Berlin + München

Feininger aus Harvard

Alle Welt kennt seine farblich facettierten Architektur-Visionen und Seestücke. Nun zeigt eine Ausstellung kaum bekannte Arbeiten erstmals in Deutschland: groteske Karikaturen, zarte Aquarelle und kühne Fotografien.

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Berlin

Berlin unterm Notdach

Zeitgeschichte und poetische Impressionen: C/O Berlin entdeckt Fritz Eschen neu, einen grandiosen Chronisten der Nachkriegsjahre in Berlin. Was er in Bildern festhielt, ist heute kaum noch vorstellbar – eine erstklassige Schau.

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Berlin + Neu-Ulm

William Wauer + Berliner Kubismus

Das Multitalent der 1920er Jahre rühmten Zeitgenossen als Vollender des deutschen Kubismus. Nicht ohne Grund, wie eine beeindruckende Skulpturen-Ausstellung im Georg-Kolbe-Museum und Edwin-Scharff-Museum zeigt.

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Martin Schläpfer

Feuer bewahren– nicht Asche anbeten

(Kinostart: 11.2.) Sein Ballett war drei Mal in Folge die „beste Kompanie des Jahres“: Martin Schläpfer ist einer der bedeutendsten Choreografen in Deutschland. Annette von Wangenheims gelungenes Doku-Porträt glänzt mit faszinierenden Tanz-Szenen.

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Devid Striesow

Nichts passiert

(Kinostart: 11.2.) Mit Harmoniesucht zum finalen Schlagabtausch: Regisseur Micha Lewinsky porträtiert einen konfliktscheuen Biedermann, der sich mit Beschwichtigungen in Teufels Küche bringt. Eine Paraderolle für Devid Striesow – bis er explodiert.

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Alexis Alexiou

Mittwoch 04:45

(Kinostart: 4.2.) Von Weihnachtsbäumen beleuchtete Höllenfahrt: Seinen Thriller über einen Mafia-Schuldner inszeniert der griechische Regisseur Alexis Alexiou als packende Parabel auf den Niedergang des ganzen Landes – ein Hongkong-Gangsterepos aus Athen.

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Kunst+Film-Video der Woche:

Harald Falckenberg ist einer der Großsammler in Deutschland – mit einem Faible für Großinstallationen. Zum Jubiläum „25 Jahre Sammlung Falckenberg“ zeigt er in Hamburg-Harburg ein Best-of. Neben Werken von Großkünstlern wie Nam June Paik oder Jonathan Meese ist auch Überraschendes zu sehen: Jean-Jacques Lebel morpht Frauen-Akte aus 3000 Jahren ineinander. Bis 24. Mai.

Auch neu im Kino ab 12. März

  • „Lady Business“ mit Salma Hayek („Das Märchen der Märchen“): US-Komödie über die Gründung einer Firma für Beauty-Produkte.
  • „Alle in einem Boot“: Doku über ein Theaterstück, in dem Afrikaner eine Gruppe von Juden spielen, die während des Zweiten Weltkriegs nicht nach Kuba emigrieren dürfen.
  • „New York – Die Welt vor deinen Füssen“: Doku über einen Mann, der acht Jahre lang 15.000 Kilometer durch New York zu Fuß lief.
  • „Wagenknecht“: Doku-Porträt der Linken-Politikerin + Ex-Fraktionsvorsitzenden
  • „Der Spion von Nebenan“: Action-Komödie über einen CIA-Undercover-Agent, der eine Familie überwachen soll.

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Berlin

Radical Jewish Culture

Die Kristallnacht als Suite in sechs Sätzen: Ab 1992 spielten New Yorker Avantgardisten radikal neue jüdische Musik. Das Jüdische Museum widmet der Bewegung nun eine klangvolle Ausstellung.

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Berlin

Rainer Fetting - Berlin

Fetting-Festspiele in der Hauptstadt: Das Gesamtwerk des einstigen Stars der «Neuen Wilden» würdigen ein Museum und eine Galerie. Sein heftiger Malgestus hat an Frische nicht verloren.

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Berlin

Zwillingsbilder - Röntenfotografie

Helden zu Geistern, Ikonen zu Fratzen: Das Medizinhistorische Museum wirft einen Blick unter die Haut von Kunstwerken. Der Röntgenblick offenbart eine ganz eigene Schönheit dieser Werke, auch wenn die Wirkung des Originals selten dieselbe ist.

