Potsdam

Van Gogh – Stillleben

Kartoffeln und Kohl anstelle von Sonnenblumen: Die Van-Gogh-Ausstellung im Museum Barberini überrascht mit unscheinbaren Sujets und altmeisterlich gemalten Frühwerken. Nur 27 Gemälde bieten einen Überblick über die gesamte künstlerische Entwicklung.

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Mannheim

Javagold – Pracht und Schönheit

Im Antiquitäten-Juwelierladen: Die Reiss-Engelhorn-Museen präsentieren historische Preziosen aus Java als funkelndes Augenpulver, ohne diese exotische Hochkultur gebührend zu erläutern. So bleibt es bei Bling-Bling in edlem Ambiente – eine verpasste Gelegenheit.

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Stuttgart

Tiepolo – Der beste Maler Venedigs

Giovanni Battista Tiepolo war der wohl bedeutendste Maler des 18. Jahrhunderts – keiner verband Erhabenes und Verspieltes so geschickt wie er. Zum 250. Todestag präsentiert die Staatsgalerie sein Gesamtwerk – ein Fest fürs Auge in delikaten Pastellfarben.

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Marius Holst

Congo Murder

(Kinostart: 6.2.) Im Herzen der Finsternis inhaftiert: Zwei norwegische Söldner wurden 2009 im Kongo Opfer einer Polit-Intrige. Ihr Schicksal verfilmt Regisseur Marius Holst als Knast-Kammerspiel – vom Schauplatz Afrika sieht man außer Gefängnissen nicht viel.

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August Diehl

Alles wird immerzu gefilmt

Eine Ode an das elementare Gefühl für Gut und Böse: August Diehl spielt Franz Jägerstätter, der wegen NS-Kriegsdienst-Verweigerung hingerichtet wurde. Im Interview spricht Diehl über das Eintauchen in eine andere Welt – die Kamera ist beim Aufwachen dabei.

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Terrence Malick

Ein verborgenes Leben

(Kinostart: 30.1.) Passiver Widerstand: Weil er den NS-Kriegsdienst aus Glaubensgründen verweigerte, wurde der österreichische Bauer Franz Jägerstätter 1943 hingerichtet. Sein Schicksal verfilmt Regisseur Terrence Malick als brillante Reflexion über Prinzipientreue.

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Kunst+Film-Video der Woche:

Harald Falckenberg ist einer der Großsammler in Deutschland – mit einem Faible für Großinstallationen. Zum Jubiläum „25 Jahre Sammlung Falckenberg“ zeigt er in Hamburg-Harburg ein Best-of. Neben Werken von Großkünstlern wie Nam June Paik oder Jonathan Meese ist auch Überraschendes zu sehen: Jean-Jacques Lebel morpht Frauen-Akte aus 3000 Jahren ineinander. Bis 24. Mai.

Auch neu im Kino ab 12. März

  • „Lady Business“ mit Salma Hayek („Das Märchen der Märchen“): US-Komödie über die Gründung einer Firma für Beauty-Produkte.
  • „Alle in einem Boot“: Doku über ein Theaterstück, in dem Afrikaner eine Gruppe von Juden spielen, die während des Zweiten Weltkriegs nicht nach Kuba emigrieren dürfen.
  • „New York – Die Welt vor deinen Füssen“: Doku über einen Mann, der acht Jahre lang 15.000 Kilometer durch New York zu Fuß lief.
  • „Wagenknecht“: Doku-Porträt der Linken-Politikerin + Ex-Fraktionsvorsitzenden
  • „Der Spion von Nebenan“: Action-Komödie über einen CIA-Undercover-Agent, der eine Familie überwachen soll.

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Berlin

Durch Mauern gehen

Vom Elend der Polit-Kunst: Die Gruppenausstellung im Martin-Gropius-Bau zum 30. Jahrestag des Mauerfalls wirkt so diffus wie beliebig. Doch sie passt zum Programm der neuen Direktorin, die ein Massenpublikum mit Avantgarde-Positionen zwangsbeglücken will.

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Mannheim

Inspiration Matisse

Im Wettstreit mit Picasso: Ab 1905 wurde der Fauvist Henri Matisse zu einer Zentralgestalt der Klassischen Moderne. Seinen enormen Einfluss auf Künstlerkollegen führt die Kunsthalle Mannheim in einer klug komponierten Gedenkschau zum 150. Geburtstag vor.

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Augsburg

Magie vom Dach der Welt

Das entlegene Tibet und die dortige Spielart des Buddhismus faszinieren viele; seine materielle Kunst und Kultur ist jedoch wenig bekannt. Eine Einführung bietet das Schaezlerpalais – der Auswahl prächtiger Kleinodien mangelt es jedoch an Kontextwissen.

