Jesuthasan Antonythasan

Mein Dorf existiert nicht mehr

Wenn ein Kriegsfilm das eigene Kämpfer-Leben nacherzählt: Dheepan-Darsteller Antonythasan war früher Soldat der LTTE-Rebellen. Regisseur Audiard habe das gut getroffen, doch die Vergangenheit lasse sich damit nicht bewältigen, betont er im Interview.

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Peter Greenaway

Eisenstein ging sofort in Sex-Shops

Das schwule Coming Out von Sergej Eisenstein in Mexiko ist keine zweitrangige Episode, sondern zentral zum Verständnis seiner Person, versichert Peter Greenaway: Deshalb rücke er es in den Mittelpunkt seines Biopics „Eisenstein in Guanajuato“.

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Wien

Viennale 2015

Vergangenheits-Seligkeit im Kino: Österreichs größtes Festival blickt sehr weit zurück. Mit Retrospektiven für Regisseure der Jahrgänge 1908 und 1918, der Gala für eine 85-Jährige und Genrefilmen der 1960/70er. Kein Wunder: Sein Präsident ist 91 Jahre alt.

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Fernando Léon de Aranoa

Held ist schon, wer nicht aufgibt

In „A Perfect Day“ beobachtet Fernando León de Aranoa eine Gruppe von Helfern im Krisengebiet beim ganz gewöhnlichen Scheitern. Krieg korrumpiere alles, erklärt der Regisseur: Gegen unlösbare Probleme hülfen nur Humor und Konzentration aufs Nächstliegende.

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Joshua Oppenheimer

Als ob die Nazis an der Macht wären

Mit „The Act of Killing“ enthüllte Joshua Oppenheimer, dass Massenmörder in Indonesien straffrei leben; in „The Look of Silence“ porträtiert er die Opfer. Ein Gespräch über Prahlerei zur Verdrängung von Schuld und Geister der Toten in jeder Film-Einstellung.

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Anton Corbijn

Ich bin kein James-Dean-Fan

Hommage unter Kollegen: Der renommierte Fotograf Anton Corbijn hat einen Film über Dennis Stock gedreht, dessen Aufnahmen von James Dean weltberühmt wurden. Die Beziehung von Star und Fotograf beruhe auf einem Missverständnis, erklärt er im Interview.

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Berlin

Fassbinder – Jetzt

Staatsbegräbnis unter Bergen von Archiv-Schutt: Die Hommage zum 70. Geburtstag von Rainer Werner Fassbinder wird beim Umzug aus Frankfurt in den Martin-Gropius-Bau auf den dreifachen Umfang aufgebläht. Nun erschlägt Papierkram das Regie-Genie.

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Dominik Graf

Was heißt hier Ende? Michael Althen

(Kinostart: 18.6.) Er lernte seine Frau im Kino kennen, sein Nachruf beschleunigte Antonionis Tod: Der renommierte Filmkritiker Michael Althen lebte ganz für die Leinwand. Ihm widmet Regisseur Dominik Graf ein liebevolles, etwas längliches Porträt.

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Michael Winterbottom

Mit Gewalt weltweit bombardieren

„Die Augen des Engels“ handelt vom Medienrummel um einen Mordfall. Journalisten und Filmemacher stünden beide unter ähnlichem Druck, so Michael Winterbottom im Interview: Sie müssten ihre Stories einem an Klischees gewöhnten Publikum verkaufen.

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München

Kino der Kunst 2015

Das Spezial-Festival für Filme bildender Künstler gemeindet in seiner zweiten Ausgabe die halbe Museumslandschaft ein. Dabei täte ihm mehr Sorgfalt bei der Programm-Auswahl gut: Im Total-Wettbewerb geht Preiswürdiges in faden Fingerübungen unter.

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Oliver Hirschbiegel

Elser war wie Edward Snowden

Der Hitler-Attentäter Georg Elser überraschte alle: Keiner glaubte, dass er auf eigene Faust gehandelt hatte. In seinem Biopic zeigt ihn Regisseur Hirschbiegel als normalen jungen Mann seiner Zeit, der einfach nur seinem Gewissen folgte.

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Wim Wenders

In 3D sind Menschen fast wie nackt

Alles wird gut: Der neue Film von Wim Wenders, „Every Thing Will Be Fine“, handelt von Traumatisierung und Heilung. Das könne jede beliebige Geschichte leisten, sagt der Regisseur im Interview: In 3D lasse sich das wie unter einer Lupe beobachten.

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Andreas Dresen

Die beste Zeit ihres Lebens

In „Als wir träumten“ lässt Andreas Dresen die wilde Wendezeit in Leipzig wieder aufleben. Er erlebte sie in Ostberlin: mit geklauten Taschenbüchern, ohne Karte ins Kino schleichen und ersten Joints zu hartem Drum’n’Bass, erzählt er im Interview.

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65. Berlinale

Hauptversammlung der Berlinale AG

Business First: Das Massengeschäft läuft glänzend, weil sich hartnäckig das Vorurteil hält, die Berlinale sei ein „politisches Festival“. Was sie mit kluger Filmauswahl und Jury-Entscheidungen kräftig nährt; hier der aktuelle Börsenbericht.

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65. Berlinale

Neuer Deutscher Film – 50 Plakate

Sie gaben dem Neuen Deutschen Film ein Gesicht: Das Grafiker-Paar Sickert hat Plakate für Wenders, Fassbinder, Schlöndorff u. v. m. gestaltet. Das Haus der Berliner Festspiele stellt nun 50 Entwürfe aus – überraschend textlastig und verblüffend einprägsam.

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65. Berlinale

Neue Sichtweisen für die Zukunft

Heute beginnt die Berlinale. Die „Perspektive Deutsches Kino“ ist die Talentschmiede des Festivals; hier werden Nachwuchs-Regisseure vorgestellt. Sektions-Leiterin Linda Söffker spricht über die Kunst, sich Frische und Unabhängigkeit zu erhalten.

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