Berlin

Summer of Love: art and fashion

San Francisco im Ausnahmezustand: 1967 strömten Zehntausende von Hippies in die Stadt. Im Nu wurden psychedelische Kunst und Design populär; ihre visuelle Radikalität ist unübertroffen. Das zeigt eine erstklassig bestückte Gedenkschau im PalaisPopulaire.

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Hamburg

Licht des Nordens: Dänische Malerei

Vom „Goldenen Zeitalter“ bis zu Sonnenstrahl-Poesie in Grautönen: Dänemark bildete im 19. Jahrhunderts eigene nationale Kunststile heraus. Einen so kompakten wie anschaulichen Überblick bietet die Kunsthalle mit Meisterwerken der Sammlung Ordrupgaard.

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München

Koloman Moser – Universalkünstler

Der Tausendkünstler: Koloman Moser war eine Zentralfigur der Wiener Moderne um 1900. Er gestaltete buchstäblich alles; seine geometrischen Entwürfe nahmen viel vom Bauhaus-Design vorweg. Das zeigt eine opulente Retrospektive in der Villa Stuck.

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Catherine Deneuve

La Vérité – Leben und lügen lassen

(Kinostart: 5.3.) Slapstickhaft durch familiäre Untiefen: Regisseur Hirokazu Kore-eda inszeniert locker-flockig die schwierige Beziehung einer Schauspieldiva zu ihrer Tochter. Ein schräger Film im Film ist nur eine von vielen originellen Ideen.

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Anna Hepp

800 mal einsam– Tag mit Edgar Reitz

(Kinostart: 5.3.) Baumwurzel mit Talblick: Mit seiner monumentalen „Heimat“-Trilogie hat Autorenfilmer Edgar Reitz fast im Alleingang die deutsche Vergangenheit kulturell rehabilitiert. Ihm widmet Anna Hepp ein arg improvisiertes und manieriertes Film-Porträt.

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70. Berlinale

Verwelkter Vorschusslorbeer

Mit dem Goldenen Bären für „There Is No Evil“ von Mohammad Rasoulof kürte die Jury ein Polit-Drama hoch verdient zum Gewinnerfilm. Das neue Leitungs-Duo hat das Festival nur halbherzig reformiert; der zusätzliche „Encounters“-Wettbewerb wirkt überflüssig.

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Kunst+Film-Video der Woche:

Bewegungslos schweben am tiefsten Punkt der Erde: Das ermöglicht das Tote Meer. Seine Ufer wirken unwirtlich, sind aber seit Jahrtausenden besiedelt – erstmals im Überblick in der Ausstellung „Leben am Toten Meer – Schätze aus dem Heiligen Land“ ab 24. Juli im LWL-Museum in der Kaiserpfalz, Paderborn

Auch neu im Kino ab 13. August

  • „Der Göttliche Andere“ von Jan Schomburg („Vergiss mein Ich“): romantische Komödie über einen Atheisten, der um das Herz einer Frau wirbt, die Nonne werden will.
  • „I still believe“: Biopic über einen christlichen Musiker und seine Frau im Glaubens-Kampf gegen den Krebs.
  • Der letzte Mieter“: Gentrifizierungs-Thriller – die Räumung eines Berliner Mietshauses eskaliert zum Geiseldrama.
  • „Nur ein Augenblick“: Drama über einen jungen Exil-Syrer in Hamburg, der Bruder aus Foltergefängnis retten will.
  • „Kokon“ mit Jella Haase („Berlin Alexanderplatz“): Coming of Age-Drama in Berlin-Kreuzberg – ein junges Mädchen entwickelt zarte Gefühle für eine Gleichaltrige.

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Saarbrücken

Starke Stücke - Feminismen

Ein halbes Jahrhundert Kunst für Frauen-Emanzipation: Die Stadtgalerie präsentiert feministisch inspirierte Arbeiten aus dem FRAC in Metz. Der Blick über die Grenze zeigt: Nationale Herkunft spielt keine Rolle – doch ältere Werke wirken meist frischer.

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Berlin

Max Liebermann und Lesser Ury

Zwei Impressionisten, die einander nichts gönnten: Liebermann und Ury waren Intimfeinde. Auch künstlerisch verband sie wenig: Der eine malte das Grün in Berlin, der andere seine düstere Nachtseite. Das zeigt ein gelungener Bilder-Vergleich der Liebermann-Villa.

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Hamburg

Hyper! A Journey into Art and Music

Parforce-Ritt durch die Plattensammlung: Die Deichtorhallen wollen die vielfältigen Verbindungen zwischen Gegenwartkunst und Popmusik präsentieren. Doch der kaum gegliederte Materialberg wirkt recht beliebig – wie Querbeethören in der Phonothek.