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Greta Gerwig

Little Women

(Kinostart: 30.1.) Bücher schreiben, musizieren oder heiraten: Am Beispiel von vier Schwestern verhandelt ein US-Jugendbuch-Bestseller 1868/9 weibliche Lebensentwürfe. Ihn hat Regisseurin Greta Gerwig neu verfilmt – leichtfüßig, unterhaltsam und nuancenreich.

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Ken Loach

Sorry we missed you

(Kinostart: 30.1.) Rundfahrt durch die Welt der Scheinselbstständigen: Ein Paketzusteller steht derart unter Stress, dass er das Glück seiner Familie ruiniert. Regisseur Ken Loach, Altmeister des sozialen Realismus, inszeniert einen Horrorfilm über alltägliche Demütigungen.

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Ladj Ly

Die Wütenden – Les Misérables

(Kinostart: 23.1.) Ein Zündfunke reicht, und die Lage eskaliert: Der in Mali geborene Regisseur Ladj Ly zeigt anschaulich, was Unruhen in der Pariser Banlieue auslöst. Temporeich und authentisch – Victor Hugo wäre stolz auf diese Aktualisierung seines Romans.

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Kommende Top-Ausstellungen

  • En Passant. Impressionismus in Skulptur“ vom 19.3. bis 28.6. im Städel Museum, Frankfurt
  • „The Cool and the Cold: Malerei der USA + UdSSR bis 1990“ vom 25.4. bis 6.9. im Martin-Gropius-Bau, Berlin
  • „Keith Haring“: große Retrospektive des Graffiti-Künstlers vom 29.5. bis 20.9. im Museum Folkwang, Essen
  • „Liberté. Egalité. Beyoncé“: Kunst zwischen Demokratie und Popkultur vom 19.6. bis 4.10. im Haus der Kunst, München
  • „11. Berlin Biennale“ der Gegenwartskunst von 13.6. bis 13.9. an mehreren Standorten in Berlin

Arthouse-Kino Top 10 Charts

  1. „Die Känguru-Chroniken“ von Dani Levy
  2. „Narziss und Goldmund“ von Stefan Ruzowitzky
  3. „Parasite“ von Bong Joon-Ho
  4. „Die perfekte Kandidatin“ von Haifaa Al Mansour
  5. „Emma“ von Autumn de Wilde
  6. „La Vérité“ mit Catherine Deneuve + Juliette Binoche
  7. „Little Women“ von Greta Gerwig mit Saoirse Ronan
  8. „Für Sama“ von Waad al-Kateab
  9. „New York – Die Welt vor deinen Füßen“ von J. Workman
  10. „Jojo Rabbit“ von Taika Waititi
Metz

Die Oper als Welt

Vorhang auf für kunstvolle Inszenierungen: Seit mehr als 100 Jahren wirken bildende Künstler am Musiktheater mit. Ihr Zusammenspiel beleuchtet das Centre Pompidou als opulent arrangierte Themenschau – mit großen Gefühlen und verblüffenden Effekten.

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Leipzig

Point of No Return

Kunst ohne Wiederkehr: 30 Jahre nach dem Ende der DDR blickt das Museum der bildenden Künste auf Bilder vor und nach dem Mauerfall zurück. Reich bestückt und vollmundig präsentiert – das große Angebot vermittelt wenig neue Erkenntnisse.

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Berlin

This Place

Turbulenzen am Jüdischen Museum: Israels Regierungschef intervenierte, der Direktor warf das Handtuch. Dabei tritt die aktuelle Fotoschau ganz unparteiisch auf: Sie führt vor Augen, wie unauslotbar vielschichtig die Region ist – gegen alle Hegemonial-Ansprüche.

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Jörg Adolph + Jan Haft

Das geheime Leben der Bäume

(Kinostart: 23.1.) Schwelgerisches vom Baumflüsterer: Regisseur Jörg Adolph findet eindrucksvolle Bilder für das Leben im Wald – zumindest wie es Bestsellerautor Peter Wohlleben sieht. Eine kritische Auseinandersetzung mit seinen Thesen bleibt aus.

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Nina Hoss

Das Vorspiel

(Kinostart: 23.1.) Als Solistin gescheitert, nun zerfressen von Ehrgeiz: Regisseurin Ina Weisse porträtiert so subtil wie aufwühlend eine Geigenlehrerin, die ihren Schüler mit ihren Ambitionen überfordert – Nina Hoss spielt die Hauptrolle fulminant.

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Sam Mendes

1917

(Kinostart: 16.1.) Krieg als inneres Erlebnis: Regisseur Sam Mendes schickt zwei Soldaten auf ein Himmelfahrtskommando durch das Niemandsland zwischen den Frontlinien. Und der Zuschauer ist ständig mittendrin – Gräuel und Schrecken so hautnah wie nie zuvor.

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