Berlin

Raffael in Berlin

Unten Madonnen, oben Meister-Grafik: Zum 500. Todestag verteilen die Staatlichen Museen ihre Raffael-Bestände auf zwei Ausstellungen. Die kleinteilige Präsentation erstaunt, zeigt aber auch, wie wichtig Kupferstiche von Kollegen für die Popularisierung seines Werks war.

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Leipzig

Link in Bio- Kunst + soziale Medien

Digitaltechnik mit ihren eigenen Mitteln schlagen: Mit Algorithmen und sozialen Medien kommentieren und kritisieren junge Künstler die virtuelle Realität. Ihre Werke fallen oft recht konventionell aus – das zeigt eine Schau im Museum für bildende Künste.

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Dresden

Jan und Eva Švankmajer 

Alle Macht der Imagination: Das Ehepaar Švankmajer zählt zu den bedeutendsten Surrealisten in Tschechien. Ihr einzigartiges Werk zwischen Puppentheater, Fabelwesen und Trickfilmen präsentiert der Lipsiusbau kongenial als prachtvolle Wunderkammer.

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Kristen Stewart

Jean Seberg – Against all Enemies

(Kinostart: 17.9.) Chanel-Kostüme und heimliche Verehrer statt dubioser Polizei-Machenschaften: Regisseur Benedict Andrews verschenkt im Biopic über die Schauspielerin und Bürgerrechtsaktivistin Jean Seberg das Potenzial ihrer dramatischen Lebensgeschichte.

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Roy Andersson

Über die Unendlichkeit

(Kinostart: 17.9.) Mit Künstlichkeit die Normalität zerlegen: Regisseur Roy Andersson inszeniert scheinbar beiläufige Alltagsmomente und zeigt dabei die Verlorenheit des Einzelnen. So entsteht ein melancholisch-lakonisches Panorama der Entfremdung.

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Marina Abramović + Shirin Neshat

Body of Truth

(Kinostart: 10.9.) Frauenpower im Quartett: Regisseurin Evelyn Schels porträtiert vier erfolgreiche Künstlerinnen, die mit Ausdrucksformen des Körpers arbeiten. In der optisch gefälligen Doku bleiben Fragen nach dem, was sie verbindet, oder gar Kritik außen vor.

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Kunst+Film-Video des Monats:

Comeback der Kunstreligion, diesmal als Theologie der Befreiung: für diskriminierte Minderheiten aller Couleur. Mit stark katholischem Einschlag – aus dem hispanischen Raum kommt die Mehrheit der Teilnehmer an der 11. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst. Neben plakativem Agitprop bietet sie auch farbenfroh sinnliche Arbeiten; bis 1.11. an vier Standorten, darunter KW + Gropiusbau.

Auch neu im Kino ab 22. Oktober

  • „Kajillionaire“ mit Evan Rachel Wood („The Ides of March – Tage des Verrats“): schräge Coming-of-Age-Komödie – Tochter von Trickbetrügern lernt durch neue Freundin die Freuden eines normalen Familienlebens kennen.
  • „Mein Liebhaber, der Esel & Ich“: französische Komödie – Frau folgt ihrem Geliebten und seiner Familie in die Ferien.
  • „Regeln am Band, bei hoher Geschwindigkeit“: Doku über Leiharbeiter in der Fleischindustrie.
  • The Great Green Wall“: Doku-Reportage über geplanten, 8000 km langen Baumwall in Afrika, der die Ausbreitung der Wüste aufhalten soll; Start: 24.10.
  • The Mortuary – Jeder Tod hat eine Geschichte“: US-Horror über die neue Mitarbeiterin eines Leichenbestatters.

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Essen

Der montierte Mensch

Zwischen Fortschrittsbegeisterung und Maschinenstürmerei: Die Angstlust vor und an der Technik ist seit mehr als 100 Jahren ein wichtiges Thema der bildenden Kunst. Ihre Geschichte zeichnet das Museum Folkwang nach – anschaulich und am Ende ausfransend.

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Berlin + Bernried

Unzertrennlich – Rahmen und Bilder

Nicht aus dem Rahmen fallen: Ohne ihn könnte kein Bild an der Wand hängen. An der harmonischen Einheit beider Komponenten lag den Expressionisten sehr. Das zeigt eine originelle Ausstellung im Brücke- und Buchheim-Museum – mit reichlich Tischlerei-Jargon.

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Bremen

Ikonen – Was wir Menschen anbeten

Gott ist tot, es lebe die Kunst: Die Sinnstiftung, die früher Religion bot, beansprucht heute der Kunstbetrieb. Diesen Geltungstransfer führt die Kunsthalle vor – anhand von 60 Werken in je einem Raum. So ambitioniert wie erhellend; inklusive Verzettelung.

