Berlin

Geschlossene Gesellschaft

Selbst-Reflexion unter Ausschluss der Welt-Öffentlichkeit: Die Kunst-Fotografie in der DDR bildete völlig eigene Bild-Sprachen aus. Das zeigt die erste ihr gewidmete Überblicks-Ausstellung seit der Wende in der Berlinischen Galerie.

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Marina Abramović

The Artist Is Present

(Kinostart: 29.11.) Auge in Auge mit der Performance-Künstlerin: Drei Monate lang ließ sich Abramović im MoMA von Besuchern anblicken. Matthew Akers dokumentiert ihre Arbeit als Aktionen einer großen Publikums-Verführerin.

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Karlsruhe

Vidéo Vintage 1963–1983

Archäologie-Ausstellung audiovisueller Kunst: Das ZKM zeigt Künstler-Videos aus der Anfangszeit des Mediums, die das Centre Pompidou in Paris gesammelt hat – liebevoll zu TV-Wohnzimmern im Stil der 1960/70er Jahre arrangiert.

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Berlin

Johannes Grützke

Der große Körper-Theatraliker: Seit einem halben Jahrhundert inszeniert Grützke raffiniert verschlüsselte Sitten-Bilder. Nun ehrt ihn seine Heimatstadt: mit dem Hannah-Höch-Preis samt umfassender Retrospektive im Ephraim-Palais.

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Cottbus

Weltsichten

Landschaft an sich gibt es nicht: Sie wird stets vom Betrachter konstruiert – und verrät mehr über ihn als über die Gegend. Das führt das Museum Dieselkraftwerk anhand von 200 Werken aus fünf Jahrhunderten anschaulich vor.

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Mannheim

Die Geburtsstunde der Fotografie

Die älteste Fotografie der Welt ist erstmals seit 50 Jahren in Europa zu sehen; Sammler Gernsheim spürte sie 1952 in London auf. Eine Auswahl seiner Kollektion wird in den Reiss-Engelhorn-Museen zum Überblick über die gesamte Foto-Geschichte.

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Berlin + Hamburg

R.B. Kitaj - Obsessionen

Auf der Suche nach einer jüdischen Kunst: Der US-Maler R.B. Kitaj widmete sich intensiv dem Problem von Identität in der Diaspora. Das Jüdische Museum Berlin zeigt die erste Werkschau seit seinem Freitod – eine echte Wiederentdeckung.

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Leipzig

Jugendstil bis Gegenwart - Design

Die unübersehbare Fülle der Dinge: Das Grassimuseum hat den letzten Teil seiner Dauerausstellung von Kunsthandwerk eröffnet. Damit ist der Gebäude-Komplex erstmals seit 73 Jahren wieder vollständig zugänglich.

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München

True Stories: US-Fotografie

Als die Fotografie den Alltag entdeckte: Die Pinakothek der Moderne zeigt Aufnahmen aus den USA seit den 1960er Jahren – von Expeditionen in das Gewöhnliche bis zu Dokumentationen ständiger Veränderung durch Menschenhand.

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München

L'Architecture engagée

Welt-Verbesserung durch Wohn-Anlagen: Seit der Frühneuzeit wollten Utopisten mit grandiosen Entwürfen die Menschheit beglücken. Wie sehr ihnen Bodenhaftung fehlte, zeigt eine textlastige Ausstellung in der Pinakothek der Moderne.

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dOCUMENTA (13)

Tom McDonough

Eine radikale Avantgarde siegt sich zu Tode: Gegen eine trostlos verwaltete Welt setzten die Situationisten auf kreative Spontaneität, erklärt Kunst-Historiker McDonough. Womit sie ein halbes Jahrhundert prägten – doch anders als erhofft.

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Berlin + Würzburg + Rostock

Aufbruch. Malerei + realer Raum

Als die Bilder ihren Rahmen sprengten: Die Akademie der Künste zeigt Gemälde, die nur sich selbst darstellen sollten – und dafür exzentrische Formen annahmen. Was die Nachkriegszeit bewegte, erschöpft sich heute in Plagiaten.

