Rostock

50 Jahre Kunsthalle Rostock

Volkskammer trifft White-Cube-Flair: Zu ihrem 50. Geburtstag blickt die Kunsthalle Rostock zurück und vermittelt eine Menge über DDR-Kunst. Eine zweite Ausstellung bietet widerstreitende Perspektiven auf den ehemaligen Berliner Palast der Republik.

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Berlin

Gustave Caillebotte – Maler + Mäzen

Mammut-Ausstellung war gestern, hier kommt die günstige Ein-Gemälde-Schau: Die Alte Nationalgalerie präsentiert ein Hauptwerk des Impressionisten, füllt aus eigenem Bestand auf und bewirbt das multimedial – dieser revolutionären Idee gehört die Zukunft.

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Berlin + Kiel

Lotte Laserstein

Rückkehr einer begnadeten Exilantin: Lotte Laserstein war die ausdrucksstärkste Malerin der „Neuen Frau“ in der Weimarer Republik – vor den Nazis floh sie nach Schweden. Eine spektakuläre Retrospektive präsentiert ihr Frühwerk und vernachlässigt die späten Jahre.

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Levan Akin

Als wir tanzten

(Kinostart: 23.7.) Tanz als Ticket für die große, weite Welt: Ein junges Talent setzt alles daran, um ins Georgische Nationalballett aufgenommen zu werden. Dabei kommen ihm intensive Gefühle für einen Kollegen in die Quere – mitreißendes Drama von Regisseur Levan Akin.

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Jella Haase + Albrecht Schuch

Berlin Alexanderplatz

(Kinostart: 16.7.) Es braust ein Ruf wie Donnerhall: Alfred Döblins Meisterwerk über die Höllenfahrt eines Arbeiters aktualisiert Regisseur Burhan Qurbani als politisch korrektes Problemfilm-Einerlei. Aus ihm sticht nur Albrecht Schuch als brillanter Psychopath heraus.

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Rosamund Pike + Sam Riley

Marie Curie – Elemente des Lebens

(Kinostart: 16.7.) Mit einer Phiole Radium ins Bett gehen: Die zweifache Nobelpreisträgerin widmete sich Tag und Nacht der Physik. Ihre Idealisierung vermeidet Regisseurin Marjane Satrapi, doch ihr facettenreiches Biopic krankt ein wenig an überflüssigen Aktualisierungen.

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Kunst+Film-Video des Monats:

Bilder aus einer verschwundenen Stadt: Keine deutsche Metropole hat sich so stark verändert wie Berlin. Die Atmosphäre in der früheren Mauerstadt beschwören grafische Werke herauf: Teils unterschieden sich Ost und West, teils ähnelten sie sich verblüffend. Das zeigt die Schau „Gezeichnete Stadt – Arbeiten auf Papier 1945 bis heute“ noch bis 4.1. in der Berlinischen Galerie – nach dem Lockdown.

Auch neu im Kino ab 29. Oktober

  • „Schwesterlein“ mit Nina Hoss („Pelikanblut“, „Phoenix“), Lars Eidinger („Persischstunden“) und Thomas Ostermeier („Mathilde“): Krebsdrama im Berliner Theatermilieu
  • „Glitzer & Staub“: Porträt von vier Cowgirls, die sich in der US-Rodeoszene durchsetzen.
  • „Srbenka“: Doku über Aufarbeitung der Ermordung eines 12-jährigen serbischen Mädchens während des Kroatienkriegs.
  • „Außer Atem“: Wiederaufnahme des Nouvelle-Vague-Klassikers von Jean-Luc Godard mit Jean-Paul Belmondo und Jean Seberg („Against all Enemies“).
  • The Booksellers – Aus Liebe zum Buch“: Doku über ungewöhnliche Buchhandlungen in New York.

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Leipzig

Yoko Ono: Peace is Power

Als das Wünschen noch geholfen hat: Nach Anfängen mit Konzeptkunst wurde Yoko Ono zur größten Rockdiva des Kulturbetriebs. Ihre schlichten Mitmach-Aktionen für gutes Bauchgefühl sind vorbildlich für Populisten, zeigt die Werkschau im Museum der bildenden Künste.

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München

Samurai – japanisches Rittertum

Je prächtiger, desto nutzloser: Die aufwändigsten und fantasievollsten Rüstungen japanischer Samurai sollten nicht auf Schlachtfeldern schützen, sondern nur das Publikum von Prozessionen beeindrucken. Das zeigt eine opulent bestückte Schau in der Kunsthalle.

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Berlin

Emil Nolde – Eine deutsche Legende

Der entartete Nazi: Der Expressionist Emil Nolde war NSDAP-Mitglied und Hitler-Fan – nach Kriegsende stilisierte er sich erfolgreich zum Regime-Gegner. Seine Lebenslügen dokumentiert der Hamburger Bahnhof in einem detailreichen Schau-Prozess.

