Berlin

Body Performance

Mehr Bilder sind immer besser: Von Tanz und Theater bleiben nach der Aufführung nur Aufnahmen, die sie dokumentieren. Eine Tour d’Horizon dieser Foto-Sparte ist im Museum für Fotografie zu sehen: von Menschen in Krokodilen bis zu Nackedeis ohne Geschlechtsorgane.

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Karlsruhe

bauhaus.film.expanded

Traumfabrik Bauhaus: Viele Lehrer und Schüler der Modernismus-Schmiede versuchten sich im neuen Medium Film. Einen Querschnitt ihres Schaffens präsentiert das ZKM – von amateurhaften Fingerübungen bis zu Meilensteinen der Kinogeschichte.

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Stuttgart + Wien

Azteken

Vor 500 Jahren zerstörte der Spanier Cortès das Reich der Azteken; ihre Hauptstadt wurde von den Eroberern buchstäblich begraben. Wie faszinierend ihre fremdartige Kultur war, zeigen Lindenmuseum und Weltmuseum mit einer opulent bestückten Überblicks-Schau.

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Steve Carell

Irresistible – Unwiderstehlich

(Kinostart: 6.8.) Jeder kann es schaffen: Ein PR-Profi will mit viel Getöse einen Nobody zum Bürgermeister machen. Regisseur Jon Stewart seziert genüsslich die Inhaltsleere des US-Politbetriebs – auch wenn manche Gags hierzulande kaum verständlich sind.

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Clive Owen + Tim Roth

The Song of Names

(Kinostart: 6.8.) Wenn ein Wunderkind verschwindet: Ein jüdischer Violinvirtuose aus Polen ließ 1951 seine Ersatzfamilie im Stich. 35 Jahre später findet ihn sein Kindheitsfreund wieder – komplexes Melodram von Regisseur François Girard, am Ende leicht verkitscht.

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Malik Vitthal

Body Cam - Unsichtbares Grauen

(Kinostart: 6.8.) B-Movie-Horror statt sozialer Relevanz: Regisseur Malik Vitthal erzählt überraschungsfrei von einer Polizistin, die dem brutalen Tod eines Kollegen nachforscht – und verschenkt ein spannendes Thema: willkürliche Polizeigewalt.

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Kunst+Film-Video der Woche:

Bewegungslos schweben am tiefsten Punkt der Erde: Das ermöglicht das Tote Meer. Seine Ufer wirken unwirtlich, sind aber seit Jahrtausenden besiedelt – erstmals im Überblick in der Ausstellung „Leben am Toten Meer – Schätze aus dem Heiligen Land“ ab 24. Juli im LWL-Museum in der Kaiserpfalz, Paderborn

Auch neu im Kino ab 30. Juli

  • „Wir beide“ mit Barbara Sukowa („Hannah Arendt“, „Vor der Morgenröte“): französisches Liebesdrama über zwei Frauen, die ihre innige Zuneigung jahrelang verheimlichen.
  • „The Secret Traue dich zu träumen“: US-Drama über eine überforderte Mutter, die einen stets positiv Denkenden trifft.
  • Giraffe“ mit Lisa Loven Kongsli („Höhere Gewalt“): Dokudrama über den Tunnelbau im Fehmarnbelt.
  • „Dreiviertelblut Weltraumtouristen“ von Marcus H. Rosenmüller („Sommer der Gaukler“): Doku über die bayrischen Mundart-Musiker.
  • Pandemie“: Action-Reißer aus Südkorea über den Ausbruch einer tödlichen Seuche.

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Berlin

Pop on Paper – Von Warhol bis...

Als das Protzen noch geholfen hat: Die Pop Art feierte den Konsumismus der Nachkriegszeit so plakativ und krass, dass die ironische Absicht unverkennbar war. Das zeigt ein Best-of von Siebdrucken und anderen Grafiken aus der Sammlung des Kupferstichkabinetts.

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Frankfurt am Main

Fantastische Frauen

Von wegen Macho-Ästhetik: Surrealistische Künstlerinnen behandelten in ihren Werken Sinnlichkeit und Erotik auf sehr spielerische und originelle Weise. Das führt eine fulminante Überblicks-Schau der Schirn Kunsthalle variantenreich vor – eine echte Entdeckung.

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Potsdam

Monet. Orte

Eine Europa-Rund- als Lebens-Reise: Auf der Suche nach neuen visuellen Reizen durchquerte Ober-Impressionist Claude Monet den halben Kontinent. Wie sehr seine Malweise vom jeweiligen Motiv abhing, zeigt eine opulente Werkschau im Museum Barberini.

