Hannover

El Lissitzky und eine Rolle Plakate

Konstruktivistischer Kunst-Krimi: Das Sprengel Museum zeigt eine Kollektion von Filmplakaten aus der frühen Sowjetunion, die auf mysteriösem Weg in seinen Besitz kamen. Darunter sind etliche Entwürfe berühmter Grafiker – eindrucksvoll, aber karg präsentiert.

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Berlin

Dekadenz - Belgischer Symbolismus

In der Peepshow der klassischen Moderne: Der Symbolismus in Belgien war erotischer, drastischer und düsterer als im übrigen Europa. Ihn stellt die Alte Nationalgalerie mit einer hervorragenden Auswahl erstklassiger Werke erstmals hierzulande ausführlich vor.

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Paderborn

Rubens und der Barock im Norden

Von Paderborn nach Antwerpen und zurück: Das Diözesanmuseum zeigt anschaulich, wie Rubens als Bilderfabrikant und -exporteur auch die Kunstproduktion etwa in Westfalen prägte – wobei die eindrucksvollsten Exponate keine Gemälde, sondern Skulpturen sind.

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Mads Mikkelsen

Der Rausch

(Kinostart: 22.7.) Experiment Dauerschwips: Thomas Vinterberg erzählt in seiner preisgekrönten Sozialsatire, wie vier Freunde wieder Aufregung in ihr Lehrerdasein bringen – durch konsequente Anwendung einer skurrilen Theorie über die Vorteile des Pegeltrinkens.

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Tarzan und Arab Nasser

Gaza Mon Amour

(Kinostart: 22.7.) Der Gott Apollo, der Fischer Issa und die Näherin Siham: Tarzan und Arab Nasser zeigen in ihrer Liebesgeschichte aus Gaza das Leben realistisch, aber ohne sensationsheischende Konfliktberichterstattung.

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Diane Kruger

Zu schön um wahr zu sein

(DVD-Start: 22.7.) JT LeRoy – gefeierter Literaturstar und Kultfigur: Er existiert nur auf den Bestsellerlisten und am Telefon – bis Savannah sich überreden lässt, seine Rolle zu übernehmen. Regisseur Justin Kelly hat die Geschichte verfilmt – zu wahr, um schön zu sein.

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Kunst+Film-Video des Monats:

Bilder aus einer verschwundenen Stadt: Keine deutsche Metropole hat sich so stark verändert wie Berlin. Die Atmosphäre in der früheren Mauerstadt beschwören grafische Werke herauf: Teils unterschieden sich Ost und West, teils ähnelten sie sich verblüffend. Das zeigt die Schau „Gezeichnete Stadt – Arbeiten auf Papier 1945 bis heute“ noch bis 4.1. in der Berlinischen Galerie – nach dem Lockdown.

Auch neu im Kino ab 22. Juli

  • „Die Vergesslichkeit der Eichhörnchen“: Drama über eine junge ukrainische Krankenpflegerin, die sich um einen Demenzkranken kümmern muss.
  • „Glück“: Drama über die Liebesbeziehung von zwei jungen Frauen, die in einem Berliner Bordell arbeiten.
  • „Roamers – Follow your Likes“: Doku über „Digitale Nomaden“, die ihre vagabundierenden Reisen mit Online-Aktivitäten finanzieren.
  • „Wir alle. Das Dorf“: Doku über ein utopisches Modelldorf im Wendland.
  • „Orphea“ von Alexander Kluge („Pluriversum“) + Khavn: Trash-Collagen-Musikfilm über einen Geschlechtswechsel der mythologischen Orpheus-Figur.

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Frankfurt am Main

Impressionismus in Skulptur

Flüchtige Sinneseindrücke in Bronze oder Marmor? Impressionistische Skulpturen erscheinen als Widerspruch an sich. Das Städel Museum spürt sie trotzdem auf – allerdings mit einer Konzentration auf zwei Künstler, die einige Zeitgenossen vernachlässigt.

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Berlin

Gezeichnete Stadt – 1945 bis heute

Stadtspaziergang für Flaneure: Die Berlinische Galerie zeichnet nach, wie sich das Erscheinungsbild der Metropole in der Grafik der letzten 75 Jahre verändert hat. Als Archäologie des Urbanen: Zum Vorschein kommen etliche Orte und Menschen, die es längst nicht mehr gibt.

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Berlin

11. Berlin Biennale

Kunst als Traumatherapie und Sozialarbeit: Die 11. Berlin Biennale versteht sich als Gedenkkapelle für benachteiligte Minderheiten. Ihre Theologie der Befreiung geht einher mit geistiger und ästhetischer Schlichtheit, aus der nur wenige Arbeiten positiv herausragen.

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Daniel Brühl

Nebenan

(Kino-Start: 15.7.) Bier und Sülze im Prenzlberg: Daniel Brühls
Kammerspiel über gentrifizierende Zuzügler und Alteingesessene Berliner schwankt zwischen echter Beobachtung, Ironie und Eitelkeit – und gibt unverhofften Einblick in das Leben urbaner Upperclass-Kreativlinge.

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Lee Isaac Chung

Minari - Wo wir Wurzeln schlagen

(Kino-Start: 15.7.) Ein Kraut aus Korea als Symbol: Lee Isaac Chungs Oskar-prämierter Film erzählt die Geschichte einer koreanischen Einwandererfamilie, die als moderne Pioniere im amerikanischen Süden Wurzeln schlagen – wie Koreanische Petersilie, die am Ende alles überwuchert.

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Kelly Reichardt

First Cow

(MUBI-Start: 9.7.21) Anrührende Bromance, kurzweiliges Schelmenstück und Kapitalismus-Parabel: In ihrem vielschichtigen und leichtfüßigen Film über die erste Kuh in Oregon lässt Kelly Reichardt den Western-Mythen die Luft ab.

