalgalerie um. Neugierig und unaufgeregt verortet er das Museum in 21. Jahrhundert.

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31.12.2014

Roy Andersson

Eine Taube sitzt auf einem Zweig...

(Kinostart: 1.1.) Tristesse totale: Regisseur Andersson bevölkert Schweden mit bleichen Mutanten, die lahme Phrasen dreschen. Dass die Hauptfiguren witzlose Spaßvögel sind, passt ins triste Bild – und war der Venedig-Jury den Goldenen Löwen wert.

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Ridley Scott

Moses war ein Mann der Extreme

Ein Action-Epos aus dem Alten Testament: In „Exodus“ verfilmt Ridley Scott den Auszug der Israeliten ins Gelobte Land. Ihr Anführer habe mit Gott gehadert und Existenz-Beweise verlangt, erklärt Scott im Interview: So sei er erstmals im Kino zu sehen.

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25.12.2014
Ridley Scott

Exodus – Götter und Könige (3D)

(Kinostart: 25.12.) Wie der Monotheismus in die Welt kam: Bibelfest erzählt Regisseur Ridley Scott den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten in so akkurater wie opulenter Ausstattung. Der Pharao stiehlt Christian Bale als Moses glatt die Show.

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23.12.2014

Olivier Assayas

Juliette rannte nackt ins Wasser

Mit Fiktion tiefer in die Realität eindringen als sie selbst: Regisseur Olivier Assayas ist ein Archäologe von Emotionen. In „Die Wolken von Sils Maria“ schickt er Juliette Binoche zurück an ihre Anfänge, erklärt er im Interview: Kino als Jungbrunnen.

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17.12.2014
Juliette Binoche

Die Wolken von Sils Maria

(Kinostart: 18.12.) Mit Nietzsche, Wolkenbänken und Theater-Premieren in die Schweizer Berge: Regisseur Olivier Assayas lässt Juliette Binoche an den Ort ihres Durchbruchs zurückkehren – für eine vielschichtige Film-Reflexion über das Drama des Lebens.

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16.12.2014

Berlin

Pasolini Roma

Er war einer der klügsten Künstler des 20. Jahrhunderts: Der schwule Katholik und Marxist Pier Paolo Pasolini sezierte in Wort und Film messerscharf die Verheerungen der Moderne. Nun feiert ihn der Gropius-Bau – und schreckt vor seiner Radikalität zurück.

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07.12.2014

Terry Gilliam

Don Quixote ist mein Vorbild

Mit der britischen Comedy-Truppe Monty Python filmte er legendäre Komödien; seither ging es für Terry Gilliam auf und ab. Geldnot macht erfinderisch: Wie er „The Zero Theorem“ spottbillig in Rumänien drehte, erzählt der Regisseur feixend im Interview.

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27.11.2014
Christoph Waltz

The Zero Theorem

(Kinostart: 27.11.) Ein Schlag ins Kontor von Google, Facebook und Konsorten: Monty-Python-Altmeister Terry Gilliam schildert den Alltag eines Hochleistungs-Computer-Nerds. Dass es dabei absolut wahnwitzig und grotesk zugeht, versteht sich von selbst.

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26.11.2014

Thomas Imbach

Mary – Königin von Schottland

(Kinostart: 20.11.) Ihre Cousine Elisabeth I. ist weltberühmt, Maria Stuart nur die ewige Verliererin. Regisseur Thomas Imbach porträtiert sie als überraschend moderne Kämpferin, die scheitern musste – ein Historienfilm auf der Höhe unserer Zeit.

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20.11.2014

Devid Striesow

Traumland

(Kinostart: 20.11.) Straßenstrich-Elend in der Schweiz: Eine junge Prostituierte aus Bulgarien wird von allen nur benutzt, verraten und misshandelt. Ihre Doppelmoral-Diagnose gerät Regisseurin Petra Volpe zu hölzernem Problemkino der 1970/80er Jahre.

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19.11.2014

Ruben Östlund

Höhere Gewalt

(Kinostart: 20.11.) Papa ist ein Waschlappen: Als eine Schneelawine niedergeht, lässt er Frau und Kinder im Stich. So droht der Ski-Urlaub, sie zu entzweien; das kühle Familien-Drama inszeniert Regisseur Ruben Östlund mit einer Prise schwarzer Humor.