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Mika Kaurismäki

Master Cheng in Pohjanjoki

(Kinostart: 30.7.) Kräuter-Rentier statt Kartoffelbrei: Ein chinesischer Meisterkoch revolutioniert Essgewohnheiten in Lappland. Die kulinarische Feelgood-Komödie von Regisseur Mika Kaurismäki mundet durchaus, indem sie alle Konflikte weichkocht.

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Golshifteh Farahani

Auf der Couch in Tunis

(Kinostart: 30.7.) Den Maghreb therapieren: Eine junge Psychologin eröffnet eine Freiluft-Praxis in Tunesiens Hauptstadt. Dort geht es kaum um Probleme und Komplexe einer blockierten Gesellschaft – Regisseurin Manele Labidi setzt auf Klischee-Komik und Brachialhumor.

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Benedict Cumberbatch

Edison – Ein Leben voller Licht

(Kinostart: 23.7.) Alles ist erleuchtet – besser mit Gleich- oder Wechselstrom? An dieser Frage entzündete sich in den USA der 1880er Jahre ein Stromkrieg zwischen zwei Erfindern. Ihn transformiert Regisseur Alfonso Gomez-Rejon in ein elektrisierendes Historien-Psychodrama.

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Kommende Top-Ausstellungen

  • „Keith Haring“: große Retrospektive des Graffiti-Künstlers ab 21.8. bis 29.11. im Museum Folkwang, Essen
  • „Dekadenz und dunkle Träume: Belgischer Symbolismus“: ab 18.9. bis 17.1.2021 in der Alten Nationalgalerie, Berlin
  • De Chirico. Magische Wirklichkeit“: Pittura Metafisica ab 22.1.2021 bis 25.4.2021 in der Hamburger Kunsthalle
  • „Federico Fellini – Von der Zeichnung zum Film“ vom 23.10. bis 9.2.2021 im Museum Folkwang, Essen
  • „Impressionismus in Russland – Aufbruch zur Avantgarde“ vom 7.11. bis 28.2.2021 im Museum Barberini, Potsdam

Arthouse-Kino Top 10 Charts

  1. „Master Cheng in Pohjanjoki“ von Mika Kaurismäki
  2. „Auf der Couch in Tunis“ mit Golshifteh Farahani
  3. „Marie Curie – Elemente des Lebens“ von Marjane Satrapi
  4. „Als wir tanzten“ von Levan Akin
  5. „Berlin Alexanderplatz“ von Burhan Qurbani
  6. „Undine“ von Christian Petzold mit Paula Beer
  7. „Edison – Ein Leben voller Licht“ mit Benedict Cumberbatch
  8. „Jojo Rabbit“ von Taika Waititi
  9. „Die Känguru-Chroniken“ von Dani Levy
  10. „Eine größere Welt“ mit Cécile de France
Chemnitz + Paderborn

Leben am Toten Meer

Unwirtlich, aber seit jeher sehr populär: Orte an den Ufern des Toten Meeres zählen zu den ältesten der Welt. Eindrucksvolle kulturelle Zeugnisse aus 10.000 Jahren präsentieren SMAC und Kaiserpfalz-Museum als aufwändig und originell inszenierte Rundreise.

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Berlin

Raffael in Berlin

Unten Madonnen, oben Meister-Grafik: Zum 500. Todestag verteilen die Staatlichen Museen ihre Raffael-Bestände auf zwei Ausstellungen. Die kleinteilige Präsentation erstaunt, zeigt aber auch, wie wichtig Kupferstiche von Kollegen für die Popularisierung seines Werks war.

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Leipzig

Link in Bio- Kunst + soziale Medien

Digitaltechnik mit ihren eigenen Mitteln schlagen: Mit Algorithmen und sozialen Medien kommentieren und kritisieren junge Künstler die virtuelle Realität. Ihre Werke fallen oft recht konventionell aus – das zeigt eine Schau im Museum für bildende Künste.

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Levan Akin

Als wir tanzten

(Kinostart: 23.7.) Tanz als Ticket für die große, weite Welt: Ein junges Talent setzt alles daran, um ins Georgische Nationalballett aufgenommen zu werden. Dabei kommen ihm intensive Gefühle für einen Kollegen in die Quere – mitreißendes Drama von Regisseur Levan Akin.

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Jella Haase + Albrecht Schuch

Berlin Alexanderplatz

(Kinostart: 16.7.) Es braust ein Ruf wie Donnerhall: Alfred Döblins Meisterwerk über die Höllenfahrt eines Arbeiters aktualisiert Regisseur Burhan Qurbani als politisch korrektes Problemfilm-Einerlei. Aus ihm sticht nur Albrecht Schuch als brillanter Psychopath heraus.