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Kommende Top-Ausstellungen

  • Coronabedingt beginnt Kunst+Film im Laufe des August 2021 wieder mit kontinuierlicher Berichterstattung über aktuelle Kunst-Ausstellungen.

 

 

 

 

Arthouse-Kino Top 10 Charts

    1. „Nomadland“ von Chloé Zhao mit Frances McDormand
    2. „Nebenan“ von Daniel Brühl
    3. „Minari“ von Lee Isaac Chung
    4. „Ich bin dein Mensch“ von Maria Schrader
    5. „Der Mauretanier“ von Kevin Macdonald mit Jodie Foster, Tahar Rahim
    6. „Weißbier im Blut“ von Jörg Graser
    7. „Bad Luck Banging or Loony Porn“ von Radu Jude
    8. „Sommer 85“ von Francois Ozon
    9. Rosas Hochzeit“ von Icar Bollein
    10. Vor mir der Süden“ von Pepe Danquart
Hildesheim

Voodoo

Von Göttern im alten Ägypten bis zu Grabschändung auf Haiti: Voodoo ist eine auf drei Kontinenten verbreitete Weltreligion. Deren Varianten stellt das Roemer-Pelizaeus-Museum in einer fabelhaft verschwenderisch bestückten Ausstellung vor – so umfassend wie noch nie.

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München

Feelings – Kunst und Emotion

Reine Gefühlssache: Die Pinakothek der Moderne zeigt 100 Werke der zeitgenössischen Kunst bar jeder Erläuterung. Beim Rundgang durch einen kunterbunten Bilderbogen wird deutlich: Ohne Informationen wirkt jede Arbeit missverständlich oder beliebig.

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Berlin

Wiedereröffnung Jüdisches Museum

Fünf Jahre Vorbereitungszeit, mehr als 1000 Exponate: Die neue Dauerausstellung im Jüdischen Museum Berlin ist eine Schau der Superlative. Als gelungene Gratwanderung zwischen Information und sinnlicher Anschauung – nur das Ende franst aus.

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François Ozon

Sommer 85

(Kinostart: 8.7.) Die 80er auf 16mm-Film: Francois Ozon erzählt in seiner tragischen Romanze, wie Alex und David ihr erstes Glück an der malerischen Küste der Normandie erleben – eine Sommerliebe, die in einer Katastrophe endet.

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Radu Jude

Bad Luck Banging or Loony Porn

(Kinostart: 8.7.) Doppelmoral in der Digitalmedien-Ära: Ein Privatporno macht die Runde – das soll eine Lehrerin ihren Job kosten. Der Berlinale-Siegerfilm 2021 des rumänischen Regisseurs Radu Jude bereitet einen aktuellen Kulturkampf als wortlastiges Triptychon auf.

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Théo Court

White on White

(MUBI-Start: 30.6.21) Erotik und Grausamkeit am Ende der Welt: Théo Court erzählt von einem Fotografen, der auf Feuerland strandet und dort in einen Genozid verstrickt wird. Sein stilisiertes Historiendrama ist auch eine Reflexion über die Macht der Bilder und die Schuld des Betrachters.

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Aktuelle Top-Ausstellungen

  • Coronabedingt beginnt Kunst+Film im Laufe des August 2021 wieder mit kontinuierlicher Berichterstattung über aktuelle Kunst-Ausstellungen.

 

 

 

 

 

 

Kommende Top-Kinofilme 2021

Berlin

Body Performance

Mehr Bilder sind immer besser: Von Tanz und Theater bleiben nach der Aufführung nur Aufnahmen, die sie dokumentieren. Eine Tour d’Horizon dieser Foto-Sparte ist im Museum für Fotografie zu sehen: von Menschen in Krokodilen bis zu Nackedeis ohne Geschlechtsorgane.

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Karlsruhe

bauhaus.film.expanded

Traumfabrik Bauhaus: Viele Lehrer und Schüler der Modernismus-Schmiede versuchten sich im neuen Medium Film. Einen Querschnitt ihres Schaffens präsentiert das ZKM – von amateurhaften Fingerübungen bis zu Meilensteinen der Kinogeschichte.

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Stuttgart + Wien

Azteken

Vor 500 Jahren zerstörte der Spanier Cortès das Reich der Azteken; ihre Hauptstadt wurde von den Eroberern buchstäblich begraben. Wie faszinierend ihre fremdartige Kultur war, zeigen Lindenmuseum und Weltmuseum mit einer opulent bestückten Überblicks-Schau.

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Maria Schrader

Ich bin Dein Mensch

(Kinostart: 1.7.) Der perfekte Mann: In Maria Schraders diesjährigem Berlinale-Beitrag erliegt Wissenschafterin Alma beinahe dem algorithmischem Charme des Androiden Tom – aber der perfekte Zuhörer und Liebhaber ist am Ende doch nur eine langweilige Maschine.

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Chloé Zhao

Nomadland

(Kinostart: 1.7.) Home is where your heart is: Chloé Zhao feiert in ihrem preisgekrönten Werk die Fähigkeit, trotz widriger Umstände dem Leben das Beste abzuringen – eine bildgewaltige Elegie auf den amerikanischen Pioniergeist mit einer überragenden Hauptdarstellerin.

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Iliza Shlesinger

Good on Paper

(Netflix-Start: 24.6.21) Wenn die Papierform stimmt: Als vermeintlicher Yale-Absolvent, der zuhören kann, gewinnt Dennis das Herz von Andrea. Die Sittenkomödie von Stand-Up-Star Iliza Shlesinger verwandelt nicht nur Pointen, sondern pflegt auch melancholischeren Humor.

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