München

Deadly and Brutal

Nichts für zarte Gemüter: Die Pinakothek der Moderne zeigt handgemalte Filmplakate aus Ghana, die vor Drastik strotzen. Doch Ströme von Blut enthüllen starke Einflüsse der christlichen Ikonographie.

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Florent de la Tullaye

Im Rollstuhl ins Rampenlicht

«Benda Bilili!» porträtiert fünf behinderte Musiker aus Kinshasa. Ein Gespräch mit Regisseur Florent de la Tullaye über Darsteller, die zum ersten Mal in Betten schlafen.

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Filmbuch

Tarzanismus und Kalebassen-Kino

Heute startet Afrikas größtes Filmfestival, das FESPACO in Ouagadougou: für einen Kurzbesuch etwas weit weg. Einen guten Überblick über die aktuelle Szene bietet das Buch «Neues afrikanisches Kino» von Manthia Diawara.

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Kunst+Film-Video der Woche:

Bewegungslos schweben am tiefsten Punkt der Erde: Das ermöglicht das Tote Meer. Seine Ufer wirken unwirtlich, sind aber seit Jahrtausenden besiedelt – erstmals im Überblick in der Ausstellung „Leben am Toten Meer – Schätze aus dem Heiligen Land“ ab 24. Juli im LWL-Museum in der Kaiserpfalz, Paderborn

Auch neu im Kino ab 2. Juli

  • „Sunburned“: Drama über Mutter mit zwei Töchtern im Andalusien-Urlaub – eine der beiden will einem Strandverkäufer aus dem Senegal helfen.
  • „Siberia“ von Abel Ferrara mit Willem Dafoe („Van Gogh – An der Schwelle zur Ewigkeit“): wüster Selbsterfahrungs-Trip von Skandalregisseur Ferrara, fiel auf Berlinale durch.
  • „Die Tochter des Spions“: Doku-Thriller über Tochter eines Doppel-Agenten, die mit ihm in die USA überläuft.
  • „Zu weit weg“: Jugendabenteuer über fußballverrückten Knaben und seinen Schulfreund aus Syrien.
  • „Takeover – Voll vertauscht“: Teenie-Komödie – zwei identisch aussehende Jungen tauschen ihre Rollen.

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Berlin

Von Lüge und Wahrheit

In Cannes wurde er 1997 zum «Besten Regisseur aller Zeiten» gekürt: Er hat den Autorenfilm geprägt wie kein anderer. Doch sein Werk gerät in der Internet-Ära außer Sicht. Dagegen setzt die Deutsche Kinemathek eine Ausstellung samt Berlinale-Retrospektive.

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Darren Aronofsky

Schwanensee als Halluzinogen-Trip

Darren Aronofsky porträtiert Grenzgänger, die ihr Leben einer bizarren Manie opfern. In «Black Swan» zerbricht Natalie Portman am Wunsch, als Tänzerin perfekt zu sein. Ein Gespräch über klassische Heldensagen und die Nabelschnur mit dem Universum.

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Frederick Wiseman

Struktur erst beim Schneiden

Dokumentar-Filmer Frederick Wiseman beobachtet in seinem 38. Film „La Danse: Das Ballett der Pariser Oper“ den Tanz-Alltag einer der berühmtesten Compagnien der Welt. Ein Gespräch über Dreh ohne Vorbereitung an Orten, die Tennis-Plätzen gleichen.

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Kommende Top-Ausstellungen

  • „Keith Haring“: große Retrospektive des Graffiti-Künstlers ab 21.8. bis 29.11. im Museum Folkwang, Essen
  • „Yayoj Kusama“: erste Werkschau der Japanerin in Deutschland ab 5.9. bis 17.1.2021 im Gropius-Bau, Berlin
  • „Dekadenz und dunkle Träume: Der belgische Symbolismus“ ab Ende 2020 bis Anfang 2021 in der Alten Nationalgalerie, Berlin
  • De Chirico. Magische Wirklichkeit“: Pittura Metafisica ab 22.1.2021 bis 25.4.2021 in der Hamburger Kunsthalle
  • „The Cool and the Cold: Malerei der USA + UdSSR bis 1990“ ab April bis September 2021 im Gropius-Bau, Berlin

Arthouse-Kino Top 10 Charts

  1. „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ von Caroline Link
  2. „Die Känguru-Chroniken“ von Dani Levy
  3. „Narziss und Goldmund“ von Stefan Ruzowitzky
  4. „Parasite“ von Bong Joon-Ho
  5. „Der Fall Richard Jewell“ von Clint Eastwood
  6. „Die perfekte Kandidatin“ von Haifaa Al Mansour
  7. „La Verité – Leben und lügen lassen“ mit C. Deneuve
  8. „Knives Out – Mord ist Familiensache“ mit Daniel Craig
  9. „Gipsy Queen“ von Hüseyin Tabak mit Tobias Moretti
  10. „Brot – Das Wunder, das wir täglich essen“ von H. Friedl
Lambert Wilson

Mönche sind Fixsterne der Welt

«Von Menschen und Göttern» zeigt die letzten Monate von acht französischen Mönchen, die im algerischen Bürgerkrieg sterben: 1996 wurden die Trappisten-Mönche von Tibhirine brutal ermordet. Lambert Wilson spielt die Rolle des Abtes Christian.

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Li Cunxin

Maos letzter Tänzer

Weit mehr als ein Tanz-Film: Li Cunxin geriet 1980 zwischen die Fronten des Kalten Krieges. Die Biographie des chinesischen Ballett-Stars, der ins Exil in die USA ging, gerät zum Porträt seiner ganzen Generation.

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Tilda Swinton

Liebe löst Revolutionen aus

In «I am love» spielt Tilda Swinton die russische Gattin eines Mailänder Industriebosses, die mit einem Koch durchbrennt. Ein Gespräch über die Liebe als Medium des Erwachens und die Strategie, das Publikum mit einem Schaumbad einzuseifen.

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