Dresden

Jan und Eva Švankmajer 

Alle Macht der Imagination: Das Ehepaar Švankmajer zählt zu den bedeutendsten Surrealisten in Tschechien. Ihr einzigartiges Werk zwischen Puppentheater, Fabelwesen und Trickfilmen präsentiert der Lipsiusbau kongenial als prachtvolle Wunderkammer.

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Essen

Der montierte Mensch

Zwischen Fortschrittsbegeisterung und Maschinenstürmerei: Die Angstlust vor und an der Technik ist seit mehr als 100 Jahren ein wichtiges Thema der bildenden Kunst. Ihre Geschichte zeichnet das Museum Folkwang nach – anschaulich und am Ende ausfransend.

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Berlin

Horst Janssen zum Neunzigsten

Hausillustrator der alten Bundesrepublik: In den 1970/80er Jahren war Horst Janssen einer ihrer populärsten Künstler. An ihn erinnert eine hübsch komponierte Gedenkschau in der Sammlung Scharf-Gerstenberg – allerdings vorwiegend mit grafischen Zufallsprodukten.

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Leipzig

Point of No Return

Kunst ohne Wiederkehr: 30 Jahre nach dem Ende der DDR blickt das Museum der bildenden Künste auf Bilder vor und nach dem Mauerfall zurück. Reich bestückt und vollmundig präsentiert – das große Angebot vermittelt wenig neue Erkenntnisse.

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Berlin

Summer of Love: art and fashion

San Francisco im Ausnahmezustand: 1967 strömten Zehntausende von Hippies in die Stadt. Im Nu wurden psychedelische Kunst und Design populär; ihre visuelle Radikalität ist unübertroffen. Das zeigt eine erstklassig bestückte Gedenkschau im PalaisPopulaire.

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Stuttgart + Hamburg

Die jungen Jahre der Alten Meister

Archäologie des bundesdeutschen Kunstbetriebs: Staatsgalerie und Deichtorhallen vergleichen die Frühwerke von Georg Baselitz, Gerhard Richter, Sigmar Polke und Anselm Kiefer miteinander – im Katalog werden ihre Erfolgsgeheimnisse enthüllt.

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Rostock

50 Jahre Kunsthalle Rostock

Volkskammer trifft White-Cube-Flair: Zu ihrem 50. Geburtstag blickt die Kunsthalle Rostock zurück und vermittelt eine Menge über DDR-Kunst. Eine zweite Ausstellung bietet widerstreitende Perspektiven auf den ehemaligen Berliner Palast der Republik.

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Leipzig

Yoko Ono: Peace is Power

Als das Wünschen noch geholfen hat: Nach Anfängen mit Konzeptkunst wurde Yoko Ono zur größten Rockdiva des Kulturbetriebs. Ihre schlichten Mitmach-Aktionen für gutes Bauchgefühl sind vorbildlich für Populisten, zeigt die Werkschau im Museum der bildenden Künste.

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Potsdam

Picasso - Das späte Werk

Mit pausenlosen Pinselschwüngen gegen Alter und Tod anmalen: Das Museum Barberini gibt einen erhellenden Einblick in das wenig bekannte Spätwerk von Pablo Picasso – es wird geprägt durch seine Faszination für menschliche Gestalten in allen Varianten.

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Berlin

Leiter, Lynch, Newton: Nudes

Kleine Kulturgeschichte der Nachkriegs-Aktfotografie: Das Museum für Fotografie zeigt ganz unterschiedliche Bilder dreier Fotografen – vom zeitlos erotischen Schwarzweiß der 40er bis 60er über Fetisch-Fantasien der 70er und 80er bis zu aseptischen Digital-Blow-Ups.

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Berlin

Objects of Wonder-British Sculpture

Last exhibition before Brexit: Das PalaisPopulaire Unter den Linden präsentiert einen kompakten Überblick über britische Bildhauerei seit den 1950er Jahren bis heute. Ihre Entwicklung verläuft analog zur internationalen Szene – aber mit ganz eigenem Humor.

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Berlin

Max Ernst – Zeichendieb

Traum vom Land am Nil: Der deutsche Surrealist schmückte seine Werke oft mit Elementen, die wie Hieroglyphen oder Relikte aus dem alten Ägypten wirken – obwohl er nie dort war. Seine Form-Anleihen breitet die Sammlung Scharf-Gerstenberg hübsch versponnen aus.

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München

Jörg Immendorff: Für alle Lieben

Ein Ex-Maoist als Staatskünstler der alten Bundesrepublik: Deren Zeitgeist und Personal hielt kein anderer Maler so vielschichtig opulent fest wie Immendorff. Die enorme Bandbreite seines Werks führt das Haus der Kunst in seiner großen Retrospektive anschaulich vor.

