Artikel von Dörthe Gromes (96)

Geboren 1978 in Rostock. Studium der Politik- und Kulturwissenschaften in Leipzig. Längere Aufenthalte in Lateinamerika und Russland. Seitdem freiberufliche Tätigkeit als Journalistin und Autorin für Mitteldeutscher Rundfunk, Sächsische Zeitung, Freie Presse, ZEIT, ZEITonline, VisionKino u.a. Interessen: Film und Kino, Zeitgeschichte, Gärtnern, Musik und Reisen.

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Joachim Trier

Der schlimmste Mensch der Welt

(Kinostart: 2.6.) Wankelmut tut ihr sehr gut: Regisseur Joachim Trier porträtiert eine junge Osloerin, die sich mit Anfang 30 noch alle Optionen offen hält – auch bei Männern. Die eigenwillige Coming-of-Age-Tragikomödie pendelt geschickt zwischen Handlung und Reflexion. ...weiter

Icíar Bollaín

Maixabel – Eine Geschichte von Liebe, Zorn und Hoffnung

(Kinostart: 26.5.) 830 Mordopfer in 51 Jahren machten die baskische ETA zur blutigsten Terrorgruppe in Europa. Einen Fall verfilmt Regisseurin Icíar Bollaín: Elf Jahre nach dem Mord an einem Ex-Gouverneur vergibt seine Witwe den Tätern. Ein ergreifendes Drama um Schuld und Aussöhnung. ...weiter

Florence Miailhe

Die Odyssee

(Kinostart: 28.4.) Flucht als ewige Menschheits-Erfahrung: Regisseurin Florence Miailhe schildert die Suche zweier Geschwister nach einem sicheren Ort als zeitlose Parabel. Dafür nutzt sie eine einzigartige Technik – die Künstlerin malt jedes Einzelbild mit Ölfarben auf Glas. ...weiter

Asghar Farhadi

A Hero – Die verlorene Ehre des Herrn Soltani

(Kinostart: 31.3.) Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert: Ein Schuldner will sich mit guten Taten aus der Haft befreien, verstrickt sich aber in ein Notlügengespinst. Regisseur Asghar Farhadi erweist sich abermals als Meister psychologisch komplexer Kino-Kammerspiele. ...weiter

Zaida Bergroth

Tove

(Kinostart: 24.3.) Aus dem Leben eines finnlandschwedischen Freigeistes: Tove Jansson, die Zeichnerin der Mumins, war weit mehr als eine Erfinderin drolliger Figuren. Regisseurin Zaida Bergroth widmet ihr ein sinnliches Biopic, das sich um eine Dreiecksbeziehung dreht. ...weiter

Robert Guédiguian

Gloria Mundi – Rückkehr nach Marseille

(Kinostart: 13.1.) Nachwuchs als Armutsrisiko: Ein Baby stürzt ein Kleinbürger-Paar in Geldnöte. Davon erzählt Regisseur Robert Guédiguian, Spezialist für die Wechselwirkung zwischen Ökonomie und Sozialem, diesmal etwas holzschnittartig – trotz hervorragender Darsteller. ...weiter

Marion Cotillard + Adam Driver

Annette

(Kinostart: 16.12.) Beauty and the Beast: Regisseur Leos Carax, Enfant Terrible des französischen Kinos, verbandelt Operndiva und Comedy-Rüpel – für ein so aberwitziges wie faszinierend stimmiges Amour-Fou-Musical mit Songs des Art-Pop-Duos „Sparks“. ...weiter

Srdjan Dragojevic

Der Schein trügt

(Kinostart. 16.12.) Gottes unzulängliches Bodenpersonal: Bigotterie auf dem heutigen Balkan karikiert Regisseur Srdjan Dragojević mit beißendem Humor. Seine Satire schwankt zwischen Klamauk und Groteske – originell inszenierte Episoden machen platte Momente verzeihlich. ...weiter

Pierre Monnard

Platzspitzbaby - Mutter, Drogen und ich

(Kinostart: 18.11.) Drogenhölle Schweiz: Regisseur Pierre Monnard porträtiert ein Mädchen, das sich von seiner heroinsüchtigen Mutter emanzipiert. Sein Coming-of-Age-Drama nach einem realen Fall ist überzeugend gespielt, aber inhaltlich leicht überfrachtet. ...weiter

Louie Schwartzberg

Fantastische Pilze – magische Welt

(Kinostart: 9.9.) Heimliche Herrscher: Pilze prägen unsere Welt weit mehr, als gemeinhin bekannt ist. Regisseur Louie Schwartzberg verbindet eindrucksvolle Doku-Aufnahmen mit allerlei Heilsversprechen – Populärwissenschaft trifft auf psychoaktive Substanzen. ...weiter