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Carey Mulligan

Suffragette – Taten statt Worte

(Kinostart: 4.2.) One Woman, one Vote: Vor 100 Jahren kämpften britische Frauen militant für ihr Wahlrecht. Ihre Bewegung stellt Regisseurin Sarah Gavron in den üblichen dramatischen Standard-Situationen dar; als fiktive Heldin glänzt Carey Mulligan.

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Quentin Tarantino

The Hateful Eight

(Kinostart: 28.1.) Viel Lärm um Nichts: In seinem zweiten Western zeigt Quentin Tarantino in epischer Länge und maximaler Leinwandbreite ein Minimum an Handlung. Gequassel und brutale Gewalt verbergen nicht, dass dem Regisseur nicht mehr viel einfällt.

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Maria Furtwängler

Das Wetter in geschlossenen Räumen

(Kinostart: 28.1.) Spenden im Delirium akquirieren: Regisseurin Isabelle Stever porträtiert eine Entwicklungshelferin, die im Luxus-Hotel die Puppen tanzen lässt. Ihre von Alkohol und Drogen befeuerte Dekadenz entstellt diese Branche zur Kenntlichkeit.

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Kommende Top-Ausstellungen

  • En Passant. Impressionismus in Skulptur“ vom 19.3. bis 28.6. im Städel Museum, Frankfurt
  • „The Cool and the Cold: Malerei der USA + UdSSR bis 1990“ vom 25.4. bis 6.9. im Martin-Gropius-Bau, Berlin
  • „Keith Haring“: große Retrospektive des Graffiti-Künstlers vom 29.5. bis 20.9. im Museum Folkwang, Essen
  • „Liberté. Egalité. Beyoncé“: Kunst zwischen Demokratie und Popkultur vom 19.6. bis 4.10. im Haus der Kunst, München
  • „11. Berlin Biennale“ der Gegenwartskunst von 13.6. bis 13.9. an mehreren Standorten in Berlin

Arthouse-Kino Top 10 Charts

  1. „Die Känguru-Chroniken“ von Dani Levy
  2. „Narziss und Goldmund“ von Stefan Ruzowitzky
  3. „Parasite“ von Bong Joon-Ho
  4. „Die perfekte Kandidatin“ von Haifaa Al Mansour
  5. „Emma“ von Autumn de Wilde
  6. „La Vérité“ mit Catherine Deneuve + Juliette Binoche
  7. „Little Women“ von Greta Gerwig mit Saoirse Ronan
  8. „Für Sama“ von Waad al-Kateab
  9. „New York – Die Welt vor deinen Füßen“ von J. Workman
  10. „Jojo Rabbit“ von Taika Waititi
Hamburg

Übermalt. Verwischt. Ausgelöscht

Panoptikum der Selbstverstümmelung: Die Hamburger Kunsthalle führt vor, was Künstler dem menschlichen Antlitz alles angetan haben. Ein Defilee großer Namen wird zur beliebigen Geisterbahnfahrt.

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Hamburg

Attila Csörgö

Kunst aus dem Physik-Baukasten: Der Ungar setzt naturwissenschaftliche Grenzphänomene in skurrile Apparate um. Anschaulich und amüsant, aber nie platt oder albern, wie die Werkschau in der Kunsthalle zeigt.

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Hamburg

Traummänner

Waschbrettbauch, metrosexuell oder Anzugtyp – was genau braucht der Traummann von heute eigentlich? Gute Frage: Wie er aussieht, versuchen 50 Starfotografen in den Hamburger Deichtorhallen zu zeigen.

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Sandra Bullock

Die Wahlkämpferin

(Kinostart: 21.1.) It’s a dirty job, but someone has to do it: Sandra Bullock glänzt als skrupellose PR-Beraterin, die dem Präsidenten von Bolivien die Wiederwahl sichert. Schillernde Polit-Satire von Regisseur David Gordon Green, die etwas überladen wirkt.

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Charlie Kaufman

Anomalisa

(Kinostart: 21.1.) Anbahnung eines One-Night-Stand in Echtzeit: Balzrituale im Business-Hotel inszeniert Regisseur Charlie Kaufman, bekannt für seine vertrackten Drehbücher, als Stopptrick-Animation mit lauter Puppen – im menschlichsten Film des Jahres.

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Inuk Silis Hoegh

Sumé – The Sound of a Revolution

(Kinostart: 21.1.) You Won’t Fool the Children of the Revolution: Mit 70er-Jahre-Protest-Songs forderte Grönlands erste Rockband mehr Freiheit für ihre Heimat. Regisseur Inuk Silis Høegh rekonstruiert nüchtern diese junge Episode der Kolonialgeschichte.

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