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Patricio Guzmán

Die Kordillere der Träume

(Kinostart: 16.7.) Von Berggipfeln und den Abgründen der chilenischen Geschichte: Regisseur Patricio Guzmán nutzt die Anden als Kontrastfolie, um über die Pinochet-Diktatur zu reflektieren – ein assoziativer Ansatz, der nur teilweise aufgeht.

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Cécile de France

Eine größere Welt

(Kinostart: 9.7.) Wenn der innere Wolf ruft: Eine Französin lässt sich von Nomaden in der Mongolei zur Schamanin ausbilden. Gelungene Mischung aus berührendem Drama und einfühlsamer Semi-Doku von Regisseurin Fabienne Berthaud ohne Ethnokitsch oder Gefühlsduselei.

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Gero von Boehm

Helmut Newton - Bad and Beautiful

(Kinostart: 9.7.) Venus im Rollstuhl mit Beinprothese: Solche provokanten Inszenierungen machten den Modefotografen Helmut Newton in den 1970/80ern berühmt. Ihn porträtiert Regisseur Gero von Bohm vor allem mithilfe von artigem Kollegen-Lob; Archivbilder haben mehr zu sagen.

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Kommende Top-Ausstellungen

  • „In aller Munde. Von Pieter Bruegel bis Cindy Sherman“: Oral-Kunst von 31.10. bis 5.4. im Kunstmuseum Wolfsburg
  • „Impressionismus in Russland – Aufbruch zur Avantgarde“ vom 7.11. bis 28.2. im Museum Barberini, Potsdam
  • „Vision und Schrecken der Moderne – Industrie und Kunst“ vom 17.11. bis 28.2. im Von der Heydt Museum, Wuppertal
  • De Chirico. Magische Wirklichkeit“: Pittura Metafisica ab 22.1.bis 25.4. in der Hamburger Kunsthalle
  • Magnetic North. Mythos Kanada in der Malerei 1910 – 1940″ vom 5.2. bis 16.5. in der Schirn Kunsthalle, Frankfurt

Arthouse-Kino Top 10 Charts

  1. „Eine Frau mit berauschenden Talenten“ mit I. Huppert
  2. „Mein Liebhaber, der Esel und ich“ von Caroline Vignal
  3. „Oeconomia“ von Carmen Losmann
  4. „Kajilionaire“ von Miranda July
  5. „Ema“ von Pablo Larraín
  6. „Persischstunden“ von Vadim Perelman mit Lars Eidinger
  7. „Die Stimme des Regenwaldes“ von Niklaus Hilber
  8. „Futur Drei“ von Faraz Shariat
  9. „Niemals Selten Manchmal Immer“ von Eliza Hittman
  10. „I am Greta“ von Nathan Grossman mit Greta Thunberg
Frankfurt am Main

Nathalie Djurberg & Hans Berg

Marquis de Sade im Kinderzimmer: Die schwedischen Künstler Nathalie Djurberg und Hans Berg filmen extreme Gewaltfantasien mit Knetgummi-Figuren. Ihr schwer verdauliches Werk präsentiert die Schirn erstmals in Deutschland – als Trip durch eine Plastilin-Hölle.

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Potsdam

Picasso - Das späte Werk

Mit pausenlosen Pinselschwüngen gegen Alter und Tod anmalen: Das Museum Barberini gibt einen erhellenden Einblick in das wenig bekannte Spätwerk von Pablo Picasso – es wird geprägt durch seine Faszination für menschliche Gestalten in allen Varianten.

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Berlin

Leiter, Lynch, Newton: Nudes

Kleine Kulturgeschichte der Nachkriegs-Aktfotografie: Das Museum für Fotografie zeigt ganz unterschiedliche Bilder dreier Fotografen – vom zeitlos erotischen Schwarzweiß der 40er bis 60er über Fetisch-Fantasien der 70er und 80er bis zu aseptischen Digital-Blow-Ups.

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Christian Petzold

Sie haben ihre Figuren getanzt

In „Undine“ belebt Regisseur Christian Petzold den Wassergeist-Mythos für eine tödlich unbedingte Liebesgeschichte. Damit wolle er auch Geheimnisse und den Zauber von Berlin bewahren, der zurzeit zerstört wird, erklärt er im Interview.

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Christian Petzold

Undine

(Kinostart: 2.7.) Gefühlsrausch unter Wasser: Mit ihrem neuen Geliebten lehnt sich Paula Beer als Wassergeist gegen einen fatalen Mythos auf. Regisseur Christian Petzold verwebt Legende und Gegenwart zur ergreifend schönen Geschichte einer unmöglichen Liebe.

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Nikolaj Coster-Waldau

Suicide Tourist

(Kinostart: 2.7.) Halbherzig in den Freitod: Regisseur Jonas Alexander Arnby beleuchtet in seinem emotional gleichförmigen Drama das Innenleben eines Selbstmörders und die Implikationen von aktiver Sterbehilfe – der Film wirkt etwas unentschlossen.

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