Berlin

Pop on Paper – Von Warhol bis...

Als das Protzen noch geholfen hat: Die Pop Art feierte den Konsumismus der Nachkriegszeit so plakativ und krass, dass die ironische Absicht unverkennbar war. Das zeigt ein Best-of von Siebdrucken und anderen Grafiken aus der Sammlung des Kupferstichkabinetts.

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Frankfurt am Main

Fantastische Frauen

Von wegen Macho-Ästhetik: Surrealistische Künstlerinnen behandelten in ihren Werken Sinnlichkeit und Erotik auf sehr spielerische und originelle Weise. Das führt eine fulminante Überblicks-Schau der Schirn Kunsthalle variantenreich vor – eine echte Entdeckung.

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Potsdam

Monet. Orte

Eine Europa-Rund- als Lebens-Reise: Auf der Suche nach neuen visuellen Reizen durchquerte Ober-Impressionist Claude Monet den halben Kontinent. Wie sehr seine Malweise vom jeweiligen Motiv abhing, zeigt eine opulente Werkschau im Museum Barberini.

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Hu Guan

The 800

(DVD-Start: 22.4.21) Der kommerziell erfolgreichste Film 2020: Regisseur Hu Guan schildert in perfekter Action-Ästhetik eine Episode der japanisch-chinesischen Schlacht um Schanghai – mit verräterischen Einblicken in den Neomaoismus unter Staatschef Xi Jinping.

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Bryan Fogel

The Dissident

(VoD-Start: 16.4.21): Twitter-Kriege und ein realer Mord: Regisseur Bryan Fogel rekonstruiert die Hintergründe der Tötung des Journalisten und Regimekritikers Jamal Kashoggi im saudi-arabischen Konsulat in Istanbul – etwas reißerisch, aber durchaus fesselnd.

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Katharina Weingartner

Das Fieber– Der Kampf gegen Malaria

(VoD-Start: 25.4.21) Malaria ist die tödlichste Seuche der Welt: Jährlich stirbt eine halbe Million Menschen daran. Regisseurin Katharina Weingartner zeigt alternative Therapieformen in Ostafrika – und attackiert raunend WHO und Pharmakonzerne.

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Kunst+Film-Video des Monats:

Bilder aus einer verschwundenen Stadt: Keine deutsche Metropole hat sich so stark verändert wie Berlin. Die Atmosphäre in der früheren Mauerstadt beschwören grafische Werke herauf: Teils unterschieden sich Ost und West, teils ähnelten sie sich verblüffend. Das zeigt die Schau „Gezeichnete Stadt – Arbeiten auf Papier 1945 bis heute“ noch bis 4.1. in der Berlinischen Galerie – nach dem Lockdown.

Auch neu im Kino ab 29. Oktober

  • „Schwesterlein“ mit Nina Hoss („Pelikanblut“, „Phoenix“), Lars Eidinger („Persischstunden“) und Thomas Ostermeier („Mathilde“): Krebsdrama im Berliner Theatermilieu
  • „Glitzer & Staub“: Porträt von vier Cowgirls, die sich in der US-Rodeoszene durchsetzen.
  • „Srbenka“: Doku über Aufarbeitung der Ermordung eines 12-jährigen serbischen Mädchens während des Kroatienkriegs.
  • „Außer Atem“: Wiederaufnahme des Nouvelle-Vague-Klassikers von Jean-Luc Godard mit Jean-Paul Belmondo und Jean Seberg („Against all Enemies“).
  • The Booksellers – Aus Liebe zum Buch“: Doku über ungewöhnliche Buchhandlungen in New York.

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Chemnitz + Paderborn

Leben am Toten Meer

Unwirtlich, aber seit jeher sehr populär: Orte an den Ufern des Toten Meeres zählen zu den ältesten der Welt. Eindrucksvolle kulturelle Zeugnisse aus 10.000 Jahren präsentieren SMAC und Kaiserpfalz-Museum als aufwändig und originell inszenierte Rundreise.

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Berlin

Raffael in Berlin

Unten Madonnen, oben Meister-Grafik: Zum 500. Todestag verteilen die Staatlichen Museen ihre Raffael-Bestände auf zwei Ausstellungen. Die kleinteilige Präsentation erstaunt, zeigt aber auch, wie wichtig Kupferstiche von Kollegen für die Popularisierung seines Werks war.

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Leipzig

Link in Bio- Kunst + soziale Medien

Digitaltechnik mit ihren eigenen Mitteln schlagen: Mit Algorithmen und sozialen Medien kommentieren und kritisieren junge Künstler die virtuelle Realität. Ihre Werke fallen oft recht konventionell aus – das zeigt eine Schau im Museum für bildende Künste.

