München

Florenz und seine Maler

Die Erfindung der neuzeitlichen Kunst: In der Toskana-Metropole des 15. Jahrhunderts wurden Standards definiert, die europäische Malerei bis heute prägen. Das zeigt die Alte Pinakothek großartig anschaulich anhand von 120 Meisterwerken.

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Dresden

Gewalt und Geschlecht

Materialschlacht für einen guten Zweck: Eine Mammutschau im Militärhistorischen Museum will Geschlechter-Klischees entkräften – und verzettelt sich mit Bergen von Belegstücken für so schlichte wie eingängige Gleichberechtigungs-Thesen.

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Berlin

Maler, Mentor, Magier: Otto Mueller

Aufbruchstimmung in der Provinz: Ab 1919 lehrte der Expressionist Otto Mueller an der Kunstakademie in Breslau. Eine Ausstellung im Hamburger Bahnhof versucht sein Wirken nachzuvollziehen und scheitert an einem überambitionierten Konzept.

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Stefan Ruzowitzky

Narziss und Goldmund

(Kinostart: 12.3.) Odyssee statt Homoerotik: Regisseur Stefan Ruzowitzky adaptiert Hermann Hesses Klassiker als Abenteuerfilm. Die etwas hanebüchene Inszenierung wirkt am besten, sobald die Freundschaft des Duos im Mittelpunkt steht.

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Haifaa Al Mansour

Die perfekte Kandidatin

(Kinostart: 12.3.) Wahlkämpferin wider Willen: Anstatt zu emigrieren, bewirbt sich eine Ärztin für den Gemeinderat. Was in Saudi-Arabien einem Spießrutenlauf gleicht: Regisseurin Haifaa Al Mansour zeichnet ein subtiles Bild der patriarchalen Verhältnisse.

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Catherine Deneuve

La Vérité – Leben und lügen lassen

(Kinostart: 5.3.) Slapstickhaft durch familiäre Untiefen: Regisseur Hirokazu Kore-eda inszeniert locker-flockig die schwierige Beziehung einer Schauspieldiva zu ihrer Tochter. Ein schräger Film im Film ist nur eine von vielen originellen Ideen.

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Kunst+Film-Video des Monats:

Bilder aus einer verschwundenen Stadt: Keine deutsche Metropole hat sich so stark verändert wie Berlin. Die Atmosphäre in der früheren Mauerstadt beschwören grafische Werke herauf: Teils unterschieden sich Ost und West, teils ähnelten sie sich verblüffend. Das zeigt die Schau „Gezeichnete Stadt – Arbeiten auf Papier 1945 bis heute“ noch bis 4.1. in der Berlinischen Galerie – nach dem Lockdown.

Auch neu im Kino ab 29. Oktober

  • „Schwesterlein“ mit Nina Hoss („Pelikanblut“, „Phoenix“), Lars Eidinger („Persischstunden“) und Thomas Ostermeier („Mathilde“): Krebsdrama im Berliner Theatermilieu
  • „Glitzer & Staub“: Porträt von vier Cowgirls, die sich in der US-Rodeoszene durchsetzen.
  • „Srbenka“: Doku über Aufarbeitung der Ermordung eines 12-jährigen serbischen Mädchens während des Kroatienkriegs.
  • „Außer Atem“: Wiederaufnahme des Nouvelle-Vague-Klassikers von Jean-Luc Godard mit Jean-Paul Belmondo und Jean Seberg („Against all Enemies“).
  • The Booksellers – Aus Liebe zum Buch“: Doku über ungewöhnliche Buchhandlungen in New York.

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Berlin

ABC des Reisens

Fiktive Reiseführer und schnittige Werbeplakate: Die Berliner Kunstbibliothek feiert 150 Jahre ihres Bestehens mit einer coolen Präsentation zum Thema Reisen. Alle fünf Abteilungen der Kunstbibliothek glänzen dabei mit spannenden Preziosen.

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Berlin

Welcome to Jerusalem

Pilgerziel, Kampfschauplatz, Alltagskulisse: Das Jüdische Museum Berlin lädt zur Städtereise nach Jerusalem ein. Eine lebendige Ausstellung zeichnet das Bild einer multikulturellen Stadt, die zugleich vielen ungelösten Problemen gegenüber steht.

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Potsdam

Gerhard Richter - Abstraktion

Ob Grau in Grau oder 192 Farben: Eine kluge Ausstellung im Museum Barberini in Potsdam geht der Entwicklung von Gerhard Richters abstrakten Gemälden auf den Grund – von der Farbverweigerung früher Jahre bis zu jüngsten leuchtenden Großformaten.

