Düsseldorf

Move: Kunst + Tanz seit 60ern

Kunst als Körpertherapie: Die Kunstsammlungen NRW zeigen in «Move – Kunst und Tanz seit den 60ern» Werke aus 50 Jahren, die auf die menschliche Physis einwirken. Bei so vielen Mitmach-Angeboten wird die Frage zweitrangig, was man da eigentlich tut.

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Karlsruhe

Lumière Noire

Invasion der Schwarzmaler: Die Kunsthalle Karlsruhe zeigt zwölf Künstler aus Frankreich, die auf Farben verzichten. Keine schwarze Serie, sondern ein beeindruckendes Ensemble eigenständiger Stile von altmeisterlich bis biomorph.

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Frankfurt am Main

Geheimgesellschaften

Geheimnisvoller geht’s nicht: Die Schirn Kunsthalle in Frankfurt/Main stellt Kunst in und über «Geheimgesellschaften» aus, aber zeigt sie nicht: Was der mysteriöse Mummenschanz und Budenzauber bedeuten, enthüllt erst der Katalog.

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Kheiron

Nur wir drei gemeinsam

(Kinostart: 30.6.) Flucht der eigenen Eltern aus dem Iran als umwerfend liebevoll gezeichnete Familienchronik: In seinem Kino-Debüt gelingt dem französischen Bühnen-Komiker Kheiron ein kleiner Geniestreich von Tragikomödie mit Migrations-Hintergrund.

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Colin Farrell + Rachel Weisz

The Lobster

(Kinostart: 23.6.) Entweder in 45 Tagen unter die Haube kommen, oder als Tier zur Strecke gebracht werden: Der griechische Regisseur Giorgos Lanthimos entwirft eine ätzend surreale Parabel auf Paarungs-Zwänge und Beziehungs-Neurosen der Gegenwart.

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Nicolas Winding Refn

The Neon Demon

(Kinostart: 23.6.) Tiefe an der Oberfläche suchen: Nicolas Winding Refn, Radikal-Ästhet unter den Regisseuren, verfolgt den Aufstieg eines Fotomodells im Haifischbecken von L.A. – bis zum blutigen Finale. Eine antike Tragödie in todschickem Gewand.

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Kunst+Film-Video der Woche:

Bewegungslos schweben am tiefsten Punkt der Erde: Das ermöglicht das Tote Meer. Seine Ufer wirken unwirtlich, sind aber seit Jahrtausenden besiedelt – erstmals im Überblick in der Ausstellung „Leben am Toten Meer – Schätze aus dem Heiligen Land“ ab 24. Juli im LWL-Museum in der Kaiserpfalz, Paderborn

Auch neu im Kino ab 30. Juli

  • „Wir beide“ mit Barbara Sukowa („Hannah Arendt“, „Vor der Morgenröte“): französisches Liebesdrama über zwei Frauen, die ihre innige Zuneigung jahrelang verheimlichen.
  • „The Secret Traue dich zu träumen“: US-Drama über eine überforderte Mutter, die einen stets positiv Denkenden trifft.
  • Giraffe“ mit Lisa Loven Kongsli („Höhere Gewalt“): Dokudrama über den Tunnelbau im Fehmarnbelt.
  • „Dreiviertelblut Weltraumtouristen“ von Marcus H. Rosenmüller („Sommer der Gaukler“): Doku über die bayrischen Mundart-Musiker.
  • Pandemie“: Action-Reißer aus Südkorea über den Ausbruch einer tödlichen Seuche.

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Köln

Tat Ort Museum

Dreimonatiger Tag der offenen Tür: Das Wallraf-Richartz-Museum wird 150 Jahre alt und feiert das mit einer Sonderschau über seinen Arbeitsalltag. «Tat Ort Museum» führt anschaulich vom Ankauf bis zum Audioguide.

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Düsseldorf

Johan Thorn Prikker

Ein Anarchist, der Kirchen leuchten ließ: Johan Thorn Prikker hat nach 1900 das halbe Rheinland ausgeschmückt. Das Museum Kunstpalast in Düsseldorf widmet dem vielseitigen Niederländer die erste Retrospektive seit 30 Jahren.

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Lübeck

Der Schriftsteller als Fotograf

Nicht ohne meinen Fotoapparat: Auf täglichen Spaziergängen lichtete Arno Schmidt die Natur in der Heide ab. Seine ereignisarmen, aber subtilen Aufnahmen sind nun im Günter Grass-Haus in Lübeck zu sehen.

