Hannover

El Lissitzky und eine Rolle Plakate

Konstruktivistischer Kunst-Krimi: Das Sprengel Museum zeigt eine Kollektion von Filmplakaten aus der frühen Sowjetunion, die auf mysteriösem Weg in seinen Besitz kamen. Darunter sind etliche Entwürfe berühmter Grafiker – eindrucksvoll, aber karg präsentiert.

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Berlin

Dekadenz - Belgischer Symbolismus

In der Peepshow der klassischen Moderne: Der Symbolismus in Belgien war erotischer, drastischer und düsterer als im übrigen Europa. Ihn stellt die Alte Nationalgalerie mit einer hervorragenden Auswahl erstklassiger Werke erstmals hierzulande ausführlich vor.

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Paderborn

Rubens und der Barock im Norden

Von Paderborn nach Antwerpen und zurück: Das Diözesanmuseum zeigt anschaulich, wie Rubens als Bilderfabrikant und -exporteur auch die Kunstproduktion etwa in Westfalen prägte – wobei die eindrucksvollsten Exponate keine Gemälde, sondern Skulpturen sind.

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Charles Aznavour

Aznavour by Charles

(Kinostart: 17.6.) Einwandererkind und Weltbürger: Charles Aznavour war der berühmteste französische Chansonnier. Seine Privataufnahmen kompiliert Regisseur Marc di Domenico zur außergewöhnlichen Filmbiographie – sie enthält die Kulturgeschichte einer Epoche.

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Emma Seligman

Shiva Baby

(MUBI-Start: 11.6.21) Sugardaddy trifft Mischpoke: Der kanadischen Regisseurin Emma Seligman gelingt eine so atemlose wie witzige Screwball-Komödie über Trauer und Sex – die zudem tief in das chaotische Gefühlsleben einer jungen Frau blicken lässt.

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Pedro Costa

Vitalina Varela

(MUBI-Start: 5.6.21) Dunkle Andeutungen und ein Gesicht, das alles offenbart: Regisseur Pedro Costa begibt sich mit diesem halbdokumentarischen Film auf die Spuren einer Frau von den Kapverdischen Inseln, die ihrem toten Mann nach Lissabon gefolgt ist.

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Kunst+Film-Video des Monats:

Bilder aus einer verschwundenen Stadt: Keine deutsche Metropole hat sich so stark verändert wie Berlin. Die Atmosphäre in der früheren Mauerstadt beschwören grafische Werke herauf: Teils unterschieden sich Ost und West, teils ähnelten sie sich verblüffend. Das zeigt die Schau „Gezeichnete Stadt – Arbeiten auf Papier 1945 bis heute“ noch bis 4.1. in der Berlinischen Galerie – nach dem Lockdown.

Auch neu im Kino ab 29. Oktober

  • „Schwesterlein“ mit Nina Hoss („Pelikanblut“, „Phoenix“), Lars Eidinger („Persischstunden“) und Thomas Ostermeier („Mathilde“): Krebsdrama im Berliner Theatermilieu
  • „Glitzer & Staub“: Porträt von vier Cowgirls, die sich in der US-Rodeoszene durchsetzen.
  • „Srbenka“: Doku über Aufarbeitung der Ermordung eines 12-jährigen serbischen Mädchens während des Kroatienkriegs.
  • „Außer Atem“: Wiederaufnahme des Nouvelle-Vague-Klassikers von Jean-Luc Godard mit Jean-Paul Belmondo und Jean Seberg („Against all Enemies“).
  • The Booksellers – Aus Liebe zum Buch“: Doku über ungewöhnliche Buchhandlungen in New York.

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Frankfurt am Main

Impressionismus in Skulptur

Flüchtige Sinneseindrücke in Bronze oder Marmor? Impressionistische Skulpturen erscheinen als Widerspruch an sich. Das Städel Museum spürt sie trotzdem auf – allerdings mit einer Konzentration auf zwei Künstler, die einige Zeitgenossen vernachlässigt.

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Berlin

Gezeichnete Stadt – 1945 bis heute

Stadtspaziergang für Flaneure: Die Berlinische Galerie zeichnet nach, wie sich das Erscheinungsbild der Metropole in der Grafik der letzten 75 Jahre verändert hat. Als Archäologie des Urbanen: Zum Vorschein kommen etliche Orte und Menschen, die es längst nicht mehr gibt.

