Peter Dörfler

The Big Eden

(Kinostart: 8.12.) Das wurde höchste Zeit: eine Doku über Rolf Eden, 81-jähriger Ahnherr aller anständigen Playboys. Der Strahlemann mimt unermüdlich das ewige Glückskind – und erweist sich als eingefleischter Nietzscheaner. ...weiter
Alex de la Iglesia

Mad Circus

(Kinostart: 8.12.) Spaniens Geschichte als Duell zweier Clowns: Mit grell überdrehtem Psycho-Horror gewann Regisseur de la Iglesia 2010 zwei Löwen in Venedig. Doch Schock-Effekte verstellen den Weg zu differenzierter politischer Analyse. ...weiter
Alex de la Iglesia

Spanien als trauriger Zirkus

«Mad Circus» wurde auf der Biennale 2010 mit zwei Silbernen Löwen ausgezeichnet, doch seinen Kritikern ist der Film zu brutal. Damit verarbeite er Erinnerungen an die Franco-Diktatur, erklärt der Regisseur im Interview. ...weiter

Kunst+Film-Video der Woche:

Wurde von Vincent van Gogh nicht längst alles gezeigt? Nein, so das Museum Barberini: Es präsentiert erstmals "Van Gogh - Stillleben". 27 Werke liefern einen prägnanten Überblick über seine stilistische Entwicklung - mit einer Überraschung: realistische Frühwerke in Brauntönen. Bis 2. Februar in Potsdam.

Auch neu im Kino ab 23. Januar

  • "Jojo Rabbit": NS-Satire - ein überzeugter Hitlerjunge entdeckt, dass seine Mutter auf dem Dachboden ein jüdisches Mädchen versteckt.
  • "Die Hochzeit" von und mit Til Schweiger + Samuel Finzi ("Affenkönig", "Fritz Lang") + Milan Peschel ("Das Auerhaus", "Halt auf freier Strecke"): Komödie über späte Junggesellen und wahre Werte - Familie und Freunde, was sonst?
  • "Nachlass - Passagen": Doku über deutsche Erinnerungkultur + NS-Vergangenheitsbewältigung.
  • "Die Wolf-Gäng": Verfilmung einer Jugendbuch-Reihe über eine Stadt voller fantastischer Fabelwesen.

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Pernilla August

Bessere Zeiten

(Kinostart: 8.12.) Nordisches Familien-Drama von Pernilla August: Die aus «Fanny und Alexander» von Ingmar Bergman bekannte Darstellerin zeigt in ihrem Regie-Debüt vielschichtig und sensibel Erinnerungen an eine schlimme Kindheit. ...weiter
Mohammad Rasoulof

Filme im Gefängnis machen

Als Freund und Kollege des zeitweise inhaftierten Regisseurs Jafar Panahi hat Rasoulof Probleme mit der Justiz: Er wurde 2010 im Iran zu sechs Jahren Haft verurteilt. Dennoch gelang es ihm, seinen Film «Good bye» in Berlin zu zeigen. Ein Gespräch. ...weiter
Berlin

Europäischer Filmpreis 2011

Depression und Weltuntergang schlagen alles: Mit drei Auszeichnungen ist Lars von Triers Apokalypse-Epos «Melancholia» der große Gewinner der diesjährigen Preisverleihung. «Pina» von Wim Wenders wurde als bester Dokumentarfilm prämiert. ...weiter

Kommende Top-Ausstellungen

  • "Angelika Kauffmann": Werkschau der Klassizistin vom 30.1. bis 24.5. im Museum Kunstpalast, Düsseldorf
  • "Trauern - Von Verlust und Veränderung" in der Kunst vom 7.2. bis 14.6. in der Hamburger Kunsthalle
  • "Fantastische Frauen: Surreale Welten" vom 13.2. bis 24.5. in der Schirn, Frankfurt
  • "En Passant. Impressionismus in Skulptur" vom 19.3. bis 28.6. im Städel Museum, Frankfurt
  • "The Cool and the Cold: Malerei der USA + UdSSR bis 1990" vom 25.4. bis 6.9. im Martin-Gropius-Bau, Berlin

Arthouse-Kino Top 10 Charts

  1. "Lindenberg! Mach Dein Ding" mit Jan Bülow
  2. "1917" von Sam Mendes mit Colin Firth
  3. "Knives Out - Mord ist Familiensache" mit Daniel Craig
  4. "Als Hitler das rosa Kaninchen stahl" von C. Link
  5. "Judy" von Rupert Goold mit Renée Zellweger
  6. "Vom Gießen des Zitronenbaums" von Elia Suleiman
  7. "Parasite" von Bong Joon-ho
  8. "Queen & Slim" mit Daniel Kaluuya
  9. "The Peanut Butter Falcon" mit Shia LaBoeuf
  10. "Crescendo" mit Peter Simonischek
Cary Fukunaga

Jane Eyre

(Kinostart: 1.12.) Charlotte Brontës Roman-Klassiker über den Aufstieg eines Waisen-Mädchens in zeitlos schönem Gewand: «Sin Nombre»- Regisseur Fukunaga rekonstruiert formvollendet England im frühen 19. Jahrhundert. ...weiter
Samira Radsi

Anduni – Fremde Heimat

(Kinostart: 1.12.) Armenisch für Anfänger: Nach dem Tod ihres Vaters vergewissert sich Belinda aus Köln, woher sie stammt und wer sie ist. Die ambitionierte Multikulti-Produktion presst Regisseurin Radsi ins Format einer Vorabend-Serie. ...weiter
Pjotr Buslov

Wyssozki – Danke, für mein Leben

(Kinostart: 1.12.) Wladimir Wyssozki war der berühmteste Liedermacher der Sowjetunion. Nun kehrt er als Volksheld mit magischer Aura auf die Leinwand zurück. Diese Heiligen-Legende ist ästhetisch ärgerlich und soziologisch sehr aufschlussreich. ...weiter