Whit Stillmann

Love & Friendship

(Kinostart: 29.12.) Wie Kate Beckinsale die richtigen Ehemänner für sich und ihre Tochter angelt: Den Roman „Lady Susan“ von Jane Austen verfilmt Regisseur Whit Stillman als leichtfüßig geistreiche Gesellschafts-Komödie ohne Kitsch und Gefühlsduselei.

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26.12.2016

Paolo Virzì

Die Überglücklichen

(Kinostart: 29.12.) Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich’s völlig ungeniert: Zwei Psychiatrie-Patientinnen büxen aus und kreuzen durch die Toskana. Lustvoll nerviges Road Movie des Wahnsinns von Regisseur Paolo Virzì mit entfesselten Hauptdarstellerinnen.

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25.12.2016

Jean-Pierre + Luc Dardenne

Das unbekannte Mädchen

(Kinostart: 15.12.) Spurensuche am Stadtrand: Eine Ärztin hat eine Schutz Suchende ignoriert, die daraufhin getötet wurde – nun ermittelt die Medizinerin. Gewohnt schnörkelloser Sozialrealismus der belgischen Regie-Brüder mit eindringlicher Alltagsbeobachtung.

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12.12.2016

Lambert Wilson + Audrey Tautou

Jacques - Entdecker der Ozeane

(Kinostart: 8.12.) Wiedersehen mit dem Herrn der Fische: Den Meeresforscher und TV-Star Jacques Cousteau porträtiert Regisseur Jérôme Salle halbherzig als egozentrischen Patriarchen – er kratzt am Lack seines Denkmals, bringt es aber nicht ins Wanken.

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07.12.2016

Marie Noëlle

Marie Curie

(Kinostart: 1.12.) Eine Frau gegen die ganze Welt: Das bewegte Leben von Marie Curie, der einzigen Doppel-Nobelpreisträgerin, klingt wie ein präfeministischer Bildungsroman. Ihr Biopic ertränkt Regisseurin Marie Noëlle in gefühligem Beziehungs-Kitsch.

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29.11.2016

Ken Loach

Ich, Daniel Blake

(Kinostart: 24.11.) David gegen Goliath 2.0: Ken Loach erzählt die Geschichte eines arbeitsunfähigen Schreiners, der an der kafkaesken Bürokratie des britischen Sozialstaates scheitert. Realistisches Sozialdrama mit viel Empathie, aber ohne Pathos.

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23.11.2016

Meryl Streep + Hugh Grant

Florence Foster Jenkins

(Kinostart: 24.11.) Singe, wem Gesang gegeben: Mangelndes Talent machte Florence Foster Jenkins durch Enthusiasmus wett – und Mäzenatentum. Meryl Streep spielt voller Sympathie diese Möchtegern-Operndiva, Regisseur Stephen Frears inszeniert opulent.

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21.11.2016

Dieter Berner

Egon Schiele – Tod und Mädchen

(Kinostart: 17.11.) Der Zeit ihre Kunst – der Kunst ihre Freiheit: Egon Schiele war der sinnlichste Expressionist der Wiener Moderne; er starb mit nur 28 Jahren. Ihn porträtiert Regisseur Dieter Berner schwungvoll als ebenso leidenschaftlichen Eroto- wie Graphomanen.

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16.11.2016

Brendan Gleeson + Daniel Brühl

Jeder stirbt für sich allein

(Kinostart: 17.11.) Zusammen leiden, alleine sterben: Ein Ehepaar protestiert 1943 mit Postkarten gegen das NS-Regime und wird verfolgt. Diese Verfilmung von Hans Falladas Erfolgsroman ist handwerklich gelungen, aber auch so lehrbuchmäßig wie vorhersehbar.

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14.11.2016

Benjamin Ree

Magnus – der Mozart des Schachs

(Kinostart: 10.11.) Wunderkind aus Norwegen: Magnus Carlsen ist der zweitjüngste Schach-Weltmeister aller Zeiten – was sein Ausnahme-Talent ausmacht, kann Regisseur Benjamin Ree nicht ansatzweise klären. Seine Doku ist so fade wie ein zähes Remis.