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Berlin

11. Berlin Biennale

Kunst als Traumatherapie und Sozialarbeit: Die 11. Berlin Biennale versteht sich als Gedenkkapelle für benachteiligte Minderheiten. Ihre Theologie der Befreiung geht einher mit geistiger und ästhetischer Schlichtheit, aus der nur wenige Arbeiten positiv herausragen.

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Alexandre Aja

Oxygen

(Netflix-Start: 12.6.21) Klaustrophobie in der Kryonik-Kapsel: Im zitatreichen Thriller von Regisseur Alexandre Aja ringt die Heldin auf engstem Raum mit dem Tod – bis zu einem Happy End, das frösteln lässt und der Menschheit Totalversagen attestiert.

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Peter Strickland

Das blutrote Kleid

(DVD-Start: 27.5.21) Knallroter Killerdress: Regisseur Peter Strickland zeichnet die Blutspur eines tödlichen Kleides nach wie einen Fiebertraum zwischen Horror und Kitsch – mit dubiosen Mode-Boutiquen und Fashion Victims, die einem Polyesterbiest zum Opfer fallen.

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Amy Adams + Gary Oldman

The Woman in the Window

(Netflix-Start: 14.5.21) Klotzen statt kleckern: Regisseur Joe Wright scheitert mit seiner überfrachteten Literaturverfilmung um eine labile Frau, die glaubt, einen Mord beobachtet zu haben. Sein unausgegorener Genremix hat allerdings optisch viel zu bieten.

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Kommende Top-Ausstellungen

  • „In aller Munde. Von Pieter Bruegel bis Cindy Sherman“: Oral-Kunst von 31.10. bis 5.4. im Kunstmuseum Wolfsburg
  • „Impressionismus in Russland – Aufbruch zur Avantgarde“ vom 7.11. bis 28.2. im Museum Barberini, Potsdam
  • „Vision und Schrecken der Moderne – Industrie und Kunst“ vom 17.11. bis 28.2. im Von der Heydt Museum, Wuppertal
  • De Chirico. Magische Wirklichkeit“: Pittura Metafisica ab 22.1.bis 25.4. in der Hamburger Kunsthalle
  • Magnetic North. Mythos Kanada in der Malerei 1910 – 1940″ vom 5.2. bis 16.5. in der Schirn Kunsthalle, Frankfurt

Arthouse-Kino Top 10 Charts

  1. „Eine Frau mit berauschenden Talenten“ mit I. Huppert
  2. „Mein Liebhaber, der Esel und ich“ von Caroline Vignal
  3. „Oeconomia“ von Carmen Losmann
  4. „Kajilionaire“ von Miranda July
  5. „Ema“ von Pablo Larraín
  6. „Persischstunden“ von Vadim Perelman mit Lars Eidinger
  7. „Die Stimme des Regenwaldes“ von Niklaus Hilber
  8. „Futur Drei“ von Faraz Shariat
  9. „Niemals Selten Manchmal Immer“ von Eliza Hittman
  10. „I am Greta“ von Nathan Grossman mit Greta Thunberg
Hildesheim

Voodoo

Von Göttern im alten Ägypten bis zu Grabschändung auf Haiti: Voodoo ist eine auf drei Kontinenten verbreitete Weltreligion. Deren Varianten stellt das Roemer-Pelizaeus-Museum in einer fabelhaft verschwenderisch bestückten Ausstellung vor – so umfassend wie noch nie.

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München

Feelings – Kunst und Emotion

Reine Gefühlssache: Die Pinakothek der Moderne zeigt 100 Werke der zeitgenössischen Kunst bar jeder Erläuterung. Beim Rundgang durch einen kunterbunten Bilderbogen wird deutlich: Ohne Informationen wirkt jede Arbeit missverständlich oder beliebig.

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Berlin

Wiedereröffnung Jüdisches Museum

Fünf Jahre Vorbereitungszeit, mehr als 1000 Exponate: Die neue Dauerausstellung im Jüdischen Museum Berlin ist eine Schau der Superlative. Als gelungene Gratwanderung zwischen Information und sinnlicher Anschauung – nur das Ende franst aus.

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Camilo Restrepo

Los Conductos

(MUBI-Start: 6.5.21) Blut, Schmerz und Tränen: Der kolumbianische Regisseur Camilo Restrepo porträtiert einen nihilistischen Helden. Einer Sekte entkommen, findet er im Stadtlabyrinth von Medellín ein neues, prekäres Leben – doch er sucht nach Vergeltung.