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18.11.2014

Hélène Cattet + Bruno Forzani

Strange Colour of Your Body's Tears

(Kinostart: 13.11.) Bilderinferno aus Brüssel: Das belgische Regie-Duo Cattet und Forzani nutzt Jugendstil-Paläste als Kulissen für seinen labyrinthischen Psychothriller. Ein Stakkato von Eindrücken macht das verstörende Bilderrätsel zum Meisterwerk.

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10.11.2014

Mike Leigh

Dreckiger Kerl mit erhabenem Werk

„Mr. Turner“ setzt dem bedeutendsten englischen Maler ein filmisches Denkmal. Von dem er gleich wieder stürzt: Der Künstler erscheint als rücksichtloser Rüpel. Diese Komplexität seines Charakters wollte er zeigen, so Regisseur Mike Leigh im Interview.

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06.11.2014
Mike Leigh

Mr. Turner – Meister des Lichts

(Kinostart: 6.11.) Ein Maler-Genie als Grobian: William Turner, wichtigster Wegbereiter des Impressionismus, war ein ausgemachter Kauz. Sein Porträt erweitert Regisseur Mike Leigh zum grandiosen Epochen-Panorama, dessen Ausläufer bis heute reichen.

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05.11.2014

Jean-Pierre + Luc Dardenne

Wir sind realistisch optimistisch

In „Zwei Tage, Eine Nacht“ will eine Angestellte ihren Job retten, indem sie alle Kollegen zu überreden versucht, auf ihren Bonus zu verzichten. Warum diese Konstellation aus ihrer Sicht plausibel ist, erklären die Gebrüder Dardenne im Interview.

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29.10.2014
Jean-Pierre + Luc Dardenne

Zwei Tage, Eine Nacht

(Kinostart: 30.10.) Wettrennen um den Arbeitsplatz: Entweder überzeugt eine Angestellte in 48 Stunden alle Kollegen, auf Geld zu verzichten – oder sie verliert ihren Job. Dichte Studie über Entsolidarisierung von Belgiens Altmeistern des Sozialdramas.

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Wim Wenders

Das Salz der Erde

(Kinostart: 30.10.) Panorama der Welt in Schwarzweiß: Sebastião Salgado fotografierte die unwirtlichsten Winkel der Erde. Er sah unsagbares Leid und strahlende Schönheit. Davon erzählt er Regisseur Wenders in der Dunkelkammer – ein fabelhaftes Porträt.

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28.10.2014

Stefan Haupt

Der Kreis

(Kinostart: 23.10.) Als Zürich das Schwulen-Mekka Europas war: Wie dort Nacht- und Liebesleben in den 1950/60ern zwischen Klappen und Razzien verlief, erzählt Regisseur Stefan Haupt am Beispiel eines außergewöhnlichen Paars – eine gelungene Hommage.

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23.10.2014

Brendan Gleeson

Am Sonntag bist Du tot – Calvary

(Kinostart: 23.10.) Irland als Käfig voller Narren: „The Guard“-Regisseur John Michael McDonagh scheucht einen Pater durch seine Freak-Gemeinde. Bei wirren Episoden und schalen Gags fügt sich Brendan Gleeson als Priester in sein trauriges Schicksal.

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22.10.2014

Johannes Holzhausen

Das große Museum

(Kinostart: 16.10.) Zwischen Reichskrone und Mottenfallen: Das Kunsthistorische Museum Wien ist eine Welt für sich. Regisseur Holzhausen erkundet sie von der Rüstkammer bis zur Marketing-Abteilung – lakonisch und stilvoll wie das Haus selbst.

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13.10.2014

Mads Mikkelsen

Bronson wirkte wie aus der Hölle

In „The Salvation“ spielt Mads Mikkelsen einen klassischen Western-Helden: den einsamen Rächer. Dabei orientierte er sich weniger an Clint Eastwood als am maulfaulen Charles Bronson, erzählt der dänische Schauspieler im Interview.

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09.10.2014
Mads Mikkelsen

The Salvation – Spur der Vergeltung

(Kinostart: 9.10.) Frisch aus der goldenen Ära der 1940/60er Jahre: Der Däne Kristian Levring dreht mit Mads Mikkelsen einen klassischen Western. Alles sieht so aus wie bei John Ford oder Sergio Leone – ein Augenschmaus für Liebhaber des Genres.

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08.10.2014

Lone Scherfig

The Riot Club

(Kinostart: 9.10.) Der indiskrete Charme der britischen Aristokratie: Die dänische Regisseurin und Ex-Dogma-Anhängerin Lone Scherfig verfolgt das wüste Treiben von Snob-Studenten in Oxford. An diesem Pamphlet hätten Marx und Engels ihre Freude gehabt.