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Peter Bardehle + Andreas Martin

Athos – Im Jenseits dieser Welt

(Kinostart: 23.6.) Außer Katzen keine weiblichen Wesen erlaubt: Seit mehr als 1000 Jahren hausen orthodoxe Mönche abgeschottet in der Klosterrepublik Athos. Ihre Lebensweise dokumentieren die Regisseure Bardehle und Martin malerisch und kommentarlos.

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Felix van Groeningen

Café Belgica

(Kinostart: 23.6.) Wer sich daran erinnern kann, war nicht dabei: Exzessives Nightclubbing bringt der belgische Regisseur Felix van Groeningen faszinierend authentisch auf die Leinwand – als Vorbild diente ein Café in Gent, das früher sein Vater betrieb.

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Jake Gyllenhaal

Demolition – Lieben und Leben

(Kinostart: 16.6.) Mach kaputt, was dich kaputt macht: Nach dem Unfalltod seiner Frau zerschlägt ein Witwer sein bisheriges Leben buchstäblich zu Kleinholz. Regisseur Jean-Marc Vallée inszeniert eine effektvolle Zerstörungsorgie mit kathartischer Wirkung.

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Kommende Top-Ausstellungen

  • „Keith Haring“: große Retrospektive des Graffiti-Künstlers ab 21.8. bis 29.11. im Museum Folkwang, Essen
  • „Dekadenz und dunkle Träume: Belgischer Symbolismus“: ab 18.9. bis 17.1.2021 in der Alten Nationalgalerie, Berlin
  • De Chirico. Magische Wirklichkeit“: Pittura Metafisica ab 22.1.2021 bis 25.4.2021 in der Hamburger Kunsthalle
  • „Federico Fellini – Von der Zeichnung zum Film“ vom 23.10. bis 9.2.2021 im Museum Folkwang, Essen
  • „Impressionismus in Russland – Aufbruch zur Avantgarde“ vom 7.11. bis 28.2.2021 im Museum Barberini, Potsdam

Arthouse-Kino Top 10 Charts

  1. „Master Cheng in Pohjanjoki“ von Mika Kaurismäki
  2. „Auf der Couch in Tunis“ mit Golshifteh Farahani
  3. „Marie Curie – Elemente des Lebens“ von Marjane Satrapi
  4. „Als wir tanzten“ von Levan Akin
  5. „Berlin Alexanderplatz“ von Burhan Qurbani
  6. „Undine“ von Christian Petzold mit Paula Beer
  7. „Edison – Ein Leben voller Licht“ mit Benedict Cumberbatch
  8. „Jojo Rabbit“ von Taika Waititi
  9. „Die Känguru-Chroniken“ von Dani Levy
  10. „Eine größere Welt“ mit Cécile de France
Kassel

Enrique Metinides

Choreographie des Todes: Der mexikanische Fotograf lichtet virtuos Unfälle, Verbrechen und Katastrophen ab. Seine schrecklich schönen Bilder zeigt das Museum für Sepulkralkultur erstmals in Deutschland.

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Kassel

Produced by Migros

Die Kollektion der Handels-Kette: Das Fridericianum zeigt eine Auswahl aus dem migros museum für gegenwartskunst. Ein gemischtes Sortiment wie im schweizerischen Supermarkt – von Pretiosen bis Ramsch.

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Leipzig

Tschechischer Kubismus im Alltag

Ein Fest des avantgardistischen Designs: Die Artĕl-Kooperative in Prag schuf eine kubistische Welt. Ihre kantigen Vasen und zackigen Dosen zeigt nun das Grassi-Museum im schönsten Ausstellungssaal Deutschlands.

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James Napier Robertson

Das Talent des Genesis Potini

(Kinostart: 16.6.) Schach der bipolaren Störung: Regisseur Robertson porträtiert einen Maori-Meisterspieler, dessen Laufbahn in die Psychiatrie führte – danach trainierte er benachteiligte Jugendliche. Außergewöhnliches Biopic ohne Hang zum Sozialkitsch.

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Keiichi Hara

Miss Hokusai

(Kinostart: 16.6.) Bilderbogen für Japanologen: Der Animationsfilm von Keiichi Hara schildert Leben und Werk von Hokusai, dem bedeutendsten Künstler des Inselreichs, aus Sicht seiner Tochter – voller Anspielungen, die hiesigen Zuschauern entgehen dürften.

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Nicole Kidman + Chiwetel Ejiofor

Vor ihren Augen

(Kinostart: 9.6.) Nach 13 Jahren rollen Staatsanwältin und Ermittler einen ungelösten Mordfall neu auf: Die US-Version des argentinischen Gewinnerfilms des Auslands-Oscar von 2010 gerät Regisseur Billy Ray gefälliger, aber auch pathetischer.

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