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Baichwal+ De Pencier+ Burtynsky

Die Epoche des Menschen

(Kinostart: 10.9.) Die Welt als Nussschale: Drei kanadische Filmemacher führen vor, wie menschliche Eingriffe die Erde prägen. Ihr betörender Bilderbogen wechselt ständig die Schauplätze und überflutet den Zuschauer, was ihn ratlos zurücklässt.

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Georgi Danelija

Kin-Dza-Dza!

(Kinostart: 10.9.) Mit Streichhölzern durch die Galaxis: 1986 drehte der sowjetische Regisseur Georgi Danelija während der Perestroika eine SciFi-Groteske, die anarchischen Witz à la Monty Python mit sarkastischer Systemkritik verband – sein Kultfilm läuft endlich hier an.

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Jan Komasa

Corpus Christi

(Kinostart: 3.9.) Die Letzten werden die Ersten sein: Ein junger Häftling gibt sich als Landpfarrer aus. Das packende Dorf-Drama von Regisseur Jan Komasa fesselt durch seinen charismatischen Hauptdarsteller – und bietet tiefe Einblicke in die katholische polnische Provinz.

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Kommende Top-Ausstellungen

  • „In aller Munde. Von Pieter Bruegel bis Cindy Sherman“: Oral-Kunst von 31.10. bis 5.4. im Kunstmuseum Wolfsburg
  • „Impressionismus in Russland – Aufbruch zur Avantgarde“ vom 7.11. bis 28.2. im Museum Barberini, Potsdam
  • „Vision und Schrecken der Moderne – Industrie und Kunst“ vom 17.11. bis 28.2. im Von der Heydt Museum, Wuppertal
  • De Chirico. Magische Wirklichkeit“: Pittura Metafisica ab 22.1.bis 25.4. in der Hamburger Kunsthalle
  • Magnetic North. Mythos Kanada in der Malerei 1910 – 1940″ vom 5.2. bis 16.5. in der Schirn Kunsthalle, Frankfurt

Arthouse-Kino Top 10 Charts

  1. „Eine Frau mit berauschenden Talenten“ mit I. Huppert
  2. „Oeconomia“ von Carmen Losmann
  3. „Persischstunden“ von Vadim Perelman mit Lars Eidinger
  4. „I am Greta“ von Nathan Grossman mit Greta Thunberg
  5. „Niemals Selten Manchmal Immer“ von Eliza Hittman
  6. „Futur Drei“ von Faraz Shariat
  7. „Milla meets Moses“ von Shannon Murphy
  8. „Vergiftete Wahrheit (Dark Waters)“ von Todd Haynes
  9. „Der Bär in mir“ von Roman Droux
  10. „Mrs. Taylor’s Singing Club“ mit Kristin Scott Thomas
Köln + Prag

Inside Rembrandt - 1606-1669

Insider-Report zum 350. Todestag: Das Wallraf-Richartz-Museum würdigt den Barockkünstler mit einer Werkschau, die als Quasi-Drama inszeniert ist. Das wirkt leicht bemüht, doch Vergleiche mit Arbeiten von Zeitgenossen veranschaulichen Rembrandts Genie.

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Münster

Turner – Horror and Delight

Meister des Lichts: Mit radikal subjektiven Landschaftsansichten wurde William Turner zum Wegbereiter des Impressionismus. Dem bedeutendsten britischen Maler des 19. Jahrhunderts widmet das LWL-Museum für Kunst und Kultur eine fulminante Werkschau.

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Hamburg

25 Jahre Sammlung Falckenberg

In der Geisterbahn der Gegenwartskunst: Sammler Harald Falckenberg hat ein Faible für Provokationen im XXL-Format. Die Jubiläumsschau präsentiert ein Best-of seiner Kollektion – von Werken voller hintersinniger Aktualität bis zu solchen mit plakativer Drastik.

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Stéphane Batut

Der flüssige Spiegel

(Kinostart: 3.9.) Persönliche Begleitung ins Jenseits: Das beschäftigt einen jungen Geist in Paris – bis sich eine Lebende in ihn verliebt. Der Debüt-Spielfilm von Regisseur Stéphane Batut oszilliert überzeugend zwischen Naturalismus und Traum; nur das Ende fällt deutlich ab.

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Midi Z

Nina Wu

(Kinostart: 3.9.) Missbrauch führt zur Psychose: Regisseur Midi Z beleuchtet eindrucksvoll Sexismus und Ausbeutung in der Filmindustrie. Sein komplex konstruierter und stilsicher inszenierter Thriller zeigt die #MeToo-Thematik aus taiwanesischer Perspektive.

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Christopher Nolan

Tenet

(Kinostart: 26.8.) Der Feind ist unsere eigene Frage als Gestalt: In seinem SciFi-Spionage-Thriller lässt Regisseur Christopher Nolan die Zeit rückwärts laufen – parallel zur Normalzeit. Etliche James-Bond-Anleihen ergeben ein absurdes Action-Gedankenspiel aus einem Guss.

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