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07.11.2016

Friedrich Moser

A Good American

(Kinostart: 3.11.) Die gute Daten-Krake: Für den NSA-Geheimdienst entwickelte Bill Binney ein Abhörprogramm, das die Privatsphäre schützte – er wurde kaltgestellt. Die Doku von Friedrich Moser schildert die Geschichte vor Edward Snowdens Enthüllungen.

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31.10.2016

Ruth Beckermann

Die Geträumten

(Kinostart: 27.10.) Auf dem Postweg vereint: Ingeborg Bachmann und Paul Celan, zwei der bedeutendsten Nachkriegszeit-Dichter, schrieben sich 22 Jahre lang Briefe. Regisseurin Ruth Beckmann filmt eine szenische Lesung – weit mehr als ein bebildertes Hörspiel.

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24.10.2016

Gérard Depardieu

Saint Amour – Drei gute Jahrgänge

(Kinostart: 13.10.) Wein, Weib und wenig Gesang: Ein ungleiches Vater-Sohn-Gespann zieht durch Frankreichs Provinz auf der Suche nach sich selbst. Das skurril-schräge Roadmovie von Gustave Kevern und Benoît Delepine ertränkt Sorgen in edlen Tropfen.

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10.10.2016

Danièle Thompson

Meine Zeit mit Cézanne

(Kinostart: 6.10.) Starliterat und Kraftkerl: Der Romancier Émile Zola und der Maler Paul Cézanne waren enge Freunde. Ihr Verhältnis zeichnet Regisseurin Danièle Thompson nach: als Human-Interest-Bilderbogen, bei dem Kunstgeschichte kaum eine Rolle spielt.

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06.10.2016

François Ozon

Frantz

(Kinostart: 29.9.) Geteiltes Leid ist halbes Leid: Um einen Weltkriegs-Gefallenen trauern dessen deutsche Verlobte und ein junger Franzose – eine Enthüllung ändert alles. Das subtile Kammerspiel von Regisseur Ozon wirkt trotz Grauschleier ganz gegenwärtig.

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28.09.2016

Michael Madsen

The Visit – außerirdische Begegnung

(Kinostart: 22.9.) Das Weltall – unendliche Weiten: Gibt es irgendwo da draußen Leben? Damit beschäftigen sich etliche irdische Experten. Regisseur Michael Madsen sammelt ihre Einschätzungen: Die Ergebnisse ähneln denen von guter Science Fiction.

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20.09.2016

Pieter van Huystee

Hieronymus Bosch – Teufels-Schöpfer

(Kinostart: 15.9.) Fachchinesisch vor Infrarot-Aufnahmen: Ein Expertenteam begutachtet weltweit Bilder, die man dem Künstler zuschreibt – Regisseur Pieter van Huystee dokumentiert heutigen Ausstellungs-Betrieb, nicht das Schaffen des Fabelwesen-Malers.

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14.09.2016

Miguel Gomes

1001 Nacht - Teil 3: Der Entzückte

(Kinostart: 25.8.) Portugal sucht den Super-Buchfinken: Zwitscher-Wettbewerbe von Singvögeln stehen im Zentrum des letzten Teils der sechsstündigen Trilogie von Miguel Gomes – ein so fantastisches und verrücktes wie realistisches und todernstes Mammutwerk.

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24.08.2016

Icíar Bollaín

El Olivo – Der Olivenbaum

(Kinostart: 25.8.) Einen alten Baum verpflanzt man nicht: Papa hat ihn in die Fremde verkauft, seine Tochter will ihn zurückholen. In ihrem Feelgood Road Movie überstrapaziert Regisseurin Icíar Bollaín das Gewächs als Symbol für Spaniens Ausverkauf und Niedergang.

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22.08.2016

Isabelle Huppert

Alles was kommt – L'Avenir

(Kinostart: 18.8.) Lebenshilfe für „Le Monde“-Leser: Isabelle Huppert glänzt als Philosophie-Lehrerin, deren Dasein aus den Fugen gerät – doch Regisseurin Mia Hansen-Løve begnügt sich mit einer betriebsam sterilen Selbstbespiegelung des Akademiker-Milieus.

