Tran Anh Hung

Naokos Lächeln

(Kinostart: 30.6.) Ein Liebesdrama für die Generation Psychotherapie: Toru steht zwischen der traumatisierten Naoko und der lebenslustigen Midori. Die Verfilmung des Weltbestsellers von Haruki Murakami gerät erlesen elegisch.

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Michelangelo Frammartino

Vier Leben

(Kinostart: 30.6.) Keine Zeit für Sommerfrische? Dann ab ins Kino: Dieser wortlose Film über das Leben in einem kleinen Dorf in Kalabrien ist Tiefenentspannung pur – als Reise in eine archaische Welt.

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Denis Villeneuve

Die Frau, die singt - Incendies

(Kinostart: 23.6.) Familiendrama, das seine Protagonisten schmerzhaft hinter die Biografie der eigenen Mutter blicken lässt: Die unvorstellbaren Gräueltaten des Krieges im Nahen Osten hinterließen darin Narben, die noch ihre Kinder schmerzen.

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Kunst+Film-Video der Woche:

Bewegungslos schweben am tiefsten Punkt der Erde: Das ermöglicht das Tote Meer. Seine Ufer wirken unwirtlich, sind aber seit Jahrtausenden besiedelt – erstmals im Überblick in der Ausstellung „Leben am Toten Meer – Schätze aus dem Heiligen Land“ ab 24. Juli im LWL-Museum in der Kaiserpfalz, Paderborn

Auch neu im Kino ab 30. Juli

  • „Wir beide“ mit Barbara Sukowa („Hannah Arendt“, „Vor der Morgenröte“): französisches Liebesdrama über zwei Frauen, die ihre innige Zuneigung jahrelang verheimlichen.
  • „The Secret Traue dich zu träumen“: US-Drama über eine überforderte Mutter, die einen stets positiv Denkenden trifft.
  • Giraffe“ mit Lisa Loven Kongsli („Höhere Gewalt“): Dokudrama über den Tunnelbau im Fehmarnbelt.
  • „Dreiviertelblut Weltraumtouristen“ von Marcus H. Rosenmüller („Sommer der Gaukler“): Doku über die bayrischen Mundart-Musiker.
  • Pandemie“: Action-Reißer aus Südkorea über den Ausbruch einer tödlichen Seuche.

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München

Deadly and Brutal

Nichts für zarte Gemüter: Die Pinakothek der Moderne zeigt handgemalte Filmplakate aus Ghana, die vor Drastik strotzen. Doch Ströme von Blut enthüllen starke Einflüsse der christlichen Ikonographie.

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Florent de la Tullaye

Im Rollstuhl ins Rampenlicht

«Benda Bilili!» porträtiert fünf behinderte Musiker aus Kinshasa. Ein Gespräch mit Regisseur Florent de la Tullaye über Darsteller, die zum ersten Mal in Betten schlafen.

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Filmbuch

Tarzanismus und Kalebassen-Kino

Heute startet Afrikas größtes Filmfestival, das FESPACO in Ouagadougou: für einen Kurzbesuch etwas weit weg. Einen guten Überblick über die aktuelle Szene bietet das Buch «Neues afrikanisches Kino» von Manthia Diawara.

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Kommende Top-Ausstellungen

  • „Keith Haring“: große Retrospektive des Graffiti-Künstlers ab 21.8. bis 29.11. im Museum Folkwang, Essen
  • „Dekadenz und dunkle Träume: Belgischer Symbolismus“: ab 18.9. bis 17.1.2021 in der Alten Nationalgalerie, Berlin
  • De Chirico. Magische Wirklichkeit“: Pittura Metafisica ab 22.1.2021 bis 25.4.2021 in der Hamburger Kunsthalle
  • „Federico Fellini – Von der Zeichnung zum Film“ vom 23.10. bis 9.2.2021 im Museum Folkwang, Essen
  • „Impressionismus in Russland – Aufbruch zur Avantgarde“ vom 7.11. bis 28.2.2021 im Museum Barberini, Potsdam

Arthouse-Kino Top 10 Charts

  1. „Master Cheng in Pohjanjoki“ von Mika Kaurismäki
  2. „Auf der Couch in Tunis“ mit Golshifteh Farahani
  3. „Marie Curie – Elemente des Lebens“ von Marjane Satrapi
  4. „Als wir tanzten“ von Levan Akin
  5. „Berlin Alexanderplatz“ von Burhan Qurbani
  6. „Undine“ von Christian Petzold mit Paula Beer
  7. „Edison – Ein Leben voller Licht“ mit Benedict Cumberbatch
  8. „Jojo Rabbit“ von Taika Waititi
  9. „Die Känguru-Chroniken“ von Dani Levy
  10. „Eine größere Welt“ mit Cécile de France
Berlin

Von Lüge und Wahrheit

In Cannes wurde er 1997 zum «Besten Regisseur aller Zeiten» gekürt: Er hat den Autorenfilm geprägt wie kein anderer. Doch sein Werk gerät in der Internet-Ära außer Sicht. Dagegen setzt die Deutsche Kinemathek eine Ausstellung samt Berlinale-Retrospektive.

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Darren Aronofsky

Schwanensee als Halluzinogen-Trip

Darren Aronofsky porträtiert Grenzgänger, die ihr Leben einer bizarren Manie opfern. In «Black Swan» zerbricht Natalie Portman am Wunsch, als Tänzerin perfekt zu sein. Ein Gespräch über klassische Heldensagen und die Nabelschnur mit dem Universum.

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Frederick Wiseman

Struktur erst beim Schneiden

Dokumentar-Filmer Frederick Wiseman beobachtet in seinem 38. Film „La Danse: Das Ballett der Pariser Oper“ den Tanz-Alltag einer der berühmtesten Compagnien der Welt. Ein Gespräch über Dreh ohne Vorbereitung an Orten, die Tennis-Plätzen gleichen.

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