Berlin

This Place

Turbulenzen am Jüdischen Museum: Israels Regierungschef intervenierte, der Direktor warf das Handtuch. Dabei tritt die aktuelle Fotoschau ganz unparteiisch auf: Sie führt vor Augen, wie unauslotbar vielschichtig die Region ist – gegen alle Hegemonial-Ansprüche.

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Potsdam

Wege des Barock

#MeToo im 17. Jahrhundert: Eine eindrückliche Ausstellung zeichnet die verschlungenen Wege des Barock nach. Obwohl die neue Epoche in Rom entstand, sorgte sie bald in ganz Europa für frischen Wind und eine neue Emotionalität in der Kunst.

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München

Kanada und der Impressionismus

Die Moderne des nördlichsten Amerika begann in Paris: Ab 1880 reisten fast alle kanadischen Künstler dorthin. Ihre Spielart des Impressionismus feierte ihre Heimat in stilisierten Visionen als wildes und raues Land – eine prächtige Auswahl führt die Kunsthalle vor.

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Nina Hoss

Pelikanblut

(Kinostart: 24.9.) Traumatisiert oder besessen? Regisseurin Katrin Gebbe inszeniert ihr Drama um ein gewalttätiges Adoptivkind als überraschenden Genre-Mix – mit einer brillanten Nina Hoss als Mutter zwischen Entschlossenheit und Überforderung.

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Kristen Stewart

Jean Seberg – Against all Enemies

(Kinostart: 17.9.) Chanel-Kostüme und heimliche Verehrer statt dubioser Polizei-Machenschaften: Regisseur Benedict Andrews verschenkt im Biopic über die Schauspielerin und Bürgerrechtsaktivistin Jean Seberg das Potenzial ihrer dramatischen Lebensgeschichte.

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Roy Andersson

Über die Unendlichkeit

(Kinostart: 17.9.) Mit Künstlichkeit die Normalität zerlegen: Regisseur Roy Andersson inszeniert scheinbar beiläufige Alltagsmomente und zeigt dabei die Verlorenheit des Einzelnen. So entsteht ein melancholisch-lakonisches Panorama der Entfremdung.

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Kunst+Film-Video des Monats:

Bilder aus einer verschwundenen Stadt: Keine deutsche Metropole hat sich so stark verändert wie Berlin. Die Atmosphäre in der früheren Mauerstadt beschwören grafische Werke herauf: Teils unterschieden sich Ost und West, teils ähnelten sie sich verblüffend. Das zeigt die Schau „Gezeichnete Stadt – Arbeiten auf Papier 1945 bis heute“ noch bis 4.1. in der Berlinischen Galerie – nach dem Lockdown.

Auch neu im Kino ab 29. Oktober

  • „Schwesterlein“ mit Nina Hoss („Pelikanblut“, „Phoenix“), Lars Eidinger („Persischstunden“) und Thomas Ostermeier („Mathilde“): Krebsdrama im Berliner Theatermilieu
  • „Glitzer & Staub“: Porträt von vier Cowgirls, die sich in der US-Rodeoszene durchsetzen.
  • „Srbenka“: Doku über Aufarbeitung der Ermordung eines 12-jährigen serbischen Mädchens während des Kroatienkriegs.
  • „Außer Atem“: Wiederaufnahme des Nouvelle-Vague-Klassikers von Jean-Luc Godard mit Jean-Paul Belmondo und Jean Seberg („Against all Enemies“).
  • The Booksellers – Aus Liebe zum Buch“: Doku über ungewöhnliche Buchhandlungen in New York.

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Berlin

Summer of Love: art and fashion

San Francisco im Ausnahmezustand: 1967 strömten Zehntausende von Hippies in die Stadt. Im Nu wurden psychedelische Kunst und Design populär; ihre visuelle Radikalität ist unübertroffen. Das zeigt eine erstklassig bestückte Gedenkschau im PalaisPopulaire.

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Hamburg

Licht des Nordens: Dänische Malerei

Vom „Goldenen Zeitalter“ bis zu Sonnenstrahl-Poesie in Grautönen: Dänemark bildete im 19. Jahrhunderts eigene nationale Kunststile heraus. Einen so kompakten wie anschaulichen Überblick bietet die Kunsthalle mit Meisterwerken der Sammlung Ordrupgaard.

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München

Koloman Moser – Universalkünstler

Der Tausendkünstler: Koloman Moser war eine Zentralfigur der Wiener Moderne um 1900. Er gestaltete buchstäblich alles; seine geometrischen Entwürfe nahmen viel vom Bauhaus-Design vorweg. Das zeigt eine opulente Retrospektive in der Villa Stuck.

