Mannheim

Inspiration Matisse

Im Wettstreit mit Picasso: Ab 1905 wurde der Fauvist Henri Matisse zu einer Zentralgestalt der Klassischen Moderne. Seinen enormen Einfluss auf Künstlerkollegen führt die Kunsthalle Mannheim in einer klug komponierten Gedenkschau zum 150. Geburtstag vor.

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Augsburg

Magie vom Dach der Welt

Das entlegene Tibet und die dortige Spielart des Buddhismus faszinieren viele; seine materielle Kunst und Kultur ist jedoch wenig bekannt. Eine Einführung bietet das Schaezlerpalais – der Auswahl prächtiger Kleinodien mangelt es jedoch an Kontextwissen.

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Metz

Die Oper als Welt

Vorhang auf für kunstvolle Inszenierungen: Seit mehr als 100 Jahren wirken bildende Künstler am Musiktheater mit. Ihr Zusammenspiel beleuchtet das Centre Pompidou als opulent arrangierte Themenschau – mit großen Gefühlen und verblüffenden Effekten.

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Jan Bülow

Lindenberg! Mach dein Ding

(Kinostart: 16.1.) Als Karikatur eines Rebellen schwer beliebt: Deutschrocker Udo Lindenberg ist längst ein Denkmal seiner selbst. Das Potenzial seiner wild bewegten Anfänge schöpft Regisseurin Hermine Huntgeburth nicht aus – trotz eines tollen Hauptdarstellers.

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Elia Suleiman

Vom Gießen des Zitronenbaums

(Kinostart: 16.1.) Absurdistan ist überall: Der palästinensische Filmemacher Elia Suleiman findet Abgründiges in Nahost, Paris und New York. Seine Aneinanderreihung skurriler Vignetten hat poetische Reize, wirkt aber auf Dauer recht manieriert.

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Jessica Hausner

Little Joe – Glück ist ein Geschäft

(Kinostart: 9.1.) Sag es mit Blumen: Künftig kommt Glück als Parfümduft. In ihrer etwas anderen Gentechnik-Dystopie führt Regisseurin Jessica Hausner brillant vor, wie Machbarkeitswahn und Zwang zur Selbstoptimierung in emotionaler Entfremdung enden.

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Kunst+Film-Video der Woche:

Drei Starkünstler des 18. Jahrhunderts aus drei Ländern waren durch ihre unakademisch lockere Malweise verkappte Revolutionäre: So lautet die These der Hamburger Kunsthalle. Auch wenn sie den systematischen Vergleich nicht ganz durchhält: Die Schau „Goya, Fragonard, Tiepolo – Die Freiheit der Malerei“ bietet einen beeindruckenden Reigen von Meisterwerken auf. Bis 13. April.

Auch neu im Kino ab 20. Februar

  • „Der Hund bleibt“ mit Charlotte Gainsbourg („Confession“, „Nymphomaniac“): französische Tragikomödie – Mann in Midlife-Crisis nimmt streunenden Hund in seine Familie auf.
  • „Euforia“ von Valeria Golino („Porträt einer jungen Frau in Flammen“, „Meine Tochter“): italienische Tragikomödie über zwei Brüder, von denen einer an Krebs erkrankt ist.
  • „Limbo“ mit Martin Semmelrogge: in einer Einstellung gedrehter deutscher Krimi über einen Geldwäsche-Ring.
  • „Weisser weisser Tag“: isländischer Thriller über einen Rachefeldzug nach dem Unfalltod der Ehefrau.
  • „Fantasy Island“: US-Psychothriller über ein Insel-Luxusresort, in dem alle Träume wahr werden – und Alpträume.

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Leipzig

Point of No Return

Kunst ohne Wiederkehr: 30 Jahre nach dem Ende der DDR blickt das Museum der bildenden Künste auf Bilder vor und nach dem Mauerfall zurück. Reich bestückt und vollmundig präsentiert – das große Angebot vermittelt wenig neue Erkenntnisse.

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Berlin

This Place

Turbulenzen am Jüdischen Museum: Israels Regierungschef intervenierte, der Direktor warf das Handtuch. Dabei tritt die aktuelle Fotoschau ganz unparteiisch auf: Sie führt vor Augen, wie unauslotbar vielschichtig die Region ist – gegen alle Hegemonial-Ansprüche.

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Potsdam

Wege des Barock

#MeToo im 17. Jahrhundert: Eine eindrückliche Ausstellung zeichnet die verschlungenen Wege des Barock nach. Obwohl die neue Epoche in Rom entstand, sorgte sie bald in ganz Europa für frischen Wind und eine neue Emotionalität in der Kunst.