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Dresden

Ostdeutsche Malerei und Skulptur

Sozialistische Helden und Landschaften, die experimentelle Spielräume boten: Die Zeit scheint reif für einen differenzierten Umgang mit DDR-Kunst. Das Albertinum zeigt, wie sich die Kunstproduktion wandelte, und liefert Hintergründe zur Sammlung.

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Basel

The Music of Color: Sam Gilliam

Freischwingende Leinwände in sattem Farbenglühen: Das Kunstmuseum präsentiert in einer großen Einzelschau die spannendsten Werke des afroamerikanischen Malers Sam Gilliam, der in den 1960er Jahren die abstrakte Malerei vom Keilrahmen befreite.

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Frankfurt am Main

Basquiat: Boom for Real

Leichenfledderei deluxe: Am New Yorker Promi-Künstler, der 1988 an Drogen starb, verdienen seine Nachlassverwalter Abermillionen. Ihnen arbeitet die Schirn Kunsthalle mit einer grotesk beweihräuchernden Werkschau zu – Kunstbetrieb als Bitcoin-Börse.

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Karlsruhe

Feministische Avantgarde der 1970er

Mehr als MeToo: Vor vier Jahrzehnten kämpften Künstlerinnen für Frauen-Emanzipation – mit unglaublich originellen und fantasievollen Werken. Das ZKM zeigt eine spektakuläre Auswahl solcher Arbeiten; nie zuvor oder danach war Kunst so radikal sinnlich.

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Berlin

Eduardo Paolozzi: Lots of Fun

Das große Sampeln, Mixen und Schreddern: Der britische Pop-Art-Pionier Eduardo Paolozzi bediente sich als einer der ersten Künstler in den Bilderwelten der Konsumkultur. Seine Werkschau der Berlinischen Galerie fällt überraschend spröde aus.

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Berlin

Fahrelnissa Zeid: Moderne-Pionierin

Abstrakter Expressionismus mit Orient-Ornamenten: Fahrelnissa Zeid war eine Wandlerin zwischen den Welten. Als Diplomatengattin verkehrte sie mit Chagall und Henry Moore, ihre Riesen-Bilder sprengten alles Geläufige – die Deutsche Bank KunstHalle stellt sie vor.

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Potsdam

Hinter der Maske – Künstler der DDR

Jenseits des Sozialistischen Realismus: Ostdeutsche Künstler loteten experimentierfreudig allerlei Spielräume abseits der SED-Parteilinie aus. Das zeigt das Museum Barberini anschaulich in einer großen Retrospektive dieser abgeschlossenen Kunstrichtung.

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Berlin

Lucian Freud: Closer

Wider jede Hochglanz-Ästhetik: Mit schonungslos realistischen Menschenbildern wurde Lucian Freud zu einem der bedeutendsten Porträtmaler des 20. Jahrhunderts. Der Martin-Gropius-Bau zeigt eine beeindruckende Auswahl von Radierungen.

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Berlin

Roberto Burle Marx: Tropen-Moderne

Ein Renaissancemensch im 20. Jahrhundert: Der Brasilianer Roberto Burle Marx ließ Ideen von Bildern, Skulpturen und Musik in seine epochale Garten- und Landschaftsgestaltung einfließen. Sein Lebenswerk stellt die Deutsche Bank KunstHalle vor – leider recht karg.

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Rostock

Wolfgang Mattheuer

Zeitreise in ein verschwundenes Land: Wolfgang Mattheuer war einer der bekanntesten DDR-Künstler. Zum 90. Geburtstag widmet ihm die Kunsthalle Rostock eine umfangreiche Werkschau – neben gemalter Systemkritik überraschen präzise Landschaftsansichten.

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Münster

Henry Moore – Impuls für Europa

Bildhauerei gegen den Brexit: Mit tonnenschweren Bronze-Plastiken wurde der Brite Henry Moore zum wichtigsten Staatskünstler der alten Bundesrepublik. Die Retrospektive im LWL Museum zeigt mustergültig, wie ihm das gelang – und warum das passé ist.

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München

Postwar: Kunst 1945-1965

Die ganze Nachkriegszeit soll es sein: Das Haus der Kunst will die Entwicklung aller Künste bis Mitte der 1960er Jahre dokumentieren – weltweit. Trotz etlicher spannender Ausgrabungen kann diese begehbare Enzyklopädie ihren ehrgeizigen Anspruch nicht einlösen.

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