Artikel von Dörthe Gromes (119)

Geboren 1978 in Rostock. Studium der Politik- und Kulturwissenschaften in Leipzig. Längere Aufenthalte in Lateinamerika und Russland. Seitdem freiberufliche Tätigkeit als Journalistin und Autorin für Mitteldeutscher Rundfunk, Sächsische Zeitung, Freie Presse, ZEIT, ZEITonline, VisionKino u.a. Interessen: Film und Kino, Zeitgeschichte, Gärtnern, Musik und Reisen.

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Leipzig

Re-Connect. Kunst und Kampf im Bruderland

Hoch lebe die internationale Solidarität: In der DDR waren Künstler aus dem befreundeten, meist sozialistischen Ausland willkommen – Vertragsarbeiter aus Drittweltstaaten wurden aber wie Menschen zweiter Klasse behandelt. Das beleuchtet erstmals umfassend eine Ausstellung im Museum der bildenden Künste. ...weiter

Greta Gerwig

Barbie

(Kinostart: 20.7.) Kinosommerträumchen in Pink: Die fluffig-satirische Hommage von Regisseurin Greta Gerwig an die berühmteste Puppe der Welt verbindet perfekt inszenierte Unterhaltung mit ernsthafter Gesellschaftskritik aus feministischer Perspektive. ...weiter

Pietro Marcello

Die Purpursegel

(Kinostart: 6.7.) Nostalgie in magischen Bildern: Der italienische Regisseur Pietro Marcello verfilmt auf Französisch das Werk eines russischen Novellisten. Dabei entsteht eine zutiefst romantische Hommage an die Schönheit der einfachen Dinge und des Träumens. ...weiter

İlker Çatak

Das Lehrerzimmer

(Kinostart: 4.5.) Gute Vorsätze als Weg in die Hölle: Das Scheitern einer Junglehrerin inszeniert Regisseur İlker Çatak als punktgenaue Studie der Eskalation von Vorwürfen, die alle Beteiligten überrollt. Darin brilliert Leonie Benesch als Berufsanfängerin, die über ihren Übereifer stolpert. ...weiter

Patricio Guzmán

Mi País Imaginario – Das Land meiner Träume

(Kinostart: 13.4.) Kämpfen für eine bessere Zukunft: Vor vier Jahren wurde Chile von einer Protestwelle überrollt. Regisseur Patricio Guzmán schlägt einen Bogen von der Allende-Regierung über die Pinochet-Diktatur bis zur aktuellen Situation – für ein sehr persönliches, aber auch recht einseitiges Zeitdokument. ...weiter

Alice Diop

Saint Omer

(Kinostart: 9.3.) Medea in Nordfrankreich: 2015 ertränkte eine junge Senegalesin ihr Kleinkind im Atlantik. Regisseurin Alice Diop fiktionalisiert diesen realen Fall von Kindstötung. Ihr formal spröder und intellektuell anspruchsvoller Film kreist um die Begleitumstände der letztlich unverständlichen Tat. ...weiter

Ari Folman

Wo ist Anne Frank?

(Kinostart: 23.2.) Das „Tagebuch der Anne Frank“ ist eines der berühmtesten Zeugnisse für NS-Verfolgung und Ermordung der Juden in Europa. Der israelische Regisseur Ari Folman erzählt es neu und originell: mit einem Animationsfilm, der Annes imaginäre Freundin durchs heutige Amsterdam schickt. ...weiter

Chemnitz

Pompeji und Herculaneum – Leben und Sterben unter dem Vulkan

Kein Untergang lebt länger fort: Die Ruinen beider Städte am Golf von Neapel, unter Vesuv-Asche und -Lava konserviert, machen antiken Alltag für die Nachwelt anschaulich. Das zeigt die Ausstellung im SMAC mit geschicktem Multimedia-Einsatz – archäologische Aspekte bleiben unterbelichtet. ...weiter

Elene Naveriani

Wet Sand

(Kinostart: 24.11.) Hetero-Zwang selbst nach dem Suizid: Dass der Tote zu Lebzeiten eine schwule Beziehung hatte, wühlt ein georgisches Schwarzmeerdorf auf. Regisseurin Elene Naveriani blickt kühl distanziert, aber sorgfältig inszeniert auf eisern patriarchalische Verhältnisse. ...weiter

Masaaki Yuasa

Inu-Oh

(Kinostart: 17.11.) Wilder Crashkurs in japanischer Geschichte: Masaaki Yuasa verarbeitet eine alte Legende zu einem zeiten- und stilübergreifenden Rockmärchen mit inhaltlichem Tiefgang. Mit brillanten Animationen schafft er einen Sog, dem man sich nicht entziehen kann. ...weiter