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Grímur Hákonarson

Milchkrieg in Dalsmynni

(Kinostart: 9.1.) Gemeinsam sind wir stark? Von wegen: Auch Genossenschaften können zu Organisationen der Ausbeutung und Korruption werden. Doch der ambitionierte Agrar-Krimi aus Island von Regisseur Grímur Hákonarson verschenkt sein Potential.

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Stanley Nelson

Miles Davis – Birth of the Cool

(Kinostart: 2.1.) Jazz als permanente Revolution: Der Trompeter Miles Davis hat die Musik des 20. Jahrhunderts verändert wie kein zweiter. Regisseur Stanley Nelson gelingt ein kaleidoskopartiges Doku-Porträt, das Schattenseiten und Schwächen nicht ausspart.

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Renée Zellweger

Judy

(Kinostart: 2.1.) Tragik eines verglühenden Sterns: Im soliden, wenn auch etwas konventionell inszenierten Biopic über Hollywood-Diva Judy Garland bietet Regisseur Rupert Goold der Hauptdarstellerin Renée Zellweger viel Raum, sich dramatisch in Szene zu setzen.

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Kommende Top-Ausstellungen

  • En Passant. Impressionismus in Skulptur“ vom 19.3. bis 28.6. im Städel Museum, Frankfurt
  • „The Cool and the Cold: Malerei der USA + UdSSR bis 1990“ vom 25.4. bis 6.9. im Martin-Gropius-Bau, Berlin
  • „Keith Haring“: große Retrospektive des Graffiti-Künstlers vom 29.5. bis 20.9. im Museum Folkwang, Essen
  • „Liberté. Egalité. Beyoncé“: Kunst zwischen Demokratie mit Popkultur vom 19.6. bis 4.10. im Haus der Kunst, München
  • „11. Berlin Biennale“ der Gegenwartskunst von 13.6. bis 13.9. an mehreren Standorten in Berlin

Arthouse-Kino Top 10 Charts

  1. „Parasite“ von Bong Joon-Ho
  2. „Little Women“ von Greta Gerwig mit Saoirse Ronan
  3. „Enkel für Anfänger“ mit Barbara Sukowa
  4. „Intrige“ von Roman Polanski mit Jean Dujardin
  5. „Das geheime Leben der Bäume“ von J. Adolph/ J. Haft
  6. „Bombshell – Das Ende des Schweigens“ mit N. Kidman
  7. „1917“ von Sam Mendes mit Colin Firth
  8. „Jojo Rabbit“ von Taika Waititi
  9. „Lindenberg! Mach Dein Ding“ mit Jan Bülow
  10. „Knives Out – Mord ist Familiensache“ mit Daniel Craig
München

Kanada und der Impressionismus

Die Moderne des nördlichsten Amerika begann in Paris: Ab 1880 reisten fast alle kanadischen Künstler dorthin. Ihre Spielart des Impressionismus feierte ihre Heimat in stilisierten Visionen als wildes und raues Land – eine prächtige Auswahl führt die Kunsthalle vor.

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Berlin

Summer of Love: art and fashion

San Francisco im Ausnahmezustand: 1967 strömten Zehntausende von Hippies in die Stadt. Im Nu wurden psychedelische Kunst und Design populär; ihre visuelle Radikalität ist unübertroffen. Das zeigt eine erstklassig bestückte Gedenkschau im PalaisPopulaire.

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Hamburg

Licht des Nordens: Dänische Malerei

Vom „Goldenen Zeitalter“ bis zu Sonnenstrahl-Poesie in Grautönen: Dänemark bildete im 19. Jahrhunderts eigene nationale Kunststile heraus. Einen so kompakten wie anschaulichen Überblick bietet die Kunsthalle mit Meisterwerken der Sammlung Ordrupgaard.

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Bruno Dumont

Jeanne d'Arc

(Kinostart: 2.1.) Greta Thunberg im 15. Jahrhundert: Das Leben von Frankreichs Nationalheldin stellt Regisseur Bruno Dumont als Konflikt einer unbeirrbaren Glaubenskämpferin mit den Autoritäten ihrer Epoche dar – in spröde stilisiertem Setting.

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Karim Aïnouz

Die Sehnsucht der Schwestern Gusmao

(Kinostart: 26.12.) Schöne Traurigkeit: Zwei Schwestern verpassen ihre Leben im Rio de Janeiro der 1950er Jahre. Das exquisit inszenierte und nuancierte Melodram von Regisseur Karim Aïnouz feiert weibliche Selbstbehauptung in einer männerdominierten Welt.

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Joseph Gordon-Levitt

7500

(Kinostart: 26.12.) Nervenkrieg im Cockpit: Regisseur Patrick Vollrath inszeniert den Versuch einer Flugzeugentführung auf minimalistische, aber effektive Weise. Neben realistischer Action stehen moralische Abwägungen im Fokus des Kammerspiel-Thrillers.

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