Tran Anh Hung

Naokos Lächeln

(Kinostart: 30.6.) Ein Liebesdrama für die Generation Psychotherapie: Toru steht zwischen der traumatisierten Naoko und der lebenslustigen Midori. Die Verfilmung des Weltbestsellers von Haruki Murakami gerät erlesen elegisch. ...weiter

Michelangelo Frammartino

Vier Leben

(Kinostart: 30.6.) Keine Zeit für Sommerfrische? Dann ab ins Kino: Dieser wortlose Film über das Leben in einem kleinen Dorf in Kalabrien ist Tiefenentspannung pur – als Reise in eine archaische Welt. ...weiter

Denis Villeneuve

Die Frau, die singt - Incendies

(Kinostart: 23.6.) Familiendrama, das seine Protagonisten schmerzhaft hinter die Biografie der eigenen Mutter blicken lässt: Die unvorstellbaren Gräueltaten des Krieges im Nahen Osten hinterließen darin Narben, die noch ihre Kinder schmerzen. ...weiter

Kunst+Film-Video des Monats:

Ein Kunst-Kontinent wird wiederentdeckt: Fünf Jahre lang waren die Bestände des Museums für Asiatische Kunst im Depot eingelagert. Nun sind sie wieder zu sehen – teilweise: mehr als die Hälfte kommt erst 2022 dazu. Dennoch: Diese riesige Kollektion fantastischer Meisterwerke ist in Deutschland einmalig – nur die Präsentation zur „Neueröffnung im Humboldt Forum“ lässt etwas zu wünschen übrig.

Auch neu im Kino ab 2. Dezember

  • Harald Naegeli – Der Sprayer von Zürich“: Doku über den Schweizer Graffiti-Sprüher, der in den 1970/80er Jahren dazu beitrug, dass Street Art salonfähig wurde.
  • „Aksel“: Doku über den norwegischen Weltklasse-Skifahrer Aksel Lund Svindal.
  • Das Ende des Schweigens“: Dokudrama über die Frankfurter Homosexuellenprozesse 1950/1951, die Hunderte von Männern stigmatisierten.
  • „Bloody Nose, empty Pockets“: Doku-Porträt einer von Schließung bedrohten Kneipe in Las Vegas.
  • „Gunpowder Milkshake“ mit Paul Giamatti („Love & Mercy“, „Cosmopolis“): Action-Thriller über die Tochter einer Profikillerin, die in die Fußstapfen ihrer Mutter tritt.

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München

Deadly and Brutal

Nichts für zarte Gemüter: Die Pinakothek der Moderne zeigt handgemalte Filmplakate aus Ghana, die vor Drastik strotzen. Doch Ströme von Blut enthüllen starke Einflüsse der christlichen Ikonographie. ...weiter

Florent de la Tullaye

Im Rollstuhl ins Rampenlicht

«Benda Bilili!» porträtiert fünf behinderte Musiker aus Kinshasa. Ein Gespräch mit Regisseur Florent de la Tullaye über Darsteller, die zum ersten Mal in Betten schlafen. ...weiter
Filmbuch

Tarzanismus und Kalebassen-Kino

Heute startet Afrikas größtes Filmfestival, das FESPACO in Ouagadougou: für einen Kurzbesuch etwas weit weg. Einen guten Überblick über die aktuelle Szene bietet das Buch «Neues afrikanisches Kino» von Manthia Diawara. ...weiter

Aktuelle Top-Ausstellungen

  • „Johannes Vermeer. Vom Innehalten“: bis 2.1.2022 in der Gemäldegalerie Alte Meister, Dresden
  • „Sweat“: Werke von 30 Künstlern zum Thema Transpiration bis 9.1.2022 im Haus der Kunst, München
  • „The Cool and the Cold“: Malerei aus USA und UdSSR 1960–1990 bis 9.1.2022 im Gropiusbau, Berlin
  • „documenta. Politik und Kunst“: Geschichte 1955 bis 1997 bis 9.1.2022 im Deutschen Historischen Museum, Berlin
  • „Caspar David Friedrich und die Düsseldorfer Romantiker“ bis 9.1.2022 im Museum der bildenden Künste, Leipzig

Arthouse-Kino Top 10 Charts

    1. „Contra“ von Sönke Wortmann
    2. „À la Carte! – Freiheit geht durch den Magen“
    3. „The French Dispatch“ von Wes Anderson
    4. „Respect“ von Liesl Tommy
    5. „Lieber Thomas“ mit Albrecht Schuch
    6. „Eiffel in Love“ mit Romain Duris
    7. „Große Freiheit“ mit Franz Rogowski
    8. „In den Uffizien“ von C. Belz + E. Sánchez Lansch
    9. „Last Night in Soho“ von Edgar Wright
    10. „Die Unbeugsamen“ von Thorsten Körner
Berlin

Von Lüge und Wahrheit

In Cannes wurde er 1997 zum «Besten Regisseur aller Zeiten» gekürt: Er hat den Autorenfilm geprägt wie kein anderer. Doch sein Werk gerät in der Internet-Ära außer Sicht. Dagegen setzt die Deutsche Kinemathek eine Ausstellung samt Berlinale-Retrospektive. ...weiter

Darren Aronofsky

Schwanensee als Halluzinogen-Trip

Darren Aronofsky porträtiert Grenzgänger, die ihr Leben einer bizarren Manie opfern. In «Black Swan» zerbricht Natalie Portman am Wunsch, als Tänzerin perfekt zu sein. Ein Gespräch über klassische Heldensagen und die Nabelschnur mit dem Universum. ...weiter
Frederick Wiseman

Struktur erst beim Schneiden

Dokumentar-Filmer Frederick Wiseman beobachtet in seinem 38. Film "La Danse: Das Ballett der Pariser Oper" den Tanz-Alltag einer der berühmtesten Compagnien der Welt. Ein Gespräch über Dreh ohne Vorbereitung an Orten, die Tennis-Plätzen gleichen. ...weiter