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Marina Abramović + Shirin Neshat

Body of Truth

(Kinostart: 10.9.) Frauenpower im Quartett: Regisseurin Evelyn Schels porträtiert vier erfolgreiche Künstlerinnen, die mit Ausdrucksformen des Körpers arbeiten. In der optisch gefälligen Doku bleiben Fragen nach dem, was sie verbindet, oder gar Kritik außen vor.

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Baichwal+ De Pencier+ Burtynsky

Die Epoche des Menschen

(Kinostart: 10.9.) Die Welt als Nussschale: Drei kanadische Filmemacher führen vor, wie menschliche Eingriffe die Erde prägen. Ihr betörender Bilderbogen wechselt ständig die Schauplätze und überflutet den Zuschauer, was ihn ratlos zurücklässt.

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Georgi Danelija

Kin-Dza-Dza!

(Kinostart: 10.9.) Mit Streichhölzern durch die Galaxis: 1986 drehte der sowjetische Regisseur Georgi Danelija während der Perestroika eine SciFi-Groteske, die anarchischen Witz à la Monty Python mit sarkastischer Systemkritik verband – sein Kultfilm läuft endlich hier an.

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Kommende Top-Ausstellungen

  • „In aller Munde. Von Pieter Bruegel bis Cindy Sherman“: Oral-Kunst von 31.10. bis 5.4. im Kunstmuseum Wolfsburg
  • „Impressionismus in Russland – Aufbruch zur Avantgarde“ vom 7.11. bis 28.2. im Museum Barberini, Potsdam
  • „Vision und Schrecken der Moderne – Industrie und Kunst“ vom 17.11. bis 28.2. im Von der Heydt Museum, Wuppertal
  • De Chirico. Magische Wirklichkeit“: Pittura Metafisica ab 22.1.bis 25.4. in der Hamburger Kunsthalle
  • Magnetic North. Mythos Kanada in der Malerei 1910 – 1940″ vom 5.2. bis 16.5. in der Schirn Kunsthalle, Frankfurt

Arthouse-Kino Top 10 Charts

  1. „Eine Frau mit berauschenden Talenten“ mit I. Huppert
  2. „Mein Liebhaber, der Esel und ich“ von Caroline Vignal
  3. „Oeconomia“ von Carmen Losmann
  4. „Kajilionaire“ von Miranda July
  5. „Ema“ von Pablo Larraín
  6. „Persischstunden“ von Vadim Perelman mit Lars Eidinger
  7. „Die Stimme des Regenwaldes“ von Niklaus Hilber
  8. „Futur Drei“ von Faraz Shariat
  9. „Niemals Selten Manchmal Immer“ von Eliza Hittman
  10. „I am Greta“ von Nathan Grossman mit Greta Thunberg
Saarbrücken

Starke Stücke - Feminismen

Ein halbes Jahrhundert Kunst für Frauen-Emanzipation: Die Stadtgalerie präsentiert feministisch inspirierte Arbeiten aus dem FRAC in Metz. Der Blick über die Grenze zeigt: Nationale Herkunft spielt keine Rolle – doch ältere Werke wirken meist frischer.

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Berlin

Max Liebermann und Lesser Ury

Zwei Impressionisten, die einander nichts gönnten: Liebermann und Ury waren Intimfeinde. Auch künstlerisch verband sie wenig: Der eine malte das Grün in Berlin, der andere seine düstere Nachtseite. Das zeigt ein gelungener Bilder-Vergleich der Liebermann-Villa.

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Hamburg

Hyper! A Journey into Art and Music

Parforce-Ritt durch die Plattensammlung: Die Deichtorhallen wollen die vielfältigen Verbindungen zwischen Gegenwartkunst und Popmusik präsentieren. Doch der kaum gegliederte Materialberg wirkt recht beliebig – wie Querbeethören in der Phonothek.

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Jan Komasa

Corpus Christi

(Kinostart: 3.9.) Die Letzten werden die Ersten sein: Ein junger Häftling gibt sich als Landpfarrer aus. Das packende Dorf-Drama von Regisseur Jan Komasa fesselt durch seinen charismatischen Hauptdarsteller – und bietet tiefe Einblicke in die katholische polnische Provinz.

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Stéphane Batut

Der flüssige Spiegel

(Kinostart: 3.9.) Persönliche Begleitung ins Jenseits: Das beschäftigt einen jungen Geist in Paris – bis sich eine Lebende in ihn verliebt. Der Debüt-Spielfilm von Regisseur Stéphane Batut oszilliert überzeugend zwischen Naturalismus und Traum; nur das Ende fällt deutlich ab.

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Midi Z

Nina Wu

(Kinostart: 3.9.) Missbrauch führt zur Psychose: Regisseur Midi Z beleuchtet eindrucksvoll Sexismus und Ausbeutung in der Filmindustrie. Sein komplex konstruierter und stilsicher inszenierter Thriller zeigt die #MeToo-Thematik aus taiwanesischer Perspektive.

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