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18.08.2016

Michael Grandage

Lektor ging mit Hut ins Bett

In „Genius“ porträtiert Michael Grandage einen Berufsstand, der sonst nie im Kino zu sehen ist: Verlagslektoren sorgen dafür, dass aus Manuskripten Bücher werden. Ihre Arbeit ähnelt derjenigen von Regisseuren, erklärt der Regisseur im Interview.

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11.08.2016
Colin Firth + Jude Law

Genius - Seiten einer Freundschaft

(Kinostart: 11.8.) Hinter jedem großen Autor steht ein starker Lektor: Max Perkins ist kaum bekannt, doch er verhalf drei modernen Klassikern zum Durchbruch. Den Glutkern des Literaturbetriebs führt Regisseur Michael Grandage mit funkelnden Dialogen vor.

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Miguel Gomes

1001 Nacht-Teil 2: Der Verzweifelte

(Kinostart: 11.8.) Kino als Fieberthermometer für ein krankes Land: Im zweiten Teil seines epischen Portugal-Bilderbogens porträtiert Regisseur Gomes diverse Protagonisten der Desillusionierung – im Reich unbegrenzter erzählerischer Möglichkeiten.

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09.08.2016

Pedro Almodóvar

Julieta

(Kinostart: 4.8.) Anstatt schriller Melodramen ein stilles Seelen-Drama: Pedro Almodóvar, gealtertes Enfant terrible unter Spaniens Regisseuren, porträtiert eine Mutter, die nach ihrer verschwundenen Tochter sucht – psychologisch plausibel und ergreifend.

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04.08.2016

Alberto Rodriguez

La isla mínima – Mörderland

(Kinostart: 4.8.) Im Fluss-Labyrinth des Guadalquivir: Zwei Polizisten suchen 1980 nach Vermissten – in einem Sumpf aus Misstrauen und Verrat. Für seinen packenden Post-Diktatur-Krimi bekam Regisseur Rodriguez den Europäischen Publikums-Filmpreis 2015.

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02.08.2016

Miguel Gomes

1001 Nacht – Teil 1: Der Ruhelose

(Kinostart: 28.7.) Portugal als orientalischer Bilderbogen: Regisseur Miguel Gomes überträgt den Aufbau der arabischen Erzählungs-Sammlung auf sein Heimatland in der Dauerkrise – als burlesken Episoden-Reigen, der alle geläufigen Grenzen sprengt.

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28.07.2016

Gianfranco Rosi

Seefeuer – Fuocoammare

(Kinostart: 28.7.) Die geteilte Mittelmeer-Insel: Auf Lampedusa gehen Bewohner ihrem Alltag nach, nebenan werden Flüchtlinge versorgt – beide Sphären berühren sich nirgends. Für seine Doku gewann Regisseur Gianfranco Rosi bei der Berlinale den Goldenen Bären.

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27.07.2016

Mika Kaurismäki

The Girl King

(Kinostart: 21.7.) Ein Riot Girl auf Schwedens Thron: Aus dem turbulenten Leben der ledigen und bisexuellen Barock-Königin Kristina macht Regisseur Mika Kaurismäki einen süffigen Mantel- und Degen-Film voller saftiger Details – Yellow Press fürs Kino.

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21.07.2016

Andrina Mračnikar

Ma Folie

(Kinostart: 21.7.) Der Feind aus meinem Bett: Ein verflossener Geliebter wandelt sich zum hasserfüllten Stalker – und die Amour-Fou-Geschichte zum Psychothriller, den die österreichische Regisseurin Andrina Mračnikar raffiniert in der Schwebe hält.

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20.07.2016

Ewan McGregor

Verräter wie wir

(Kinostart: 7.7.) Britischer Zaungast bei der russischen Mafia: Wie diese Parallelgesellschaft brutal für Kadavergehorsam sorgt, seziert der Geheimdienst-Thriller von John Le Carré – ihn verfilmt Regisseurin Susanna White mit dem Aufwand großer Kino-Epen.

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06.07.2016

Kheiron

Nur wir drei gemeinsam

(Kinostart: 30.6.) Flucht der eigenen Eltern aus dem Iran als umwerfend liebevoll gezeichnete Familienchronik: In seinem Kino-Debüt gelingt dem französischen Bühnen-Komiker Kheiron ein kleiner Geniestreich von Tragikomödie mit Migrations-Hintergrund.

