Artikel von Denis Demmerle (38)

Von der Soziologie aus der Dom-Stadt Speyer nach Berlin gelockt, faszinierte ihn die Schreiberei bald mehr als die Empirie. Neben diversen Jobs als freier Kultur-Journalist, Social-Media-Manager und in der PR leitet er seit 2009 das Onlinemagazin "berliner-filmfestivals.de" und pflegt so das cineastische Biotop der Stadt.

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August Diehl

Alles wird immerzu gefilmt

Eine Ode an das elementare Gefühl für Gut und Böse: August Diehl spielt Franz Jägerstätter, der wegen NS-Kriegsdienst-Verweigerung hingerichtet wurde. Im Interview spricht Diehl über das Eintauchen in eine andere Welt – die Kamera ist beim Aufwachen dabei.

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Sandra Maischberger

Keine larmoyante Opfergeschichte

TV-Moderatorin Sandra Maischberger hat den Spielfilm „Nur eine Frau“ über den so genannten Ehrenmord an der Kurdin Hatun „Aynur“ Sürücü 2005 in Berlin produziert. Damit wollte sie endlich das Geschehen aus Aynurs Sicht darstellen, erklärt Maischberger im Interview.

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Philipp Jedicke

Virtuelles Essen mit Leslie Feist

Private Szenen wollte der Musiker Chilly Gonzales nicht mit sich drehen lassen. Doch Philipp Jedicke findet, das habe seinem Dokuporträt nur gut getan. „Wir finden über die Kunst die Privatperson und nicht umgekehrt“, sagt der Regisseur im Interview.

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Christian Petzold

Nur Liebende überstehen die Flucht

Regisseur Christian Petzold hat die Handlung von Anna Seghers Flüchtlings-Roman „Transit“ aus den 1940er Jahren ins heutige Marseille verlegt. Vergangenheit und Gegenwart seien ohnehin stets gleichzeitig präsent, erklärt er seinen Kunstgriff im Interview.

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Pablo Larraín

Neruda wollte Flucht-Nervenkitzel

Porträtist politischer Ikonen: Vier Wochen nach „Jackie“ über die Kennedy-Witwe kommt die nächste Filmbiographie von Pablo Larraín ins Kino. Sein Werk über Chiles Nationaldichter Pablo Neruda sei aber eher ein Anti-Biopic, so der Regisseur im Interview.

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Juho Kuosmanen

Filmemachen ist wie Profi-Boxen

Mit „Der glücklichste Tag im Leben des Olli Mäki“ hat Regisseur Juho Kuosmanen ein etwas anderes Sportler-Drama gedreht: Der Held macht aus der Niederlage einen Privat-Sieg. Ein Gespräch über Finnlands erstes großes Sport-Event mit schüchternem Anti-Star.

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Anne Zohra Berrached

Ich habe selbst abgetrieben

In „24 Wochen“ muss sich Julia Jentsch zwischen Spätabtreibung und Kind mit Behinderung entscheiden. Ihr Film solle Schuldgefühle bei Frauen mindern, die in ähnlicher Lage selbst abgetrieben haben, erklärt Regisseurin Zohra Berrached im Interview.

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Jesuthasan Antonythasan

Mein Dorf existiert nicht mehr

Wenn ein Kriegsfilm das eigene Kämpfer-Leben nacherzählt: Dheepan-Darsteller Antonythasan war früher Soldat der LTTE-Rebellen. Regisseur Audiard habe das gut getroffen, doch die Vergangenheit lasse sich damit nicht bewältigen, betont er im Interview.

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Fernando Léon de Aranoa

Held ist schon, wer nicht aufgibt

In „A Perfect Day“ beobachtet Fernando León de Aranoa eine Gruppe von Helfern im Krisengebiet beim ganz gewöhnlichen Scheitern. Krieg korrumpiere alles, erklärt der Regisseur: Gegen unlösbare Probleme hülfen nur Humor und Konzentration aufs Nächstliegende.

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Oliver Hirschbiegel

Elser war wie Edward Snowden

Der Hitler-Attentäter Georg Elser überraschte alle: Keiner glaubte, dass er auf eigene Faust gehandelt hatte. In seinem Biopic zeigt ihn Regisseur Hirschbiegel als normalen jungen Mann seiner Zeit, der einfach nur seinem Gewissen folgte.

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