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Rosamund Pike + Sam Riley

Marie Curie – Elemente des Lebens

(Kinostart: 16.7.) Mit einer Phiole Radium ins Bett gehen: Die zweifache Nobelpreisträgerin widmete sich Tag und Nacht der Physik. Ihre Idealisierung vermeidet Regisseurin Marjane Satrapi, doch ihr facettenreiches Biopic krankt ein wenig an überflüssigen Aktualisierungen.

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Top-Ausstellungen im Juli

  • Wir Kapitalisten – Von Anfang bis Turbo“ bis 30.8. in der Bundeskunsthalle, Bonn
  • „Voodoo“: Religion und Kultur in Westafrika + Karibik bis 27.9. im Roemer- und Pelizaeus-Museum, Hildesheim
  • En Passant. Impressionismus in Skulptur“ bis 25.10. im Städel Museum, Frankfurt
  • „Peter Paul Rubens und der Barock im Norden“ bis 25.10. im Diözesanmuseum, Paderborn
  • „Bunte Götter – Golden Edition“: Rekonstruktion farbiger Antike-Skulpturen bis 17.1.21 im Liebieghaus, Frankfurt
  • „Krieg – Macht – Nation: Wie das dt. Kaiserreich entstand“ bis 31.1.21 im Militärhistorischen Museum, Dresden

Kommende Top-Kinofilme 2020

  • „Irresistible“ von Jon Stewart: US-Politsatire – ein desillusionierter Demokrat leitet die Wahlkampagne für Ex-Militär als Kandidat in konservativer Kleinstadt; Start: 6.8.
  • „Il Traditore – Als Kronzeuge gegen die Cosa Nostra“ – fesselndes Dokudrama über den Kronzeugen, der ab 1984 die sizilianische Mafia hochgehen ließ; Start 13.8.
  • Exil“ mit Sandra Hüller („Toni Erdmann“, „In den Gängen“) – Drama eines gut integrierten Migranten-Ingenieurs, der durch Rassismus-Attacken paranoid wird; Start: 20.8.
  • „Tesla“ mit Ethan Hawke („Boyhood“, „Born to be Blue“, „Before Midnight“): Biopic über den genialen Exzentriker und Wechselstrom-Erfinder Nikola Tesla; Start: 20.8.
Dresden

Jan und Eva Švankmajer 

Alle Macht der Imagination: Das Ehepaar Švankmajer zählt zu den bedeutendsten Surrealisten in Tschechien. Ihr einzigartiges Werk zwischen Puppentheater, Fabelwesen und Trickfilmen präsentiert der Lipsiusbau kongenial als prachtvolle Wunderkammer.

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Essen

Der montierte Mensch

Zwischen Fortschrittsbegeisterung und Maschinenstürmerei: Die Angstlust vor und an der Technik ist seit mehr als 100 Jahren ein wichtiges Thema der bildenden Kunst. Ihre Geschichte zeichnet das Museum Folkwang nach – anschaulich und am Ende ausfransend.

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Berlin + Bernried

Unzertrennlich – Rahmen und Bilder

Nicht aus dem Rahmen fallen: Ohne ihn könnte kein Bild an der Wand hängen. An der harmonischen Einheit beider Komponenten lag den Expressionisten sehr. Das zeigt eine originelle Ausstellung im Brücke- und Buchheim-Museum – mit reichlich Tischlerei-Jargon.

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Patricio Guzmán

Die Kordillere der Träume

(Kinostart: 16.7.) Von Berggipfeln und den Abgründen der chilenischen Geschichte: Regisseur Patricio Guzmán nutzt die Anden als Kontrastfolie, um über die Pinochet-Diktatur zu reflektieren – ein assoziativer Ansatz, der nur teilweise aufgeht.

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Cécile de France

Eine größere Welt

(Kinostart: 9.7.) Wenn der innere Wolf ruft: Eine Französin lässt sich von Nomaden in der Mongolei zur Schamanin ausbilden. Gelungene Mischung aus berührendem Drama und einfühlsamer Semi-Doku von Regisseurin Fabienne Berthaud ohne Ethnokitsch oder Gefühlsduselei.

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Gero von Boehm

Helmut Newton - Bad and Beautiful

(Kinostart: 9.7.) Venus im Rollstuhl mit Beinprothese: Solche provokanten Inszenierungen machten den Modefotografen Helmut Newton in den 1970/80ern berühmt. Ihn porträtiert Regisseur Gero von Bohm vor allem mithilfe von artigem Kollegen-Lob; Archivbilder haben mehr zu sagen.

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