Berlin

Micro Era – Medienkunst aus China

Alles so schön bunt hier: Zur Feier von 25 Jahren Städtepartnerschaft Berlin-Beijing wird im Kulturforum Sino-Medienkunst gezeigt. Vier Kuratoren präsentieren nur vier Künstler – mit beliebigen Bilderbögen, die Kritik und Kontroverses weitgehend aussparen.

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Potsdam

Van Gogh – Stillleben

Kartoffeln und Kohl anstelle von Sonnenblumen: Die Van-Gogh-Ausstellung im Museum Barberini überrascht mit unscheinbaren Sujets und altmeisterlich gemalten Frühwerken. Nur 27 Gemälde bieten einen Überblick über die gesamte künstlerische Entwicklung.

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Mannheim

Javagold – Pracht und Schönheit

Im Antiquitäten-Juwelierladen: Die Reiss-Engelhorn-Museen präsentieren historische Preziosen aus Java als funkelndes Augenpulver, ohne diese exotische Hochkultur gebührend zu erläutern. So bleibt es bei Bling-Bling in edlem Ambiente – eine verpasste Gelegenheit.

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Ryuichi Hiroki

Ride or Die

(Netflix-Start:15.4.21) Amour Fou ohne Amour: Nach einem Mord sind zwei junge Japanerinnen ziellos auf der Flucht. Der Roadmovie-Psychothriller von Regisseur Ryuichi Hiroki schlingert ebenso vor sich hin – am stimmigsten ist er weitab vom Kern der Geschichte.

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Chloé Zhao

Songs My Brothers Taught Me

(MUBI-Start: 9.4.21) Rodeoreiter, Schmuggler oder Kunsthandwerker: Lakota Sioux in South Dakota haben wenige Optionen. Im nuancierten Debütfilm von Regisseurin Chloé Zhao über ein Geschwisterpaar beeindruckt vor allem die Präsenz der Laiendarsteller.

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Cristi Puiu

Malmkrog

(MUBI-Start: 3.4.21) Quatschen bis die Revolution kommt: Der rumänische Regisseur Cristi Puiu verfilmt einen russischen Roman von 1900. Darin palavern fünf Adlige über Gott und die Welt – virtuos und folgenlos. Eine spektakulär langatmige Leinwand-Talkshow.

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Kunst+Film-Video des Monats:

Bilder aus einer verschwundenen Stadt: Keine deutsche Metropole hat sich so stark verändert wie Berlin. Die Atmosphäre in der früheren Mauerstadt beschwören grafische Werke herauf: Teils unterschieden sich Ost und West, teils ähnelten sie sich verblüffend. Das zeigt die Schau „Gezeichnete Stadt – Arbeiten auf Papier 1945 bis heute“ noch bis 4.1. in der Berlinischen Galerie – nach dem Lockdown.

Auch neu im Kino ab 29. Juli

  • „Wer wir sind und wer wir waren“ mit Annette Bening („The Report“, „Jahrhundertfrauen“): Familiendrama über ein Paar, das sich nach 29 Jahren Ehe trennen will.
  • „Alles ist Eins. Außer der 0“: Doku über die Geschichte des Chaos Computer Clubs und seines Gründers Wau Holland.
  • „Home“ von Franka Potente („Shanghai“):  Familiendrama in der US-Provinz über Ex-Straftäter nach 17 Jahren Haft.
  • „Cash Truck“ von Guy Ritchie („The Gentlemen“):  Action-Thriller über Geldtransport-Fahrer, der Gangster mit schrägen Methoden abwehrt.
  • „Generation Beziehungsunfähig“ mit Henriette Confurius („Die geliebten Schwestern“) und Frederick Lau („Victoria“): Komödie nach dem Bäumchen-wechsel-dich-Bestseller.

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Stuttgart

Tiepolo – Der beste Maler Venedigs

Giovanni Battista Tiepolo war der wohl bedeutendste Maler des 18. Jahrhunderts – keiner verband Erhabenes und Verspieltes so geschickt wie er. Zum 250. Todestag präsentiert die Staatsgalerie sein Gesamtwerk – ein Fest fürs Auge in delikaten Pastellfarben.

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Berlin

Durch Mauern gehen

Vom Elend der Polit-Kunst: Die Gruppenausstellung im Martin-Gropius-Bau zum 30. Jahrestag des Mauerfalls wirkt so diffus wie beliebig. Doch sie passt zum Programm der neuen Direktorin, die ein Massenpublikum mit Avantgarde-Positionen zwangsbeglücken will.