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27.06.2016

Colin Farrell + Rachel Weisz

The Lobster

(Kinostart: 23.6.) Entweder in 45 Tagen unter die Haube kommen, oder als Tier zur Strecke gebracht werden: Der griechische Regisseur Giorgos Lanthimos entwirft eine ätzend surreale Parabel auf Paarungs-Zwänge und Beziehungs-Neurosen der Gegenwart.

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22.06.2016

Felix van Groeningen

Café Belgica

(Kinostart: 23.6.) Wer sich daran erinnern kann, war nicht dabei: Exzessives Nightclubbing bringt der belgische Regisseur Felix van Groeningen faszinierend authentisch auf die Leinwand – als Vorbild diente ein Café in Gent, das früher sein Vater betrieb.

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20.06.2016

Omar Sy

Monsieur Chocolat

(Kinostart: 19.5.) Manege frei für den ersten schwarzen Clown in Frankreich: eine Paraderolle für Omar Sy, der hier seinen komödiantischen Charme voll ausspielen kann. Doch Regisseur Roschdy Zem zeigt auch den latenten Rassismus der Belle Époque.

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18.05.2016

Omer Fast

Genug Geld für Koks + Stripperinnen

Vergangenheit ist, was wir dafür halten; ihre vollständige Rekonstruktion bleibt unmöglich. Dennoch unterwirft der Kunst-Filmer Omer Fast seinen Protagonisten in „Remainder“ einer aufwändigen Amnesie-Eigentherapie – um Tabus sichtbar zu machen, betont er.

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11.05.2016
Omer Fast

Remainder

(Kinostart: 12.5.) Verwirrspiel ohne Grenzen: Ein Amnesie-Opfer versucht, seine Vergangenheit originalgetreu zu re-inszenieren. Atemberaubend raffinierter Identitäts-Psychothriller von Videokünstler Omer Fast – er schlingt ein verführerisches Möbiusband.

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Jeremy Irons

Die Poesie des Unendlichen

(Kinostart: 12.5.) Das Mathe-Genie, das aus den Tropen kam: Ab 1913 stellte der Inder Srinivasa Ramanujan in Cambridge die akademische Welt auf den Kopf. Regisseur Matthew Brown will seine Lebensleistung würdigen, türmt aber leider viele Klischees aufeinander.

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10.05.2016

Ralph Fiennes + Tilda Swinton

A Bigger Splash

(Kinostart: 5.5.) Schlag ins Badewasser: Regisseur Luca Guadagnino will den glamourösen Jet-Set-Lebensstil der 1960/70er Jahre heraufbeschwören. Sein Remake eines Krimis von 1969 ist hochkarätig fehlbesetzt und läuft in deplatzierter Aktualisierung aus.

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04.05.2016

Catherine Corsini

La belle saison – Eine Sommerliebe

(Kinostart: 5.5.) Suffragette City: Im Paris der frühen 1970er Jahre verliebt sich eine Provinzlerin in eine Pariser Feministin – die Rückkehr aufs Land setzt beide einer Zerreißprobe aus. Das inszeniert Regisseurin Corsini so sensibel wie authentisch.

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02.05.2016

Guillaume + Stéphane Malandrin

Ich bin tot, macht was draus!

(Kinostart: 28.4.) Lemmy, Bowie, Prince – der nächste ist Jipé: Vom Tod ihres Sängers lässt sich eine belgische Altrocker-Band ihre US-Tournee nicht durchkreuzen. Daraus schlagen die Regie-Brüder Malandrin anarchische Funken – als etwas andere Trauerarbeit.

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25.04.2016

Thomas Vinterberg

Betrunkene haben Weltkrieg gewonnen

In „Die Kommune“ fließt viel Bier; das macht die Mitbewohner großzügig, so der dänische Regisseur Vinterberg. Er erzählt im Interview, welche eigenen Erfahrungen er mit einer WG gemacht hat – und warum sein nächster Film den Alkohol feiern soll.

