Artikel von Dörthe Gromes (73)

Geboren 1978 in Rostock. Studium der Politik- und Kulturwissenschaften in Leipzig. Längere Aufenthalte in Lateinamerika und Russland. Interessen: künstlerische Dokumentar- und Spielfilme, Kinolandschaft in Mitteldeutschland, Lokaljournalismus, Zeitgeschichte, Umweltpolitik, Gärtnern, Reisen. Medien: Sächsische Zeitung, Leipziger Volkszeitung, ZEIT, ZEITonline, Player-Kinomagazin u.a.

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Emma Davie + Peter Mettler

Becoming Animal

(Kinostart: 29.8.) Von der Allbeseeltheit der Welt: Die Filmemacher Emma Davie und Peter Mettler erforschen mit dem Philosophen David Abram das Verhältnis von Mensch und Natur. Ihr ambitionierter Essayfilm regt an, visuell wie intellektuell.

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Pedro Almodóvar

Leid und Herrlichkeit

(Kinostart: 25.7.) Begehren und Kreativität: Regisseur Pedro Almodóvar erzählt überraschend zurückhaltend von einem alternden Künstler und blickt auch auf sein Leben zurück. Brillante Darsteller machen sein Vexierspiel so leichtfüßig wie anrührend.

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Carlos Reygadas

Nuestro Tiempo

(Kinostart 27.6.) Machismo trifft Überspanntheit: Der mexikanische Regisseur Carlos Reygadas verhandelt große Fragen – Liebe, Leben, Vergänglichkeit – anhand einer visuell sehr eindrucksvoll inszenierten, aber im Kern konventionellen Dreiecksbeziehung.

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Tuki Jencquel

Está todo bien – Alles ist gut

(Kinostart: 20.6.) Schwarzmarkt mit Restmedikamenten von Krebstoten: Venezuela leidet unter der Inkompetenz seiner korrupten Regierung. Die Folgen für das Gesundheitswesen dokumentiert Tuki Jencquel – leider recht wirr und ohne Kontext.

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Kanwal Sethi

Once Again – Eine Liebe in Mumbai

(Kinostart: 16.5.) Superstar hofiert Köchin: In der Millionenmetropole verlieben sich zwei Menschen aus völlig verschiedenen sozialen Schichten. Regisseur Kanwal Sethi bietet in seinem Bollywood-Arthouse-Mix schöne Bilder, vernachlässigt aber Figuren und Handlung.

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Ulrich Köhler

Bungalow (WA)

(Kinostart: 2.5.) „Fänger im Roggen“ in der deutschen Provinz: Ulrich Köhler erzählt in seinem frisch digitalisierten Debütfilm von einem Rekruten auf Heimatbesuch. Seine beiläufige Alltagsskizze von 2002 wirkt wie aus einer längst vergangenen Epoche.

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Querfurt

Ganz großer Trick!

Black is beautiful: Vor 100 Jahren schuf Lotte Reiniger ihren ersten Silhouetten-Kurzfilm, 1926 den ersten Animations-Langfilm der Welt. Zum Jubiläum zeigt die FilmBurg eine kleine, feine Schau über das Genre – kuratiert vom letzten praktizierenden Großmeister.

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Robert Guédiguian

Das Haus am Meer

(Kinostart: 21.3.) Nähe nach dem Schicksalsschlag: Vaters Schlaganfall führt drei erwachsene Geschwister wieder zusammen. Regisseur Robert Guédiguian ist ein subtiler Chronist des Alltäglichen – sein Mikrokosmos Marseille liefert ihm weltbewegende Themen.

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Veit Helmer

Vom Lokführer, der die Liebe suchte

(Kinostart: 7.3.) Altherrenfantasie in Aserbaidschan: Regisseur Veit Helmer schickt einen Lokführer auf die Suche nach der passenden Frau zum verlorenen BH. Quer durch exotische Landschaften – doch der Reiz seiner wortlosen Sittenkomödie läuft sich rasch tot.

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Liu Jian

Have A Nice Day

(Kinostart: 7.2.) Wahnsinnige treffen auf Idioten: Mit einer Gangster-Groteske seziert der Künstler Liu Jian die chinesische Gegenwart. Sein abgründiger Animationsfilm kontert die offizielle Propaganda mit einer nihilistischen Jagd nach dem schnellen Geld.

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