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Hugh Grant + Colin Farrell

The Gentlemen

(Kinostart: 27.2.) Unternehmens-Veräußerung in der Unterwelt: Ein Drogenbaron will sein Marihuana-Imperium verkaufen. Wie schwierig das ist, schildert Regisseur Guy Ritchie in seiner amüsanten Gangster-Komödie mit großem Star-Ensemble.

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Elisabeth Moss

Der Unsichtbare

(Kinostart: 27.2.) Wenn der Ex-Partner nach seinem Selbstmord herumspukt: In dieser Neuverfilmung eines 1897 erschienenen Romans von H.G. Wells setzt Regisseur Leigh Whannell auf sich langsam steigernde Spannung – in der Hauptrolle glänzt Elisabeth Moss.

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Petra Höfer + Freddie Röckenhaus

Russland von oben

(Kinostart: 27.2.) Elf Zeitzonen in zwei Stunden: Die Doku-Regisseure Höfer und Röckenhaus überfliegen das größte Land der Erde. In der kondensierten Kino-Version ihrer TV-Serie ist jedoch kaum Raum für Hintergrundinformationen – alles wirkt arg idyllisch.

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Kommende Top-Ausstellungen

  • „Keith Haring“: große Retrospektive des Graffiti-Künstlers ab 21.8. bis 29.11. im Museum Folkwang, Essen
  • „Dekadenz und dunkle Träume: Belgischer Symbolismus“: ab 18.9. bis 17.1.2021 in der Alten Nationalgalerie, Berlin
  • De Chirico. Magische Wirklichkeit“: Pittura Metafisica ab 22.1.2021 bis 25.4.2021 in der Hamburger Kunsthalle
  • „Federico Fellini – Von der Zeichnung zum Film“ vom 23.10. bis 9.2.2021 im Museum Folkwang, Essen
  • „Impressionismus in Russland – Aufbruch zur Avantgarde“ vom 7.11. bis 28.2.2021 im Museum Barberini, Potsdam

Arthouse-Kino Top 10 Charts

  1. „Master Cheng in Pohjanjoki“ von Mika Kaurismäki
  2. „Auf der Couch in Tunis“ mit Golshifteh Farahani
  3. „Knives Out Mord ist Familiensache“ mit Daniel Craig
  4. „Wir beide“ von Filippo Meneghetti mit Barbara Sukowa
  5. „Marie Curie – Elemente des Lebens“ von Marjane Satrapi
  6. „Little Women“ von Greta Gerwig mit Saoirse Ronan
  7. „Als wir tanzten“ von Levan Akin
  8. „Berlin Alexanderplatz“ von Burhan Qurbani
  9. „Undine“ von Christian Petzold mit Paula Beer
  10. „Sein gesund, bewusst, lebendig“ von Bernhard Koch
Stuttgart + Hamburg

Die jungen Jahre der Alten Meister

Archäologie des bundesdeutschen Kunstbetriebs: Staatsgalerie und Deichtorhallen vergleichen die Frühwerke von Georg Baselitz, Gerhard Richter, Sigmar Polke und Anselm Kiefer miteinander – im Katalog werden ihre Erfolgsgeheimnisse enthüllt.

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Ludwigshafen + Heidelberg

Gewächse der Seele

Im botanischen Garten der Kunstgeschichte: Vier Museen und Galerien führen vor, wie Gemütszustände seit 200 Jahren mit floralen Formen dargestellt werden. Dabei wollen sie vor allem Außenseiter aufwerten; das eigentliche Thema wird eher untergepflügt.

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München

Utrecht, Caravaggio und Europa

Eine Welt aus scharfen Kontrasten: Mit hartem Schlaglicht und krassem Naturalismus revolutionierte Caravaggio um 1600 die Malerei. Die Alte Pinakothek versammelt Werke seiner Nachfolger europaweit – mit erhellenden Bildvergleichen, denen oft der Kontext fehlt.

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Harrison Ford

Ruf der Wildnis

(Kinostart: 20.2.) Und ewig lockt der hohe Norden: Jack Londons Roman-Klassiker über den Goldrausch in Alaska aus Hunde-Perspektive wurde schon oft verfilmt. Die Version von Regisseur Chris Sanders ist opulent animiert – mit Harrison Ford als Idealbesetzung eines Säufers.

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Francesco Rizzi

Cronofobia

(Kinostart: 20.2.) Aluminiumschwere Entfremdung in der Schweiz: Ein Dienstleistungs-Tester mit Schuldgefühlen stellt einer jungen Witwe nach. Das inszeniert Regisseur Francesco Rizzi in einer aseptischen Schweiz unter Neonlicht – quälend langsam und zäh.

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Charlize Theron + Nicole Kidman

Bombshell – Das Ende des Schweigens

(Kinostart: 13.2.) Sturz eines weißen alten Mannes: Den Chef des konservativen US-Senders „Fox News“ brachten Vorwürfe sexueller Belästigung zu Fall. Diese Affäre zeichnet Regisseur Jay Roach präzise, aber etwas zahm nach – trotz eindrucksvoller Starbesetzung.

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