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18.04.2016
Thomas Vinterberg

Die Kommune

(Kinostart: 21.4.) Gemeinsam sind wir stark: Regisseur Thomas Vinterberg beschwört die Atmosphäre in Wohngemeinschaften der 1970er Jahre herauf. Allerdings ohne kreatives Chaos, dafür mit Eifersuchts-Ehedrama – das lässt das Experiment vorhersehbar scheitern.

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Martin Zandvliet

Unter dem Sand

(Kinostart: 7.4.) Ein Kriegsfilm als Kammerspiel am Nordseestrand: Im Sommer 1945 mussten deutsche Gefangene die Minen an Dänemarks Westküste räumen. Das schildert Regisseur Martin Zandvliet als beeindruckenden Balanceakt zwischen Hass und Humanität.

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06.04.2016

Phil Collins

Tomorrow is always too long

(Kinostart: 17.3.) Nicht der „Genesis“-Musiker, sondern ein Namensvetter: Der Künstler Phil Collins komponiert aus zahllosen TV- und Video-Schnipseln eine Hommage an die Stadt Glasgow und ihre Bewohner – zwischen Sozialrealismus und Sozialromantik.

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17.03.2016

Vincent Landon

Der Wert des Menschen

(Kinostart: 17.3.) Überwachungskamera im Arbeitsalltag: Regisseur Stéphane Brizé will vorführen, wie Langzeit-Arbeitslosigkeit zermürbt und moralische Skrupel aufweicht – doch seine kontextlose und ereignisarme Pseudo-Doku wirkt ähnlich quälend.

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16.03.2016

Julie Delpy

Lolo – Drei ist einer zu viel

(Kinostart: 17.3.) Zwergenaufstand im Hotel Mama: Ein Muttersöhnchen will Mamas neuen Liebhaber aus der Provinz mit allen Mittel loswerden. Sittenkomödien-Spezialistin Julie Delpy greift diesmal zu abgeschmackten Scherzen, die etwas infantil wirken.

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15.03.2016

Bremen

Letztes Jahr in Marienbad

Die Osterinsel der Kinogeschichte: Alain Resnais‘ hyperraffinierter Rätsel-Film von 1961 gilt als so einzigartig wie abseitig. Die Kunsthalle will ihn zum Meilenstein mit kultureller Langzeitwirkung stilisieren – bleibt aber jeden Nachweis dafür schuldig.

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06.03.2016

Alexander Sokurow

Francofonia

(Kinostart: 3.3.) Komplizenschaft zur Kunstrettung: Wie der Louvre den Zweiten Weltkrieg unbeschadet überstand, rekonstruiert Regisseur Alexander Sokurow mit einem fantasievoll poetischen Essay-Film – als Hohelied auf unsterbliche Meisterwerke.

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01.03.2016

Devid Striesow

Nichts passiert

(Kinostart: 11.2.) Mit Harmoniesucht zum finalen Schlagabtausch: Regisseur Micha Lewinsky porträtiert einen konfliktscheuen Biedermann, der sich mit Beschwichtigungen in Teufels Küche bringt. Eine Paraderolle für Devid Striesow – bis er explodiert.

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09.02.2016

Carey Mulligan

Suffragette – Taten statt Worte

(Kinostart: 4.2.) One Woman, one Vote: Vor 100 Jahren kämpften britische Frauen militant für ihr Wahlrecht. Ihre Bewegung stellt Regisseurin Sarah Gavron in den üblichen dramatischen Standard-Situationen dar; als fiktive Heldin glänzt Carey Mulligan.

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02.02.2016

Inuk Silis Hoegh

Sumé – The Sound of a Revolution

(Kinostart: 21.1.) You Won’t Fool the Children of the Revolution: Mit 70er-Jahre-Protest-Songs forderte Grönlands erste Rockband mehr Freiheit für ihre Heimat. Regisseur Inuk Silis Høegh rekonstruiert nüchtern diese junge Episode der Kolonialgeschichte.

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18.01.2016

Eddie Redmayne

The Danish Girl

(Kinostart: 7.1.) Pioniere der Transsexualität: Ab 1913 wechselte ein dänischer Maler, von seiner Ehefrau unterstützt, sein Geschlecht. Ihre Geschichte verfilmt „King’s Speech“-Regisseur Tom Hooper als prunkvolle Schmonzette über innige Liebe.

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04.01.2016