Tran Anh Hung

Naokos Lächeln

(Kinostart: 30.6.) Ein Liebesdrama für die Generation Psychotherapie: Toru steht zwischen der traumatisierten Naoko und der lebenslustigen Midori. Die Verfilmung des Weltbestsellers von Haruki Murakami gerät erlesen elegisch.

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Michelangelo Frammartino

Vier Leben

(Kinostart: 30.6.) Keine Zeit für Sommerfrische? Dann ab ins Kino: Dieser wortlose Film über das Leben in einem kleinen Dorf in Kalabrien ist Tiefenentspannung pur – als Reise in eine archaische Welt.

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Denis Villeneuve

Die Frau, die singt - Incendies

(Kinostart: 23.6.) Familiendrama, das seine Protagonisten schmerzhaft hinter die Biografie der eigenen Mutter blicken lässt: Die unvorstellbaren Gräueltaten des Krieges im Nahen Osten hinterließen darin Narben, die noch ihre Kinder schmerzen.

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Kunst+Film-Video der Woche:

Harald Falckenberg ist einer der Großsammler in Deutschland – mit einem Faible für Großinstallationen. Zum Jubiläum „25 Jahre Sammlung Falckenberg“ zeigt er in Hamburg-Harburg ein Best-of. Neben Werken von Großkünstlern wie Nam June Paik oder Jonathan Meese ist auch Überraschendes zu sehen: Jean-Jacques Lebel morpht Frauen-Akte aus 3000 Jahren ineinander. Bis 24. Mai.

Auch neu im Kino ab 12. März

  • „Lady Business“ mit Salma Hayek („Das Märchen der Märchen“): US-Komödie über die Gründung einer Firma für Beauty-Produkte.
  • „Alle in einem Boot“: Doku über ein Theaterstück, in dem Afrikaner eine Gruppe von Juden spielen, die während des Zweiten Weltkriegs nicht nach Kuba emigrieren dürfen.
  • „New York – Die Welt vor deinen Füssen“: Doku über einen Mann, der acht Jahre lang 15.000 Kilometer durch New York zu Fuß lief.
  • „Wagenknecht“: Doku-Porträt der Linken-Politikerin + Ex-Fraktionsvorsitzenden
  • „Der Spion von Nebenan“: Action-Komödie über einen CIA-Undercover-Agent, der eine Familie überwachen soll.

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München

Deadly and Brutal

Nichts für zarte Gemüter: Die Pinakothek der Moderne zeigt handgemalte Filmplakate aus Ghana, die vor Drastik strotzen. Doch Ströme von Blut enthüllen starke Einflüsse der christlichen Ikonographie.

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Florent de la Tullaye

Im Rollstuhl ins Rampenlicht

«Benda Bilili!» porträtiert fünf behinderte Musiker aus Kinshasa. Ein Gespräch mit Regisseur Florent de la Tullaye über Darsteller, die zum ersten Mal in Betten schlafen.

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Filmbuch

Tarzanismus und Kalebassen-Kino

Heute startet Afrikas größtes Filmfestival, das FESPACO in Ouagadougou: für einen Kurzbesuch etwas weit weg. Einen guten Überblick über die aktuelle Szene bietet das Buch «Neues afrikanisches Kino» von Manthia Diawara.

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Kommende Top-Ausstellungen

  • En Passant. Impressionismus in Skulptur“ vom 19.3. bis 28.6. im Städel Museum, Frankfurt
  • „The Cool and the Cold: Malerei der USA + UdSSR bis 1990“ vom 25.4. bis 6.9. im Martin-Gropius-Bau, Berlin
  • „Keith Haring“: große Retrospektive des Graffiti-Künstlers vom 29.5. bis 20.9. im Museum Folkwang, Essen
  • „Liberté. Egalité. Beyoncé“: Kunst zwischen Demokratie und Popkultur vom 19.6. bis 4.10. im Haus der Kunst, München
  • „11. Berlin Biennale“ der Gegenwartskunst von 13.6. bis 13.9. an mehreren Standorten in Berlin

Arthouse-Kino Top 10 Charts

  1. „Die Känguru-Chroniken“ von Dani Levy
  2. „Narziss und Goldmund“ von Stefan Ruzowitzky
  3. „Parasite“ von Bong Joon-Ho
  4. „Die perfekte Kandidatin“ von Haifaa Al Mansour
  5. „Emma“ von Autumn de Wilde
  6. „La Vérité“ mit Catherine Deneuve + Juliette Binoche
  7. „Little Women“ von Greta Gerwig mit Saoirse Ronan
  8. „Für Sama“ von Waad al-Kateab
  9. „New York – Die Welt vor deinen Füßen“ von J. Workman
  10. „Jojo Rabbit“ von Taika Waititi
Berlin

Von Lüge und Wahrheit

In Cannes wurde er 1997 zum «Besten Regisseur aller Zeiten» gekürt: Er hat den Autorenfilm geprägt wie kein anderer. Doch sein Werk gerät in der Internet-Ära außer Sicht. Dagegen setzt die Deutsche Kinemathek eine Ausstellung samt Berlinale-Retrospektive.

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Darren Aronofsky

Schwanensee als Halluzinogen-Trip

Darren Aronofsky porträtiert Grenzgänger, die ihr Leben einer bizarren Manie opfern. In «Black Swan» zerbricht Natalie Portman am Wunsch, als Tänzerin perfekt zu sein. Ein Gespräch über klassische Heldensagen und die Nabelschnur mit dem Universum.

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Frederick Wiseman

Struktur erst beim Schneiden

Dokumentar-Filmer Frederick Wiseman beobachtet in seinem 38. Film „La Danse: Das Ballett der Pariser Oper“ den Tanz-Alltag einer der berühmtesten Compagnien der Welt. Ein Gespräch über Dreh ohne Vorbereitung an Orten, die Tennis-Plätzen gleichen.

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