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dOCUMENTA (13)

Georges Didi-Huberman

Wider den Mythos vom Kanon der Weltkunst: André Malraux träumte vom imaginären Museum – Chris Marker und Alais Resnais kritisierten ihn als Kultur-Chauvinisten. Philosoph Didi-Huberman erklärt, was das mit der documenta zu tun hat.

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Thomas Thümena

Jean Tinguely

(Kinostart: 17.5.) Porträt des Künstlers als Maschinen-Stürmer: Eine souverän komponierte Biopic-Doku zeigt den Schweizer Dada-Bastler Jean Tinguely als archetypischen Groß-Künstler des 20. Jahrhunderts.

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Stuttgart

Turner – Monet – Twombly

Trilogie reiner Sinnes-Eindrücke: Die Staatsgalerie führt erstaunliche Parallelen zwischen drei Ausnahme-Malern vor. Womit sie die kryptische Kunst von Twombly erhellt – seine Bilder-Rätsel lösen sich in Traditionslinien auf.

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Wolfsburg

Henri Cartier-Bresson

Kein fotografisches Werk ist bekannter als das von Cartier-Bresson. Doch das Kunstmuseum gewinnt ihm neue Facetten ab: Rein visuell arrangierte Landschafts-Aufnahmen enthüllen Wahrheiten über die Stellung des Menschen in der Welt.

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Düsseldorf

Künstlerinnen-Räume

Wunderkammern im Wortsinne: Räume im K21 Ständehaus reserviert die Kunstsammlung NRW für jeweils einen Künstler – zeitweilig oder dauerhaft. Der Rundgang durch sechs neue Kammern gleicht einem Staffellauf der Kontraste.

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Köln

Vor dem Gesetz

Direktor Kaspar König verabschiedet sich vom Museum Ludwig mit einer ambitionierten Ausstellung über Menschenwürde und –rechte. Diese Last können die nur 28 Beiträge nicht schultern: Ihr Zusammenhang bleibt diffus.

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Essen

Gemalter Film

Zwei Stunden Kino in einer Komposition: Der italienische Grafiker Renato Casaro versteht es, die Atmosphäre eines ganzen Films auf dem Plakat-Bild zu verdichten. 100 seiner schönsten Entwürfe zeigt nun das Museum Folkwang.

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Berlin

Pacific Standard Time

Kalifornien hat nach dem Zweiten Weltkrieg eine eigenständige Kunst-Landschaft hervorgebracht. Die beackert der Martin-Gropius-Bau in drei Teil-Ausstellungen: mit malerischen Fotos, wegweisenden Werken und kleinteiliger Dokumentation.

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Potsdam

Georg Baselitz: Berliner Jahre

Ost-West-Schizophrenie auf der Leinwand: Die Villa Schöningen kontrastiert die Anfänge von Georg Baselitz mit «Remixen», in denen er an Motive aus seinem Frühwerk anknüpft – eine aufschlussreiche Gegenüberstellung.

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Berlin

Gerhard Richter: Panorama

Eine Retrospektive, die keine sein will, sondern eine Hommage an den berühmtesten deutschen Künstler. Ihn zeigt die Neue Nationalgalerie als Rollen-Modell einer Gesellschaft, die alles akzeptiert – sofern es perfekt ist.

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Berlin

Eva Besnyö - Fotografin

Von der Kunst, rechtzeitig ins Exil zu gehen: Die ungarische Jüdin Eva Besnyö emigrierte in den 1930er Jahren von Budapest über Berlin nach Amsterdam. Ihr hierzulande fast unbekanntes Werk stellt die Berlinische Galerie ausführlich vor.

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Berlin

Tür an Tür: Polen – Deutschland

Der letzte Sargnagel für alle deutsch-polnischen Spannungen: Die Mammut-Schau im Martin-Gropius-Bau erklärt ultimativ den tausendjährigen Weg zu friedvoller Eintracht. Wer seine Augen liebt, greift besser zum Katalog.

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