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07.10.2014

Gustav Deutsch

Shirley − Visionen der Realität

(Kinostart: 18.9.) Als die Bilder von Edward Hopper laufen lernten: 13 klassische Motive des US-Malers baut Regisseur Gustav Deutsch als Kulissen für eine fade Sittengeschichte nach. Seine artifizielle Animation wirkt leblos − und völlig uncool.

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18.09.2014

Philip Seymour Hoffman

A Most Wanted Man

(Kinostart: 11.9.) Showdown in Hamburg: Ein Tschetschenien-Flüchtling gerät ins Fadenkreuz diverser Geheimdienste. Den Thriller von John Le Carré verfilmt Regisseur Anton Corbijn sachlich kühl; Philip Seymour Hoffman brilliert in seiner letzten Rolle.

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10.09.2014

Uberto Pasolini

Mr. May + das Flüstern der Ewigkeit

(Kinostart: 4.9.) Beamter für die letzten Dinge: Mr. May arrangiert Begräbnisse für einsam Verstorbene. In seinem Alltag herrscht Friedhofsruhe, bis sein wüster Nachbar stirbt. Regisseur Pasolini porträtiert eine Büromaus, die zu neuem Leben erwacht.

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03.09.2014

Volker Schlöndorff

Paris könnte komplett weg sein

Mit „Diplomatie“ zeichnet Volker Schlöndorff nach, wie Paris vor der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg gerettet wurde: Ein einzelner Konsul überredete den deutschen Kommandanten zur Kapitulation – vorbildlich bis heute, so der Regisseur im Interview.

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27.08.2014
Volker Schlöndorff

Diplomatie

(Kinostart: 28.8.) Ein Nazi-General rettete Paris vor der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg. Diese wenig bekannte Episode verwandelt Regisseur Volker Schlöndorff in ein virtuoses Kammerspiel mit zwei Akteuren – als Heldenstück der Überredungskunst.

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Emily Watson

Dido Elizabeth Belle

(Kinostart: 14.8.) Adlig, gebildet, reich – und dunkelhäutig: Die Admirals-Tochter Dido wirkte im England des 18. Jahrhunderts wie eine Außerirdische. Ihre Leben verfilmt Regisseurin Amma Asante als Episode schwarzer Emanzipation mit Jane-Austen-Touch.

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14.08.2014

Ken Loach

Jimmy's Hall

(Kinostart: 14.8.) Revolutionsromantik als Feelgood-Movie: Regisseur Ken Loach macht einen Tanzsaal im Irland der 1930er zum Klassenkampf-Schauplatz. Die Fronten sind klar, die Rollenverteilung auch – ein Augenschmaus für Arbeiterbewegungs-Nostalgiker.

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12.08.2014

Philippe de Chauveron

Monsieur Claude und seine Töchter

(Kinostart: 24.7.) Französische Multikulti-Familienkomödie: Mit jeder Heirat holen die Töchter von Monsieur Claude eine andere Weltkultur ins Haus. Regisseur de Chauveron spießt Vorurteile und Klischees angenehm unverkrampft und provokativ auf.

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21.07.2014

Dmitri Nabokov

Der Schmetterlingsjäger

(Kinostart: 17.7.) Uni-Seminar auf der Leinwand: Film-Essayist Harald Bergmann versucht sich am Weltliteraten Vladimir Nabokov. Mit Biographie-Rückblenden, nachgespielten Roman-Szenen und Theorie-Debatten – nur für Kenner seines Werks voll verständlich.

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15.07.2014

Jean-Pierre Jeunet

Die Karte meiner Träume (3D)

(Kinostart: 10.7.) Aus Paris nach Montana: Mit „Die fabelhafte Welt der Amélie“ gelang Regisseur Jeunet ein Welterfolg. Nun verfilmt er einen US-Roman über ein Wunderkind: als verspielt ausgeschmückte Odyssee, die allerdings arg formelhaft wirkt.

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09.07.2014

Yann Gonzalez

Begegnungen nach Mitternacht

(Kinostart: 10.7.) Swinger-Party als Höllentrip: Frivol parlieren die Gäste über ihre Leidenschaften, aber das Grauen treibt sie ihnen aus. Seine raffinierte Polygamie-Tragikomödie sabotiert Regisseur Yann Gonzalez mit abgeschmackten Mystery-Effekten.

