Sylvie Michel

Die feinen Unterschiede

(Kinostart: 7.3.) Ein Arzt erzieht seinen Sohn mit Taxi-Geld, seine Putzfrau verbietet ihrer Tochter das Handy. Als beide verschwinden, kommt es zum sozialen Eklat – das zeigt Sylvie Michels Debüt-Film gelungen, aber nicht frei von Klischees.

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Inigo Westmeier

Drachenmädchen

(Kinostart: 28.2.) 26.000 Schüler im Gleichschritt: Neben dem Tempel, wo Kung-Fu erfunden wurde, liegt Chinas größte Kampfkunst-Schule. Regisseur Westmeier zeigt anschaulich ihren paramilitärischen Alltag, tippt aber Probleme nur an.

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Bill Murray

Hyde Park am Hudson

(Kinostart: 28.2.) Weltgeschichte beim Picknick: 1939 besuchte King George VI. den US-Präsidenten Roosevelt auf dessen Landsitz. Aus der historisch zugespitzten Lage kurz vor dem Krieg macht Regisseur Roger Michell nur amüsantes Geplänkel.

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Kunst+Film-Video der Woche:

Bewegungslos schweben am tiefsten Punkt der Erde: Das ermöglicht das Tote Meer. Seine Ufer wirken unwirtlich, sind aber seit Jahrtausenden besiedelt – erstmals im Überblick in der Ausstellung „Leben am Toten Meer – Schätze aus dem Heiligen Land“ ab 24. Juli im LWL-Museum in der Kaiserpfalz, Paderborn

Auch neu im Kino ab 2. Juli

  • „Sunburned“: Drama über Mutter mit zwei Töchtern im Andalusien-Urlaub – eine der beiden will einem Strandverkäufer aus dem Senegal helfen.
  • „Siberia“ von Abel Ferrara mit Willem Dafoe („Van Gogh – An der Schwelle zur Ewigkeit“): wüster Selbsterfahrungs-Trip von Skandalregisseur Ferrara, fiel auf Berlinale durch.
  • „Die Tochter des Spions“: Doku-Thriller über Tochter eines Doppel-Agenten, die mit ihm in die USA überläuft.
  • „Zu weit weg“: Jugendabenteuer über fußballverrückten Knaben und seinen Schulfreund aus Syrien.
  • „Takeover – Voll vertauscht“: Teenie-Komödie – zwei identisch aussehende Jungen tauschen ihre Rollen.

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Tom Hooper

Les Misérables

(Kinostart: 21.2.) Revolutions-Romantik im XXL-Format: Regisseur Tom Hooper verfilmt die Musical-Fassung des Roman-Klassikers von Victor Hugo – als opulent ausgestattetes Überwältigungs-Kino der großen Gesten und Gefühle.

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Paul Thomas Anderson

The Master

(Kinostart: 21.2.) Ein Film zu Scientology, der sich nicht festlegen will: Regisseur Paul T. Anderson reduziert sein Drama über die Anfänge der Bewegung auf ein Psycho-Duett zwischen Führer und Zögling, bleibt aber gegenüber der Sekten-Ideologie sehr ambivalent.

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Lasse Hallström

Der Hypnotiseur

(Kinostart: 21.2.) Verbrechens-Aufklärung mit Koma-Patient: In der Thriller-Verfilmung von Lasse Hallström beeindrucken beide Hauptdarsteller – doch neben spannungsgeladenen Szenen einer Ehe kommt die eigentliche Handlung zu kurz.

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Kommende Top-Ausstellungen

  • „Keith Haring“: große Retrospektive des Graffiti-Künstlers ab 21.8. bis 29.11. im Museum Folkwang, Essen
  • „Yayoj Kusama“: erste Werkschau der Japanerin in Deutschland ab 5.9. bis 17.1.2021 im Gropius-Bau, Berlin
  • „Dekadenz und dunkle Träume: Der belgische Symbolismus“ ab Ende 2020 bis Anfang 2021 in der Alten Nationalgalerie, Berlin
  • De Chirico. Magische Wirklichkeit“: Pittura Metafisica ab 22.1.2021 bis 25.4.2021 in der Hamburger Kunsthalle
  • „The Cool and the Cold: Malerei der USA + UdSSR bis 1990“ ab April bis September 2021 im Gropius-Bau, Berlin

Arthouse-Kino Top 10 Charts

  1. „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ von Caroline Link
  2. „Die Känguru-Chroniken“ von Dani Levy
  3. „Narziss und Goldmund“ von Stefan Ruzowitzky
  4. „Parasite“ von Bong Joon-Ho
  5. „Der Fall Richard Jewell“ von Clint Eastwood
  6. „Die perfekte Kandidatin“ von Haifaa Al Mansour
  7. „La Verité – Leben und lügen lassen“ mit C. Deneuve
  8. „Knives Out – Mord ist Familiensache“ mit Daniel Craig
  9. „Gipsy Queen“ von Hüseyin Tabak mit Tobias Moretti
  10. „Brot – Das Wunder, das wir täglich essen“ von H. Friedl
Oskar Roehler

Quellen des Lebens

(Kinostart: 14.2.) Radikale Selbstentblößung: Mit großem Star-Aufgebot verfilmt Regisseur Oskar Roehler seine Familiengeschichte – als Zeitgeist-Panorama der 1950er bis 1970er Jahre, in dem er ausgiebig mit seinen 68er-Eltern abrechnet.

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Franziska Schlotterer

Ende der Schonzeit

(Kinostart: 14.2.) Dreiecks-Beziehung 1942: Ein jüdischer Flüchtling soll einem Bauern den Stammhalter liefern. Regisseurin Franziska Schlotterer erzählt sanft und bildgewaltig vom ewigen Kampf zwischen Macht und Moral.

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Lee Toland Krieger

Celeste & Jesse

(Kinostart: 14.2.) Eine Liebesgeschichte mit ganz falschem Anfang: nach der Trennung. Die romantische Komödie um ein Ex-Ehepaar von Regisseur Lee Toland Krieger spielt originell mit den Erwartungen an das Genre.

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