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Ryuichi Hiroki

Ride or Die

(Netflix-Start:15.4.21) Amour Fou ohne Amour: Nach einem Mord sind zwei junge Japanerinnen ziellos auf der Flucht. Der Roadmovie-Psychothriller von Regisseur Ryuichi Hiroki schlingert ebenso vor sich hin – am stimmigsten ist er weitab vom Kern der Geschichte.

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Chloé Zhao

Songs My Brothers Taught Me

(MUBI-Start: 9.4.21) Rodeoreiter, Schmuggler oder Kunsthandwerker: Lakota Sioux in South Dakota haben wenige Optionen. Im nuancierten Debütfilm von Regisseurin Chloé Zhao über ein Geschwisterpaar beeindruckt vor allem die Präsenz der Laiendarsteller.

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Cristi Puiu

Malmkrog

(MUBI-Start: 3.4.21) Quatschen bis die Revolution kommt: Der rumänische Regisseur Cristi Puiu verfilmt einen russischen Roman von 1900. Darin palavern fünf Adlige über Gott und die Welt – virtuos und folgenlos. Eine spektakulär langatmige Leinwand-Talkshow.

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Kommende Top-Ausstellungen

  • „In aller Munde. Von Pieter Bruegel bis Cindy Sherman“: Oral-Kunst von 31.10. bis 5.4. im Kunstmuseum Wolfsburg
  • „Impressionismus in Russland – Aufbruch zur Avantgarde“ vom 7.11. bis 28.2. im Museum Barberini, Potsdam
  • „Vision und Schrecken der Moderne – Industrie und Kunst“ vom 17.11. bis 28.2. im Von der Heydt Museum, Wuppertal
  • De Chirico. Magische Wirklichkeit“: Pittura Metafisica ab 22.1.bis 25.4. in der Hamburger Kunsthalle
  • Magnetic North. Mythos Kanada in der Malerei 1910 – 1940″ vom 5.2. bis 16.5. in der Schirn Kunsthalle, Frankfurt

Arthouse-Kino Top 10 Charts

  1. „Eine Frau mit berauschenden Talenten“ mit I. Huppert
  2. „Mein Liebhaber, der Esel und ich“ von Caroline Vignal
  3. „Oeconomia“ von Carmen Losmann
  4. „Kajilionaire“ von Miranda July
  5. „Ema“ von Pablo Larraín
  6. „Persischstunden“ von Vadim Perelman mit Lars Eidinger
  7. „Die Stimme des Regenwaldes“ von Niklaus Hilber
  8. „Futur Drei“ von Faraz Shariat
  9. „Niemals Selten Manchmal Immer“ von Eliza Hittman
  10. „I am Greta“ von Nathan Grossman mit Greta Thunberg
Dresden

Jan und Eva Švankmajer 

Alle Macht der Imagination: Das Ehepaar Švankmajer zählt zu den bedeutendsten Surrealisten in Tschechien. Ihr einzigartiges Werk zwischen Puppentheater, Fabelwesen und Trickfilmen präsentiert der Lipsiusbau kongenial als prachtvolle Wunderkammer.

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Essen

Der montierte Mensch

Zwischen Fortschrittsbegeisterung und Maschinenstürmerei: Die Angstlust vor und an der Technik ist seit mehr als 100 Jahren ein wichtiges Thema der bildenden Kunst. Ihre Geschichte zeichnet das Museum Folkwang nach – anschaulich und am Ende ausfransend.

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Berlin + Bernried

Unzertrennlich – Rahmen und Bilder

Nicht aus dem Rahmen fallen: Ohne ihn könnte kein Bild an der Wand hängen. An der harmonischen Einheit beider Komponenten lag den Expressionisten sehr. Das zeigt eine originelle Ausstellung im Brücke- und Buchheim-Museum – mit reichlich Tischlerei-Jargon.

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John Turturro

Jesus Rolls–Niemand verarscht Jesus

(DVD-Start: 8.4.21) Zwei Taugenichtse legen kalauernd Frauen flach: John Turturro kreuzt seine Figur aus „The Big Lebowski“ mit einer französischen Komödie aus den 1970ern – für verstaubten Macho-Klamauk wie anno dazumal.

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Sylvie Verheyde

Madame Claude

(Netflix-Start: 2.4.21) Bei Anruf Callgirl: Regisseurin Sylvie Verheyde porträtiert die mächtigste Bordellchefin im Paris der 1960/70er Jahre. Ihr Biopic verheddert sich in allerlei Verwicklungen und bietet Dauerpalaver mit aseptischer Hochglanz-Erotik.

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Thomas Clay

Die Erlösung der Fanny Lye

(DVD-Start: 26.2.21) Nackt unter Puritanern: Regisseur Thomas Clay schildert die Emanzipation einer Bauersfrau im England des 17. Jahrhunderts als brillant eigenwilliges und minimalistisches Historien-Kammerspiel – eine Zeitreise auf 35-mm-Film.

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