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08.07.2014

Freida Pinto

Wüstentänzer

(Kinostart: 3.7.) Sanddünen als Bühne: Dort führt ein enthusiastischer junger Iraner seine erste Choreografie auf – was ihn fast den Kopf kostet. Seine Leidenschaft schildert Regisseur Richard Raymond elegant unaufgeregt: Tanz als Akt des Widerstands.

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02.07.2014

Sébastien Betbeder

2 Automnes 3 Hivers

(Kinostart: 3.7.) Eine auf eineinhalb Stunden gestreckte Kurzfilmidee: Regisseur Sébastien Betbeder begleitet vier Jungerwachsene in Paris. Sie grübeln viel und sprechen ihre Gedanken in die Kamera – als fades Potpourri belangloser Assoziationen.

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27.06.2014

Sandrine Kiberlain

Violette

(Kinostart: 26.6.) Pionierin einer Sprache für weiblichen Sex: Die Autorin Violette Leduc, protegiert von Simone de Beauvoir, schrieb sich frei von multipler Frustration. Ihre Biographie verfilmt Regisseur Martin Provost mit Respekt und Distanz.

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25.06.2014

Katell Quillévéré

Unerschütterliche Liebe der Suzanne

(Kinostart: 19.6.) Verquaster Titel, ergreifender Film: Eine junge Frau brennt mit einem Dealer durch und wird aus Hingabe zum Drogen-Kurier. Diese fatale Amour fou erzählt Regisseurin Quillévéré als raffiniert konstruierte Langzeitbeobachtung.

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19.06.2014

Tom Hardy

No Turning Back

(Kinostart: 19.6.) One Man Show auf nächtlicher Autobahn: Ein Bauingenieur fährt Job und Familie davon – und Regisseur Steven Knight filmt ihn ausschließlich hinter dem Steuer. Tom Hardy brilliert in einem rasend spannenden Kammerspiel.

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18.06.2014

Gustav Hofer + Luca Ragazzi

What Is Left?

(Kinostart: 12.6.) Was ist die italienische Linke, und wenn ja, wie viele? Zwei Kultur-Journalisten grasen das politische Spektrum links der Mitte ab; ihre vergnügliche Doku schwankt zwischen Albernheit und Verzweifelung – wie der Rest des Landes.

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09.06.2014

Guillaume Gallienne

Maman und Ich

(Kinostart: 5.6.) Die Verwirrungen des jungen Guillaume: Mama behandelt ihn als Mädchen, andere bringen ihm Frauen-Flamenco bei. Seine tragikomische Identitätssuche inszeniert Regisseur Gallienne mit sich selbst in den Hauptrollen – als Ersatz-Therapie.

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03.06.2014

Viggo Mortensen + Kirsten Dunst

Die zwei Gesichter des Januars

(Kinostart: 29.5.) High Noon im Palast von Knossos: Drei US-Amerikaner verstricken sich auf Kreta 1962 in tödliche Abhängigkeiten. Regie-Debütant Hossein Amini verfilmt den Krimi von Patricia Highsmith als stilvollen, doch etwas biederen Film noir.

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28.05.2014

Wim Wenders + Robert Redford

Kathedralen der Kultur (3D)

(Kinostart: 29.5.) Weltreise durch den Kunstkosmos: Wim Wenders und fünf Co-Regisseure porträtieren sechs Kultureinrichtungen. Auf eigenwillige bis bizarre Weise: Dieser quälend langatmige Episodenfilm wird den Kathedralen kaum mehr Zulauf bescheren.

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26.05.2014

Jannicke Systad Jacobsen

Turn Me On!

(Kinostart: 8.5.) Sex-Frust im Fjord-Dorf: Alma liebt Artur, der sie kaum beachtet. Als sie sich verplappert, ist sie plötzlich isoliert. Herrlich frische und originelle Komödie über Frühlings Erwachen in der Provinz, die in Norwegen zum Hit wurde.

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06.05.2014

Cédric Klapisch

Beziehungsweise New York

(Kinostart: 1.5.) Patchwork-Familie auf Franko-Amerikanisch: Romain Duris, der als Student in „Barcelona für ein Jahr“ hauste, zieht nun wegen der Kinder in die USA. Regisseur Klapisch scheucht seinen Antihelden grandios komisch durch den Big Apple.