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Mannheim

Inspiration Matisse

Im Wettstreit mit Picasso: Ab 1905 wurde der Fauvist Henri Matisse zu einer Zentralgestalt der Klassischen Moderne. Seinen enormen Einfluss auf Künstlerkollegen führt die Kunsthalle Mannheim in einer klug komponierten Gedenkschau zum 150. Geburtstag vor.

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John Turturro

Jesus Rolls–Niemand verarscht Jesus

(DVD-Start: 8.4.21) Zwei Taugenichtse legen kalauernd Frauen flach: John Turturro kreuzt seine Figur aus „The Big Lebowski“ mit einer französischen Komödie aus den 1970ern – für verstaubten Macho-Klamauk wie anno dazumal.

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Sylvie Verheyde

Madame Claude

(Netflix-Start: 2.4.21) Bei Anruf Callgirl: Regisseurin Sylvie Verheyde porträtiert die mächtigste Bordellchefin im Paris der 1960/70er Jahre. Ihr Biopic verheddert sich in allerlei Verwicklungen und bietet Dauerpalaver mit aseptischer Hochglanz-Erotik.

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Thomas Clay

Die Erlösung der Fanny Lye

(DVD-Start: 26.2.21) Nackt unter Puritanern: Regisseur Thomas Clay schildert die Emanzipation einer Bauersfrau im England des 17. Jahrhunderts als brillant eigenwilliges und minimalistisches Historien-Kammerspiel – eine Zeitreise auf 35-mm-Film.

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Kommende Top-Ausstellungen

  • Coronabedingt beginnt Kunst+Film im Laufe des August 2021 wieder mit kontinuierlicher Berichterstattung über aktuelle Kunst-Ausstellungen.

 

 

 

 

Arthouse-Kino Top 10 Charts

    1. „Der Rausch“ von Thomas Vinterberg mit Mads Mikkelsen
    2. „Nomadland“ von Chloé Zhao mit Frances McDormand
    3. „Nebenan“ von Daniel Brühl
    4. „Minari“ von Lee Isaac Chung
    5. „Ich bin dein Mensch“ von Maria Schrader
    6. „Gaza mon amour“ von Tarzan und Arab Nasser
    7. „Weißbier im Blut“ von Jörg Graser
    8. „Bad Luck Banging or Loony Porn“ von Radu Jude
    9. Rosas Hochzeit“ von Icar Bollein 
    10. „Sommer 85“ von Francois Ozon
Augsburg

Magie vom Dach der Welt

Das entlegene Tibet und die dortige Spielart des Buddhismus faszinieren viele; seine materielle Kunst und Kultur ist jedoch wenig bekannt. Eine Einführung bietet das Schaezlerpalais – der Auswahl prächtiger Kleinodien mangelt es jedoch an Kontextwissen.

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Metz

Die Oper als Welt

Vorhang auf für kunstvolle Inszenierungen: Seit mehr als 100 Jahren wirken bildende Künstler am Musiktheater mit. Ihr Zusammenspiel beleuchtet das Centre Pompidou als opulent arrangierte Themenschau – mit großen Gefühlen und verblüffenden Effekten.

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Leipzig

Point of No Return

Kunst ohne Wiederkehr: 30 Jahre nach dem Ende der DDR blickt das Museum der bildenden Künste auf Bilder vor und nach dem Mauerfall zurück. Reich bestückt und vollmundig präsentiert – das große Angebot vermittelt wenig neue Erkenntnisse.

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Miguel Llansó

Jesus Shows You the Way to Highway

(VoD-Start: 18.2.21) Jagd auf das Böse in Stalin- und Batman-Gestalt: In seiner Science-Fiction-Groteske zitiert sich der spanische Regisseur Miguel Llansó munter durch die Popkultur – für einen stimmig überdrehten Mix aus Agententhriller und Dystopie.

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Salma Hayek + Owen Wilson

Bliss

(Amazon Prime Video-Start: 5.2.21) Normalität als Drogenhölle der Gewöhnlichkeit: Regisseur Mike Cahill mischt Realität und Simulation – bis der Zuschauer in seiner ambitionierten Science-Fiction-Utopie den roten Faden und den Blick für die Realität verliert.

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Andreas Hoessli

Der nackte König

(VoD-Start 11.2.21) 1979 wurde im Iran der Schah gestürzt, 1980 streikten in Polen Werftarbeiter: Beide Umbrüche vergleicht Regisseur Andreas Hoessli miteinander – ohne größeren Erkenntnisgewinn. Sein fragmentarischer Doku-Essay wirkt beliebig.

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