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Anna Hepp

800 mal einsam– Tag mit Edgar Reitz

(Kinostart: 5.3.) Baumwurzel mit Talblick: Mit seiner monumentalen „Heimat“-Trilogie hat Autorenfilmer Edgar Reitz fast im Alleingang die deutsche Vergangenheit kulturell rehabilitiert. Ihm widmet Anna Hepp ein arg improvisiertes und manieriertes Film-Porträt.

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70. Berlinale

Verwelkter Vorschusslorbeer

Mit dem Goldenen Bären für „There Is No Evil“ von Mohammad Rasoulof kürte die Jury ein Polit-Drama hoch verdient zum Gewinnerfilm. Das neue Leitungs-Duo hat das Festival nur halbherzig reformiert; der zusätzliche „Encounters“-Wettbewerb wirkt überflüssig.

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Hugh Grant + Colin Farrell

The Gentlemen

(Kinostart: 27.2.) Unternehmens-Veräußerung in der Unterwelt: Ein Drogenbaron will sein Marihuana-Imperium verkaufen. Wie schwierig das ist, schildert Regisseur Guy Ritchie in seiner amüsanten Gangster-Komödie mit großem Star-Ensemble.

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Kommende Top-Ausstellungen

  • „In aller Munde. Von Pieter Bruegel bis Cindy Sherman“: Oral-Kunst von 31.10. bis 5.4. im Kunstmuseum Wolfsburg
  • „Impressionismus in Russland – Aufbruch zur Avantgarde“ vom 7.11. bis 28.2. im Museum Barberini, Potsdam
  • „Vision und Schrecken der Moderne – Industrie und Kunst“ vom 17.11. bis 28.2. im Von der Heydt Museum, Wuppertal
  • De Chirico. Magische Wirklichkeit“: Pittura Metafisica ab 22.1.bis 25.4. in der Hamburger Kunsthalle
  • Magnetic North. Mythos Kanada in der Malerei 1910 – 1940″ vom 5.2. bis 16.5. in der Schirn Kunsthalle, Frankfurt

Arthouse-Kino Top 10 Charts

  1. „Eine Frau mit berauschenden Talenten“ mit I. Huppert
  2. „Mein Liebhaber, der Esel und ich“ von Caroline Vignal
  3. „Oeconomia“ von Carmen Losmann
  4. „Kajilionaire“ von Miranda July
  5. „Ema“ von Pablo Larraín
  6. „Persischstunden“ von Vadim Perelman mit Lars Eidinger
  7. „Die Stimme des Regenwaldes“ von Niklaus Hilber
  8. „Futur Drei“ von Faraz Shariat
  9. „Niemals Selten Manchmal Immer“ von Eliza Hittman
  10. „I am Greta“ von Nathan Grossman mit Greta Thunberg
Hamburg

Entfesselte Natur

Monsterwogen und Lavaströme: Eine großartige Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle führt den Betrachter durch die Katastrophen- darstellungen der europäischen Kulturgeschichte – von der Sintflut bis zum Ausbruch des Vesuvs.

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Berlin

Max Liebermann und Paul Klee

Pastose Blumenrabatte und geometrische Farbfelder: Eine Ausstellung in der Liebermann-Villa lässt die Gartenbilder des Impressionisten Max Liebermann in einen feinfühlig kuratierten Dialog mit den „Farbbeeten“ des Bauhausmeisters Paul Klee treten.

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Baden-Baden

James Turrell

Überwältigende Sinneserfahrung oder totale Langeweile? James Turrell füllt mit seinen farbigen Lichtinstallationen ganze Räume aus. Das Museum Frieder Burda widmet dem Künstler aus dem Umfeld der Light&Space-Bewegung eine umfassende Retrospektive.

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Elisabeth Moss

Der Unsichtbare

(Kinostart: 27.2.) Wenn der Ex-Partner nach seinem Selbstmord herumspukt: In dieser Neuverfilmung eines 1897 erschienenen Romans von H.G. Wells setzt Regisseur Leigh Whannell auf sich langsam steigernde Spannung – in der Hauptrolle glänzt Elisabeth Moss.

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Petra Höfer + Freddie Röckenhaus

Russland von oben

(Kinostart: 27.2.) Elf Zeitzonen in zwei Stunden: Die Doku-Regisseure Höfer und Röckenhaus überfliegen das größte Land der Erde. In der kondensierten Kino-Version ihrer TV-Serie ist jedoch kaum Raum für Hintergrundinformationen – alles wirkt arg idyllisch.

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Harrison Ford

Ruf der Wildnis

(Kinostart: 20.2.) Und ewig lockt der hohe Norden: Jack Londons Roman-Klassiker über den Goldrausch in Alaska aus Hunde-Perspektive wurde schon oft verfilmt. Die Version von Regisseur Chris Sanders ist opulent animiert – mit Harrison Ford als Idealbesetzung eines Säufers.

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