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30.04.2014

Ralph Fiennes

The Invisible Woman

(Kinostart: 24.4.) Der diskrete Charme der Doppelmoral: Charles Dickens, Star-Sozialkritiker der englischen Literatur, hatte lange eine heimliche Geliebte. Das enthüllt Ralph Fiennes als Regisseur mit Paraderolle in einem präzisen Sittengemälde.

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25.04.2014

Jalil Lespert

Mutter hielt YSL für den Größten

Keine Diva, sondern ein Kreativer, der mit Sucht und Depression rang: Über Yves Saint Laurent hat Jalil Lespert einen „antimodischen“ Film gedreht. Ein Interview über die Kooperation mit YSL-Partner Pierre Bergé und masochistische Kritiken-Lektüre.

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16.04.2014
Jalil Lespert

Yves Saint Laurent

(Kinostart: 17.4.) YSL: Drei Buchstaben eroberten in den 1960ern die Modewelt. Der geniale Couturier war schwul, manisch-depressiv und drogensüchtig. Wie er dennoch den Look einer Epoche prägte, erzählt Regisseur Lespert einfühlsam und etwas brav.

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Jem Cohen

Museum Hours

(Kinostart: 10.4.) Heute wieder Ruhetag: Ein Museumswärter und eine kanadische Touristin lassen sich plaudernd durch Wien treiben. Derweil filmt Regisseur Jem Cohen, was ihm vor die Linse kommt – er agiert so planlos wie seine Protagonisten.

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09.04.2014

Lars von Trier

Nymphomaniac - Teil 2

(Kinostart: 3.4.) Befriedigender als der erste Teil: Regisseur von Trier schickt Charlotte Gainsbourg in diverse sexuelle Grenzerfahrungen, was dem Film besser bekommt als ihr. Dabei löst sie das Dilemma von Askese und Exzess gut protestantisch auf.

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02.04.2014

Felix Herngren

Hundertjähriger stieg aus Fenster

(Kinostart: 20.3.) Forrest Gump in Schweden: Von explosiven Momenten der Weltgeschichte kriegt ein greiser Jubilar nicht genug – er stürzt sich in neue Abenteuer. Die schwarzhumorige Bestseller-Verfilmung wird von zuviel Slapstick etwas vergällt.

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20.03.2014

Thomas Dirnhofer

Cerro Torre

(Kinostart: 13.3.) Der Berg ruft: hier eine 3000 Meter hohe Felsnadel in Süd-Argentinien, die als kaum bezwingbar gilt. Auch die Protagonisten von Regisseur Thomas Dirnhofer brauchen drei Anläufe: spektakuläre Doku für eingefleischte Kletter-Fans.

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10.03.2014

Stephen Frears

Philomena

(Kinostart: 27.2.) Profi-Spötter Stephen Frears entdeckt das Kino der Herzen: Der britische Regisseur verfilmt eine Human-Interest-Story um Mütter, denen Klöster ihre Kinder wegnahmen. In der Hauptrolle glänzt Judi Dench mit unverwüstlichem Humor.

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25.02.2014

Charlotte Gainsbourg

War für anstößigen Sex zuständig

Für Lars von Trier würde Charlotte Gainsbourg beim Dreh alles tun, doch das Skript zu „Nymphomaniac“ jagte ihr Angst ein. Im Interview spricht sie über seinen respektvollen Umgang mit Schauspielern wie Porno-Darstellern – und seine Liebe zu Frauen.

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19.02.2014
Lars von Trier

Nymph( )maniac – Teil 1

(Kinostart: 20.2.) Weder Porno-Epos noch Melancholie-Beschwörung: Lars von Trier unterläuft mit seinem Episodenfilm über eine Nymphomanin alle zuvor geschickt geschürten Erwartungen. Stattdessen gibt er sich seinem zügellosen Spieltrieb hin.

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Asghar Farhadi 

Le Passé – Das Vergangene

(Kinostart: 30.1.) Ingmar Bergman in Paris: Oscar-Preisträger Asghar Farhadi lässt eine französisch-iranische Patchwork-Familie uneingestandene Konflikte und Schuldgefühle austragen. Ein ebenso intensives Kammerspiel wie „Nader und Simin“.

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27.01.2014

Naomi Watts

Diana

(Kinostart: 9.1.) Die Person hinter dem Blitzlichtgewitter: Regisseur Oliver Hirschbiegel porträtiert die Prinzessin von Wales als Frau, die sich von höfischen Zwängen emanzipierte – und wird dafür von der britischen Yellow Press scharf kritisiert.

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07.01.2014