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Nobuhiko Ôbayashi

Labyrinth of Cinema

(MUBI-Start: 27.4.21) Tortur de Force mit humanistischem Kern: Mit seinem letzten Film schuf Regisseur Nobuhiko Ôbayashi ein überbordendes Antikriegs-Spektakel – mit fragwürdigen Auslassungen. Dem hiesigen Publikum erschließt es sich nur bedingt.

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Andra Day

The United States vs Billie Holiday

(VoD-Start: 23.4.21) Verfolgt, verraten und verkauft: Regisseur Lee Daniels schildert die letzten Jahre der Sängerin Billie Holiday als tragischen Konflikt der schwarzen Ikone mit den US-Behörden – Andra Day brilliert als Königin der Jazz-Bühnen.

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Top-Ausstellungen im Oktober

  • Afrika – Im Blick der Photographen“ mit 12 Teilnehmern bis 1.11. in der Völklinger Hütte
  • „Keith Haring“: große Retrospektive des Graffiti-Künstlers bis 29.11. im Museum Folkwang, Essen
  • Russische Avantgarde im Museum Ludwig – Original und Fälschung“ bis 3.1.2021 im Museum Ludwig, Köln
  • Masculinities: Liberation through Photography“ bis 10.1.2021 im Martin-Gropius-Bau, Berlin
  • „Bunte Götter – Golden Edition“: Rekonstruktion farbiger Antike-Skulpturen bis 17.1.2021 im Liebieghaus, Frankfurt
  • „Die Kaiser und die Säulen ihrer Macht“: große Mittelalterschau bis 18.4.2021 im Landesmuseum, Mainz

Kommende Top-Kinofilme 2021

  • „Der Rausch“ von Thomas Vinterberg („Kursk“, „Die Kommune“): Sittenkomödie über Alkoholiker-Lehrer; 2021 mit Auslands-Oscar prämiert, Start: 22.7.
  • „Doch das Böse gibt es nicht (There is no Evil)“ von Mohammad Rasoulof („A Man of Integrity“): Berlinale-Sieger – Episodenfilm über Todesstrafe im Iran, Start: 19.8.
  • „Curveball“ von Johannes Naber („Das kalte Herz“, „Zeit der Kannibalen“) – brillante Politthriller-Groteske über Mitschuld des BND an der US-Invasion im Irak 2003, Start: 9.9.
Berlin

Body Performance

Mehr Bilder sind immer besser: Von Tanz und Theater bleiben nach der Aufführung nur Aufnahmen, die sie dokumentieren. Eine Tour d’Horizon dieser Foto-Sparte ist im Museum für Fotografie zu sehen: von Menschen in Krokodilen bis zu Nackedeis ohne Geschlechtsorgane.

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Karlsruhe

bauhaus.film.expanded

Traumfabrik Bauhaus: Viele Lehrer und Schüler der Modernismus-Schmiede versuchten sich im neuen Medium Film. Einen Querschnitt ihres Schaffens präsentiert das ZKM – von amateurhaften Fingerübungen bis zu Meilensteinen der Kinogeschichte.

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Stuttgart + Wien

Azteken

Vor 500 Jahren zerstörte der Spanier Cortès das Reich der Azteken; ihre Hauptstadt wurde von den Eroberern buchstäblich begraben. Wie faszinierend ihre fremdartige Kultur war, zeigen Lindenmuseum und Weltmuseum mit einer opulent bestückten Überblicks-Schau.

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Gaspar Noé

Lux Æterna

(VoD-Start: 29.4.21) Kino als epileptischer Anfall: In seinem Pseudo-Hexenfilmdreh schickt Regisseur Gaspar Noé Schauspielerinnen mit Sonnenbrillen auf den Scheiterhaufen – für einen klischeelastigen und effekthascherischen Imagefilm.

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Michalis Konstantanos

All The Pretty Little Horses

(VoD-Start: 30.4.21) Sanfte Hügel, Luxusvilla und Pool – alles nur gekapert: Regisseur Michalis Konstantatos zeigt in subtilen Bildern den Kampf eines griechischen Mittelklassepaares gegen den Abstieg vom urbanen Lifestyle ins ländliche Dienstboten-Dasein.

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Amanda Seyfried + Clive Owen

Anon

(Netflix-Start: 3.5.21) Jeder hat sein Daten-Päckchen zu tragen: In einer Welt totaler Digital-Überwachung ereignen sich rätselhafte Morde. Daraus macht SciFi-Regisseur Andrew Niccol einen Thriller, der zwar gekonnt düster inszeniert ist, aber unausgegoren wirkt.

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